Low Key Derby

Ob wirklich Sicherheitsbedenken im engeren Sinn der Grund waren, ein Testspielderby so low key wie möglich auszutragen, oder eher der Wunsch, den Aufwand dazu minimal zu halten, ist Ansichtssache. In jedem Fall führte das dazu, dass die beiden Mannschaften gestern in Herthas Amateurstadion nur vor Vereinsverantwortlichen, ein paar Journalisten und einer Gruppe von Kindern aus einem Jugendprojekt von Hertha gegeneinander (miteinander) testeten.

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Lennard Maloney und Atsuto Uchida beim Jubel nach dem 0:2; Photo: Matthias Koch

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Manchmal muss es der Sportplatz sein.

Wiese, Tore, Eckfahnen, Trainerbänke und Geländer zum Festhalten. Mehr ist gar nicht nötig. Der Friedrichhagener SV hat mich gestern daran erinnert, wie der Fußball bei Union war, bevor wir drüben in der Alten Försterei zu bauen anfingen. Nein, ich möchte nicht zurück in die Oberliga, aber trotzdem mag ich solche Sportplätze wie den in Friedrichshagen, wo alles ist, wie es soll, und ich mich mühelos zurechtfinde. Jungs und Mädels – es war toll bei euch. Danke!

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Faktensuche und offene Fragen

Und ich hatte noch prognostiziert, dass wir das Torwart-Thema jeden Tag bis zum Spiel über uns ergehen lassen müssen. Das war wohl nichts. Meine seherischen Fähigkeiten sind damit wohl ungefähr genauso gut wie Norbert Düwels glückliches Händchen bei der Keeperwahl.

Das Thema sind stattdessen die Ausschreitungen beim Regionalliga-Spiel Union II gegen den BFC Dynamo im und um das Stadion. Zunächst die Zahlen: 8.192 Zuschauer sahen die Viertliga-Partie, die von gut 300 Polizisten und zusätzlich auch von Ordnern geschützt wurde. Es gab laut Polizei 175 Festnahmen, die nicht unterschieden werden nach Fanfarben oder Ort der Festnahme, obwohl das bei der Aufarbeitung der Vorfälle durchaus helfen würde. 112 Beamte wurden verletzt, davon mussten laut Polizei zwei ambulant behandelt werden. Eine Aussage über Art und Schwere der Verletzungen gibt es auch nicht.

Was passierte im Stadion?

Ich sehe zwei verschiedene Sachverhalte: Die Ausschreitungen im Stadion und dann die Scharmützel außerhalb. Es geht nicht um die Bewertung der einzelnen Fangruppen, sondern nur um die Frage, ob Union als Verein etwas daran hätte ändern können. Entscheidend dafür ist die Zahl derjenigen Union-Fans, die von der Waldseite auf die Haupttribüne stürmten und dort die BFC-Anhänger zu vertreiben. Einen versuchten Sturm des Gästeblocks können wir sicher ausschließen. Die Polizei nennt 300 Union-Fans, die auf die Haupttribüne rannten:

Screenshot 2015-03-17 06.37.51Foto: Screenshot der PM der Berliner Polizei

Union dagegen beziffert die Zahl derjenigen auf 30:

Screenshot 2015-03-17 06.56.14

Es fehlt leider eine Totale aus dem Stadion, aber hier auf dem Bild kann ich keine 300 Unionfans beobachten, die auf die Haupttribüne strömten. Gemeint sind die vorwiegend in schwarz gekleideten Anhänger, die unten an den Sitzen entlang laufen:

Union II - BFC Dynamo 2014/15
Foto: Matze Koch

Diese Unionfans wurden von Ordnern aufgehalten. Das belegen Fotos:

Union II - BFC Dynamo 2014/15
Foto: Matze Koch

Erst danach kam es zum Polizei-Einsatz jeweils vor dem Gästeblock und an der Waldseite. Und vor und nach dem Spiel kam es zu wohl teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Fangruppen und der Polizei.

