Nur in eine Richtung weisend

Unions Spiel heute Mittag gegen St. Pauli wird gern richtungsweisend genannt. Das stimmt nur eingeschränkt, denn drei Punkte gibt es ja jede Woche zu vergeben. Vor allem aber ist nicht völlig klar, dass es sich dabei wirklich um ein ‘sechs Punkte Spiel’ handelt. Denn für beide, vor allem aber Union, geht es mehr darum, den Anschluss zur Tabellenspitze zu halten als darum, den heutigen Gegner zu distanzieren.

Union hat eine relativ hohe Hürde für einen relativ großen Sprung nach vorn vor sich; Photo: Matthias Koch

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Ich bin noch nicht mit Freuen fertig und jetzt geht es schon gegen Leverkusen

Mir geht das alles zu schnell. Ich bin noch nicht einmal mit dem Freuen über den Sieg gegen Fürth fertig und schon soll ich Vorfreude auf das Pokalspiel in Leverkusen empfinden. Da bin ich ernsthaft unflexibel. Aber es hilft auch nichts. Schon um 11 Uhr gibt es heute die Pressekonferenz mit Jens Keller zu der Partie:

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Die gute Nachricht nach dem Feiertag: Kenny Prince Redondo ist wieder zurück

Union besiegte die Berlin-Liga-Auswahl gestern deutlich mit 6:0 (BZ, Videos mit den Toren gibt es hier bei fupa.net). Doch die beste Nachricht ist, dass wir Kenny Prince Redondo wiedergesehen haben, der nach seiner Schulterverletzung gleich zwei Tore beigesteuert hat. Wie lange es noch dauert, bis er wirklich eine Option für den Kader ist, wissen nur Jens Keller und die behandelnden Ärzte. Aber selbst dann wird es schwer für Redondo, einen Weg am starken Simon Hedlund vorbeizufinden.

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Atsuto Uchida wird vorgestellt, aber “unser Japanisch ist noch verbesserungswürdig”

Eine Pressekonferenz für eine Neuverpflichtung ist wohl eine Premiere bei Union. Wenn es das überhaupt schon einmal gab, ist es länger her und nicht besonders stark in Erinnerung geblieben. Aber das Interesse an Atsuto Uchida hat den Medientermin gestern offenbar nötig gemacht.

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Uchida betonte, sich darauf zu freuen, in einem tollen Stadion vor tollen Fans zu spielen. Ginge es nach ihm gerne auch schon am Sonntag; Photo: Michael Hundt / Matthias Koch

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Sollte der Aufstiegskampf in Umfragen entschieden werden, hätte Union schlechte Karten. Aber ist ja nicht so.

Richtige News gibt es nicht vor dem Spiel gegen Braunschweig am Montag. Da aber noch ein paar Tage bis zur Partie bei der Eintracht hin sind, ließ Jens Keller seine Spieler gestern beim Training mit voller Kraft spielen (Bild).

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Dreckig gewonnen. Davon kann es in dieser Rückrunde ruhig noch mehr geben.

Was ich gestern als erstes gemacht habe, nachdem ich vom Stadion nach Hause kam? Ich habe mir die Spielzusammenfassung wieder und wieder angeschaut. Wahrscheinlich war ich damit nicht alleine. Und ganz sicher war ich nicht der einzige, der irgendwann mit einem sehr breiten Lächeln eingeschlafen ist.

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Das schnelle Pinkelerlebnis im Stadion

Ich weiß gar nicht, wieso mir das Interview mit Dirk Thieme, Präsidiumsmitglied und maßgeblich an der Stadionplanung beteiligt, das am Freitag auf der Union-Website veröffentlicht wurde, entgangen ist. Es ist sehr lang, aber dafür auch in Bereichen ausführlich, für die sonst nur Allgemeinplätze herhalten müssen. Zum Beispiel beim Thema Toilettensituation beantwortet Dirk Thieme die Frage, wohin die Festivaltoiletten verschwunden sind:

Diese „Zitronenpressen“ waren im Testversuch zwar durchaus effektiv, aber für die Umstehenden nicht immer schön anzuschauen. Also haben wir lieber mittels der neuen die neue Containeranlage hinter der Gegengerade das Angebot an Urinalen erhöht.

Dirk Thieme auf der Hauptversammlung der Stadion AG (Foto: Matze Koch)

Außerdem macht Dirk Thieme deutlich, dass das Fanhaus auf jeden Fall zur neuen Saison eingeweiht werden soll. Ob das direkt zum Saisonstart sein wird, konnte er nicht garantieren. Ich kann das Interview nur empfehlen. Es geht um Bierpreise, Bratwürste, Stadionausbau, bargeldlose Bezahlung im Stadion, Verbesserung der Anreise und um Partizipation im Verein.

Wer es sich lieber ausdruckt: Es gibt das Interview auch als PDF zum Download.

Podcast

Wir haben gestern unseren Podcast zum 1:0 gegen Bochum aufgenommen, in dem ich noch vermutet habe, dass die taktische Formation einer Raute ähneln würde. Wie wenig ich damit recht hatte, beweist Eiserne Ketten in der Spielanalyse. Ich werde wohl immer daran scheitern, im Fernsehen so etwas wie taktische Formationen zu erkennen. Mein Respekt an alle, die das können.

