Was passiert, wenn sich ein Innenminister wie Peter Beuth auf Kosten des Fußballs profiliert

Ich bin sehr gespannt, was uns heute Abend um 18.30 Uhr gegen Bielefeld erwarten wird. Daniel hat gestern schon geschrieben, dass das Team von Uwe Neuhaus häufig in den Strafraum flankt. Ich bin gespannt, ob Bielefeld diese Spielweise trotz der kopfballstarken Defensive von Union aufrecht erhalten wird. Und ich bin auch gespannt, mit welchem offensiven Gesicht Union antreten wird. Denn Urs Fischer rotiert in der Offensive sehr häufig durch (Morgenpost). So eine Konsequenz wie beim Schweizer Trainer habe ich bei Union da auch noch nicht gesehen. Das liegt aber auch daran, dass ihm ein Kader zur Verfügung steht, der auch in der Breite individuell sehr stark ist.

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Der Pokalsieg der Eintracht ist (leider) nur die Ausnahme von der Regel, aber trotzdem geil

Als ich gestern Abend mit Maik vom St.-Pauli-Podcast Millernton nach dem Pokalfinale die Treppenstufen des Olympiastadions nach oben stieg, sagte ich: “Das war ein richtig geiler Abend. Aber es tut auch ein bisschen weh, zu wissen, dass unsere beiden Vereine so etwas wahrscheinlich nie mehr erleben werden.”

Pokalübergabe an die Eintracht, Foto: Sebastian Fiebrig

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Wenn Union im Finale gestanden hätte, dann …

Mein Puls beim gestrigen Euro-League-Finale zwischen Liverpool und Sevilla (1:3) hielt sich in Grenzen. Vielleicht weil ich wusste:

Twitter: @Eisern4ever

Wer es vergessen hat, hier geht es ins Archiv.

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Voodoo an der Eckfahne

Ich bin ein Idiot. Jeden Tag mache ich mir die Mühe, zu verstehen, wie Union spielt und warum die Mannschaft erfolgreich oder nicht erfolgreich war. Dabei ist alles ganz einfach. Es liegt an den Eckfahnen. Zumindest in Heimspielen. So jedenfalls der Aberglaube, den Bild/BZ aufdecken. Nach jeder Heimniederlage würden bei Union die Personen gewechselt, die die Eckfahnen einstecken. Eroll gesperrt, Dennis Daube darf keine Kopfbälle machen und Stephan Fürstner kämpft mit den Nachwirkungen seiner Gehirnerschütterungen. Egal. Hauptsache, Achim steckt die Fahnen rein.

Denn der 79-Jährige ist verantwortlich für die Serie von 6 Heimsiegen in Folge. Und gestern hat er sich noch ein bisschen mit positivem Karma aufgeladen, als er von Sebastian Polter geherzt wurde, der aus Madrid für einen Abstecher nach Berlin kam:

Wer nicht an Hokuspokus glaubt, muss auf unsere Defensive vertrauen, dass sie unter anderem Simon Terodde keinen Platz lässt. Wie das gehen soll, könnt ihr hier nachlesen:

Wer sich kurz auf den Stand bei den Baumaßnahmen und der Entwicklung im Union-Nachwuchs bringen will, dem empfehle ich Steffis Artikel im Köpenicker Maulbeerblatt:

Dirk Zingler bei der Vorstellung von Layenberger (Foto: Stefanie Fiebrig)

Auswärtsfans unerwünscht

Weiter südlich gab es im Bezug auf Fanrechte gestern zwei interessante Entscheidungen. Zum einen kippte das Verwaltungsgericht Darmstadt das Betretungsverbot für die Innenstadt, das die Kommune über Eintracht-Fans verhängt hatte.

Das ändert allerdings nichts am Stadionverbot, das der DFB gleich über alle Frankfurter Anhänger für Vorfälle beim Hinspiel ausgesprochen hatte. Was bleibt ist das merkwürdige Gefühl, dass solche Verbote im Abstiegskampf den gegenteiligen Effekt erzielen. Zum einen schüren sie Aggression im Vorfeld und zum anderen dürfte der Aufwand der Polizei so um ein Vielfaches höher sein, weil sie in ein Katz-und-Maus-Spiel in der Darmstädter Innenstadt mit den Eintracht-Fans verwickelt wird, anstatt sie vom Bahnhof zum Stadion und zurück zu begleiten.

