Nein, Michael Parensen hat kein Instagram-Profil. Das ist fake

Union gewann das letzte Spiel der Tingeltour zum Saisonabschluss mit 9:1 gegen Türkiyemspor (Spielbericht und Fotos auf der Union-Website).

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Teve331 – Braunschweig hätten auch wir sein können

Union gewinnt am letzten Spieltag 1:0 in Dresden und räumt am Tag danach die komplette Leitung der Profiabteilung vom Sportgeschäftsführer Lutz Munack über Sportdirektor Helmut Schulte bis hin zu Trainer André Hofschneider ab. Wir diskutieren diese Entscheidungen, die vom Verein aufgrund des enttäuschenden sportlichen Abschneidens in der Saison getroffen wurden.

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Fotos: Matze Koch

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Ein halbwegs versöhnlicher Abschluss einer verkorksten, katastrophalen Saison

Natürlich konnten die letzten beiden Siege die Saison nicht retten, sondern nur das Schlimmste verhindern. Und es ist nicht, als hätte man nicht auch gestern in Dresden gesehen, dass die Mannschaft sportliche Baustellen hat. Aber trotzdem hilft ein 1-0 in Dresden, mit einem etwas besserer Gefühl in die Sommerpause und die Aufarbeitung der Saison zu gehen. Diese Aufarbeitung darf deswegen aber natürlich nicht weniger stringent ausfallen.

Update von 15:30 Uhr: Diese Aufarbeitung hat im ersten Schritt ergeben, dass André Hofschneider nicht über das Saisonende hinaus Trainer sein wird, Lutz Munack in Zukunft nicht mehr für die Profiabteilung, sondern das Nachwuchsleistungszentrum und den Amateurfußball zuständig ist und die Position von Helmut Schulte als ‘Leiter der Lizenzspielerabteilung’ neu besetzt wird.

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Gleiche Antworten auf ungleiche Fragen

Union konnte bekanntermaßen das befürchtete Ausscheidungsspiel in Dresden vermeiden, während es Dynamo noch nicht gelungen ist, den Klassenerhalt zu sichern. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass Dresden auf Platz 16 oder 17 fällt, sind die Ausgangsbedingungen für beide also durchaus sehr verschieden.

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Eins der zentralen Themen des Spiels gegen Dresden: Neuhaus, Hofschneider und ihre gemeinsame Vergangenheit bei Union, Photo: Matze Koch

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Wie sieht Steven Skrzybskis Zukunft aus und was passiert eigentlich jetzt bei Union?

Bleibt er oder bleibt er nicht? Das ist vielleicht die emotionale Frage, die uns noch eine Weile beschäftigen wird. Wie sieht Steven Skrzybskis Zukunft aus? Die Ausgangslage ist klar: Vertrag bis 2020, allerdings mit Ausstiegsklausel bei kolportierter festgeschriebener Ablöse von 3,5 Millionen Euro. Wenn Dirk Zingler sagt, dass Steven Skrzybski für Union einen unbezahlbaren Wert hat, dann hat der Präsident recht und rechnet ein, was diese Identifikation mit Union bringt. Die kann sich Union, selbst wenn die Schatulle prall gefüllt wäre, nicht kaufen.

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Erleichtert. Aber das tolle Spiel gegen Bochum täuscht nicht über die Saison hinweg

Erleichterung. Das war das Wort, das vielleicht am häufigsten gefallen ist nach dem 3:1 gegen Bochum. Erleichterung, dass der größte anzunehmende Unfall in dieser Saison nicht Wirklichkeit geworden ist. Erleichterung, dass es kein Abstiegs-Endspiel in Dresden geben wird. Erleichterung, dass die Mannschaft eines der besten Spiele der Saison gezeigt hat. Mit Kampf, Willen, Einsatzbereitschaft. Erleichterung darüber, dass der Geist der Choreo zum 50-jährigen Jubiläum des Pokalsiegs von der Mannschaft auf dem Rasen mit Leben erfüllt wurde. Wir waren alle so erleichtert, dass wir gar nicht mehr weg wollten nach dem Spiel. Lieber im Biergarten sitzen und zusammen bleiben. Gemeinsam erleichtert sein.

