Tag Archive for 'Christoph Menz'

Sitzkissenhooligans

Das Unentschieden gegen Düsseldorf muss zwingend bewundert werden. Aber da zeitgleich in Rostock beim Spiel gegen St. Pauli nicht nur Wunderkerzen gezündet wurden, reden wir noch einmal (schon wieder) über den Einsatz von Pyrotechnik. Als Gegenbeispiel zum harmlosen Raucheinsatz der Düsseldorfer Fans taugen da leider die Vorkommnisse bei Hansa. Wir fassen schon einmal zusammen, was durch die rigorose Linie gegen Pyro in Stadien erreicht wurde: Nichts! Anhand einer kleinen Talkrunde mit Jens Langeneke diskutieren wir die Grenze verbaler Gefühlsausbrüche.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Robert, und Sebastian.

Themen:

Mannschaftsaufstellungen; Spielbewertung; Michael Parensen hadert (O-Ton: 6:42 Min); Christoph Menz wundert sich über zu früh abgepfiffene Zweikämpfe (O-Ton: 8:26 Min); Lamentieren lohnt sich; Die Geschichte von Norbert Meier macht es leicht, der Mannschaft Schauspielerei vorzuwerfen; Jens Langeneke diskutiert mit einem Fan an der Seitenlinie (Bild 1, Bild2); Die Grenzen verbaler Gefühlsausbrüche (Antidiskriminierungsklausel Stadionordnung §6 Punkt 2d); Pyrotechnik legalisieren; Pyro im Stadion wird im TV live nicht gezeigt; Video von jubelnden Rostocker Fans nach Beschuss des Gästeblocks; Strafen, noch höhere Strafen – Eskalation nutzt nur Hardlinern; Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS); Rainer Wendt (DPolG): “In der derzeitigen Situation müssen wir leider jedem Fußball-Fan sagen: Wer ins Stadion geht, begibt sich in Lebensgefahr.“; Interview mit Gunter A. Pilz (Deutschlandfunk); Die Spezialtaktik für einen Auswärtssieg in Rostock;

Vielen Dank an AFTV für die O-Töne von Michael Parensen und Christoph Menz.

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(Länge: 53:25 Min; Dateigröße: 47,2 MB)

State of the Union Address: Knie heilt nie.

Länderspielpause. Cheftrainer Uwe Neuhaus möchte kein Zwischenfazit nach zehn Spieltagen ziehen. Dann übernehmen wir das eben. Dabei gibt es natürlich ganz viel Aua.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Robert, Hans-Martin und Sebastian.

Themen:

Intro; Leo in Frankfurt: Jan Glinker hat es nicht gerufen, aber Christoph Menz hat es gehört; Unions Verletzte und ihre Krankheiten (Uwe Neuhaus über “Zipperlein hier, Zipperlein da”,O-Ton: 10.48 Min); Wir beantworten die Frage: Liegt die Verletzungsmisere an Trainingsmethoden?; Uwe Neuhaus verrät einen Geheimtrick zur Vermeidung von Trainingsunfällen (O-Ton: 14:05 Min); Jérome Polenz geht es gut; Blitzturnier unter anderem mit “The Engineer” (Uwe Neuhaus erklärt den Modus, O-Ton: 26:19 Min); “Eins, zwei oder drei? – Ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du wenn das Licht angeht!” – Wer wird der zweite Innenverteidiger neben Göhlert: Gill, Trapp oder Boné?; Saisonzwischenfazit: Der Trainer sagt nichts dazu. Wir schon; Drohnen zur Trainingsbeobachtung; Wer ist perspektivisch die Nummer zwei nach Jan Glinker?; Zuhause spielt Union auf. Warum klappt das nicht auch auswärts?; Sebastian rasiert sich erst, wenn Simon Terodde ein Pflichtspieltor schießt. Holst lässt grüßen; Eine Chance im Sturm: Savran oder Skrzybski?; Hertha wirft der BZ eine Falschmeldung vor (Es geht um den Artikel: “Herthas Ziel für die Winterpause: Keine Neueinkäufe“); Ludwig von AFTV ist ein Super-Typ

Für die Verwendung des O-Tons aus dem Sonderzug geht ein großes Dankeschön an AFTV.

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(Länge: 98:43 Min; Dateigröße: 86 MB)

Schuldig. Again. Menzenskinder!