Die zweite Nachricht kommt von Dynamo Dresden. Der Aufsteiger in die Zweite Liga hat eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, die darauf abzielen, dass es schwerer wird, sich anonym Karten für Auswärtsspiele zu besorgen. Außerdem zieht sich der Klub aus der Unterstützung für Fanzüge und Entlastungszüge zurück.

Ich verstehe einen Großteil der Maßnahmen von Dynamo nicht als präventiv, sondern als repressiv. Selbst die Umlage von 3 Euro auf Auswärtstickets zur Erhöhung der Anzahl eigener Ordner bei Auswärtsspielen. Nichts davon bekämpft Ursachen, alles geht nur an Symptome. Das ist, als ob ich bei einem überkochenden Topf den Deckel fester zudrücke, anstatt vielleicht die Flamme unten drunter zu reduzieren.

Den DFB oder die DFL mögen diese Maßnahmen nach den Vorfällen rund um den Aufstieg in Magdeburg und Dresden beruhigen. Ich bleibe weiter skeptisch. Im Zweifelsfall hat das den gleichen Effekt wie oben beim Stadionverbot für die Eintracht-Fans. Die problematischen Anhänger werden aus dem Stadion gedrängt, aber sie sind nicht weg. Und ich würde vermuten, dass sie auch nicht weggehen werden. Aber im Falle von Dresden schaue ich tatsächlich nur aus der Ferne drauf. Falls jemand einen Einblick aus der Nähe geben kann, wäre ich sehr dankbar dafür.

Drei Unioner beim 0:0 des Kosovo gegen Eintracht Frankfurt auf dem Platz

Gestern Abend spielte Kosovo mit drei Unionern im Team im Freundschaftsspiel gegen Eintracht Frankfurt 0:0. Angesichts der Thomas-Schaaf-Defensive bei den Hessen weiß ich gar nicht, welcher Mannschaft ich mehr zu den null Gegentoren gratulieren soll.

Kosovo - Frankfurt 2015
Foto: Matze Koch

Von den Unionern stand nur Valmir Sulejmani in der Startelf. Matze Koch war sogar vor Ort.

In der zweiten Halbzeit kamen noch Eroll Zejnullahu und Bajram Nebihi auf das Feld. Wer Interesse an bewegten Bilder hat, bitte sehr:


Eintracht Frankfurt vs Kosovo 0-0 Full… von enteritament

Medial bin ich etwas gelangweilt. Wer Interesse an der Torwartsituation bei Union hat, wird bei BZ/Bild und Kurier sicher fündig. Achtung Spoiler: Noch ist nichts entschieden.

Und ob der VfR Aalen nun zwei Punkte wegen Verstößen gegen die Lizenzbedingungen erhalten hat oder nicht, dürfte zumindest aus sportlicher Sicht bei Union niemand interessieren. Auch wenn die BZ anderes behauptet. Zehn oder zwölf Punkte Vorsprung auf Aalen machen für Union keinen Unterschied. Denn hier gilt allein: Vor dem Erreichen der 40 Punkte jubelt niemand. Noch zwei Siege also.

Es sind die kleinen Dinge

Da wir uns auch sonst so an kleinen Dingen erfreuen können, möchte ich an dieser Stelle behaupten, dass der Union-Fanshop mindestens die schönsten Kartons der Liga verschickt. Ach was, das sind die schönsten überhaupt.

Teve148 – Jürgen Klinsmann in Westpolen

"Gibt's diese Woche eigentlich überhaupt nen Podcast? Ich könnte verstehen, wenn nicht...Über so ne Leistung will doch niemand reden...", sagte Johannes auf Facebook nach der erneuten Niederlage von Union bei 1860 München. Und damit er so etwas von Recht. Nicht einmal die sarkastischen Gesänge im Stadion heben bei uns die Stimmung. Deswegen haben wir wie vor der Europameisterschaft im letzten Jahr Phil und Nicolas von den Mikrodilettanten eingeladen um wahrzumachen, was wir bereits angedroht haben: Wir reden über Nationalmannschaft und Champions League.


