Die Einwechslung gegen Zürich war ein großer Schritt für Fabian Schönheim

Während ich gestern Abend in einem viel zu kleinen Klassenraum beim Elternabend saß, spielte Union gegen Grashoppers Zürich 3:3 (Spielbericht auf der Union-Website). Und das klingt nicht nur spannender als meine Abendbeschäftigung, sondern war es auch. Mit vielen kleinen Geschichten. Christoph Schösswendter kam in der Innenverteidigung zum Einsatz. Robert Zulj kam zur zweiten Halbzeit und musste mit Magenkrämpfen runter. Beko Taz schoss ein bemerkenswertes Freistoßtor. Union führte 2:0, lag dann 2:3 zurück und kam noch zum Ausgleich.

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Wie die S-Bahn dafür sorgt, dass am Montag niemand pünktlich zum Braunschweig-Spiel kommt

Kleiner Realitäts-Check für uns alle nach der Mitgliederversammlung gestern (hier der Live-Blog von der Veranstaltung), der uns sofort auf den Boden der Tatsachen zurückholt: Die S-Bahn hat die glorreiche Idee, am Montag den Bahnverkehr zwischen Ostkreuz und Erkner einzustellen, um ein neues Stellwerk in Betrieb zu nehmen (alle Infos auf der Seite der S-Bahn). Klar, das muss irgendwann passieren. Und Montag ist ja nichts weiter. Oh wait! Da spielt der 1. FC Union Berlin gegen Eintracht Braunschweig

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Teve273 – Keine schweren Füße, nur leichte Herzen

Union spielt 1:1 in Dortmund, scheidet aber unglücklich im Elfmeterschießen aus. Wir sind begeistert vom Auftritt des Teams und der mitgereisten Fans. Aber es gibt auch einen unsportlichen Teil, der mit den Einlasskontrollen des BVB zu tun hat.

Instagram: @kennyprince37

Shownotes:

Korrektur:

  • Düsseldorf hat gar keinen Tag Vorsprung, wie von Sebastian im Podcast behauptet, sondern spielte am gleichen Tag, nur etwas mehr als 3 Stunden früher.

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Fußballfans und Deutsche Bahn: Eine komplizierte Beziehung

Nachdem Frankfurt gestern 1:0 in Nürnberg gewonnen hat, darf Union also in der nächsten Saison erneut probieren, gegen die Franken zu gewinnen. Relegation ist, wenn der Zweitligist verliert (vielleicht deshalb ehrlicherweise einfach nur zwei Aufstiegsplätze vergeben). Heute wird klar, ob das auch nach unten gilt, wenn Duisburg zu Hause versucht, das 0:2 aus dem Hinspiel gegen Würzburg auszugleichen. Mit dabei Ex-Unioner Robert Wulnikowski im Tor der Würzburger (Kurier). So sah der Keeper übrigens vor über 12 Jahren als Nummer 1 bei Union aus. Definitiv mehr Haare als jetzt:

Robert Wulnikowski im Spiel gegen Ahlen 2003, Foto: Tobi/unveu.de

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Eine gute Nachricht und ein gesprächiger Anwalt

Es gibt sie noch die guten Nachrichten: Die Deutsche Bahn hat (aus welchen Gründen auch immer) ihren Widerstand gegen den Regionalbahnhof in Köpenick aufgegeben. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dem Abgeordnetenhaus mit. Aber bevor jetzt übermäßiger Jubel ausbricht: Es beginnt jetzt erst einmal ein neues Planfeststellungsverfahren. Es dauert also noch ein paar Jahre, bis wir vom Alex oder Ostkreuz mit der Regionalbahn zu Union fahren können. Ursprünglich sollte der Bahnhof bereits 2007 fertig sein, doch dann hatte die Deutsche Bahn plötzlich kein Interesse mehr. Was für den Sinneswandel gesorgt hat, ist nicht klar.

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Herthas neue Bescheidenheit.

Es gibt diese Veranstaltungen, bei denen schon vorher klar ist, was passieren wird. Wenn ein Verein wie Hertha BSC die Verlängerung mit seinem Hauptsponsor verkündet, werden beide Seiten vor vielen klickenden Kameras betonen, welch wichtigen Partner sie haben. Doch sie verlief anders und der millionenschwere Top-Manager Rüdiger Grube sprach von Demut und zitierte aus seiner Hochzeitsanzeige.

Bei der Vorstellung des Engagements begründete Grube den erneuten Vertrag: “Das ist wie in einer Ehe. Wir stehen auch in schlechten Zeiten und hoffen gemeinsam auf bessere. Wir wollen den Aufstieg von Hertha und die Etablierung in der Bundesliga.” Beim ersten Vertrag zwischen Dieter Hoeneß und Hartmut Mehdorn war das Ziel noch Champions League. Herthas Präsident fasste sich in einfache Worte: “Ich möchte einfach nur Danke sagen. Für Hertha ist das eine schwierige Situation, in der das Bekenntnis viel wert ist.”

Und so war weniger der für Herthas momentanen Stand sehr gute Vertrag das Thema der Veranstaltung sondern Bescheidenheit. Der Bahnchef betonte immer wieder, wie sehr er Herthas Präsidenten schätze. Auch weil sie sich beide von unten hochgearbeitet hätten. Beide sprächen die gleiche Sprache. Es entstand der Eindruck, dass diese Männerfreundschaft überhaupt erst die Grundlage des Vertrages ist. Ganz nebenbei bestätigte Rüdiger Grube das Gerücht, dass Herthas Präsident Hertha auch mit eigenem Geld unterstützt: “Er ist da mit seinem persönlichen Vermögen reingegangen. Wo gibt es das noch?”

Im Nachgespräch antwortete der Bahnchef auf die Zweitligaexistenz von Hertha angesprochen: “Ich habe gelernt, dass Demut etwas sehr wichtiges ist. Dass man auch mal runtergeht und merkt, wie es dort ist. Dann weiß man den Erfolg viel mehr zu schätzen.” Bescheidenheit. Demut. Zwei Worte, die Fußballfans bisher nicht zwangsläufig mit Hertha in Verbindung brachten. Doch das ist Grubes Thema, und er spielt diese Melodie gerne. “Wissen sie was in meiner Hochzeitsanzeige stand?” fragte er einen Reporter direkt. “Ein Motto, dass ich allen jungen Menschen ans Herz legen möchte: Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.”