Abschied von Damir Kreilach: Taschentücher nicht vergessen!

Ich habe mir gerade das Abschieds-Interview mit Damir Kreilach auf AFTV angesehen und bin ganz bei Nadi, die schreibt:

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Union zwischen Konzentration und Kopf frei kriegen

Die wichtigste Nachricht des Tages: Heute ist Training, denn der trainingsfreie Tag wurde gestrichen. Das kann man sehr unterschiedlich interpretieren, von “Zügel anziehen” (BZ) bis hin zu “es meckert keiner” (Kurier). Zwischen Konzentration und Kopf frei kriegen hat auch alles seine Berechtigung. Fakt ist auf jeden Fall, dass wir uns das Training nicht anschauen können, weil es unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Vielleicht hilft es ja, um wieder den einfachen Ball zu spielen.

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Teve298 – Sebastian Polter kann mit seinem Hintern sehr raumgreifend sein

Union gewinnt am ersten Spieltag 1:0 in Ingolstadt. Wir schauen uns an, ob wir aus dieser Partie schon etwas für die Saison ableiten können. Außerdem diskutieren wir über die neuen Regeln bei der Kartenvergabe.

Screenshot: AFTV

Der Name, der mir zwischendurch nicht eingefallen ist, war Achim.

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Wahnsinnstor von Christopher Trimmel, aber der Jubel … 😂😂😂

Ich habe gestern etwas gehadert beim 1:0 in Ingolstadt. Zuerst mit Union, die in den ersten 20 Minuten wahnsinnige Probleme hatten, überhaupt in die Zweikämpfe zu kommen. Dann mit Ingolstadt, deren Einsteigen immer sehr knapp an der Grenze war zwischen einfachem Foulspiel und Verwarnung. Und dann mit Schiedsrichter Sascha Stegemann, der bei möglicherweise spielentscheidenden Situationen nicht sehr glücklich handelte. Dass Union mit 3 und Ingolstadt mit 0 Gelben Karten aus dieser Partie ging, ist für mich ein Witz.

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Leistner angeschlagen. Schönheim auch. Das wäre der perfekte Zeitpunkt einen neuen Innenverteidiger vorzustellen.

Bevor wir uns gedanklich Richtung Kärnten begeben, bleiben wir erst einmal hier in Berlin und Umgebung. Wir waren gestern zu Besuch bei einem Freund in Bernau. Grillen und quatschen. Oberstes Thema: Bleibt Toni Leistner oder bleibt er nicht? Keine Sorge, wir wissen es nicht. Aber die Frage bewegt die Gemüter. Ebenso wie das Thema Dauerkarten und die Verknüpfung mit der Mitgliedschaft ab der nächsten Saison (übrigens wurden 11.266 der 11.500 verfügbaren Dauerkarten verkauft).

Das sind aus meiner Sicht weiter die emotionalsten Themen. Und während wir so sprachen, stellten wir alle fest, dass es ja schön und gut ist, dass Mitglieder Dauerkarten bekommen und Mitglieder ohne Dauerkarte das Vorkaufsrecht auf 1 Tageskarte haben. Aber niemand von uns wusste, wie viele Karten wir im freien Verkauf kaufen dürfen. Wieder so eine kleine Information, die Union noch nicht rausgerückt hat.

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Über allen Ticketentscheidungen steht: Jedes Mitglied soll eine Karte bekommen können

Nachdem ich gestern so gemosert habe, dass Union die neuen Regeln für die Kartenvergabe nicht transparent macht, muss ich natürlich auch schreiben, wenn sie es machen. Denn gleich zwei Mitteilungen veröffentlichte der Verein gestern zu dem Thema. Die erste Mitteilung betrifft den Verkauf von Tageskarten:

Mit Start der neuen Spielzeit sind folgende Hinweise zum Kartenvorverkauf der Eisernen zu berücksichtigen:

– Union-Mitglieder ohne Dauerkarte haben in einem Zeitraum von mindestens drei Tagen ein exklusives Vorkaufsrecht für 1 Karte pro Spiel.