Foto: Koch

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Union verliertEintracht Frankfurt trennte sich nach Stagnation von Funkeln und stieg mit Skibbe abPhil hat sich Messi auf einen Meter genähertNationalmannschaftsfansUnsere internationalen LieblingsspielerChampions League und die Regionalliga als Major RunterbringerJörg Bergers Biographie.

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Teve106 – Satzzeichen können Leben retten

Zum Spiel: 1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt 0:4. Sportlich hat die Partie aber kaum jemanden interessiert, da der Aussschluss der Gästefans für Aufregung sorgte. Der DFB hatte diese Kollektivstrafe dafür verhängt, dass beim Spiel Düsseldorf gegen Frankfurt Leuchtmunition auf das Spielfeld gelangt war. Die Eintracht-Fans kamen trotzdem und die Union-Seite zeigte sich soldiarisch.


Foto: www.unveu.de
Bleibt eigentlich kein Wunsch mehr offen. Eigentlich.

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Wir beginnen mit dem Ende: Wann war für euch das Spiel vorbei? Nach dem 0:2 oder nach Besetzung des Gästeblocks?Ein KlugscheißermomentEine Nebensache namens FußballGegen einen Erstliga-Kader kann man auch mal verlierenGegengerade Woodstock: Der Hippie-Block"Alle Gegentore haben mich geärgert"Mosquera hat gefehlt: Unberechenbar für Freund und FeindWir mutmaßen: Die Aktionen der 1.Halbzeit wurden SO nicht trainiertSpielen unter Druck: keine Zeit, falsche Entscheidungen, fehlende PräzisionDer Klassenunterschied: "Die waren doch zu zwanzigst!"Die Manschaft wächst daran: Defizite aufzeigen als Mittel der StärkungHat es angesichts des aktuellen Tabellenplatzes Sinn, sich ein 0:0 zu ermauern?Robert bildet einen Satz mit Patrick Zoundi. Gero und Sebastian versuchen, ihn daran zu hindern.Der Liegend-Kopfball von Michael Parensen"Ich will Benyamina wiederhaben", oder: Wir brauchen einen EntlastungsstürmerFick Dich, DFB: Satzzeichen können Leben retten!Wenn´s die Morgenpost doof findet, muss es gut gewesen seinFolklore mit Fünftligisten"Statistisch gesehen sind einige Fußballfans auch Verbrecher" singt sich scheißeHolzkohlegrills sind erlaubte Pyrotechnik!Keine Teilausschlüsse mehrDie polnische Variante der PublikumskontrollePauschalstrafen stören das subjektive GerechtigkeitsempfindenWie findet man vernünftige Regularien, und wer muss handeln?Was fehlt: Rechtssicherheit!Forum-Hopping mit GeroAbgesang.

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Die Eintracht macht rüber.

Pressekonferenzen vor Spielen sind Pflichtaufgaben. Für den Trainer und für die Journalisten. Der Trainer erklärt, warum das nächste Spiel das schwerste ist und die Journalisten versuchen irgendwie, etwas berichtenswertes herauszubekommen. So ist das beim 1. FC Union und sicher auch bei Eintracht Frankfurt. Immer. Nun ja. Fast immer. Denn Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner hatte vor der Partie am Montag in der Alten Försterei gar wunderliches von seiner Spionagefahrt in den (wilden) Osten zu berichten:

„Man muss sich im Container umziehen“, sagt Hübner, dazu ist der Platz schlecht. Das Stadion ist eng, die Stimmung werde aufgeheizt sein. „Ganz unangenehm“, sagt Hübner. Er will das auf keinen Fall als vorweggenommene Entschuldigung verstanden wissen. Er will nur, dass sich die Spieler auf derlei Umstände einstellen.”
Quelle: Frankfurter Rundschau

Fehlt nur noch, dass sich die Spieler über Zwangsumtausch und die holprige Transitstrecke beschweren …

Kann aber auch sein, dass sich Bruno Hübner verfahren hat und ein enges Stadion mit einer ganz anderen Waldseite besucht hat.