Union hat es selbst in der Hand, die Konkurrenz auf Abstand zu halten

Ich finde es durchaus spannend, wie das 1:3 gegen Paderborn im Nachhinein bewertet wird. So fragt sich die Bild/BZ (noch nicht online), ob Union seine erste Krise in dieser Saison hätte. Betrachten wir nur die nackten Ergebnisse, müssen wir das klar verneinen. Wenn nach 2 Niederlagen hintereinander schon das gefragt wird, müssen wir mal kurz die Maßstäbe checken. Schauen wir ein bisschen auf die Spielweise des Teams gerade in Heimspielen, könnte man vielleicht schon auf die Idee kommen. Aber ehrlich gesagt bin ich auch hier entfernt davon, von einer Krise im Sinne des Wortes zu sprechen. Denn Krise ist der Höhepunkt einer gefährlichen Situation. Und die einzige Gefahr, die ich aktuell sehe, ist die, dass Union Gefahr läuft, eine gute Position im Aufstiegskampf zu verspielen und auf ein Herzschlagfinale zusteuert. Aber das ist Sport und gehört dazu.

Grischa Prömel hält seinen Paderborner Gegenspieler beim Freistoß auf Abstand, Foto: union-berlin.com

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Aufstiegsangst gab es bei Union auch schon vor 17 Jahren

Die Diskussion um den Aufstieg in die Bundesliga ist älter, als ich es selbst in Erinnerung hatte. “So’ne Scheiße, wir steigen auf”, hieß es vor 2 Jahren. Und dieser Gesang drückte in einer seltenen Gleichzeitigkeit die Gefühlslage vieler Unioner aus, die einerseits gerne gewinnen und oben stehen wollen, aber im selben Moment auch Angst vor der Macht des Kapitals der Bundesliga haben und den Verlust der eigenen Identität und Stadionkultur fürchten. Davon konnte vor fast genau 17 Jahren nicht die Rede sein, als es im Programmheft vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld hieß: “Vorsicht Aufstieg!”

Programmheft 17/01-02

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Der März ist der Monat der Wahrheit für Union

Der März ist der Monat der Wahrheit für Union. Denn im März spielt das Team von Urs Fischer nacheinander gegen Kiel, Ingolstadt, Heidenheim und Paderborn. Und damit gegen 3 Mitbewerber um einen Aufstiegsplatz. Ich habe zwar die Pfanne heiß, bin aber gleichzeitig schon in der Lage, die Wirklichkeit anzuerkennen. Wenn diese Spiele erfolgreich gestaltet werden, ist Union nicht einmal ansatzweise aufgestiegen. Es geht vor allem darum, sich in direkten Duellen mit Tabellennachbarn zu behaupten und mindestens weiter gut im Rennen zu bleiben. Denn von Union auf Rang 3 bis zum SC Paderborn auf Platz 7 sind es nur 3 Punkte Abstand. Ich gehe davon aus, dass ein bis zwei Teams innerhalb der der nächsten 4 Spiele abreißen lassen müssen. Und ich würde mich freuen, wenn Union sich nach unten behauptet und oben dran bleibt. Mein Traum ist, dass Hamburg und Köln weiter Angst haben müssen, sich nicht direkt für die Bundesliga zu qualifizieren.

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Keine Montagsspiele mehr. Aber nur für die Bundesliga.

Die Abschaffung der Montagsspiele hat gestern viele beschäftigt (Meldung). Und der Zeitpunkt hätte von der Dramaturgie nicht besser passen können. Vorgestern erst hatten die organisierten Fanszenen in ganz Deutschland einen Stimmungsboykott für die erste Halbzeit für den Spieltag rund um den 1. Dezember angekündigt (Mitteilung des Wuhlesyndikats). Mir war allerdings nicht zum Feiern zumute. Denn es war die Absichtserklärung der Bundesliga-Klubs, das Montagsspiel fallen zu lassen ab der neuen Rechteperiode 2021. Die Entscheidung der Klubs ist witzigerweise genauso einstimmig gefallen wie die Entscheidung für Montagsspiele vor ein paar Jahren. Die Abstimmung betrifft aber nicht die Zweite Liga und auch nicht die 3. Liga, die einen ganz regulären Montagstermin haben. In der Bundesliga betraf das meines Wissens nach sowieso nur 5 Spiele je Saison (die DFL nennt das Entlastungsspiele). Der geplante Stimmungsboykott wurde folgerichtig auch nicht abgesagt

Transparent im Gästefanblock “Montagsspiele abschaffen!” am 8. Spieltag in Ingolstadt, Foto: Matze Koch