– Der exklusive Vorverkauf startet in der Regel online sowie im Union-Zeughaus Waldseite ab 11 Uhr und endet am letzten Tag des Vorkaufsrechts um 24:00 Uhr.

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Wir sollten alle viel deutlicher machen, welchen Fußball wir wollen

Es wäre jetzt billig, den geplanten Protest beim Auswärtsspiel in Leipzig (der Kurier bezeichnet den Protest schon als Tradition) als “bringt ja eh nichts” einfach abzutun. 15 Minuten sollen die Ränge des Gästeblocks im Zentralstadion zu Anpfiff leer bleiben. 15 Minuten, die zeigen sollen, was passiert, wenn das Projekt Red Bull in Deutschland Vorbild für eine ganze Bewegung an Klubs wird, und die Liga zu einer seelenlosen Veranstaltung verkommt. Wobei wir in Deutschland vielleicht auch ohne Red Bull schon auf einen Weg dorthin sind, wenn ich die “Zukünftige strategische Ausrichtung der Bundesliga” zur Erhöhung ihrer Einnahmen und zur Minimierung ihrer Risiken richtig deute. Initiiert vom sich selbst als Malocherklub bezeichnenden FC Schalke 04.


Foto: Matze Koch

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Teve234 – Das ist ein gelöstes Problem

Union gewinnt mit dem neuen Trainer Sascha Lewandowski 3:0 in Karlsruhe. Wir diskutieren ausführlich die Veränderungen, die das im Spiel brachte und sind vielleicht etwas zu begeistert. Das reißen wir dann hinten mit überzogener Meckerei über das Online-Ticketing und den Telekomtrailer vor jedem Clip bei AFTV wieder ein.


Foto: Matze Koch

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Teve228 – Gesprächsbedarf schon nach dem 2. Spieltag

Wir hatten nach dem 3:4 in Sandhausen so viel Redebedarf, dass wir uns mitten in der Woche zu zweit zur Gesprächstherapie verabredet haben. Wir sprechen zudem noch über AFTV und machen ein Rollenspiel als Presseprecher und Präsident.


Foto: Matze Koch

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Das 3:4 in SandhausenSkyGo nervt mit der WerbungWarum ist AFTV so wie es jetzt ist und wie könnte es anders aussehen?Ligaticker 2015Das Dach von Union FürstenwaldeWas passiert mit den vielen angekündigten Testspielen?.

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Ludwig Götze: Der unsichtbare Dritte

Die Bild stellt vor, wer mit wem in Konkurrenzkampf gehen wird, der Kurier erzählt die Geschichte des Sportinvaliden und Ex-Unioners Dustin Heun und AFTV fasst den ersten Tag der Reise nach Bologna zu den neuen Trikots zusammen.

Steffis Text über Ludwig Götze, den Mann an der Kamera bei AFTV, erschien zuerst im Oktober 2012 im Köpenicker Magazin Maulbeerblatt.

Volles Haus, ohrenbetäubender Lärm, dicht an dicht stehen die Unioner auf den Rängen. Unten an der Seitenlinie wartet Ludwig Götze. Konzentriert, aufmerksam. Er wird gleich auf den Rasen laufen. Alle werden das sehen, niemand wird es bemerken. Ludwig führt die Kamera, die Stadionsprecher Christian Arbeit auf dem Weg zum Mittelkreis begleitet.


Foto: Stefanie Fiebrig

Unten gibt Christian die Mannschaftsaufstellung durch, oben begrüßt das Publikum seine Fußballgötter. Spürbar ist die Vorfreude, aber auch die Anspannung vor dem Spiel. Nur Ludwig ist die Ruhe selbst. Zumindest sieht es so aus.

„Ich bin an Spieltagen immer aufgeregt. Da stehen 20.000 Leute, wo ich sonst alleine bin!“ Ludwig ist mindestens einen Kopf zu groß, als dass man ihn übersehen könnte. Auch sein Arbeitszeug ist nicht eben winzig. Dennoch besitzt er die Fähigkeit, sich komplett unsichtbar zu machen. Selbst dann, wenn er mitten auf dem Rasen herumläuft. Alle Blicke richten sich auf den Kollegen neben ihm, und genau so soll es sein.

