Tag Archive for 'Christoph Menz'Page 2 of 2

Taktisch auf der WM-Welle

Für 7.475 Zuschauer ging die Fußballsaison mit dem ersten ernstzunehmenden Test gegen Deportivo La Coruña bereits richtig los. Trainer Uwe Neuhaus hatte bereits vorher angekündigt, dieses mal nicht zur Halbzeit komplett zu tauschen. Und so war die Erwartung da, man könne schon eine Ahnung der Startelf für die neue Saison bekommen. Und so sah sie aus.

Passen mussten wegen kleinerer Blessuren Kenan Sahin, John-Jairo Mosquera und Chinedu Ede. Von der Tribüne auch zugeschaut hatte der schon lange verletzte Michael Parensen. Uwe Neuhaus entschied sich für das schon bei der Weltmeisterschaft sehr populäre 4-2-3-1-System. Dieses wird für die Stürmer zu einem starken Verdrängungskampf führen, den Sahin wohl nur bestehen kann, wenn er sich tatsächlich auf die linke Seite orientiert. Den durch die Neueinkäufe vermuteten Anstieg der spielerischen Qualität in der Breite der Mannschaft konnte man gestern bereits in Ansätzen bestaunen. In Erinnerung blieb zum Beispiel eine schnelle Ballstaffette, die Polenz nach Balleroberung einleitete, und die über Younga-Mouhani und Brunnemann zu Benyamina führte. Der konnte den Ball zwar nicht am zweiten Verteidiger vorbeibringen, aber nährte die Hoffnung, dass ein schnelles Umschalten von Abwehr und Angriff nun auch wieder zum Repertoire von Union gehören wird. Dazu gehört auch das schnelle Passpiel, anstatt mit Ball die Dribblings zu suchen.

Ansonsten galt es für Union vor allem die Spanier vom Tor wegzuhalten, was die erste halbe Stunde ganz gut gelang. Beiden Mannschaften war aber auch die fehlende Frische anzumerken. Ganz im Gegensatz dazu das Publikum, das die Sommerpause für eine Erholung genutzt hatte und bereits von der Lautstärke und dem Gesang her auf Punktspielniveau angekommen war. Ab der 30. Minute nahm der Druck von La Coruña zu, und die beiden Gegentore fielen beinahe zwangsläufig.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Neuhaus Savran für Benyamina ein, der vorne kaum zur Geltung kam. Außerdem kam Kolk für Kohlmann. Dies sorgte für einige Umstellungen, die auf der Grafik zu erkennen sind. Menz rückte für Kohlmann in die Viererkette und Mattuschka spielte den offensiveren Sechser, während Kolk dessen Platz in der Zentrale einnahm.

Union kam in der zweiten Halbzeit offensiv besser zurecht und hatte in der 49. Minute den ersten Torschuss zu verzeichnen. Ob das an der Umstellung des Trainers lag oder an den sechs Wechseln zur Halbzeit bei La Coruna, ist sicher müßig zu diskutieren. Auf der rechten Außenbahn gefielen Polenz und Quiring, die ihre offensiven Aufgaben mit einem bis dahin nicht gekannten Tempo erledigten. Allerdings musste der umsichtige Madouni des öfteren aufgrund der Ausflüge von Polenz nach außen rücken und im Prinzip auf eine Dreierkette umschalten, um die Lücken in der Abwehr nicht zu groß werden zu lassen. Vielleicht war es das, was Trainer Neuhaus zu der Einschätzung veranlasste, Polenz hätte noch Konzentrationsmängel gehabt.

Überhaupt Madouni. Er dirigierte die Abwehr und gab Kommandos, als würde er schon seit Ewigkeiten Teil der Mannschaft sein. Jan Glinker im Tor wird sicher sehr dankbar für einen solchen Abwehrchef sein. Und nachdem Uwe Neuhaus sich vorletzte Woche auf die Kapitänsfrage angesprochen dahingehend geäußert hat, dass er in den letzten Jahren eher kein glückliches Händchen bei der Auswahl gehabt hätte, wäre es nachvollziehbar sein, wenn er mit Madouni einem Neuzugang das Amt überträgt. Denn der wird seinen Stammplatz sicher haben und strahlt eine Souveränität auf dem Platz aus.

Was die einzelnen Positionen anbetrifft, waren noch keine klaren Konturen oder Hackordnungen abzusehen. Überraschend war der Einsatz von Christoph Menz, der weiterhin Unions Allzweckspieler zu sein scheint. Ihm bleibt für die persönliche Entwicklung eine bessere Profilierung seiner Spielposition zu wünschen.

