Teve171 – Arschbacken zusammenkneifen!

1:2 bei 1860 München verloren. Das passt ins Bild der letzten Wochen. Doch die Kartenstatistik weist Union mit 8:0 als Sieger aus. Nicht unumstritten. Schiri, verlieren können wir auch alleine. Dafür benötigen wir keine Unterstützung.

Foto: Koch

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Das Drama um die Allianz-Arena.

Der Löwen-Fluch genießt bei Unions Chef-Trainer Uwe Neuhaus höchste Priorität. Denn die Bilanz gegen den säumigsten Mieter der Allianz-Arena ist miserabel. Dreimal hingefahren und nicht einen mickrigen Punkt mitgenommen. Deshalb lud Neuhaus heute Co-Trainer Hofschneider und U23-Trainer Engin Yanova zum großen Krisengipfel ins Forsthaus.

(Uwe Neuhaus sitzt am Schreibtisch seines Büros unter dem Dach und raucht. Das Fenster ist angeklappt.)
Hofschneider: Zu Friedenszeiten hatten wir das Problem mit 1860 bei Union noch nicht.
Neuhaus (rollt die Augen): Zum Punkt, André. Wir machen uns doch total lächerlich, wenn das so weitergeht. Ständig ruft der Wolf von der Berliner Zeitung an und fragt, ob man nicht sagen könne, dass wir ein Problem mit der Abwehr haben. Ich traue mich schon gar nicht mehr, die Zeitung aufzuschlagen.
Hofschneider: Mit der Presse hatten wir zu Friedenszeiten auch keine Probleme.
Yanova (hustet): Trainer, ich mache mal das Fenster weiter auf.
Neuhaus (schließt das Fenster): Wer hier das Fenster öffnet, entscheide immer noch ich.
Hofschneider: Zu Friedenszeiten hatten wir hier überhaupt keine Fenster.
Neuhaus (zündet sich erneut eine Zigarette an): Ich brauche eine kreative Lösung. Los, Leute! Denkt nach!
(Hofschneider holt eine Packung Karo aus dem Campingbeutel und fängt auch an zu rauchen)
Yanova: Wenn wir gegen die im Grünwalder Stadion spielen würden, klappt es bestimmt. Wir müssen die nur aus der Allianz-Arena rausbekommen.
Neuhaus: Jungs, ich habe eine Idee. Wenn wir die aus der Allianz-Arena rauswerfen, können die dort nicht mehr spielen und müssen ins Grünwalder. Das alte Ding liegt uns bestimmt. (Er springt auf, öffnet die Tür und ruft Nico Schäfer, den kaufmännisch-organisatorischen Leiter der Lizenzabteilung.)
Schäfer (betritt energisch den Raum und ruft): Uwe, Du bist gefeuert!
Neuhaus: Was?
Schäfer: Scheeeeerz! Weißt Du noch damals in Essen? Das waren noch Zeiten!
Neuhaus (zündet sich wieder eine Zigarette an): Nico, wir brauchen Anteile an der Stadiongesellschaft in München, damit wir 1860 den Mietvertrag kündigen können.
Schäfer: Der Wurst-Uli entlässt keine solventen Mieter. Seit 1860 den Scheich hat, brauchen wir mit unseren Alu-Chips gar nicht erst nach München zu trampen.
Neuhaus (zündet sich wieder eine Zigarette an): War halt so eine Schnapsidee von dem Yanova. Okay, Nico. Kannst Dich weiter um den Verkauf von Jérôme Polenz kümmern.
(Schäfer geht ab.)
Hofschneider: Zu Friedenszeiten gab es Scheichs nur beim Kinderfasching der BSG Turbine EKB Treptow.
Neuhaus (zündet sich wieder eine Zigarette an und redet mit sich selbst): Vielleicht hat der Wolf doch Recht und ich sollte mir die Gegner mal vorher persönlich ansehen. Vielleicht klappt es ja dann bei den Löwen…
Yanova (röchelnd): Vielleicht einfach nicht mehr mit der besten Mannschaft antreten und stattdessen eine teambildende Maßnahme durchführen.
Neuhaus (bläst Yanova den Rauch ins Gesicht): Ich hab es! Wir treten einfach nicht mehr mit der besten Mannschaft an.
Hofschneider: Zu Friedenszeiten hätte es das nicht gegeben.
Neuhaus (zündet die komplette Zigarettenschachtel an): Ich verfüge hiermit. Ab jetzt spielt gegen 1860 nur noch unsere U23. (Zu Yanova) Ihr werdet zwar dadurch nicht Tabellenführer in der Oberliga bleiben, aber Du sollst ja auch ausbilden und nicht erfolgreich sein. Den Rest erklärt Dir unser Zonen-Scout.
Alle Profis fahren mit dem Co-Trainer nach Ahlbeck. André, Du kennst den Weg ja noch aus Friedenszeiten. Ich komme mit einem Modell der Allianz-Arena nach, die Tusche als teambildende Maßnahme alleine maßstabsgetreu am Strand nachbaut. Nee, doch ohne Modell. Zeit zum Ansehen des Stadions hatte er beim letzten Spiel ja genug. (Welterobererlachen. Vorhang.)