Ludwig filmt und produziert seit 2010 Videos für AFTV, den vereinseigenen Videokanal des 1.FC Union. Interviews sind dabei, Fantreffen, Trainingslager, oder vor kurzem erst der Derbykartenverkauf. Seine „Visitenkarte“ war 2010 das Video zum Testspiel gegen Vitesse Arnheim.


Foto: Matze Koch

Die Spieler kommen aus dem Tunnel. Anpfiff. Die Spielszenen gehören dem Fernsehen, Ludwig hat Sendepause. Eine Zeitlang hat er während des Spiels Fanvideos gedreht. Am liebsten vom Kamerastand unter dem Dach aus, auf der Gegengerade. „Der normale Mensch denkt sich, es ist wahrscheinlich langweilig da oben. Ich kann mich an das 3:3 gegen Osnabrück erinnern, bei dem Santi Kolk nach mehreren Versuchen doch noch zum Ausgleich getroffen hat. So eine Explosion von oben zu mitzukriegen, von einem Meter drüber, ist richtig cool.“

Ludwigs Bilder sind kraftvoll, lebendig und nah am Geschehen. „Glattgebügelt TV-mäßiges“ will er nie machen müssen. „Mit der Handkamera kriegt man, wenn man die ruhig hält und vernünftig bedienen kann, einen Style hin, der anders ist.“ Das Stativ packt er nach Möglichkeit gar nicht erst aus.

„Ich will, dass man im Hintergrund sieht, was los ist. Deshalb finde ich es besonders schön, dass man bei uns im Stadion aus der Ecke heraus filmt, weil man immer noch ein ganzes Stadion im Hintergrund hat. Da gibt der Trainer ein Interview, auf der anderen Seite räumt irgendeiner ein Kabel weg, auf der Anzeigetafel steht das Ergebnis. Im Idealfall hast Du noch Markus Babbel, der in der Alten Försterei gerade nur 1:1 gespielt hat, und der ganze Block dahinter hüpft.“ So entstehen authentische Bilder, wie man sie in Zeiten der Fifa-Werbeästhetik kaum noch kennt.


Foto: Matze Koch

Der aufwändigste Teil seiner Arbeit ist aber nicht das Drehen an sich. Es ist eher der Umgang mit den Menschen, die er filmt. Die Kamera ist ein Fremdkörper, der zunächst einmal stört. „Fußballfans sind argwöhnisch dem Kameramann gegenüber, die wollen wissen: Was macht der da? Warum ist der dabei?“ Bei den Spielern ist es ähnlich. Dass man faktisch für den gleichen Verein tätig ist, ändert nichts daran.

„Spieler sind durch die Medienwelt noch ganz anders geprägt als die Fans. Die nehmen mich, gerade wenn es Neuzugänge sind, nicht unbedingt sofort als Mitglied ihres Teams wahr, für die bin ich natürlich immer noch der Kameramann. Dann ist es erstmal wichtig, nicht den großen Macker zu machen und selber im Vordergrund zu stehen.“


Foto: Matze Koch

Egal ob Fans oder Spieler, Ludwig will die Menschen so zeigen, wie sie wirklich sind. „Solange es gestellt ist, die Leute in die Kamera kucken oder mit der Kamera Quatsch machen, ist das vielleicht einen kurzen Moment lang lustig, aber nicht nachhaltig für das Bild.“ Also muss er sich Vertrauen erarbeiten, eine Gesprächsebene finden und geduldig sein, bis sich alle wieder natürlich bewegen. Wenn das Eis gebrochen ist, sagt er, ist es relativ einfach. „Bei Union fliegen einem die Geschichten eigentlich zu.“ Die gilt es gut einzufangen.

Kurz vor Abpfiff. Wenn für alle anderen die Arbeit getan ist, geht es für ihn noch einmal richtig los. Wieder runter zum Spielertunnel. Jetzt werden die Interviews gemacht. Danach ist Pressekonferenz. Anschließend wird geschnitten. Wenn das alles fertig ist, gehört ihm das Stadion schon wieder fast alleine.