Alle meine Söhne sollen Björn heißen

Der Podcast zum Spiel gegen Bielefeld beschäftigt sich natürlich mit Björn Brunnemann. Schließlich war beim zweiten Treffer auf der Tribüne zu hören “Alle meine Söhne sollen Björn heißen”. Wir gehen die Checkliste von Trainer Neuhaus durch und spekulieren wer kommen, bleiben oder gehen könnte. Aufgegriffen wird anhand des Beispieles von Christoph Menz die stets wiederkehrende Frage, ob man als Allrounder nicht benachteiligt ist gegenüber Spielern, die sich spezialisiert haben. Zuletzt kommt noch einmal die Bootsfahrt zum Stadion und ihr Grund zur Sprache.

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Den Schreier an die Wand malen

Seit Freitag weiß man auch als Unioner, wie sich Hertha diese Spielzeit anfühlt. Big Points, ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel, vor Augen. Selbst der Trainer gibt offen zu, dass nach einem Sieg in Frankfurt der Klassenerhalt wohl durch sei, und rückt damit von seinem Mantra der 40 Punkte ab. Und dann gleich nach drei Minuten ein Stürmertor für den 1. FC Wundervoll. In Sack und Tüten werden die drei Punkte gepackt, als Mosquera auf den Frankfurter Torhüter Ischdunat zuläuft. Mitnichten. Der Rest ist Historie. Mosquera vergibt. Younga spielt zu lässig zurück, woraufhin Bemben musterhaft auf den gegnerischen Stürmer vorlegt. 1:1. Ähnlich in Hälfte zwei. Younga patzt, Göhlert schlägt sehenswert über den Ball und Mölders markiert den Siegtreffer. 2:1.

Und danach? Keine Wut. Keine schlechte Laune. Eher blankes Entsetzen. Und die Erinnerung an die Saison 2006/07 als man bei noch zu spielenden sechs Partien vermeintlich lockere elf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hatte. Niemand dachte da noch an Abstieg. Und doch blieb die Mannschaft nach dem letzten Spieltag nur aufgrund des besseren Torverhältnisses in der Liga. Es gibt zwar noch keinen Grund, den Schreier an die Wand malen, aber sicherer Klassenerhalt sieht auch anders aus.

Hoffnung? Die B-Junioren gewinnen in der Bundesliga gegen den FC Carl Zeiss Jena (2:0) und bewegen sich seit dem Wochenende wieder über dem Strich, der die schlecht gelaunten vom Rest der Liga trennt.  Die A-Junioren gewinnen gegen den gleichen Verein, die Nummer eins im Land der rauchenden Grillfeuer, mit 1:0 und sehen ebenso dem Klassenerhalt entgegen. Und Union Zwee gewinnt in der Berlin-Liga nach einem 0:2 Rückstand zur Pause noch 3:2 und hält somit Kurs Richtung Aufstieg in die Oberliga. Spielpraxis haben sich beim Spiel der zweiten Mannschaft Daniel Schulz, Bernd Rauw (schoss den Anschlusstreffer zum 1:2) und Christoph Menz (holte den Strafstoß zum Ausgleich heraus) geholt. Es ist also an der Zeit, dass die erste Mannschaft dem Beispiel der Jugend folgt.

Aufwand betrieben

5 Stürmer. Null Tore. 5Ziegen. 4Männer.

Im Podcast wird natürlich darüber diskutiert, wie man Stürmern das Toreschießen beibringen kann. Gesellschaft leistet uns dabei wieder der Starreporter vom Berliner Kurier, Mathias Bunkus, der die These aufstellt, dass Union noch kein Ausbildungsverein sei, weil man sich noch nicht in der 2. Liga etabliert habe und dass man den Durchbruch zum Profi eher nicht im Heimatverein schaffen wird.

Falls Ihr herausbekommt, wer von den verbissenen GO-Spielern im Hintergrund gewonnen hat, gebt Bescheid. Der nächste Podcast dann wieder aus einer Berliner Küche.

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Die Perspektive einer Perspektive

Viel Zeit widmen wir in diesem Gespräch mit Mathias Bunkus vom Berliner Kurier der Frage nach einer Perspektive in der zweiten Liga jenseits der Zuspitzung auf den Kampf um den Aufstieg oder gegen den Abstieg. Grund waren Zeitungsberichte (Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost), die Union mit Mittelmaß in Verbindung brachten.
Ansonsten geht es natürlich um das Spiel gegen Augsburg, die Doppelspitze und die Einer-Sechs sowie auch um den “Kapitänsfluch” beim 1. FC Wundervoll. Garniert wird das ganze mit O-Tönen von Dominic Peitz und Daniel Göhlert.

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Texttonvergehen: Wir gegen FSV Frankfurt

Freitag Abend aufgenommen und schon am Sonnabend online. Toll! Nun gut, es lag eine Woche dazwischen. Nichtsdestotrotz zur Einstimmung auf das morgige Spiel in Karlsruhe noch einmal die Rückblende auf die Begegnung mit dem FSV Frankfurt. Beim Gespräch dabei waren Steffi und Matze. Schwerpunkte neben dem Spielverlauf waren vor allem der erste Zweitligaauftritt von Christoph Menz und die Diskussion, wer denn der zukünftige Mannschaftskapitän werden könnte.

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