Union hat es selbst in der Hand, die Konkurrenz auf Abstand zu halten

Ich finde es durchaus spannend, wie das 1:3 gegen Paderborn im Nachhinein bewertet wird. So fragt sich die Bild/BZ (noch nicht online), ob Union seine erste Krise in dieser Saison hätte. Betrachten wir nur die nackten Ergebnisse, müssen wir das klar verneinen. Wenn nach 2 Niederlagen hintereinander schon das gefragt wird, müssen wir mal kurz die Maßstäbe checken. Schauen wir ein bisschen auf die Spielweise des Teams gerade in Heimspielen, könnte man vielleicht schon auf die Idee kommen. Aber ehrlich gesagt bin ich auch hier entfernt davon, von einer Krise im Sinne des Wortes zu sprechen. Denn Krise ist der Höhepunkt einer gefährlichen Situation. Und die einzige Gefahr, die ich aktuell sehe, ist die, dass Union Gefahr läuft, eine gute Position im Aufstiegskampf zu verspielen und auf ein Herzschlagfinale zusteuert. Aber das ist Sport und gehört dazu.

Grischa Prömel hält seinen Paderborner Gegenspieler beim Freistoß auf Abstand, Foto: union-berlin.com

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Union hat verdient verloren, war aber bei weitem nicht chancenlos

Als Stadionsprecher Christian Arbeit gestern zum Ende der Mannschaftsaufstellung den Gästetrainer Steffen Baumgart begrüßte und “Fußballgott” sehr laut von den Rängen zurück schallte, war ich mir sicher, dass das Spiel gegen Paderborn ein legendärer Fußballnachmittag werden würde. Das Wetter war erstmals richtig frühlingshaft. Und es herrschte ein herrlich aufgeregtes Treiben im Stadion. Die herrliche Frühlingsluft füllte die Lungen und die Gesänge und Anfeuerungen ließen sich fantastisch an. Dazu eine feine Choreo auf der Gegengeraden. Allein, es sollte vor allem für Steffen Baumgart ein legendäres Spiel werden.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart vor Anpfiff, Foto: Stefanie Fiebrig

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Aufstiegsangst gab es bei Union auch schon vor 17 Jahren

Die Diskussion um den Aufstieg in die Bundesliga ist älter, als ich es selbst in Erinnerung hatte. “So’ne Scheiße, wir steigen auf”, hieß es vor 2 Jahren. Und dieser Gesang drückte in einer seltenen Gleichzeitigkeit die Gefühlslage vieler Unioner aus, die einerseits gerne gewinnen und oben stehen wollen, aber im selben Moment auch Angst vor der Macht des Kapitals der Bundesliga haben und den Verlust der eigenen Identität und Stadionkultur fürchten. Davon konnte vor fast genau 17 Jahren nicht die Rede sein, als es im Programmheft vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld hieß: “Vorsicht Aufstieg!”

Programmheft 17/01-02

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Gibt es an Rafal Gikiewicz etwas zu kritisieren?

Uns hat in den letzten Tagen ein Leser die Frage gestellt, ob man an Rafal Gikiewicz nicht trotz seiner zugegeben starken Reflexe und der Großartigkeit seines furchteinflößenden Blickes kritisieren müsste, wie gut er sich am Aufbauspiel Unions beteiligt. “Wird er angelaufen (und selbst, wenn nicht) landen auffallend viele Bälle weit im Seitenaus. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass den Torwart anzulaufen und zu pressen das bislang beste Mittel gegen Union war und der Mannschaft in den letzten Spielen die größten Probleme bereitet hat – und das Rafal da die Schwachstelle darstellt. Wie seht ihr das?”

Rafal Gikiewicz

Rafal Gikiewicz spielt eine starke Saison, selbst wenn er kein überragender mitspielender Torwart ist.