Interessant ist, dass bis auf den Tagesspiegel und den Kurier alle anderen Berliner Medien ungeprüft die Angaben der Polizei übernehmen, nach der 300 Unionfans die Haupttribüne gestürmt hätten (BZ/Bild, Morgenpost, Berliner Zeitung). Hier zeigt sich eine Schwierigkeit in der Polizei-Berichterstattung, in der die Kontakte zu Beamten, die Information weitergeben (wie gestern der unveröffentlichte Polizeibericht an die Polizeireporter der Berliner Zeitung und der Bild/BZ), vielleicht wichtiger sind als das Zwei-Quellen-Prinzip im Journalismus, nach der für eine Behauptung mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen aufzutun sind. Wenn die sich widersprechen, muss man es so machen wie der Tagesspiegel:

Neben den Stehplatzrängen der Union-Ultras auf der Waldseite hatten sich zehn Minuten vor dem Abpfiff rund 40 teilweise vermummte Personen – die Polizei sprach von 300 – versammelt und mit ihrem Sturmlauf in Richtung des hinteren Teils der Haupttribüne für Unruhe gesorgt.

Anwesenheit im Stadion ist bei der Überprüfung der Zahlen vielleicht hilfreich, aber nicht notwendig gewesen. Es gibt genug Bild und Filmmaterial von den Vorfällen.

Viele Fragen bleiben offen

Anhand der dargestellten Fakten bleiben tatsächlich ein paar Fragen offen, die ich nicht beantworten kann. War der Polizei-Einsatz im Stadion überhaupt notwendig? Ich vermute ja, um ein Aufeinandertreffen der beiden Fanblöcke zu vermeiden. Hier spielen sicherlich die Vorkommnisse vor dem Spiel eine Rolle bei der Entscheidung der Einsatzleitung, im Stadion aktiv zu werden. Ob der Einsatz in dem Ausmaß gerechtfertigt war, wäre die nächste Frage.

Mich würde die Rolle einzelner Gruppen bei den Vorfällen außerhalb des Stadions interessieren. Die Berliner Zeitung erwähnt mit Berufung auf die Polizei die Hells Angels als aktiv an Auseinandersetzungen beteiligt. Auf Unionseite würde mich interessieren, welche Gruppen dort aktiv waren. Dann wüsste ich tatsächlich gerne, wo Festnahmen stattgefunden haben und zu welcher Vereinsseite die Leute sich zugehörig fühlen. Und wie groß die Überschneidungen zwischen den angezeigten Personen und denen in der landeseigenen Gewalttäter-Sport-Datei sind. Zum Thema Prävention: Gab es Gefährdeansprachen vor dem Spiel und wenn ja, was haben sie konkret gebracht? Gleiches gilt für die Verletzungen der Polizisten. An meiner persönlichen Einschätzung “Das war große Scheiße.” wird das nichts ändern, aber für die ernsthafte Aufarbeitung der Vorfälle und Vorbeugung bei für zukünftige Veranstaltungen wäre das sinnvoll.

Wir hatten gestern Abend im Podcast eine längere und sehr lebhafte Diskussion über den Sinn und Unsinn, auf eigene Faust BFC-Fans aus dem Heimbereich zu werfen, und über den Umgang mit dem BFC an sich.

Sportlich tut sich nichts berichtenswertes. Der Kurier hat mit Sören Brandy telefoniert.

Die Bilder zum Derby

Soviele Bilder braucht man gar nicht, um einen Spielverlauf zu skizzieren.

Teve121 – Warum wir zum Fußball gehen

Der Podcast nach dem Derby. Bei einer so intensiv geführten Partie sollten sportliche Themen im Vordergrund stehen. Dennoch nehmen andere Ereignisse mehr Raum ein als das Spiel selbst. Warum das so ist, besprechen wir in einem selbst für unsere Verhältnisse langen Podcast.

