Die Zweite Liga etabliert Fallschirmzahlungen (und bestätigt die Abschaffung der Montagsspiele)

Erinnert ihr euch noch daran, dass im Sommer die Zweitligisten auch mit Zustimmung von Union „angesichts der außergewöhnlichen Situation, dass in der abgelaufenen Saison zwei Drittel der Clubs bis zu den letzten Spieltagen um den Klassenerhalt bangen mussten“ Fallschirmzahlungen von jeweils 600.000 Euro für die beiden Absteiger beschlossen haben? Das wurde damals als besondere Aktion angekündigt, Helmut Hack von Greuther Fürth als Vertreter der Zweitligisten wurde weiter so zitiert: „Diese Solidaraktion, die aus der Mitte der Zweitliga-Clubs angeregt wurde, ist den besonderen Umständen geschuldet und daher einmalig.“

Nun, in der Erklärung, die die Zweitligisten in der DFL gestern veröffentlicht haben, steht dass es diese Zahlungen auch in dieser Saison geben wird. Und zwar ohne Bezug auf eine besondere Lage.

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Wir als Unioner sind längst Teil des Establishments

Könnt ihr euch noch alle an die Zeit erinnern, als Union gegen etablierte Bundesligaklubs antrat? Nur dass es da den Schönheitsfehler gab, dass hinter dem Klubnamen “II” stand? Und wie wir uns über die zweiten Vertretungen in der Regionalliga und später der 3. Liga geärgert haben? “Wettbewerbsverzerrung!”, haben wir damals gerufen. Und heute? Heute finanziert Union Fallschirmzahlungen mit, die Absteiger aus der Zweiten Liga erhalten. 600.000 Euro je Absteiger. Jeder Zweitliga-Klub zahlt 66.666 Euro dafür (DFL-Mitteilung). Ich kann die Argumentation der Klubs nachvollziehen und vor allem die Situation, in der die Entscheidung im April getroffen wurde, als gut zwei Drittel der Vereine noch hätten absteigen können. Und einmalig soll diese Aktion deswegen sein.

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