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#365 – “Ich meine Arschloch nicht wertend”

Union verliert 1:2 in Heidenheim, doch angesichts der Ergebnisse der Hamburger Klubs ist unsere Laune ganz gut. Doch wir müssen über Marc Schnatterer reden. Außerdem begeben wir uns, unserem Gast Sven Klebba sei Dank, auf ein neues Fachgebiet. Wir beschäftigen uns mit der Farbologie von Union und warum die Unterscheidung zwischen Rot und Unrot vielleicht mehr Thema sein sollte.

Heidenheim mit Schnatterer-Masken zum zehnjährigen Vereinsjubiläum von Marc Schnatterer im Juli 2018, Foto: 1. FC Heidenheim

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Der März ist der Monat der Wahrheit für Union

Der März ist der Monat der Wahrheit für Union. Denn im März spielt das Team von Urs Fischer nacheinander gegen Kiel, Ingolstadt, Heidenheim und Paderborn. Und damit gegen 3 Mitbewerber um einen Aufstiegsplatz. Ich habe zwar die Pfanne heiß, bin aber gleichzeitig schon in der Lage, die Wirklichkeit anzuerkennen. Wenn diese Spiele erfolgreich gestaltet werden, ist Union nicht einmal ansatzweise aufgestiegen. Es geht vor allem darum, sich in direkten Duellen mit Tabellennachbarn zu behaupten und mindestens weiter gut im Rennen zu bleiben. Denn von Union auf Rang 3 bis zum SC Paderborn auf Platz 7 sind es nur 3 Punkte Abstand. Ich gehe davon aus, dass ein bis zwei Teams innerhalb der der nächsten 4 Spiele abreißen lassen müssen. Und ich würde mich freuen, wenn Union sich nach unten behauptet und oben dran bleibt. Mein Traum ist, dass Hamburg und Köln weiter Angst haben müssen, sich nicht direkt für die Bundesliga zu qualifizieren.

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Niemand hat bessere Chancen auf den dritten Platz als Union

Der RBB lieferte gestern ein handliches ‘Was bisher geschah‘ für alle, die die Saison bisher verpasst haben. Das interessanteste daran ist natürlich die Prognose. Die lautet paraphrasiert ungefähr: Aufstiegs-Relegationsplatz, warum nicht? In der Tat gibt es keine Mannschaft, die offensichtlich bessere Chancen auf den dritten Platz hätte, als Union.

Aufstieg

Welche Ziele nimmt Union in der Rückrunde in den Blick? Foto: Matze Koch

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Wird Simon Hedlund sich dem gemeinsamen Ziel der Mannschaft unterordnen oder wechselt er doch?

Heute ist Trainingsauftakt und Kurier/Berliner Zeitung lassen schon ein wenig den Blick schweifen Richtung restlicher Rückrunde. Da hat es der Auftakt mit dem Heimspiel gegen Köln und dem Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli schon in sich. Und natürlich wird es schwer sein, an HSV und Köln in der Tabelle vorbeizukommen.

Trainer Urs Fischer bei einer Übungseinheit kurz vor Weihnachten, Foto: Matze Koch

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Klar sind wir froh über Unions guten Saisonstart, aber die Pfanne hat noch keiner heiß

Die englische Woche strengt an. Nur bei Union ist alles ganz lässig. Zwischen Dienstag und Montag liegt schließlich für das Team von Trainer Urs Fischer eine ganz normale Erholungsphase. Genug Zeit, um zu regenerieren und das 2:0 gegen Kiel zu analysieren. Der Kurier beispielsweise verteilt ein extra Lob an Grischa Prömel, der neben einer beeindruckenden Laufleistung durch seine Torschüsse aus dem Rückraum auffällt.

Grischa Prömel nach dem 1:0 in der 90. Minute gegen Kiel, Foto: Stefanie Fiebrig

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London auf Rot

Während ich gerade schon am Ufer eines Sees in der Uckermark sitze, sind einige Unioner noch auf der Reise nach London zum Spiel gegen QPR, das heute 15.30 Uhr angepfiffen wird. Durch Flugausfälle kam es großen Anreiseschwierigkeiten. Ich hoffe, dass so viele wie möglich trotzdem irgendwie einen Weg gefunden haben, um in London dabei zu sein. Highlights des Spiels wird es auf AFTV geben.

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