Ach! Zehnsechzig München. Kein gutes Pflaster für Union. Wird Zeit, dass die Guten vom 1.FC Union in diesem Stadion gegen einen anderen Verein spielen. Denn gegen die Blauen gibt es nichts zu holen. Nichts. Nada. Ничего.

Zu Gast sind Mathias und Robert. Wir diskutieren das Spiel und Menz wird als Schuldiger auserkoren. Wer Union schon eine Weile verfolgt, weiß dass darin vor allem Zuneigung steckt. Trotzdem hadern wir mit den null Punkten. Weitere Themen sind ein Testspieler (Platero), die Vertragsverlängerung von Ede und eine Trophäe für Christopher Quiring.

O-Töne

02:29 Min Christoph Menz ist untröstlich
06:43 Min Michael Parensen ist fassungslos
07:26 Min Uwe Neuhaus leitet die Fragen an die Spieler weiter

Vielen Dank an AF.TV für die freundliche Genehmigung zur Verwendung der O-Töne.

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UNglaublich! UNfassbar! UNvergleichlich! UNion!

Alles wird gut. Auch die Ergebnisses des 1.FC Union. Beseelt sitzen wir mit Robert und Hans-Martin nach dem schönen 3:0 Sieg über Paderborn zusammen und lassen die Kasse des Phrasenschweines klingeln. Denn nichts macht erfolgreicher als Erfolg. Oder zufriedener.

Thematisch hangeln wir uns am Spiel entlang, reden über die Tore von Christian Stuff und Christopher Quiring. Glücklich machen uns die aktiven Außenspieler, unter anderem bedingt durch das Comeback von Michael Parensen und der taktischen Versetzung von Christoph Menz, die das flügellahme Spiel in Essen verblassen lassen. Kilian Pruschkes Debüt finden wir gut. Vor allem, wenn man bedenkt, welches Stigma Herthas U23-Keeper Sascha Burchert nach seinem Profidebüt anhaftet.

Es ist aber auch nicht alles toll. Die Abstimmungsprobleme in der Rückwärtsbewegung hat Paderborn nicht ausgenutzt. Geteilter Meinung sind wir auch über das Transparent “UNzufrieden”, das in Anspielung auf die Initialen von Cheftrainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel gezeigt wurde. Das macht aber nichts, denn nach dem Spiel sind wir alle unzufrieden.

Abseits vom ersten Saisonsieg reden wir über die Ehrung von Keeper Marcel Höttecke als “Unioner des Jahres” und was das über die Leistung in der letzten Saison aussagt. Im Nachklapp zu den im letzten Podcast benannten Baustellen betrachten wir deren Schließung und überlegen, was der Einsatz des aussortierten Jérôme “der macht nie wieder ein Spiel für Union” Polenz beim Saisonauftakt der U23 über dessen Perspektive im Verein aussagt.

O-Töne:

00:20 Min Aufstellung SC Paderborn
01:47 Min Aufstellung 1.FC Union
05:45 Min Unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein
12:34 Min Christian Stuff über sein Kopfballtor
21:18 Min Uwe Neuhaus über Ballgeschiebe nach 3:0
28:41 Min Michael Parensen über das Spiel
32:27 Min Michael Parensen und Christian Stuff über Kreis nach Spiel
52:36 Min Uwe Neuhaus über Krankenstand von Höttecke/Glinker
62:46 Min Auszeichnung Hötteckes als “Unioner des Jahres”

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“Scheißtag. Sport frei!”

0:4 zu Hause gegen Fürth. Das spricht eine deutliche Sprache. Dazu noch ein beinahe schon traditionell verschossener Elfmeter gegen Fürth und ein wie letztes Jahr begeisterter Gästetrainer. Logisch, die Atmosphäre in der Alten Försterei gefällt mit drei gewonnenen Punkten gleich doppelt so gut. Torsten Mattuschka nennt das einen “Scheißtag” und verabschiedet sich mit “Sport frei!”

Weiterhin ferienbedingt dezimiert diskutieren wir mit Hans-Martin das Spiel gegen Fürth, die Vertragsverlängerung von Christopher Quiring und die Bauchpinselei von Fürths Trainer Michael Büskens.