On Air:

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Akkustische RückblendeVor dem Spiel: Wir kommen in FriedenNach dem Spiel: NebengeräuscheBlauweiße FarbbeutelStrafanzeige wegen Verstoßes gegen den Glücksspiel-StaatsvertragDer Tonfall der KommentareDie Klasse des Spiels geht verlorenBlanke ZahlenMeinungsverschiedenheiten unter KommentatorenWarum wir zum Fußball gehenKartenverteilung bei Hertha"Kulturkampf" vs. die Choreo der WaldseiteKevin PezzoniWie Union bei Hertha wahrgenommen wirdEine funktionierende ArbeitsebeneUnterschiede in der ÖffentlichkeitsarbeitDas SeitenlinieninterviewUwe ärgert sichSandro Wagner nimmt Christopher Quiring in SchutzOsten und Westen, unser BerlinDanke, Wumme!Lauter gute RausschmeißerDer Journalist als Fan und umgekehrtDas Olympiastadion funzt ab 50.000Diskriminierung, Gewalt und Pyrotechnik: Die Erklärung des 1.FC Union Berlin im Vergleich zu SandhausenJetzt kommt´s: Das SpielGute Aussicht, schlechte AussichtWer wem die Regeln diktiertMit ManndeckungBen Hatira, der KäfigkickerFalsche Entscheidungen als Symptom: Kohle gegen BurchertTerodde, Hubnik, Nemec, Franz: Wie man sich neutralisiertWir rufen verzweifelt nach Tijani BelaidWelcher Trainer traut sich mehr?Ein Spiegelbild des Coaching im OlympiastadionWas genau macht ein gutes Spiel aus?Etwas läuft falsch bei UnionSieht so eine Krise aus?Ein Königreich für eine SpielideeRobert regt einen Trainergipfel anWir schweifen ab.

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Sonnenschein auf meiner Sonnenbrille.

Kurz vor Beginn der neuen Spielzeit treffen sich Berliner Pressevertreter und Verein alljährlich einmal “im Guten”. Beim traditionellen Medien Kick Off gibt es üblicher Weise einen Ausblick auf die kommende Saison. Während in den Vorjahren auch schon einmal das Gefühl aufkam, ich stünde am Flughafen und erfahre beim Check-in, dass sich die Regeln für´s Handgepäck geändert haben, war ich dieses Jahr auf Veränderungen im Mediencontainer vorbereitet.

Die Bekanntgabe des Saisonziels, ein Fazit der Vorbereitung und der Ausblick auf den Punktspielstart standen auf dem Zettel. Als Gesprächspartner waren Dirk Zingler, Uwe Neuhaus und Nico Schäfer an Bord der Helgard.

“Wir fangen an zu bauen, wenn wir uns stabil genug fühlen, sportlich wie wirtschaftlich”, leitete ein mit der bisUherigen Entwicklung sichtlich zufriedener Dirk Zingler die Gesprächsrunde ein. Zugleich stellte er klar, dass die Erlöse aus den Transfers nicht in den Tribünenbau fließen. Der war ohne diese Zusatzeinnahmen geplant, und dabei bleibt es. Union rechnet mit einem Zuschauerschnitt von 15.000. Das ist weniger als im vergangenen Jahr. Dennoch wird der Etat von insgesamt 18 Millionen Euro in allen Bereichen erhöht. 8 Millionen darf die Lizenzspielermannschaft kosten. Der Nachwuchs bekommt 1,25. Möglich wird dies durch erhebliche gesteigerte Sponsorenzuwendungen, aber auch durch einen Zuwachs der Mitgliederzahlen. Und tatsächlich benennt Dirk Zingler das Saisonziel. Platz 5 bis 7 ist angestrebt. Verfestigen. Verbessern. Und irgendwann aufsteigen. “Das kann zwei, drei oder fünf Jahre dauern. Oder ein Jahr.”

Uwe Neuhaus blickt ebenfalls sehr erwartungsfroh in die Zukunft. “Realistisch, aber anspruchsvoll” nennt er das Saisonziel. Seine Startelf steht für Neuhaus auf acht Positionen fest. Den Mannschaftsrat, bestehend aus dem alten und neuen Kapitän Torsten Mattuschka, Patrick Kohlmann, Michael Parensen und Markus Karl hat er persönlich ausgewählt. Die Neuzugänge hätten sich menschlich-charakterlich einwandfrei integriert, die Verletzungen von Daniel Haas und Björn Kopplin bedauert er zwar, aber so etwas sei in der Vorbereitung “leider fast normal”. Großes Kopfzerbrechen bereiten sie ihm nicht.

