9, in Worten: Neun Tore.

Zum letzten Heimspiel der Saison haben wir nochmal die grüne Matte ausgepackt. Alle neun Tore des Spiels gegen Hansa in FullHD – was sonst im Bezahlfernsehen Unsummen kostet, hier für lau:

Teve 111 – Polyvalente Mannschaftsteile

Rostock. Die stehen ja nicht umsonst da unten drin. Das gewinnen wir. Das wäre ja gelacht. So ähnlich war die Herangehensweise der “Fußballgötter” in den ersten Minuten. Und plötzlich schießt der FC Hansa Tore. Das verrückte Hinspiel in der Younameit-Arena endete letztes Jahr 5:3 5:2 für die Guten. Das viel verrücktere Rückspiel ging am Sonntag 5:4 aus. Dabei hätten noch viel mehr Tore fallen müssen. Nicht wahr, Simon?


Foto: Sebastian Fiebrig

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Shownotes

Zartbitter.

Es gibt Choreografien, die sagen laut und deutlich: Mehr ist mehr. Fünf Tore sind zum Beispiel mehr als vier. Zartbitter war er trotzdem, dieser letzte Heimspieltag. Rostock hin oder her, ich sehe nicht gern, wie Steffen Baumgart vor Verzweiflung seine Mütze isst.

Teve107 – Halbleer, halbvoll, Hertha BSC.

Halbleer: Die Einstellung des 1. FC Union Berlin bei der 0:2 Niederlage beim Abstiegskandidaten Karlsruher SC. Halbvoll: Das Stadion des FC St. Pauli beim Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock. Jedenfalls wenn es nach der Hamburger Polizei geht. Hertha BSC: Erst wird nicht geredet, dann mit sich selbst und am Ende ganz viel. Irgendwie kann es der Berliner Bundesligist keinem Recht machen. Und der Abstieg droht immer noch.

In der Küche sitzen und reden: Steffi und Sebastian.

Shownotes
Der Karlsruher Wildpark – ein Stadion der 80er Jahre; Fanfreundschaften sind auch so 80er; Stadionheft mit Grußwort von Ingo Wellenreuthe: Irgendetwas zwischen Benevolent Dictator und Michael Preetz; Küngel in Karlsruhe; Jürgen Klopp sieht die Journalisten als Teil des BVB; Simons Lattentreffer als Wachmacher; 11 Unioner auf dem Platz, die Einstellung war noch in der Kabine; Kein Konkurrenzkampf im Kader; Ein Michael Parensen für alle Fälle; Derby oder nicht, auf jeden Fall ist Aue ein Heimspiel; Tijani Belaid polarisiert unter den Fans; Entschuldigung bei Markus Karl; Die Polizei verbietet St. Pauli den Verkauf von Karten an den FC Hansa Rostock (publikative.org; Magischer FC Blog); Die Polizei verfolgt durchaus eigene politische Interessen; Hertha im Kommunikations-Chaos: Niemand spricht nach dem Spiel; Dann spricht Michael Preetz; Der Pressesprecher veröffentlicht ein Arbeitsprotokoll des Managers; Das hat alles etwas von Stefan Raabs Gegendarstellung “Hierzu stelle ich fest, dass es sich nicht um mein Mettbrötchen handelt.“; Bier trinken für den Klassenerhalt

O-Töne:

23:50 Min – Michael Parensen, Torsten Mattuschka (Danke an Matze Koch für die O-Ton-Beschaffung) und Uwe Neuhaus nach dem Spiel in Karlsruhe

On Air:

Shownotes

Teve088 – Tore, Jubel, Emotionen

Fünf Tore schießt Union auswärts beim FC Hansa Rostock und trotzdem reden wir zuerst über das, was neben dem Spielfeld passierte. Vor der zweiten Hälfte erschien der Gästeblock in Flammen. Wir sind alle Pyrobefürworter und doch interpretieren wir das Abbrennen in dem Spiel sehr unterschiedlich. Klar scheint aber, dass hier Handlungsbedarf besteht. Und der besteht nicht in immer neuen Verboten, stärkeren Kontrollen und härteren Strafen. Da sind wir uns einig. Ansonsten scheint bei Union nicht nur Pyro sondern vor allem auch die Sonne. Alle treffen und fast alle sind gesund.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Mathias, und Sebastian.