Viel mehr Platz als die Niederlage nimmt die mediale und union-interne Diskussion um Dirk Zinglers Dienst beim Wachregiment des MfS ein. Wir bewerten zunächst noch einmal den Fakt an sich und schauen uns anschließend die Berichterstattung dazu vor allem in der Berliner Zeitung an. Dabei geht es um die Frage, ob dem freien Journalisten Matthias Wolf Hetze unterstellt werden kann. Ein weiteres Thema ist die Rede von Stadion- und Pressesprecher Christian Arbeit vor Spielbeginn, in der er seine Meinung zur Berichterstattung äußert. Dazu kommt noch ein anonymer Text im Stadionheft. Diesen Punkten stellen wir Thesen von Uwe Bremer (Berliner Morgenpost) gegenüber. Zum Schluss geht es noch um die Frage, ob Dirk Zingler nun als Präsident angeschlagen ist oder nicht.

Wir hoffen, dass sich der nächste Podcast nach dem Pokalspiel in Essen vor allem wieder um sportliche Themen dreht.

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O-Töne

  • 00:19 Min Mannschaftsaufstellung Fürth
  • 01:54 Min Mannschaftsaufstellung Union
  • 16:48 Min Christoph Menz über mögliche Aufholjagd
  • 18:57 Min Zusammenschnitt von Menz und Mattuschka über mögliches Spielergebnis
  • 26:14 Min Uwe Neuhaus und Michael Büskens über Atmosphäre bei Union
  • 62:55 Min Christian Arbeits Rede vor Anpfiff

Bilder:

Bilder: Stefanie Lamm

Unions Jugend und die gläserne Decke.

Nullnull in Aue. Wir sparen uns sämtliche Witze mit Ortsnamen. Außerdem reden wir nur sehr kurz über das Spiel des 1.FC Wundervoll im Erzgebirge. Der Grund ist unser Gast. Schon lange wollten wir mit Sven, der eine Website zur Unionjugend betrieben hat, gemeinsam einen Podcast machen. Thema: Nachwuchsarbeit bei Union. Und die beste Verbindung zwischen Spieltagspodcast und Nachwuchs-Schwerpunkt hat uns Sven gleich mitgebracht: Mit Jan Hochscheidt spielte der einzige Nachwuchsspieler von Union an diesem Spieltag ausgerechnet beim FC Erzgebirge Aue.


Bild: unveu.de

Erste Details und Vereinssicht zum Thema Nachwuchsarbeit hat uns bereits Christian Beeck in einem Interview dargestellt. Nun wollten wir mehr den Schwerpunkt auf das Thema Ausbildung legen. Gemeinsam mit Sven und Robert versuchen wir herauszufinden, welche Philosophie der 1.FC Union beim Thema Nachwuchs verfolgt. Außerdem interessiert uns, warum so wenige Spieler den Weg zu den Profis schaffen.

Themenliste:

  • 00:00 Minute Spielanalyse. Nullnull in Aue. Lag es am Rasen?
  • 21:00 Nachwuchsarbeit bei Union.

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Gewinner. Verlierer.

Nach dem Spiel gegen Oberhausen ziehen wir ein Saisonzwischenfazit und stellen gemeinsam mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier) und Hans-Martin Spielerpaare zusammen, auf die die Beschreibung “Gewinner. Verlierer.” passt. Ganz prominent dabei natürlich die Torhüterposition. Das gleiche findet man aber auch im Sturm oder auf der rechten Außenbahn. Zum Schluß überlegen wir, wer Union vielleicht zur nächsten Saison verlassen könnte.

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Dem Braten trauen.

Wenn man sich den Schluss des vorletzten Podcasts zur Analyse des Spiels in Paderborn anhört, dann war das Derby gegen Hertha eine logische Fortsetzung. Denn nach der Logik von Mathias Bunkus vom Berliner Kurier war das die einmalige Chance für die Mannschaft von Union, sich Schub zu holen und richtig in die Saison zu starten.

Wir diskutieren, ob das 1:1 gegen Hertha nun die tatsächliche Leistung von Union gezeigt hat oder nur ein Ausreißer nach oben war. War Union so gut oder Hertha so schwach? Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Dazu gibt es noch einen O-Ton von Trainer Uwe Neuhaus und Karim Benyamina.

Podcast

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Blendendes Derby

Nimmt man die Zeit, in der die Brötchen im Mediencontainer bei Union verschwinden, als Indikator, dann ist das Spiel gegen Hertha BSC in eine solche Kategorie einzuordnen wie vielleicht letztmalig das Halbfinale gegen Borussia Mönchengladbach. Das letzte Brötchen wurde knapp 75 Minuten vor dem Anpfiff verspiesen. Knapp 60 Minuten vor Spielbeginn versuchten noch einige Leute von Sky den letzten Kaffee aus der Kanne zu kippen. Erfolglos, wie die Kaffeelache darunter verriet.