Ob ein neuer Spieler kommt? Nico Schäfer bestätigt. Es ist ein klares Ja, keines mit Fragezeichen. Weil mehrere Optionen offen stünden, werde der Name erst zum Ende der Woche bekannt gegeben. “Das Geld für Chine geben wir dafür aber nicht aus”, dämpft Dirk Zingler allzu überzogene Erwartungen.

Natürlich bleiben auch die Fragen nach Hertha und dem Derby nicht aus. “Wir spielen mit einem Drittel des Etats von Hertha in der selben Liga”, wirft Dirk Zingler ein. “Hertha hat die besseren Voraussetzungen und Strukturen, aber sportlich können wir uns messen”, meint Uwe Neuhaus, der gerne Stadtmeister bliebe und nichts dagegen hätte, beide Spiele zu gewinnen. Dass Hertha das größere Berliner Wirtschaftsunternehmen ist, entlockt niemandem auch nur ein Schulterzucken. Hier sieht man sich nicht im Wettbewerb. Uwe Neuhaus betrachtet Hertha überdies als Aufstiegskandidaten.

Durch den Tribünenneubau entfällt ein Teil der Pressearbeitsplätze – das war abzusehen. Dass ab dem Herthaspiel ein provisorischer Arbeitsbereich für die schreibenden Journalisten zur Verfügung stehen soll, überrascht dagegen schon. Die Fernsehkameras werden nur während des Braunschweig-Spiels Richtung neue Tribüne schauen, danach ziehen sie ebenfalls um. Die Fotografen dagegen bleiben, wo sie immer waren. Keine neuen Regeln, kein neues Handgepäck. Glück gehabt. Danke!

Das Tor zum Herzen.

Die Alte Försterei ausverkauft. Das Flutlicht angeschaltet. Die zweite Hälfte läuft schon lange an diesem 17. September 2010. Gute 60 Jahre nach dem letzten Pflichtspiel gegeneinander steht es im Berliner Derby zwischen dem 1.FC Union und Hertha BSC 0:1. Dem frühen Tor von Peter Niemeyer folgt ein Spiel von Union, das niemand für möglich gehalten hat. Zweifel an der Mannschaft nach dem Pokal-Aus in der ersten Runde gegen Halle und den mageren Ergebnissen in der Liga werden vom Team weggerannt. Hertha spielt, als ob sie von einem Auto angefahren wurden. Die Spieler wanken. Doch sie fallen nicht.

Eine knappe Viertelstunde vor Abpfiff geht der Kapitän. Sein potentieller Nachfolger kommt. Mattuschka macht Platz für den leichtfüßigen Santi Kolk. Knapp fünf Minuten nach seiner Auswechslung nimmt der Holländer den Ball unweit der Mittellinie an. Er wird nicht angegriffen. Dann macht Santi, was er kann. Er sieht den Platz. Und läuft einfach los. Keiner geht ihm entgegen. Er nimmt Fahrt auf. Als sich ihm dann Mijatovic in den Weg stellt, hält er einfach drauf. Aus vielleicht 20 Metern. Danach passiert etwas, was alle im Stadion so gesehen haben. So und nicht anders. Wie in Zeitlupe fliegt der Ball. Ebenso langsam scheint Maikel Aerts zu fallen. So lang er sich auch streckt, der Ball dreht sich von den Torwarthandschuhen des holländischen Keepers weg in das Tor. Das Zuckertor.

Santis Treffer ist die Erfüllung einer Sehnsucht. Endlich ein Treffen auf Augenhöhe. Kein Freundschaftsspiel, wo der Eintritt auch mit Ost-Mark bezahlt werden konnte wie 1990. Kein Benefizspiel vor einigen hundert Fans im Olympiastadion, weil in Köpenick mal wieder die Pläne hoch flogen, aber das Geld knapp war. Keine Pflichtspiele in der Regionalliga gegen Hertha BSC II. Nein. Auch kein schönes Stadioneröffnungsspiel, das nur noch mehr die Sehnsucht nach dem richtigen, dem echten Spiel geweckt hat. Nein, es geht in der gleichen Liga gegeneinander. Zwar nicht unter den gleichen Voraussetzungen, aber unter den gleichen Wettkampfbedingungen. Um drei Punkte. Und um ein kleines bisschen mehr.

