Warten auf Friedrich

“Marvin #freedrich wird langsam zum zweiten Stadiondach”, schrieb gestern @ExWuschel auf Twitter, weil die Rückkehr des Verteidigers ähnlich lange auf sich warten lässt wie 2009 die Installation des Stadiondaches durch die slowakische Firma Omnec. Und ganz ehrlich, ich bin froh, dass Daniel nicht eingeschlagen hat, als ich ihm großfressig am Montag schrieb: “Wetten, dass Friedrich heute noch verkündet wird?”

Weiterlesen

Union ist mehr als nur Fußball und das Drachenbootrennen ist ein Beweis dafür

Das Drachenbootrennen der Unionfans in Grünau gestern war aus unserer Sicht ein echter Erfolg. Mit einem vollkommen unerwarteten 25. Platz sind wir im zweiten Jahr unserer Teilnahme im Mittelfeld angekommen. Auch optisch nähern wir uns an, hatten wir doch dieses Mal auch ein großes Zelt am Ufer.

Weiterlesen

Konnte ja niemand ahnen, dass wir beim Drachenbootrennen auch nass werden

Die Wiedereingliederung in den Berliner Alltag nach unserem ausgiebigen Urlaub hat uns Union mit dem Abschiedsspiel für Karim Benyamina und Torsten Mattuschka und dem Drachenbootrennen sehr leicht gemacht. Als ich gestern bei einem Kollegen in Neukölln saß, um mir das TV-Duell (beruflich) anzusehen, hatte ich mit einer Freundin, die sich für Fußball wirklich nicht interessiert eine interessante Unterhaltung.

Weiterlesen

Der DFB und der Fußball

Sebastian Polter geht gerne in Nürnberg zum Friseur – das berichtet der Kurier, in dem außerdem zu lesen ist, dass der Angreifer das Spiel gegen seinen früheren Verein am dritten Spieltag noch nicht als Spitzenspiel bezeichnen möchte und sich – natürlich – vornimmt, Unions Bilanz gegen die Franken aufzubessern.

Weiterlesen

Bundesliga-Aufstieg und Wiedersehen mit Martin Dausch

Unions U19 ist nach dem 3:1 in Magdeburg gestern aufgestiegen und damit sind die wichtigsten Ausbildungsteams des Nachwuchsleistungszentrum in der Bundesliga vertreten (mehr bei der BZ).

Weiterlesen

Drachen, Boot und Rennen

Vom Müggelturm schweift der Blick über den Langen See hinüber zu Villen und Häusern von Rudervereinen vorbei. Herren, die sich nur der Ausübung des reinen Sports verpflichtet sahen, fuhren auf der Regatta-Strecke in Berlin-Grünau ihre Ruder- und Segelregatten, während die Damen sich herausputzten. Wenn die Union-Supporter vom “Eisernen Virus” zu ihrem Geburtstag zum alljährlichen Drachenbootrennen rufen, steht die Szenerie im krassen Widerspruch zur Gründungszeit der Sportanlage. Dann steht neben dem sportlichen Wettstreit vor allem der Spaß im Zentrum.

Schon beim Betreten der Anlage des 8. Union Drachenboot-Fun-Cups sieht es aus, als ob römische Feldherren ihre Lager aufgeschlagen haben. Fast jedes der 33 Teams hat sein eigenes Zelt am Ufer aufgebaut und wartet auf den Start. Auf der zu den Olympischen Spielen 1936 erbauten Tribüne lümmeln sich Unioner im Schatten, während die Drachenboote in der Sonne ihre drei Vorläufe über 200m fahren. Neben den vielen Fanklubs treten auch die Geschäftsstelle, das Nachwuchsleistungszentrum und die Betriebsgesellschaft des Stadions an. Wie viele Fans haben sich auch Teile der sportlichen Leitung die Nacht auf der Autobahn um die Ohren geschlagen, um am Rennen teilnehmen zu können.

Während das Team der Geschäftsstelle im ersten Rennen das Nachwuchsleistungszentrum noch knapp schlagen kann, verliert das Team im zweiten Lauf den Steuermann, der hinterherschwimmt. Präsident Dirk Zingler erklärt das Ergebnis kurzerhand zum Streichresultat und setzt sich im letzten Lauf selbst an die Trommel um den Takt vorzugeben. Einen solchen Wechsel hat die Stadionbetriebsgesellschaft nicht nötig. Ebenso wie auf der Stadionbaustelle hat Sylvia Weisheit auch hier die Männer im Griff und gibt mit einem Lächeln eisern das Tempo vor. Auf das sportliche Ziel beim Drachenbootrennen angesprochen, äußerte der Pressesprecher der Stadionbetriebsgesellschaft nur: “Das ist eine nichtöffentliche Gesellschaft.”

Die lockere und gelöste Atmosphäre auf dem Gelände mit einer schützenswerten Anzeigetafel erinnert an einen Familienausflug. Der Ehrgeiz der meisten Teams lässt sich an der Anfeuerung einer Trommlerin festmachen, die ihre Mannschaft mit “Los ihr Luschen!” ins Boot treibt. Zur Abkühlung wird einfach ins Wasser gesprungen. Und der Aufsichtsratschef Antonio Hurtado bereitet eine Paella zu. Manchmal wird der Blick in die Seele eines Sportvereins erst abseits vom Wettkampf klar.

Bilder: Stefanie Lamm