Teve029 – Schlusspunkt

München war wunderbar. Ein Teil der ungefähr 3000 mitgereisten Unioner vergnügte sich in Erding beim ehemaligen Mannschaftskapitän Sebastian Bönig auf dem Treffen der Exil-Unioner. Das Treffen war ein kurzes Thema im Podcast, wobei es da vor allem um das Verständnis von zu Hause und Heimatgefühl geht. Viel mehr Zeit wird dem Spiel gewidmet, das gar nicht wunderbar war, und der Frage, ob Trainer Uwe Neuhaus doch dem einen oder anderen Spieler die Chance auf einen Abschied geben wollte. Außerdem wurde der TSV 1860 betrachtet und die Wirkung, die der Verein im Stadion in Fröttmaning hinterlässt. Eine Art negatives Beispiel für Union. Und es wird zur schönen Gewohnheit, dass auch hier wieder ein Freud'scher Versprecher versteckt ist. Wer ihn findet, bekommt ein Getränk ausgegeben. Der erste Kommentar gewinnt.
Im Podcast sind jeweils kurze Audiosequenzen des Berichtes von AFTV über das Fantreffen in Erding enthalten. Darunter ein Ausschnitt des Interviews von Christian Arbeit mit Sebastian Bönig.

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Gastfreundlichkeit

Das letzte Spiel des Jahres führt den 1. FC Wundervoll in ein Stadion, dass noch nie einen richtigen Namen besaß und auch nie Stadion genannt wurde. Wie bei einigen anderen Spielstätten, die nicht mehr Stadion sondern Arena heißen wollen, hat sich auch die Betreibergesellschaft in München für ein Kartensystem zur Bezahlung entschieden: Die Arena-Card. Der Vorteil für den Betreiber liegt auf der Hand. Die gesamte Abrechnung muss nicht mehr mit Bargeld durchgeführt werden, sondern kann durch elektronische Kassensysteme erfolgen. Ein Vorteil für den Besucher ist nicht zu erkennen. Für den Gästeanhänger erst recht nicht. Der darf sich vorher die Karte holen und muss es nach dem Spiel so organisieren, dass er die Karte wieder zurückgeben kann.

Um die Gästefans allerdings nicht allzusehr gegen sich und sein Kartensystem aufzubringen hat der Betreiber folgenden Hinweis veröffentlicht:

Hinweis für Gästefans: Speisen und Getränke dürfen im Gästesektor nicht in den Block mitgenommen werden.

Das erinnert an die sowjetische Variante des Verkaufs von Kwas oder Bier aus Kübeln auf Rädern. Damals hing am Kübel ein Becher, aus dem jeder das Getränk in einem Zug leerte. Der Becher wurde ausgewischt und danach war der nächste dran.

Bild: hanszinli

Zusätzlich kam als Information vom gastgebenden Verein, dem TSV 1860 München, noch folgende Verbotsliste:

Folgende Fanutensilien sind in der Allianz ARENA nicht erlaubt:
• Große Schwenkfahnen (auch nicht mit Fahnenpass) über 150 cm
• Doppelhalter, Megaphone
• Blockfahnen
• Rucksäcke, Obst
(Rucksäcke können am Gäste-Eingang abgegeben werden, sind während des Spiels beaufsichtigt und können nach Spielende wieder abgeholt werden.)

Es ist nicht davon auszugehen, dass kein Obst mitgebracht werden darf, damit im Stadion Obstsalatbecher verkauft werden können. Zynisch könnte von einer Lex Oliver Kahn gesprochen werden. Was auch immer der Hintergrund ist: Gastfreundschaft sieht in jedem Fall anders aus.