Themen:

Bunki ist parteiisch bei Jan Glinker; Pyro beim Spiel gegen Rostock ein Fanal gegen den DFB?; Rostock verbietet Luftballon-Choreographie; Hardliner vs. Gesprächsbereite; Bunki will durch die Institutionen marschieren; Sebastian hat die Brandschutzeins; Union und der tödliche Pass; ein Loblied auf Chinedu Ede; Einlaufkind mit Christopher Quiring; Union sollte auch mal vom FC Bayern München gesponsored werden (Bsp: Dynamo Dresden, Energie Cottbus); Mosquera enttäuscht: Kein Hattrick; Es war nicht alles gut in Rostock, zum Beispiel die Gegentore; Konzentration bei der Mannschaft hält nicht das gesamte Spiel; Bunki wettet mit Steffen Baumgart; Freiluftglücksspiel in Lübeck; Vorsingen auf der Waldseite – Bunki braucht dafür kein Megaphon; Christoph Menz will überdreißig sein; Luxus für Uwe Neuhaus – fast alle sind sie da

On Air:

Shownotes

Spielvorbereitung: HansaNews.

Martin von Hansanews.de hatte eine gute Idee. Wir könnten uns, schlug er vor, gegenseitig zu unseren Erwartungen an das Spiel Rostock gegen Union befragen. Gefiel uns. Deshalb stehen seine Antworten hier. Unsere sind bei ihm drüben.

Martin, Du betreibst das Blog Hansanews.de – möchtest Du Dich & das Blog kurz vorstellen?

Seit 2001 berichte ich – neben einigen anderen Auserwählten – mit den HANSA NEWS regelmäßig und unabhängig über die Spiele und Geschehnisse rund um den FC Hansa Rostock. Den bekanntesten, wenn auch nicht ältesten, Fußballverein meiner Geburtsstadt verfolge ich etwa seit 1993. Wir spielten damals wie heute in der Zweiten Liga.

Du wohnst in Berlin, für Dich ist jedes Spiel ein Auswärtsspiel. Wie oft schaffst Du es ins Ostseestadion, oder verfolgst Du Hansa Rostock eher am Bildschirm?

Seit einigen Jahren eher Letzteres. Ich muss lange überlegen, wann ich zuletzt live dabei war. In Berlin schauen ja ansonsten eher die Amateure oder Nachwuchsmannschaften vorbei.

Sagst Du DKB-Arena oder Ostseestadion?

Ganz klar, Ostseestadion. Obwohl ich die offizielle Variante ab und zu schreibe(n muss).

Gehst Du in Berlin zum Fußball, und wenn ja: Wohin?

Eher wenig, aber ansonsten lieber Alte Försterei als Olympiastadion. Dafür spiele ich aktiv, wenn es die Zeit zu lässt, Futsal (Hallenfußball) in der Berlin Landesliga.

„Unser“ Dominic Peitz ist eher überraschend -auch für ihn selbst- in Rostock gelandet. Wie läuft´s für bisher ihn, nimmt ihn das Publikum an?

Aus der Ferne betrachtet, denke ich, dass er einen wichtigen Platz in der Mannschaft gefunden hat. Am Freitag schaut er nach seiner fünften Gelben leider nur zu.

Wer wird Deiner Meinung nach für ihn spielen?

Im Mittelfeld fehlen neben ihm Lartey und Weilandt. Trainer Vollmann muss das Trio ersetzen und somit die Mitte neu formieren, Timo Perthel und Michael Blum sind zwei Kandidaten, die der Trainer favorisiert.

Nach den Ereignissen rund um das Spiel Rostock gegen St. Pauli kommen wir nicht drum herum, nach Deiner Einschätzung der Lage zu fragen. Denkst Du, die Ausschreitungen waren darauf zurückzuführen, dass das Verhältnis Rostock – St. Pauli ohnehin schlecht ist, oder wäre das bei jedem anderen Gegner auch so passiert?

Das Derby brachte schon seinen besonderen Reiz mit sich, wobei diese hässlichen Bilder ganz klar nicht zu entschuldigen sind. Der Verein sieht sich derzeit nicht in der Lage die prekäre Situation im Alleingang zu entschärfen und bat nicht umsonst um die „Hilfe der Gesellschaft“.

Erwartest Du am Freitag gegen Union Vergleichbares?

Das Union-Spiel ist ein sogenanntes Derby, wie viele in dieser Saison; es offeriert jedoch andere Voraussetzungen. Beide Clubs hatten in ihrer Vorwendevergangenheit, Platz 10 und 14 in der Ewigen Rangliste der DDR-Oberliga, ähnliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen. Im neuen Fußballgeschäft nach der Wende gab es unter anderem in der Zeit von Frank Pagelsdorf mit den Transfers von Rehmer, Beeck und Barbarez einige Beziehungen zwischen Spree und Warnow. Union wirkt bis heute auch in Rostock sympathisch und ehrlich.

Worin siehst Du Ursachen für die Heftigkeit der Auseinandersetzungen, zu denen es immer wieder kommt?