Dafür sprechen wir im Podcast etwas länger über André Hofschneider, der wenig bis gar nichts blicken lässt, und sich auch selbst nicht in den Mittelpunkt rückt. Außerdem geht es noch um Sportdirektor/Manager Helmut Schulte, der gerade erst in einem einstündigen Interview bei AFTV war.

Podcastaufnahme in der Küche (Foto: Sebastian Fiebrig)

Apropos Podcast: Im Podcast Stadtgestalten war Christian Arbeit in seiner Funktion als Pressesprecher/Stadionsprecher und jetzt natürlich auch Geschäftsführer Kommunikation zu Gast. Das komplette Gespräch, das vor allem Union für Außenstehende erklärt, könnt ihr hier nachhören: SG005 – Christian Arbeit/1. FC Union Berlin

In den Berliner Medien geht es heute vor allem um die Heimstärke:

Frank Schöbel auf dem Rasen an der Alten Försterei (Screenshot: Frank Schöbel/YouTube)

Und der Kurier berichtet, dass Frank Schöbel in seinem neuen Video die Alte Försterei als Kulisse benutzt. Weil es beim Kurier fehlt, hier das komplette Video:

Teve233 – Trainerwechsel

Nach nur fünf Spieltagen und dem Pokal-Aus entlässt Union Trainer Norbert Düwel und stellt zwei Tage später Sascha Lewandowski als neuen Trainer vor. Gemeinsam mit dem freien Journalisten Matze Koch arbeiten wir die Ereignisse auf.


Fotos: Matze Koch

On Air:

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Intro

00:00:00

Vorstellung von Matze Koch

00:01:00

Gründe für die Trainerentlassung

00:08:38

Pokal-Aus bei Viktoria KölnStändig wechselnde AufstellungenSelbst zusammengestellte MannschaftDreierkette hat im Prinzip als Spielsystem nicht überzeugtEskalation mit Straftraining und Trainingslager in Kienbaum hat Düwel zu früh gezogen.

Union unter Norbert Düwel

00:16:50

Umbruch in der Mannschaft oder die Emanzipation von Torsten MattuschkaWenig Erfolg mit Maßnahmen.

Der neue Trainer Sascha Lewandowski

00:22:18

Tagesspiegel-ArtikelLewandowski ist ein gestandener TrainerChristian Beecks Kolumne bei Sport1„Düwel war die mutige NoName Lösung Lewandowski ist die Premium-Lösung“.

Trainer und ihre Kommunikationsfähigkeiten

00:30:59

Was macht Lewandowski jetzt anders?

00:36:58

Die Co-Trainer

00:40:08

Peter HyballaAndré HofschneiderSebastian Bönig.

Lewandowskis Spielidee

00:44:14

Braucht Union einen extra Sportdirektor?

00:46:20

Outro

00:51:20

Keine Episode mehr verpassen!

Union: Hier bin ich zu Hause.

Ich komme nicht aus Köpenick. Ich habe noch nicht einmal dort gewohnt. Aber ich habe dort gerne meine Füße ins Wasser gehalten. Sei es an der Altstadt oder in den Müggelsee. Ich war mal mehr und mal weniger glücklich in Köpenicker Frauen verliebt. Auch mit dem 1. FC Union war ich nicht immer zusammen. Wir hatten Beziehungspausen.

Roland Krispin und die Breakers

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Vinyl – So charmant wie Köpenick

“Wieso wollt ihr eigentlich eine Vinyl-Platte und keine CD machen?”, ist der schlechtestmögliche Einstieg in ein Gespräch mit einem Musiker. Roland Krispin hat es mir am Telefon nicht übelgenommen. Dabei war ich mit meiner Frage so unsentimental wie die Regionalbahn, die einfach am Bahnhof Köpenick vorbei braust statt zu halten.

“Wir sind Union”, heißt das Lied, das er gemeinsam mit seiner Band, Unions Stadionsprecher Christian Arbeit, Angelika Mann, Dirk Zöllner und Torsten Mattuschka aufgenommen hat. Zum Einpeitschen vor einem Spiel taugt es nicht. Zu langsam, zu gemächlich. Es ist mehr so der Radfahrer, der sich durch den Köpenicker Dauerstau rings um die Altstadt schlängelt. Und am Ende am Flußbad Krokodil landet, um am Ufer ein Bier zu trinken und gegen die Sonne zu blinzeln.

“Vinyl ist einfach viel charmanter”, antwortete mir Roland Krispin. Vielleicht dachte er wie ich an die vielen schönen Stunden am Wasser in Köpenick, das zwar zu Berlin gehört, aber ein ganz anderes Lebensgefühl mit sich herumträgt.

Das muss nicht nur träumerisch entspannt sein. Köpenick ist auch pragmatisch. “Außerdem ist auf einem Vinyl-Cover viel mehr Platz für Unterschriften”, sprach es durch mein Telefon zu mir. Als ob ich noch überzeugt werden musste …

Crowdfunding für “Wir sind Union” als Vinyl

Für 12 Euro könnt ihr bei Euch bei Startnext.de eine von Union-Spielern und den Machern des Liedes signierte Vinyl-Platte sichern und die Produktion der 500 Exemplare sichern. Wer mehr Geld hat, kann auch mehr dort lassen. Gebraucht werden insgesamt 3.200 Euro, von denen schon 2.381 Euro gegeben wurden. Bis Ende März läuft die Aktion.