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Jetzt wird sich entscheiden, welchen Fußball wir in 5 bis 10 Jahren sehen werden

Weil heute Feiertag ist und keine gedruckten Zeitungen erscheinen, gibt es auch kaum Analysen zum ersten Auswärtssieg in der aktuellen Zweitligasaison. Aber zumindest Daniel hat bei Eiserne Ketten eine taktische Analyse des 2:1 in Ingolstadt geschrieben. Darin beschreibt er vor allem, wie Union durch eine Umstellung im Pressing die Dreierkette von Ingolstadt so stark unter Druck setzen konnte, dass Urs Fischers Team mit vielen Balleroberungen schnell wieder vor das Tor des Gegners kam. Der Tagesspiegel lobt vollkommen zurecht die Defensive, die einfach die Basis des aktuellen Laufs ist. Und im Kurier geht es darum, dass Unions eher mangelhafte Chancenverwertung am Montag Abend doch nicht bestraft wurde.

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It doesn’t matter where you’re from, really. It’s where you’re at.

Simon Hedlund smiles, stretches his left arm out along the back of the sofa and crosses his legs broadly. He sinks back into it like it is quicksand. Sebastian Andersson is sat next to him, his back perceptibly straighter, leaning slightly forward, his knees together. It’s a small sofa, their legs don’t touch but they are close. He’s in his civvies, Hedlund in his tracksuit. They keep smiling. They may not be, of course, but they look relaxed and happy and like they are having fun. “It’s English weather,” says Hedlund, which it is. There is drizzle in the air, and it made things a damn sight more pleasant during the training session they’ve just finished.

Simon Hedlund after being signed in 2016, Foto: Matze Koch

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Sebastian Andersson liebt die Wörter “Zweikampf” und “Fußballgott” und ist damit bei Union genau richtig

Bei Union ruht aktuell die See. Dabei kann durchaus noch etwas passieren. Bis morgen sind Transfers in Deutschland noch erlaubt. Und während auf der Seite der Zugänge alles gelöst ist, kann sich bei den Abgängen noch einiges tun. Auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass alle Spieler mit nur noch sehr geringer Perspektive jetzt einen neuen Verein finden oder überhaupt aktiv suchen. Doch ein oder zwei Abgänge kann ich mir beim übergroßen Kader durchaus vorstellen.

Präsident Dirk Zingler begrüßt die Spieler beim Training, 29.08. 2018, Foto: Matze Koch

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Union läuft zum Ende der Vorbereitung ein bisschen die Zeit davon

Zwei Tage nach dem Test gegen Bordeaux ist zu spüren, wie die Beobachter sich schwer tun, ein klares Bild zu zeichnen. Vielleicht ist das auch das Positive an so einem Unentschieden in einem Vorbereitungsspiel, dass es hier nicht so einfach möglich ist, vom Ergebnis her zu bewerten. So wird Torschütze Sebastian Andersson gelobt (Tagesspiegel) und auch Christopher Trimmel bekommt positives Feedback (Kurier). Doch auch die Verbesserungsmöglichkeiten werden benannt (zu viele Ballverluste im Aufbauspiel beispielsweise, Morgenpost). Aus meiner Sicht schweben über allem aber zwei größere Themen, bei denen Union gerade etwas die Zeit davonzurennen scheint.

Sebastian Andersson beim Test gegen Girondins de Bordeaux, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Dass Toni Leistners Vertrag sich bei Aufstieg automatisch verlängert, hätten wir gerne früher gewusst

Mathias Bunkus von Kurier/Berliner Zeitung hat eine Info ausgegraben, die vielen den Sommer erträglicher gemacht hätte. Denn diesen beiden Texten nach steht im Arbeitsvertrag von Toni Leistner eine Klausel, die den Vertrag des Verteidigers bei Aufstieg in die Bundesliga automatisch um ein Jahr verlängert. Nun sind Klauseln auch in Arbeitsverträgen bei Fußballern nicht so feststehend, wie man das glauben möchte. Aber diese zeigt doch, dass Union in diesem Jahr mit aller Macht in die Bundesliga strebt. Mir war nämlich vorher nicht klar, warum der Verein Leistner im Sommer nicht hat ziehen lassen und dafür das Geld genommen hat.

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Bundesliga-Aufstieg und Wiedersehen mit Martin Dausch

Unions U19 ist nach dem 3:1 in Magdeburg gestern aufgestiegen und damit sind die wichtigsten Ausbildungsteams des Nachwuchsleistungszentrum in der Bundesliga vertreten (mehr bei der BZ).

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