Ansonsten war das nicht der Tag, an dem Objektivität zu den Kernbereichen der Sportberichterstattung gehörte. Ein Mitarbeiter vom Deutschlandfunk hatte sich zum Beispiel seinen Herthaschal um die Tasche gebunden. Wir trugen die Derby-Shirts. Und als Santi Kolk nicht angegriffen durch das Mittelfeld der Hertha spazierte und dann zum 1:1 traf, jubelte auch ein Teil der Presse. Der andere Teil hatte bereits in der zweiten Minute die Arme heben können, als ein langer Freistoß von Rukavytsya die Abwehr von Union in tiefe Verwirrung stürzte. Torgüter Glinker macht zwei Schritte nach vorn und zwei zurück. An einem anderen Ort zu einer anderen Zeit vielleicht der Beginn einer vielversprechenden Diskokarriere. Beim Fußball steht das allerdings sinnbildlich für Unentschlossenheit. Madouni, so sieht es aus, verliert Niemeyer aus den Augen. Und nach dem 0:1 brüllt Brunnemann den eigenen Torhüter an. Danach das große Zittern. Nicht auf den Rängen, sondern auf dem Rasen.

Nach dem Spiel darf sich Union bei Hertha bedanken. Diese präsentierte sich trotz Führung wie ein Aufbaugegner zur rechten Zeit. Sie überließ der Heimmannschaft das Spielfeld und so konnte diese Stück für Stück Ballsicherheit gewinnen. War vorher bereits ein Sicherheitspass über fünf Meter ein Problem, so gelangen vor allem über die mit Parensen endlich wieder komplette linke Seite Kombinationen, in die sich auch Mosquera einbringen konnte. So etwas war in den ersten vier Pflichtspielen dieses Jahr nicht zu sehen gewesen.

Festmachen kann man diese Spielentwicklung an Spielern wie Christoph Menz und Dominic Peitz. Menz war in der ersten halben Stunde die Nervosität in Person. Er musste von Madouni über die Mittellinie geschubst werden, um sich in das Offensivspiel einzureihen, und sich anschreien lassen. Und Peitz führte Zweikämpfe, denen man zwar das Bemühen nicht absprechen konnte, über denen aber die ganze Zeit der Präfix “un” zu schweben schien: Unglücklich. Ungeschickt. Als Rauw verletzt das Spielfeld verließ, zeigte Uwe Neuhaus Peitz mit symbolischem Klatschen auf die Wangen an: Aufwachen! Für den Rest des Spieles konnte mit Peitz die Kopfballhoheit im defensiven Mittelfeld gewonnen werden. Ein Mittel, um die langen Bälle auf Friend zu verhindern. Und Christoph Menz hätte seine zum Schluss gute Leistung noch mit einem Tor krönen können. Aber vielleicht hat er sich nach dem Spiel einfach bei Ramos bedankt, das dieser ihn defensiv nicht beschäftigt hat.

Trotzdem darf nichts darüber hinwegtäuschen, dass Union nicht drei Punkte aus dem Spiel mitgenommen hat und nach vier Spielen in der zweiten Liga immer noch sieglos dasteht. Das am Anfang kämpferische und zum Schluss auch spielerische Engagement muss sich in den nächsten beiden Spielen bestätigen. Das brachte auch Karim Benyamina zum Ausdruck, als er auf die Frage eines Reporters, wie die Spieler das Derbyergebnis feiern würden, ironisch antwortete: “Wir werden heute Abend richtig saufen und dann das Spiel gegen Osnabrück abschenken!”

Bilder: Stefanie Lamm

Kleeblätter bringen kein Glück.

Fehlstart. Stotterstart. Das verflixte zweite Jahr. – Es gibt einige Begriffe, die momentan auf das sportliche Auftreten von Unions Profis passen. Zum ersten Pflichtspiel im heimischen Stadion herrschte eine gespannte Atmosphäre, die ganz dem Gewusel und aufgeregtem Geschnatter in den Berliner Schulen entsprach, wo am Samstag die Erstklässler eingeschult wurden. Nach dem Spiel musste enttäuscht festgestellt werden, dass auch dieses Jahr die gleichen Schwächen wie die Vorsaison bereithält. Und so bleiben zwei Wochen, um die richtige Taktik auszuknobeln, die gegen Paderborn den ersten Sieg bringen soll.

Podcast zum Spiel

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Bilder: Stefanie Lamm