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Teve329 – Die Geduld ist zu Ende

Union verliert 1:3 in Darmstadt und es ist mal Zeit, dass der Kragen platzt. Denn zwei Tage vor Saisonende ist der Klassenerhalt noch immer nicht sicher und die Maßnahmen des Vereins überzeugen nicht.

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Enttäuschung nach dem 1:3 in Darmstadt, Foto: Matze Koch

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Zentrale Probleme

Weil wir drüben auf Eiserne Ketten ein paar technische Probleme haben, gibt es mal hier die taktische Analyse zum Spiel am Nachmittag gegen Heidenheim, das Union mit einer Leistung auf gleichbleibend mittelmäßigem Niveau 1-1 spielt..

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31. Spieltag: 1. FC Union 1 – 1 Heidenheim – Peter Kurzweg wird mit seinem zweiten Startelf-Einsatz zum Heidenheim-Spezialisten

Überraschung

Auf Grund der Sperre von Marvin Friedrich, die eine Änderung der Startelf unvermeidlich machte, aber auch wegen Eigenheiten in Heidenheims Spielweise, war dies eines der Spiele, bei denen es im Vorfeld am schwierigsten war vorherzusagen, wie Union auflaufen würde. Mit einer Viererkette Friedrichs Position in der Abwehr schlicht wegfallen zu lassen war eine Option, oder besser zwei, denn der dort gesparte Spieler könnte in einer 433 Variante im Angriff, oder in irgendeinem 442 im Mittelfeld hinzukommen. Eine andere, ebenso variantenreiche, Option gaben Lennard Maloney und Micha Parensen: beide standen als möglicher direkter Ersatz für Friedrich bereit.

Doch die Aufstellung, für die sich André Hofschneider letztlich entschied, stand in keiner Vorschau, dafür aber in Person von Peter Kurzweg auf dem Platz. Der eigentliche Linksverteidiger Ersatz stand damit in dieser Zweitliga-Saison genau dann in der Startelf, wenn der Gegner Heidenheim hieß, aber nie als Linksverteidiger. Denn mit Kurzweg und wohl um die Defensive gegen Marc Schnatterer zu verstärken stellte Hofschneider auch das System um, auf ein 442 mit Raute, in dem Kurzweg links weiter auf dem Flügel spielte als Felix Kroos auf der rechten Seite.

Es steht sinnbildlich für André Hofschneiders Amtszeit im Ganzen, dass auch dieser Maßnahme nach nicht einmal zehn Minuten die Grundlage entzogen wurde, als Marc Schnatterer verletzt ausgewechselt werden musste. Kurzweg als zusätzliches defensivstarkes Element war nun weniger notwendig als zuvor, aber immer noch auf dem Platz. Es wäre aber unfair, die Probleme Unions, Offensivaktionen zu kreieren, an Kurzweg fest zu machen. Kurzweg hatte eine gute Aktion, als er Hedlund vor dessen Chance nach 24 Minuten gut Platz verschaffte und bediente. Es rechtfertigt aber andererseits seine Aufstellung auch nicht wirklich, auf die Chancen hinzuweisen, die er hatte und vergab. Davon gab es zwei, jeweils nach Läufen ins Sturmzentrum: ein Kopfball früh in der zweiten Halbzeit, und eine unsaubere Annahme eines Balles, den er besser Simon Hedlund überlassen hätte einige Minuten später unmittelbar nach der größten Chance von Heidenheim). Im Gegenteil: beide Aktionen wurden möglich, weil die Spitzen Hedlund und Skrzybski mit ihrem Tempo auf die Außen gehen und in der Mitte Räume öffnen, in die Mittelfeldspieler stoßen können. Aber die Eignung der Spieler in diesen Situationen zeigt sich eben (auch) in der Ausführung von, nicht (nur) der Beteiligung an solchen Aktionen. Kenny Prince Redondo traf aus einer Kopfballchance, die der von Kurzweg ähnlich sah.

Zentrales Problem

Immerhin waren diese Momente aber welche, in denen ein gewollter Mechanismus in Unions Offensivspiel funktionierte. Aus dem eigenen Spielaufbau heraus war das selten der Fall. Niemand hätte Arne Feick widersprechen können, als er nach dem Spiel sagte, Heidenheim habe das Spiel ohne Ball bis Mitte der zweiten Halbzeit gut kontrolliert habe: “Wir haben sehr, sehr wenig zugelassen, und Union ist auch nicht viel eingefallen.” Das lag auch daran, dass Union weiterhin keine Mittel hat, das eigene offensive Mittelfeld ins Spiel zu bringen.

