Unbesiegbar, unbesiegbar, unbesieeeeegbar FCU

“Du nimmst das mit dem Boykott aber ganz schön ernst!”, sagte der Mann, der neben mir an der alten Anzeigetafel stand. Sebastian Andersson hatte gerade das 1:0 erzielt und ich war in Gedanken vertieft. Ich hatte überlegt, ob Stadionsprecher Christian Arbeit nicht auch hätte boykottieren müssen, statt die gewohnte Liturgie nach einem Torerfolg zu bringen. Er musste natürlich nicht boykottieren, denn es hieß ja, dass es ein Stimmungsboykott der organisierten Fans war und nicht der Stadionsprecher. Doch die Worte waren natürlich darauf ausgerichtet, dass doch so etwas wie Stimmung aufkam. Das waren die Gedanken, die mich beschäftigten, als um mich herum alle jubelten.

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“Schwachstellen habe ich bei Union keine gefunden”

Von Dortmund nach Regensburg. Nach einem fetten Menü wieder Schwarzbrot. So oder so ähnlich sehen es die Berliner Medien (BZ, Morgenpost und RBB). Und ich kann das auch durchaus nachvollziehen. Aber andererseits ist das der Alltag, der Erfolge wie das DFB-Pokalspiel in Dortmund erst möglich macht. Und es verbietet ja niemand dem Team, auch in der Liga für unvergessliche Momente zu sorgen. Und bei all dem ergebnismäßigen Schwarzbrot (7 Unentschieden in 11 Spielen) waren schon einige besondere Momente dabei (Gikiewiczs Torvorlage, dann das Torwarttor und das Traumcomeback von Sebastian Polter inklusive Tor des Monats). Es ist also nicht so, als würde die Mannschaft nicht dafür sorgen, dass diese Saison unvergesslich wird. Jetzt vielleicht noch ein Sieg in Regensburg und wir können wieder die Pfanne auf die Herdplatte stellen. Dafür sorgen könnte Sebastian Polter, dessen mitreißende Mentalität die Bild thematisiert.

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Ich muss keinen Sieg gesehen haben, um ein legendäres Spiel zu erkennen

Noch einmal kurz zurück zum Mittwochabend. Ich wurde gestern unzählige Male von Nachbarn und Arbeitskollegen gefragt, ob ich enttäuscht sei über das Ausscheiden im Pokal gegen Dortmund. Und ich verstehe diese Frage einfach nicht. Ich durfte mit meinem großen Sohn Zeuge eines der wohl technisch und kämpferisch brillantesten Unionspiele aller Zeiten sein. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die gezeigt hat, wie man gegen Borussia Dortmund spielen muss. Und ich habe wohl eines der Top Erlebnisse vieler Unionfans mitgemacht, als wir fast die gesamte Pause durchgesungen haben: “FC Union. Unser Liebe. Unsere Mannschaft, unser Stolz!” Enttäuschung? Nein. Traurig? Nur kurz. Ansonsten: Nur Stolz! Ich muss keinen Sieg gesehen haben, um ein legendäres Spiel zu erkennen.

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Natürlich stellt sich erst jetzt heraus, dass Rafal Gikiewicz tatsächlich mal Stürmer war

Wir sind alle noch nicht damit fertig, Rafal Gikiewicz für sein Tor zu feiern. Auch die Berliner Medien nicht. Dabei kommen erwartbare Informationshäppchen zu Tage, wie dass Gikiewicz in der Jugend auch im Sturm gespielt hat. Sein Zwillingsbruder ist übrigens weiter Stürmer (Transfermarkt). Ob dieses Tor es wahrscheinlicher macht, dass Gikiewicz für Polens Nationalmannschaft in Frage kommt, wie in einigen Berichten angedeutet-bis-eingefordert wird, sei mal dahingestellt. Ohnehin hätte er aktuell nur eine Chance, den mittelmäßig beliebten Posten als dritter Torhüter zu besetzen.

Torwart Rafal Gikiewicz gibt den Jubel der Fans an seine Mitspieler weiter, Foto: SF/Matze Koch

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#348 – Fünf Herzen, null Geldsäcke

Beim 1:1 gegen Heidenheim überwiegt auch bei uns die Freude über den späten Ausgleich durch den Torhüter Rafal Gikiewicz. Aber ein offensiver Plan A wäre auch toll. Außerdem diskutieren wir ausführlich Unions Vorschläge zur Veränderung des Profifußballs.

Union-Präsident Dirk Zingler vor dem Spiel gegen Heidenheim bei Sky, Foto: SF/Matze Koch

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Unions Thesen und Vorschläge: Einige wollen debattieren, manche Bundesliga-Manager aber lieber nicht

Na, seid ihr bereit für ein bisschen DFL-Astrologie? Denn die Deutsche Fußball-Liga hat gestern eine kurze Veröffentlichung gemacht, die sich durchaus als Replik auf Unions Thesen und Vorschläge zur Veränderung im deutschen Profifußball lesen lässt:

Im Rahmen von fünf Regionalkonferenzen haben die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga in den vergangenen Wochen über eine Strukturreform des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. diskutiert. In einer offenen Atmosphäre fand dabei auf Initiative von DFL-Vizepräsident Peter Peters ein konstruktiver und umfassender Austausch statt. Ab Ende Oktober soll nun die weitere Abstimmung unter den Clubs stattfinden, damit eine Antragsstellung von Club-Seite auf den Weg gebracht werden kann. Ein Antrag seitens des DFL-Präsidiums oder der DFL GmbH wird nicht erfolgen. Für eine Satzungsänderung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.

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Unions Vorschläge zur Veränderung des Profifußballs: Wer nicht kämpft, hat schon verloren

Union hat seine Thesen und Vorschläge zu einer Veränderung am Tag der Deutschen Einheit veröffentlicht und die können nun alle auf der Vereinswebsite lesen. Das hier sind die Thesen:

a) Ein stufenloser nationaler Wettbewerb aller deutschen Profivereine erhält die Popularität des Fußballs in Deutschland und stärkt seine internationale Wettbewerbsfähigkeit.

b) Viele verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Interessen tragen zur Faszination des Fußballs bei und verleihen ihm gesellschaftliche Relevanz. Teilhabe und Mitbestimmung aller Akteure im Fußball sichern die angemessene Wertschätzung und Berücksichtigung der verschiedenen Positionen

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Es ist endlich an der Zeit, Grischa Prömel zu loben

Achselzucken. Das ist ein bisschen meine Reaktion auf das 1:1 in Bielefeld. Nicht, weil mich das Spiel nicht interessieren würde. Sondern weil nicht allzu viel passiert ist. Union hat nicht großartig anders gespielt als in den vergangenen Wochen. Und die Mannschaft hat nicht den Kopf verloren, als sie den Ausgleich kassierte. Wieder einmal hat sich das Team gesagt, es sei besser, den Punkt mitzunehmen, als zu verlieren. Das stimmt. Aber wenn wir die Punktausbeute der vergangenen Partien mit nun drei Unentschieden in Folge betrachten, dann hätten ein Sieg und zwei Niederlagen den gleichen Ertrag gebracht. Wobei ich mir sicher bin, dass dann die Betrachtung deutlich negativer wäre als jetzt. Es waren individuelle Fehler gegen Duisburg, die den sicher geglaubten Sieg gekostet haben. Und es war die Entscheidung von Rafal Gikiewicz, doch nicht die sehr gut geschlagene Flanke abzufangen, die am Ende den Sieg in Bielefeld gekostet hat. Das sind 4 Punkte weniger als von der Leistung her drin waren.

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Wegen solcher Spiele gehen wir zu Union

Meine Stimme war weg nach dem 2:2 gegen Duisburg. Das lag aber nicht nur am Singen und Brüllen, sondern vor allem an einer aufziehenden Erkältung. Aber die Schlussminuten mit dem Tor in der Nachspielzeit von Florian Hübner haben mich darin bestätigt, auch in zweifelhaftem gesundheitlichen Zustand zum Spiel gegangen zu sein. Mein großes Kind, dass meine über 10 Jahre andauernden Bemühungen ihn zum Unioner machen zu wollen vor Kurzem mit dem Kauf eines Bayerntrikots beantwortete, brüllte wenig Anständiges zum Schluss, als aus unserer Sicht die Erdanziehungskraft auf den einen oder anderen Duisburger stärker wirkte als auf den Rest der Menschheit.

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Die große Frage lautet: Wie bewahren wir unsere Fußballkultur in Zeiten des modernen Fußballs?

Seit gestern haben wir Klarheit, was den Anpfiff des DFB-Pokalspiels zwischen Dortmund und Union betrifft. Am 31. Oktober um 18.30 Uhr ist Anstoß. In Erinnerung an das Einlassdebakel vor zwei Jahren habe ich mir tatsächlich Zugtickets geholt, mit denen das große Kind und ich sehr zeitig in Dortmund sein werden. Wie alle anderen warte ich aber vorher gespannt auf den Modus der Ticketvergabe. Auch da gab es vor zwei Jahren Kritik.

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