Dirk Zingler widerspricht der Darstellung von Union als “der andere Klub”

Mir ist gestern irgendwann während der Podcast-Aufnahme der Kragen geplatzt. Nicht wegen der Schiedsrichterleistung von Tobias Welz am Sonnabend beim 1:2 gegen Werder Bremen, sondern ein bisschen fälschlicherweise wegen des Klatschens der Gästefans nach Abpfiff. Einerseits ist  es mir völlig egal, ob Union beliebt oder unbeliebt ist, weil mir als Unioner vor allem Union wichtig ist und das alles so  läuft, wie es für uns alle als Union-Anhänger richtig ist. Aber vor allem, weil ich den Applaus der Werder-Anhänger etwas in den falschen Hals bekommen habe und mit diesen vielen Betrachtungen der vergangenen Wochen gleichgesetzt habe, in denen Union viel zu verkürzt als der etwas andere Verein dargestellt wurde, quasi als nostalgischer Sehnsuchtsort der Bundesliga. Ignorierend, dass die Bundesliga sicher nie so war, wie Union heute ist.

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Dirk Zingler über Rassismus und Diskriminierung: “Überall wo Union ist, darf es das nicht geben”

Union-Präsident Dirk Zingler war gestern Abend beim RBB zu Gast im Talk mit Jörg Thadeusz. So richtig gegrillt wurde er dort nicht, konnte aber von der DFL-Versammlung berichten,  wie ungewohnt das dieses Jahr war, denn: “Wir saßen plötzlich auf der anderen Seite.” Nämlich da, wo die Bundesligisten sitzen und nicht bei den Zweitligisten, wo  Union die vergangenen 10 Jahre Platz genommen hatte. Die ganze Sendung könnt ihr in der RBB Mediathek nachschauen.

Präsident Dirk Zingler (1. FC Union Berlin) zu Gast bei Jörg Thadeusz vom RBB

Dirk Zingler bei Jörg Thadeusz, Foto: RBB

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Wenn gegen Dortmund die Tickets verlost werden, ist das wohl die fairste Art der Verteilung

Union reagiert auf die Serverprobleme beim Verkauf der Tickets für das erste Bundesligaspiel gegen Rasenballsport Leipzig und wird wohl die Karten für das zweite Heimspiel verlosen. Dabei kann jedes Mitglied ein Los ziehen (für das Los gibt es 4 Tage Zeit) für einen Platz der Wahl. Dabei muss man sich also schon festlegen. Und dann wird unter denjenigen ausgelost. Das fühlt sich natürlich ungerecht an, weil die Entscheidung für eine Karte jetzt bei einer höheren, nicht greifbaren Macht liegt. Aber andererseits sind nun nicht diejenigen gekniffen, die in der Verkaufszeit arbeiten müssen oder sich an der einen oder anderen digitalen Hürde nicht vorbeimogeln konnten. Von Netzverbindungen und der Serverlast bei Union (und dessen Dienstleister) möchte ich gar nicht erst sprechen. Hier noch einmal ein Screenshot, den ich gestern noch machen konnte, bevor Union die Zeughaus-Website wieder offline genommen hat. Wahrscheinlich wird Union das Verfahren sehr zeitnah offiziell bekanntgeben. Ob das dann bei jedem Spiel zum Einsatz kommen wird, ist nicht bekannt.

Verlosung der Tickets 1. FC Union Berlin gegen Borussia Dortmund

Screenshot: Union-Zeughaus

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Vom Statement “Urlaub in der ersten Liga” hat sich Union schon vor einer Weile verabschiedet

Langsam kommen wir wieder in den Rhythmus. Heute, zwei Tage vor dem DFB-Pokalspiel bei Germania Halberstadt gibt es die übliche Pressekonferenz mit Trainer Urs Fischer. Er wird sicher davon sprechen, dass man als 1. FC Union sicher der Favorit sei, aber Respekt vor dem Gegner habe. Wer allerdings in der Innenverteidigung neben Keven Schlotterbeck spielt, wird der Coach sicher nicht erzählen. Die Berliner Medien sind sich relativ einig, dass es trotz Trainingsrückstand Neven Subotic werden wird. In der Bild (noch nicht online) sagt der Halberstädter Trainer Sven Körner übrigens, dass er beim DFB-Pokalspiel von Union in Dortmund im Block neben dem Gästeblock gewesen sei.

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Was meint Dirk Zingler damit, wir sollten nicht permanent versuchen, anders zu sein?

