“Schießt du jetzt jede Woche das Tor des Monats oder lässt du mich auch mal zum Zug kommen?”

Medial stehen nach dem 3:2 in Duisburg Robert Zulj mit seinen drei Torbeteiligungen (Tagesspiegel)  und Marcel Hartel mit dem Sieg beim Tor des Monats (Morgenpost) im Vordergrund. In einem kurzen Video gratuliert Andy Gogia dem Torschützen, der dabei versucht, so professionell wie möglich zu wirken und einfach dreimal hintereinander danke sagt. Ich finde das witzig und grundsympathisch. Allein die Gestik von Gogia, als er fragte: “Schießt du jetzt jede Woche das Tor des Monats oder lässt du mich auch mal zum Zug kommen?”

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Last-Minute-Sieg, Tor des Monats und Urs Fischer sagt: “Es gibt überhaupt keinen Grund, euphorisch zu werden”

Viereinhalb Monate. So lange ist der letzte Auswärtssieg von Union her. Und gestern sah es eine Halbzeit Zeit lang so aus, als würde die Mannschaft die Chance vertun. Denn alle anderen Teams im Aufstiegskampf hatten Punktverluste hinnehmen müssen. Als Florian Hübner zum Schluss den Ball nicht zu Sebastian Andersson Joshua Mees durchließ und ihn nicht aufs Tor brachte, dachte ich, dass es das gewesen war. Leicht frustriert fuhr ich gerade mit dem Auto auf der Landstraße bei Zossen und hörte dem mäßig aufgeregten Kommentator bei Amazon zu. Ecke geklärt und dann Abpfiff. So dachte ich. Als Andersson dann das Tor machte, weil Zulj noch eine lange Flanke reinbrachte, musste ich mich ganz stark zusammennehmen, um nicht beide Hände vom Steuer zu nehmen.

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Marcel Hartel hat die Chance auf Unions zweites “Tor des Monats” in dieser Saison

Das Fallrückzieher-Tor von Marcel Hartel, das der Mittelfeldspieler in den letzten Januarstunden schoss, steht wenig überraschend zur Wahl des Tor des Monats der Sportschau. Das Team von Urs Fischer scheint diese Saison einen internen Wettbewerb am Laufen für besondere Tore zu haben. Denn diese Nominierung ist nach dem Fallrückzieher von Sebastian Polter und dem Torwarttor von Rafal Gikiewicz schon die dritte für ein Tor des Monats in dieser Spielzeit. Ich kann mich nicht erinnern, dass das vorher schon einmal der Fall war. Für Marcel Hartel, der im vergangenen Jahr unter André Hofschneider einen schweren Stand hatte und mittlerweile zum Flügelspieler umgeschult wurde, würde es mich besonders freuen, wenn er gewinnen würde.

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Wie polizeiliche Betretungsverbote für Fußballfans das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit erschüttern

Gestern war die Haupttribüne gut gefüllt, weil die HTW ihre Immatrikulationsfeier im Stadion durchführte. Ich finde das vor allem gut, weil es zwei regional starke Magneten wie die Hochschule für Technik und Wirtschaft und den 1. FC Union miteinander verknüpft. Und es sah gut aus. Hier der Beitrag der Abendschau vom RBB:

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Und dafür macht ihr so eine riesige Welle?

Ich liebe Fußball im Radio. Die Kommentatoren transportieren mit jedem Wort mehr Emotionen als hundert durchchoreographierte Kamerafahrten im Fernsehen. Das Radio gibt mir wirklich die Möglichkeit, genau so mitzugehen wie im Stadion selbst. Und natürlich verbinde ich ganz bestimmte Erlebnisse damit. Europapokalspiele wie das Elfmeterschießen zwischen Auxerre und Dortmund, die ich mit einem kleinen Radio unter der Bettdecke verfolgt habe und immer genau darauf achten musste, die Mittelwelle nicht zu verstellen.

Genau deshalb konnte ich den Riesenwirbel rund um das EM-Radio der ARD nicht verstehen. Die ARD zahlt viele Millionen für die Rechte. Dann sollen sie die eben auch richtig ausschlachten. Medienpolitik interessiert mich dann nur am Rande. Jedes Spiel live im Radio ist eine prima Sache. Dachte ich jedenfalls bis gestern Abend, als ich den eigenen Nachwuchs schlafen legen wollte.

Ein Kind bringt sich schlecht ins Bett, wenn der Vater nebenbei das Spiel Russland gegen Tschechien verfolgt. Also fix Kopfhörer ins Mobiltelefon gesteckt und die EM-Welle WDR Event angeklickt. Mein zukünftiger Rentenzahler nuckelt an seinem Tee und ich höre den Beginn des Spiels. Perfekt. Plötzlich ist die Übertragung unterbrochen und ich höre die Black Eyed Peas. Hey Ard, so war das nicht ausgemacht. Was folgte war ein kurzer Dialog mit der Sportschau:

Enttäuschung pur! So eine Riesenwelle und dann gibt es nur amputierte Liveberichte von den Spielen? Wer Musik hören will, schaltet doch nicht extra ein EM-Radio ein. Kai Pahl von allesaussersport.de hat mich dann noch komplett über das wahnsinnig innovative Sendekonzept des ARD-EM-Radios aufgeklärt.

Die Geschichte ging für mich gut aus, weil Russland gnädigerweise mit dem ersten Tor so lange gewartet hat, bis das kleine Kind eingeschlafen war.

Noch zwei Podcasttipps zur Europameisterschaft: