“Wenn wir unsere Herkunft verleugnen, ist das der Anfang vom Ende”

Langsam können wir durchatmen. Der Hype um Union flaut dank Länderspielpause etwas ab. Aber nur etwas, wenn wir schauen, wie bei Bild das Testspiel von Union heute angekündigt wurde:

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“Aufstieg jetzt!” als Unterrichtsfach

Union hat gestern bei Stephan Fürstner die Option für ein weiteres Jahr gezogen (Vereinsmitteilung). Damit bleibt der defensive Mittelfeldspieler bis mindestens Sommer 2018 bei Union. Einen kurzen Text dazu gibt es beim Kurier.

Mich beeindruckt bei Stephan Fürstner vor allem, welch ein riesiger Unterschied zwischen seiner ersten Saison bei Union und der aktuellen Spielzeit liegt. Im ersten Jahr hat er, obwohl quasi der Königstransfer im Sommer 2015, fast keine Rolle gespielt. Und jetzt ist er überhaupt nicht wegzudenken aus dem Mittelfeld.

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Von mir aus könnte es jetzt gleich richtig losgehen

Heute um 15.30 Uhr beginnt das letzte Testspiel vor Saisonstart. Und zwar im Stadion mit allem drum und dran (Infos zum Rahmenprogramm auf der Union-Website oder beim Kurier). Das Rahmenprogramm für die Großen startete ja bereits gestern Abend:

Twitter: @DieEisernen

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Pimmelpropeller: Geros ungekürzte Antworten für das 11Freunde-Sonderheft

Die 11Freunde haben uns für ihr Saison-Sonderheft Fragen zugeschickt, die dieses Jahr Gero beantwortet hat. Da nicht alles ins Heft gepasst hat, bekommt ihr hier alle Fragen und Antworten komplett ungekürzt.

Fragebogen
Bundesliga-Sonderheft / 11 Freunde 2015/16
2. Bundesliga

Ausfüller: Gero Langisch
Das ist mein Blog: textilvergehen.de
Darum muss man meinen Blog lesen: Mama hat immer gesagt: “Müssen muss man nur auf Klo.”
Verein: 1. FC Union Berlin


Foto: via Gero Langisch

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Teve176 – Auf der Flucht nach oben

Union gewinnt 2:0 gegen den FSV Frankfurt. Bei uns fliegen trotzdem keine Sektkorken. Denn angesichts der möglichen Aufsteiger aus der 3. Liga kann man die Zielsetzung Bundesliga bei Union auch als Flucht nach oben bezeichnen. Wer Kinder mag, kommt in dieser Folge übrigens voll auf seine Kosten...

Foto: Koch

On Air:

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Intro

00:00:00

Torsten Mattuschka (FE), 39. MinFabian Schönheim (Torsten Mattuschka), 76. Min„So ist Fußball“ Sören Brandy Brandy bei AFTV.

Begrüßung

00:01:08

Gero macht die Tür zu.

Das 2:0 gegen den FSV Frankfurt

00:01:44

FSV Frankfurt hat noch nie in der Alten Försterei getroffenDer bisherige Kapitän legt dem zukünftigen Kapitän das Tor aufAls spielstarke Mannschaft trifft man auf sehr defensiv eingestellte Teams. Beispiel: Kaiserslautern verlor am Wochenende gegen Aaalen 1:2Kaiserslautern-Podcast: Betze Mer PaggensUnion hat ein Problem vor dem TorZlatan Ibrahimovic hat das, was Unions Stürmern fehltVerteidiger Mario Eggiman erfindet „Schönheiminho“Abdallah Gomaa macht sein erstes Spiel und haut bei Facebook alle Fotos von seinem Einsatz rausZweikampfstatistik 51 Prozent zu 49 ProzentTusche trägt Plautze.

Gero war in der Loge

00:20:26

Logenpreise bei UnionPerfekter Blick auf das gesamte SpielEinmal VIP bei Union sein (Katalog)Stimmung ist etwas mauer, dafür hört man das gesamte StadionGero liebt die Uhlsport-JackenWer schaut im Stadion das Spiel auf Monitoren?Plätze reservieren im VIP-Speisesaal funktioniert wie in der Oper oder im Theater.

Aufstieg jetzt oder Flucht nach oben

00:32:29

Die kurze Auswärtsfahrt nach Cottbus fällt in Zukunft wohl flachDie neuen Aufsteiger: Heidenheim, Rasenballsport, Wehen-Wiesbaden11Freunde-Titelgeschichte: Der große Red Bull BluffSV Wilhelmshaven gegen die FifaKlubs wie Wolfsburg, Leipzig oder Hoffenheim können wie sozialistische Betriebe nie pleite gehenHertha-Investor KKR ist kein Mäzen.

Nächstes Spiel beim FC St. Pauli

00:38:37

Auf oder in St. Pauli?Flutlichtmasten im Millerntorstadion kommen im Sommer wegAuswärtsfahrten bei St. Pauli sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Outro

00:40:07

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Sonderheftsonderkritik

“In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das Gleiche”, soll Hans Meyer gesagt haben. Und zu keinem Zeitpunkt hat er mehr Recht als zum Saisonstart. Trainingslager, Transfers, Fehlstarter und Durchstarter. Überraschung ist etwas anderes. Dazu die Sonderhefte. Mit Spielern auf Mannschaftsfotos, die beim Erscheinen schon woanders untergekommen sind. Zu den Sonderheften gehört natürlich dann auch wie jedes Jahr Sonderheftkritik. Einen Abgesang auf die Sonderhefte, dem ich mich nur anschließen kann, hat Kai Pahl bei allesaussersport.de geschrieben.

Sportbild, Kicker und 11Freunde

Darum setze ich mal bei den drei Klassikern unter den Sonderheften den Schwerpunkt etwas anders. Wie nimmt der zukünftige Rentezahler im Haushalt die Hefte auf? Da haben Sportbild und Kicker ganz klar die Nase vorne. Das Kaufargument für den Kicker ist die Stecktabelle, die an die Kinderzimmertür gepappt gehört. Als zusätzliche Quengelware gibt es dieses Mal noch Aufkleber von allen Erst- und Zweitligateams. Verklebt wurden fast alle. Sogar Hoffenheim. Nur Energie Cottbus schaute in die Röhre. Wichtig für das zahlenverrückte Kind ist die Kaderübersicht mit der Angabe von Gewicht und Körpergröße. Der absolute Liebling ist Schalkes dritter Torhüter Lars Unnerstall. 100 Kilogramm verteilen sich auf 1,98 Meter.

Die Sportbild ist Pflichtprogramm. Allerdings hat sie kaum Mehrwert. Keine Gewichtsangaben. Körpergröße Fehlanzeige. Allerdings ist sie immer als erste im Handel. Das einzige Kaufargument.

Das sogenannte Sonderheft der 11Freunde gleitet kaum beachtet durch die Hände des Juniors. Hängt vielleicht mit der arg rückwärts gerichteten Retro-Berichterstattung zusammen, die einen Siebenjährigen als Zielgruppe klar verfehlt. Das Titelbild kommt richtig gut an. Allerdings vor allem wegen der Star Wars Optik. Ist gerade das Non plus ultra auf dem Schulhof. Mario Gomez (O-Ton Junior: “Die Pfeife!”) als Prinzessin Leia kommt auch ganz gut. Männer in Frauenkleidern eben. Das kleine Beiheftchen wird durchgeblättert. Die Autos sind ganz interessant. Einen Zusammenhang zwischen den Autos und den Fußballklubs kann das schlaue Kind aber auch nicht finden.

Lokale Helden

Die Fußballwoche ist die einzige Zeitschrift, die so etwas wie tiefere Berichterstattung bietet. Jedenfalls zu Berliner Mannschaften. Lange Interviews mit den Vereinspräsidenten von Hertha und Union, eine detaillierte Vorstellung der Neuzugänge und eine kurze Darstellung der Saisonaussichten. Alle anderen Teams, die nicht irgendwie das Verbreitungsgebiet Neufünfland haben, werden auf Zugänge, Abgänge, Kader und Adresse eingestampft. Konzentration auf das Wesentliche. Da ist es egal, ob es sich um Borsussia Dortmund oder Paderborn handelt. Die weiteren Ligen werden intensiv beleuchtet. Bis zur Kreisliga C 4. Abteilung. Überraschendes gibt es auch hier nicht, aber dafür wieder solides Handwerk auf 186 Seiten.

Natürlich gibt es noch die herrlichsten Mannschaftsbilder, die man sich wünschen kann. Wo die 11Freunde ins Archiv stiefeln, schöpft die Fußballwoche aus dem reichhaltigen aktuellen Fundus. Die Spieler des FC St. Pauli schauen alle in eine andere Richtung, der VFC Plauen sitzt in den Hartplastikschalen auf der Tribüne, während der VfB Oldenburg es mit Längs- und Querstreifen auf dem Bild versucht. Den Vogel schießt RB Leipzig mit dem Mannschaftsfoto im neuen Bahntunnel ab. Der von mir hochgeschätzte Perry Bräutigam, momentan Torwart-Trainer in Leipzig, muss sich allerdings etwas an die Röhre schmiegen, damit es passt. Die finanzielle Not von Carl-Zeiss Jena mag man daran erahnen, dass sich Bäcker Scherer aus Zeulenroda, Sponsor und Fan, mitten ins Mannschaftsbild stellen durfte. Die Fußballwoche – irgendwie schrullig. Passt zu Berlin.

Über den Tellerrand

Sonntagmorgen. Rührei mit Schinken. Frische Brötchen. Kaffeeduft dringt durch die Küche. Perfekt. Fast jedenfalls, denn es fehlt die Zeitung. Ohne Zeitung ist es kein Sonntagsfrühstück. Lächelt sie und schiebt ein Magazin zum Teller rüber. Titelgeschichte: “Fußball und Drogen – Das Spiel im Rausch”. Der Ballesterer.
Das Magazin kommt angenehm unaufgeregt herüber und zeigt in der klaren Gestaltung, dass die Inhalte vorgehen. Schöne Bilder gibt es trotzdem zu bewundern. Das hebt es von anderen Magazinen wie den 11Freunden ab. Auch, dass die Titelgeschichte über mehrere Artikel ausgebreitet wird: Vom Spielbesuch und dem damit einhergehenden Drogenkonsum, über die englische Hooligan- und Raveszene der 80er Jahre bis hin zum Portrait eines alkoholkranken Spielers. Weiter geht es in der Rubrik “Spielfeld” mit vielen internationalen Artikeln. Im “Fansektor” kommt auch der 1.FC Wundervoll zu seiner Doppelseite.

Ballesterer

Der Ballesterer kommt aus Österreich. Und es macht ihn sehr sympathisch, dass diese Herkunft spürbar ist. Er widmet sich auch unterklassigen österreichischen Klubs und hat eine kritische Distanz zum Gebahren der Herren Mateschitz und Stronach im österreichischen Fußball. In erster Linie bleibt der Ballesterer aber ein internationales Magazin. Die speziellen Fußballbegriffe sind am Anfang ungewöhnlich, heben sich jedoch wohltuend vom hierzulande gewohnten Sportspracheinheitsbrei ab.

Den Ballesterer gibt es auch in Deutschland im Zeitschriftenhandel oder im Abo.