“Es reicht auch mal, wenn man dreckig gewinnt“

Es stimmt vieles nicht in dieser qualitativ vielleicht besten Union-Mannschaft aller Zeiten. Aber den Kampf und Willen kann ihr keiner absprechen. Auch nicht in wirklich schlechten Partien wie zuletzt in Braunschweig. Der 2:1-Sieg gestern gegen Sandhausen bot Ausschnitte von vielen Seiten, die das Team in dieser Saison gezeigt hat. Eine weiterhin beeindruckende Effizienz vor dem Tor beispielsweise. Union benötigte schon in der Hinrunde relativ wenig Möglichkeiten für eigenen Torerfolg, aktuell vor allem durch Steven Skrzybski der in einer beeindruckenden Form ist (teilweise völlig im Gegensatz zum Ergebnis-Trend). Ob der Ball zum 1:0 haltbar war? Ich war der Meinung, dass er ab dem Moment, als sich Skrzybski den Verteidiger etwas vom Hals geschafft hatte, nicht mehr zu verteidigen war. Dazu kommt, dass er sagte: “Ich wollte den Ball eigentlich auf die lange Ecke ziehen, habe ihn aber nicht mehr rumgekriegt.” Bei dem Tempo im Abschluss würde ich dem Torwart jedenfalls keinen Vorwurf machen.

Steven Skrzybski jubelt nach seinem Tor zum 1:0 gegen Sandhausen, Foto: Hupe/union-foto.de

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“Wer meint, dass Sandhausen Favorit ist, hat keine Ahnung von Fußball”

In den Aussagen von André Hofschneider vor dem Spiel gegen Sandhausen ging es gestern noch immer vor allem um die Niederlage gegen Braunschweig. Eine Erklärung für die schwache Leistung dort gab es dabei aber nicht zu hören. Dafür richtete Hofschneider Appelle an seine Mannschaft, sich am Wochenende anders zu präsentieren.

André Hofschneider schaut auf seine Mannschaft, Photo: Matze Koch

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Sandhausen steht dort, wo Union gerne wäre. Aber auch das ist nur eine Momentaufnahme.

Heute um 12.15 Uhr gibt es die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen. Die stehen da, wo sich Union lieber sehen würde, nämlich auf Rang 4. Allerdings hat das in dieser engen Zweiten Liga wenig zu sagen. Denn es sind ja nur 4 Punkte Abstand.

Screenshot: Kicker.de

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Die große Ratlosigkeit

Was ist eigentlich so schwierig an Unions gegenwärtiger sportlicher Situation? Wenn ich mir anschaue, was die Berliner Medien schreiben und was die Vielzahl an Kommentatoren gestern im Blog nach dem 0:1 gegen Braunschweig schrieb, dann würde ich sagen, das Schwierige besteht darin, dass das Problem nicht greifbar ist. Es gibt viele Erklärungsansätze. Aber es gibt nicht den offensichtlichen Punkt, an dem anzusetzen ist. Und ein bisschen fühle ich mich in eine Zeitschleife versetzt, aus der wir nicht herauskommen. Der Kurier sieht Union in der gleichen Lage. Die Mannschaft dreht sich im Kreis und wir sehen von außen mal gute, mal schlechte und sehr häufig uneindeutige Leistungen. Die gesamte Bilanz seit dem Trainerwechsel ist bisher katastrophal (die Morgenpost nennt die Bilanz von 5 Punkten aus 7 Spielen seit der Entlassung von Jens Keller). Aber und das ist auch klar, die Lage ist nicht hoffnungslos. Es ist nicht so, dass da eine orientierungslose Truppe über den Platz läuft. Und ich bin mir sicher, dass gegen Sandhausen der Rasen brennen wird.