Für die drei Punkte hat es nicht gereicht. Es blieb beim 1:1. Aber das kleine bisschen mehr war nach der Partie im Gesicht von Werner Gegenbauer zu lesen. Mit verschränkten Armen an die Wand des heillos überfüllten Medien-Containers gelehnt, verfolgte der Präsident von Hertha die Ausführungen von Markus Babbel auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine Augen schauten ins Leere. Der Mund ein Strich. Worte mussten nicht gewechselt werden, um zu sehen, was in Gegenbauer vorgeht.

Der Rest sind Zahlen, die nichts über die Zuneigung zu Santi Kolk aussagen. Sieben Spiele über volle 90 Minuten. Insgesamt vier Tore geschossen. Einmal mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Die Rolle des Anführers konnte er weder auf dem Spielfeld noch daneben ausführen. Die blieb Mattuschka vorbehalten. War er auf dem Platz, sah es aus, als würden seine Mitspieler nicht verstehen, was Santi spielen will. Dazu immer wieder Verletzungen. Für eine längere Reha ist er wieder zurück nach Holland gegangen. Er wohnte lieber am Potsdamer Platz als in der Nähe des Stadions. So ganz ist Kolk nie beim 1.FC Union angekommen. Am Ende sah es so aus, als hätte er richtig Heimweh gehabt. Obwohl ihn alle immer herbeigesehnt haben. Kolk und Union – Eine Liebe, die keine Beziehung geworden ist.

Mach’s gut, Santi. Danke für das Tor. Und das kleine bisschen mehr.

Krönung ohne Titel.

Manche Dinge passieren einfach. Mit dem Abpfiff im Berliner Olympiastadion beim Stande von 1:2 für den 1. FC Union bei Hertha BSC ist etwas passiert. Der 1. FC Union Berlin ist nach außen hin ein professioneller Verein. Er ist Teil der Vermarktungsmaschine DFL und unterwirft sich ihren Regeln.

Trotzdem rennt Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union, mit Abpfiff auf das Spielfeld und möchte seine Freude teilen. Trainer Uwe Neuhaus steht selbst noch unter Strom und weiß mit der menschgewordenen Freude, die vorher mal sein Vorgesetzter war, nichts anzufangen. Nebenan nimmt Teammanager Christian Beeck eine Mitarbeiterin erst in den Arm und hebt sie dann hoch. Presse- und Stadionsprecher Christian Arbeit weint. Der Moderator des Vereinsfernsehens muss sich ebenfalls Tränen aus den Augen wischen.

Nüchtern betrachtet sind sie alle Funktionsträger oder Angestellte. Betrachtet man die Menschen dahinter, sind sie zum einen vielleicht auch Fans. Aber vor allem sind sie angekommen. Aus der vierten Liga. Dort, wo es kein Geld und keine professionellen Strukturen gibt. Auf dem Rasen des Olympiastadions sind sie angekommen, wo sie hinwollten. Raus aus der Ostnische. Einen eigenen selbstbestimmten Weg beschreitend. Die Jubelschreie sind das “Wir sind wieder wer” des 1. FC Union Berlin.

Bilder: Stefanie Lamm

Teve056 – Hertha gewinnt Union das Derby


Bild: Robert Schmidl

Das Derby zwischen Hertha und Union war ein besonderes Spiel. Deshalb gibt es auch einen besonderen Podcast. Wir freuen uns, Uwe Bremer von der Berliner Morgenpost und Blogger auf immerhertha.de in unserer Runde begrüßen zu dürfen.

Themenliste:

Es geht 90 Minuten ums Derby. Viel Union. Viel Hertha.
O-Töne von Andre Mijatovic, Christian Lell, Dominic Peitz, Paul Thomik und Patrick Kohlmann ab Minute 60:00
Ungefähr vier Mal gibt es für fünf bis zehn Sekunden Störgeräusche durch Mobiltelefone. Wir bitten das zu entschuldigen.

On Air:

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Teve037 – Etwas aus dem Derby mitnehmen

Schwung. Engagement. Kampf. Leidenschaft. Euphorie. Selbstbewusstsein.

Und zur Erinnerung die Atmosphäre des Spiels seit dem Ausgleich von Santi Kolk bis zum Schluss.

On Air:

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