Wo Zehner Dennis Daube Aktionen hatte, zeigt Unions Problem: nicht im Zehnerraum. Graphik von WhoScored.

Auf das Zurückfallen/Abkippen von Fürstner oder Kroos angesprochen sagte Marc Torrejón nach dem Spiel, es habe geholfen, sich aus dem Pressing der Heidenheimer Spitzen zu befreien. Das stimmt. Aber Heidenheims Pressing war nicht (durchgängig) so intensiv, dass diese Entlastung nötig gewesen wäre. Und wenn sie dazu führt, dass der Ball nur in ungefährlichen Räumen gehalten wird, hilft das dem Spiel insgesamt nicht. Denn wenn Fürstner und vor allem Kroos als zentrale Anspielstationen fehlten, führte das meistens dazu, dass Union über die Außenverteidiger weiterspielte. Es fiel Heidenheim dann recht leicht, auf Trimmel und Pedersen heraus zu schieben, sie an der Seitenauslinie zu stellen und Angriffe nicht wirklich entstehen zu lassen.

Mit diesen Problemen im Ballbesitzspiel kamen die vielversprechendsten Union Angriffe wieder zu Stande, wenn Bälle im zentralen Mittelfeld erobert und schnell nach vorn gespielt wurde, die ersten Aufbauphasen also weg fielen.

Wechsel

Nach dem positionsgetreuen Wechsel von Daube zu Gogia (der allerdings etwas mehr Aktionen im Zehnerraum hatte), wechselte Union mit der Einwechslung von Redondo und Philipp Hosiner das System, vor allem aber die Intensität und den Druck der Angriffsbemühungen, bei denen nun alle Offensiven deutlich aggressiver waren. Hosiner besetzte nun mit Hedlund das Angriffszentrum, Skrzybski den linken Flügel, während Redondo links zentraler spielte und so die Asymmetrie in Unions Spiel fortführte. Das in der entstehenden zehnminütigen Druckphase nur ein Tor fiel, war etwas unglücklich, insgesamt aber gerecht – Heidenheim hätte mit mehr etwas besser ausgespielten Kontern sehr gut auch öfter als nur ein Tor erzielen können.

Szene des Spiels

Die Doppelchance beider Mannschaften in der 53. und 54. Minute, als zunächst Trimmel den Ball nicht abschirmen konnte und Glatzel eine Großchance ermöglichte, dann Union über Kroos und Skrzybski konterte. Dass dabei wie auf der Gegenseite ein Verteidiger sich mittelmäßig geschickt anstellte, illustriert das Niveau des Spiels insgesamt, ebenso wie Kurzwegs Mangel an Übersicht und Ballkontrolle.

Treffen sich zwei Union-Kapitäne beim Berliner Fußballverband

Nachher um 13 Uhr beginnt das Spiel gegen Regensburg. Meine Erwartungen sind etwas gedämpft. Oder anders gesagt: Ich habe die Pfanne nicht mehr so heiß. Das liegt weniger daran, dass Präsident Dirk Zingler unter der Woche als vorrangige Aufgabe den Klassenerhalt ausgerufen hat (der Kurier nimmt das Thema noch einmal auf). Es liegt mehr an der Frage, dass ich mir gestern Abend mal angeschaut habe, wie Düsseldorf aktuell spielt. Und sie strahlten dabei diese Selbstverständlichkeit aus, die Union teilweise in der vergangenen Rückrunde zeigte. Und es ist diese Selbstverständlichkeit, die seit Monaten schon fehlt und die nicht einmal einmalige Erfolgserlebnisse zwischendurch in Gang bringen können.

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Teve323 – Es ist nicht so einfach

Union spielt 0:0 gegen FC Erzgebirge Aue. Vom unansehnlichen Spiel abgesehen diskutieren wir die Unmutsbekundungen während des Spiels und nach dem Abpfiff. Pfiffe, Rufe. Was sind die Ursachen und wie ist das mit den Grundsätzen der Unioner?

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