Erklären kann ich mir diese als Fußballfan nicht. Ich denke, es geht dabei primär nicht um den Sport, der jedoch durch seine mediale Präsenz eine lohnende Bühne bietet, wie es scheint.

Veolia, euer Brustsponsor, hat seinen Rückzug angekündigt. Welche Auswirkungen wird das haben? Was kann der Verein aus Deiner Sicht unternehmen, um sein Ansehen vor weiterem Schaden zu bewahren?

Es ist nicht der erste Hauptsponsor, der nicht verlängert. Nichtsdestotrotz leidet das Ansehen des Vereins stark unter den bereits angesprochenen Ereignissen, was die Voraussetzungen für neue Geldgeber und Partner erschwert. Ein Heilmittel kann ich leider auch nicht verschreiben.

Küstennebel.

Die Mannschaft bereitet sich auf das Spiel gegen Rostock vor. “Derby” nennt es Patrick Kohlmann im Eifer. Er habe keine Angst, dort zu spielen. Natürlich wissen Trainer und Spieler um die Ereignisse des vergangenen Wochenendes in Rostock. Ihre Arbeit beeinflusst das indes nicht. “Wir bereiten uns auf ein Fußballspiel vor, genau wie jede Woche auch, und ich erwarte da überhaupt keine Probleme” sagt Uwe Neuhaus. “Dass da eine heiße Stimmung sein wird, dass die Mannschaft von Rostock brennen wird, ist doch klar. Drittletzter. Da wird uns ein heißer Tanz erwarten.”
Daniel Göhlert ist wieder im Mannschaftstraining. Ob er in Rostock auf der Bank sitzen wird? Sein Trainer will das von der Trainingsleistung im Laufe der Woche abhängig machen. Heißt auf Deutsch: Kein Kommentar.

Teve022 – Erste Halbzeit: Nicht viel. Zweite Halbzeit: Gar nüscht.

Nachdem wir Flo zum Spiel befragt hatten, war alles gesagt. Wir haben dann trotzdem noch ein bißchen weiter erzählt. Aus Gewohnheit eher. Über Auswechslungen, die wir nicht verstanden haben, über das ewige Stürmer-Thema, über Abschlussschwäche, über Wetter, über Zufriedenheit mit Spielverläufen. Das haben wir aber alles rausgeschnitten & weggeworfen, denn das einzig skandalöse an dem Spiel waren doch eigentlich: die Trikots! Endlich mal wieder ein Podcast über die wichtigen Dinge im Leben: Anziehsachen! Textilvergehen galore!

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Shownotes

Koblenz, Ahlen und Rostock oder die 10 Tage der Wahrheit

Heute mal ein Gastbeitrag von Stefan, der sich Gedanken über den aktuellen sportlichen Stand der Mannschaft macht. Stefan ist Unioner im Exil – heute in Glasgow lebend und froh über jeden Piratensender, der ihm die Möglichkeit gibt, Livespiele zu verfolgen. Verbunden ist er der Fan Einheit Köpenick, einem Zusammenschluss mehrerer Unioner.

Das Saisonziel heißt Klassenerhalt – doch wie weit sind die Eisernen noch davon entfernt? Trainer Uwe Neuhaus ließ am Anfang der Saison verlauten, dass er von 40 Punkten zum Erhalt der Klasse ausgeht. Aktueller Stand vor dem Spiel am Freitag: 30 Punkte. Alles im Lot könnte man sagen. Noch mehr als 13 Spiele vor der Brust und lediglich 10 Punkte werden zum Minimalziel benötigt. Das bedeutet doch, dass man pro Spiel im Schnitt weniger als 1 Punkt holen muss. Wunderbar.

Die Wahrheit sieht aber derzeitig ein bisschen anders aus. Aus den letzten 14 Spielen holte man lediglich 13 Punkte (3 Siege, 4 Unentschieden). Man muss kein Mathematik-Talent sein, um so sehen das die derzeitige Punkte-Ausbeute pro Spiel tatsächlich unter einem Punkt liegt. Also doch nicht alles im Lot?

Auf Grund der widrigen Wetterbedingungen, fiel das Spiel in Rostock aus und wurde auf Mittwoch den 24.02. verschoben – eine englische Woche also. Am Freitag starten die Eisernen gegen die TuS aus Koblenz, gegen die im Hinspiel ein Unentschieden gelang. Rostock am Mittwoch und Ahlen am Sonntag darauf, gegen die Union in der Hinrunde jeweils 3 Punkte eingefahren hat, bilden den Abschluss einer harten und wegweisenden englischen Woche.