Gestern Abend waren Manager Oliver Ruhnert und Trainer Urs Fischer beim Fantreffen  im Stadion, das wegen der warmen Temperaturen draußen auf der Tribüne stattfand. Über Inhalte des Gesagten wird wie immer nicht geredet (ich bin gespannt, ob dieses eingeübte Verhalten in der Bundesliga noch Bestand haben wird, wünsche es mir aber sehr, weil das ein tolles Format für Fans ist, bei dem sie im Mittelpunkt stehen und nicht jede Aussage der Gäste vorher in deren Köpfen auf ihre Schlagzeilentauglichkeit geprüft werden muss), weshalb ich nur das Bild des sichtlich gut aufgelegten Trainers zeigen kann:

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Vom Fußball-Klassenkampf zu rechtlichen Schritten gegen den Mietendeckel

Wenn Union gehofft hat, mit dem Interview von Präsident Dirk Zingler in Berliner Zeitung/Kurier endlich für Ruhe im Karton zu sorgen, dann ist das gründlich misslungen. Wenn Zingler hingegen mit dem Wort “Fußball-Klassenkampf” das Thema Hauptsponsor Aroundtown in den Hintergrund drücken wollte, dann hat das vielleicht sogar geklappt. Jedenfalls sind einige Redakteure aufgewacht und scheinen plötzlich den Kommunismus auf dem Vormarsch zu sehen. Die Bild/BZ schreibt “Was will Unions Klub-Boss mit seinen erschreckenden Aussagen bezwecken?” und “Herr Zingler, das ist einfach nur traurig”. Das klingt in meinen Ohren nach Frontstadt-Rhetorik und ist für mich mal wieder ein Beleg dafür, dass Bild-Berlin-Sportchef Robert Matiebel und Dirk Zingler sicher keine Freunde mehr werden, der in dem Text so ziemlich alles gegen den Union-Präsidenten auslegt, was er finden kann. Aber auch die Welt schreibt über das Thema und bezieht sogar Christopher Quirings Wessi-Zitat mit ein.

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Dirk Zingler, der neue Sponsor und der Fußball-Klassenkampf

Unions Präsident Dirk Zingler hat Kurier und Berliner Zeitung ein Interview gegeben, in dem er über die Wahl von Aroundtown als neuem Hauptsponsor des 1. FC Union, die Idee des Derby am 9. November und Unions Perspektive in der Bundesliga spricht. Die Sponsorwahl rechtfertigt er dabei einerseits damit, dass auch in der sozialen Konfliktsituation um das Thema Wohnraum Unternehmen differenziert zu beurteilen seien, und andererseits damit, dass Union schon seit langem eine Beziehung zu den handelnden Personen bei Aroundtown habe.

Zingler

Dirk Zingler fomuliert Unions Position in dem Interview ziemlich deutlich. Foto: Stefanie Fiebrig

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Dirk Zingler erklärt, in welcher politischen Verantwortung Union sich sieht

Bevor Union am Samstag gegen Basel zum aussagekräftigsten Spiel der Wintervorbereitung antritt, gibt es heute wenig Neuigkeiten. Auch nicht von einem möglichen Wechsel von Marc Torrejón, obwohl der sich in einem seiner stylishen Instagram Posts schon auf einem Parkplatz zeigt.

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Dirk Zingler hält 30.000 Union-Mitglieder innerhalb der nächsten 5 Jahre für möglich

Die Bild (€, Bezahl-Link) hat für ihre Rubrik “Mein Klub in 5 Jahren” mit Präsident Dirk Zingler gesprochen. Beim Titel der Rubrik hatte ich erst an ein Vorstellungsgespräch gedacht, bei dem sich die Klubs wie in Höhle-der-Löwen einem Investor vorstellen. Aber es ist ganz harmlos. Dirk Zingler weicht eigentlich in keiner Antwort von dem ab, was wir bereits wissen. Aber er begründet jede Maßnahme wie beispielsweise den Stadionausbau noch einmal ausführlich. Der sei Grundlage, dass Union wirtschaftlich bisher durch die Stadionkapazität gesetzte Grenzen überschreiten könne und allein der Klub davon profitiert, da Union zur absoluten Minderheit der Vereine zählt (nur Schalke und der BVB machen das auch so), die beispielsweise Catering für das Stadion und VIPs komplett selbst abwickeln. Wird mehr Geld verdient, macht sich also nicht ein Zwischenhändler sich die Taschen voll.

Präsident Dirk Zingler, Foto: SF/Matze Koch

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Simon Hedlund wird wohl nicht mehr für Union spielen

Union tritt am Sonntag zum Jahresabschluss im Erzgebirge an. Anders als in den meisten anderen Gegenden bleibt das Wetter dort über Weihnachten anscheinend einigermaßen winterlich. Das wird die Spieler nicht unbedingt allzu sehr freuen.

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