Grischa Prömel, Toni Leistner und Sebastian Polter nach dem 0:1 gegen Braunschweig, Foto: Matze Koch

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Wenn du oben nicht weißt, wo du hin willst, brauchst du unten keine Entscheidungen zu treffen

Mir geht es in den aktuellen Diskussionen über Union zu sehr darum entweder alles zu verdammen, was war (“Ich habe schon immer gesagt, dass …”), oder alles einzureißen, was überhaupt da ist (“Zingler raus”, “Trainer raus”, “Sportdirektor kann nichts” und vor allem “die Spieler können alle gehen”). Nun halte ich das Herauslassen von Emotionen für sehr wichtig, auch für die eigene Gesundheit, aber sie sind gleichzeitig ein schlechter Ratgeber für strategische Entscheidungen. Und genau in dieser Phase befinden wir uns. Wenn also jetzt über mögliche Abgänge von Spielern diskutiert wird, wie beispielsweise im Kurier oder der BZ, mag das zwar richtig sein mit Blick auf die möglichen Konsequenzen der Saison, aber das ist erst Schritt zwei, oder Schritt drei aus meiner bescheidenen Außensicht.

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Teve317 – Das ist so ein grauer Labber

Union verliert 0:1 gegen Nürnberg und der Glasdeckel vom roten Panik-Knopf wurde schon zurückgelegt. Einigen Kommentaren nach kann der Button nicht schnell genug gedrückt werden. Uns geht es um die langfristigen Entscheidungen, die jetzt zu treffen sind.

Foto: Matze Koch

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Saisonziel verpasst. Aber jetzt werden Entscheidungen getroffen, die Unions sportliche Zukunft betreffen

Es gibt Redebedarf. Das ist überall zu merken. Ob alle aktuellen Diskussionen allerdings zielführend sind, weiß ich nicht. Das hat doch viel mit Dampf ablassen zu tun und vermeintlich einfachen Lösungen. Da wird aus einem Felix Magath auf der Tribüne gleich der neue Sportdirektor. Und Präsident Dirk Zingler solle endlich gehen. Wo sind wir denn? In Köln oder Hamburg? Also lasst uns mal tief durchatmen und dann die Dinge etwas sortieren.

Und außerdem: Wir gehen sowieso hin. Immer. Egal was. Weil es sich so gehört.

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Frustrierend, Freakig, Verloren

Dass eine Niederlage gegen Nürnberg Unions Saison in einem nicht besonders guten Zustand hinterlassen würde, konnte man sich ohne allzu viel Vorstellungskraft auch vor gestern Abend ausmalen. Die Weise, in der Union dann aber tatsächlich das dritte Heimspiel nacheinander verlor, war hochgradig frustrierend. Dieser Negativlauf warf die Frage auf, wann es das zuletzt gab, Hans-Martin aus dem Podcast Team hat die Antwort recherchiert:

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Freie Sicht für freie Szenen

In der künstlich verkürzten Jahresauftaktswoche – habt ihr die riesige Publicity-Welle für die zweite Liga unter der Woche mitbekommen? – geht es für Union heute mit dem nächsten Spiel gegen eine Mannschaft aus dem Spitzentrio weiter.

Am Beginn des Spiels gegen Nürnberg heute Abend wird das Stadion etwas anders und gewissermaßen leerer aussehen – und das nicht, weil gestern der Heimbereich noch nicht ausverkauft war. Sondern weil die aktive Fanszene in Anlehnung an die 12/12 Proteste vor ein paar Jahren zwar keinen Stimmungs- aber so etwas wie einen Atmosphärenboykott organisiert. Bis nach Ablauf der ersten 12 Spielminuten werden Fahnen weder geschwenkt noch an die Zäune gehangen werden, und wird es kein Trommeln geben, dass den Fangesängen den Takt vorgibt.

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Choreo mit Argumenten für Brandschutz in Kiel, Photo: Tobi/unveu.de

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Trainer André Hofschneider muss liefern

Angenehm kritisch, aber nicht unfair gehen die Berliner Medien mit dem Auftritt von Union beim 2:2 in Kiel um und lassen sich nicht nur vom Ergebnis leiten bei der Bewertung der Mannschaftsleistung. Das dürfte auch der Wind sein, mit dem in Zukunft zu rechnen sein wird, sollten die Ergebnisse unter Trainer André Hofschneider nicht stimmen. Weil es für eine Mannschaft, in die der Verein so investiert hat und die so viel individuelle Qualität mitbringt, nicht ausreicht gute Ansätze zu zeigen.

Danke für eure unterstützung unioner🙌🏽⚪️🔴

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