Die (zum Teil umstrittenen) Umstrukturierungen in der Mannschaft, gepaart mit dem Verletzungspech einiger Leistungsträger führten in den letzten Spielen zu einer Inkonsistenz in der Leistung. Als Zuschauer wußte man nie, was man am Spieltag zu erwarten hat. “Eindrucksvolles” Beispiel ist der himmelweite Unterschied zwischen den Spielen in Paderborn und dem letzten Heimspiel gegen Augsburg.

Was wird uns am Freitag und in den Spielen darauf erwarten? Der Toto-Wettschein wäre schon eingereicht, wenn ich das wüßte. Drei Spiele gegen Mannschaften aus der Abstiegsregion. Von den Eisernen muss ein klares Zeichen kommen, wenn sie dort am Ende der Saison nicht ebenfalls stehen und doch noch zittern wollen. Die dicken Brocken der Liga stehen noch an. Dort wo St. Pauli, Kaiserslautern und Bielefeld schon längst um jeden Punkt zum Aufstieg kämpfen, wird es nicht einfacher Punkte einzufahren.

Die vermeintlich einfachsten Punkte, holt man gegen die, die in der Tabelle unten stehen. Aber auch die sind längst vom anfänglichen Dauerlauf in den Sprint übergegangen – Koblenz mit nur einer Niederlage in den letzten 5 Spielen, Ahlen mit 2 Siegen aus den letzten 3 Spielen und Frankfurt ohne Niederlage in den letzten 3 Spielen.

In der Hinrunde hat Union gezeigt wie es geht. Ob die Eisernen auf diesen Weg zurückfinden, wird sich zeigen. Die nächsten 3 Spiele werden diesbezüglich ein Wegweiser sein und deshalb hat auch Christian Beeck nicht unrecht, wenn er von einem 6-Punkte Spiel gegen Koblenz spricht. Ohne eine schnelle, deutliche Steigerung der Leistung und auch der Konstanz in der Leistung, könnten vielleicht sogar 10 Punkte aus 13 Spielen knapp werden?! Wie weit wir sind und wie gut “Uns Uwe” die Mannschaft auf diese wichtige Aufgabe vorbereitet hat, werden wir am Freitag gegen Koblenz sehen…

Nüchtern betrachtet: Der 3. Spieltag

Zahlen aneinander gereiht. Prozente berechnet. Kurven erstellt. Steffi sagt, dass dies ein Männerding sei. Mir gefällt es. Inspiriert wurde ich von Catenaccio, der das sehr ausführlich betreibt. Natürlich weiß ich, dass verbale Beurteilungen viel präziser sind und auch der Persönlichkeit gerecht werden. Aber hier soll gnadenlos verglichen werden. Über den Saisonverlauf kann man anhand der Noten doch einen Trend beobachten. Das hoffe ich jedenfalls.

Das Ergebnis

1. FC Union Berlin – FC Hansa Rostock

1:0 (Mosquera 33. Min); 17.500 Zuschauer

Einzelbewertung

Entnommen wurden die Noten dem Berliner Kurier, dem Kicker und Sportal. Vielleicht kann mir noch jemand sagen, ob die Bild auch für die 2. Liga Noten verteilt. Der Kurier vergibt nur volle Noten, was häufig zu besseren Bewertungen führt.
Echte Ausreißer gibt es nicht. Sowohl Jan Glinker als auch Marco Gebhardt hatten schon bessere Spiele. Das drückt sich auch in den Noten aus. Innenverteidigung plus defensiver Abräumer Younga-Mouhani und der fleißige Mosquera haben überzeugt.

Noten 3. Spieltag 2009/10

Ballkontakte 3. Spieltag 2009/10

Erfolgreiche Pässe 3. Spieltag 2009/10

Bei den Zweikämpfen fällt auf, wie häufig Mosquera den Weg Mann gegen Mann gesucht hat. Würde es Fleißbienchen nach dem Spiel geben, er und Younga-Mouhani hätten sie diesmal ins Muttiheft gestempelt bekommen müssen.

Zweikämpfe 3. Spieltag 2009/10

Zahlen von bundesliga.de
Kurier Kicker Sportal Ø
Jan Glinker 3 4 3,5 3,50
Michael Bemben 2 3,5 3 2,83
Christian Stuff 1 2 3,5 2,17
Daniel Göhlert 1 2 3 2,00
Patrick Kohlmann 2 3 3 2,67
Macchambes Younga-Mouhani 2 2 3 2,33
Thorsten Mattuschka 3 3,5 3,5 3,33
Hüzeyfe Dogan 3 3 2,5 2,83
Marco Gebhardt 3 4 3,5 3,50
Karim Benyamina 3 3,5 3 3,17
John Jairo Mosquera 2 2 2 2,00