Micha Parensen hätte Union fast verlassen

Urs Fischer hat gestern über Carlos Mané die üblichen Dinge gesagt: Dass er sich gut präsentiert habe. Dass es helfe, dass er die Liga schon kennt. Aber auch, dass er noch Zeit braucht, die Automatismen zu lernen. Etwas aufhorchen ließ aber, dass der Trainer auch sagte, dass Mané “doch schon recht gut Hochdeutsch spricht.” Der Schweizer Fischer meint damit wahrscheinlich nur deutsches Deutsch im Unterschied um Schweizer Dialekt. Aber vielleicht wollte er auch betonen, dass sich Mané in Stuttgart keine württembergische Mundart zugelegt hat. Wir werden versuchen, das am Donnerstag zu beobachten.

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Guten Tag, mein Name ist Sebastian Polter, und ich bin hier, um Ihren Strafraum anzuzünden!

Heute gibt´s mehr Bilder als sonst. Nicht nur, weil mehr einfach mehr ist – sondern vor allem deshalb, weil Sebastian und Daniel sich Verteidigerfotos gewünscht haben. So´ne schöne Defensive, und nie gibt´s Bilder davon. Das kann natürlich nicht so bleiben. Jetzt haben sie genug Material für einen Christopher-Lenz-Dia-Vortrag. Weil am Ende aber Grischa Prömel und Sebastian Polter kurz mal alles abgefackelt haben, was rumstand, ufert es in eine Bilderflut aus. Zu Recht, wie ich finde.

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Marc Torrejons zentrale Rolle in der Abwehr steht ihm gut

Das letzte Spiel, das Union nach Braunschweig führte, stand noch unter ganz anderen Vorzeichen. Die Morgenpost erinnert uns noch einmal an die Zeit zum Ende der vergangenen Saison, als Union in Braunschweig die Chance auf die Relegation verspielte. Ich empfinde diesen Gedanken momentan als nicht hilfreich, weil er natürlich davon ablenkt, worum es heute geht. Nicht mehr das große Ziel vor Augen oder die Angst, es zu verspielen. Es geht darum, weiter so griffig in den Zweikämpfen zu sein und defensiv aufmerksam zu sein. Für Union geht es nicht mehr um Saisonziele, sondern darum kleine Schritte zu machen. Sich weiter Selbstsicherheit zu holen und dem Gegner den Glauben daran zu rauben, gegen Union gewinnen zu können. Ob am Ende doch noch was dabei rausspringt im Sinne von Aufstiegsplätzen, liegt definitiv nicht allein in den Händen der Mannschaft.

Marc Torrejon beim Training am 07.02. 2018, Foto: Matthias Koch

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Die Top 5 der besten Urlaubsfotos

Heute um 13 Uhr geht es los mit der Vorbereitung auf die Rückrunde. Wie immer gab es für die Urlaubszeit Trainingspläne für die Spieler (Details in Bild/BZ und Kurier). Am Samstag startet um 14 Uhr der erste Test beim SV Babelsberg (Morgenpost). Doch was wird uns neben den reinen sportlichen Ergebnissen in den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen?

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Voller Zuversicht nach Süden

Fußballfans haben ja traditionell eine, manchmal ungesunde, Mischung aus ausgeprägtem Kurzzeitgedächnis und mindestens ebenso ausgeprägtem Verdrängungsimpuls. Wenn das bei Fußballfans schon so ist, kann man sich ja vorstellen, wie sehr das erst Union-Fans betrifft. Jedenfalls schiebe ich darauf meine seit zwei Tagen wachsende Zuversicht, was das Spiel in München gegen 1860 angeht. Vielleicht können wir nächste Woche ja dann mal drüber reden, dass die Zuversicht gerechtfertigt war.

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Die innere Sommerpause

Ich fühle mich so wie das Relegationsspiel gestern Abend zwischen Kiel und 1860. Irgendwie leer. Das einzige, worauf ich warte, ist Klarheit beim Thema Sebastian Polter.

Ansonsten bin ich innerlich auch schon in der Sommerpause. Das Pokalfinale wird durch Wolfsburgs Teilnahme so attraktiv wie ein Zahnarztbesuch. Da können noch so viele Autos mit Werbetafeln durch Berlin fahren. Pokalfieber? Nicht messbar.

Und die Relegationsspiele? Hätte gestern nicht Patrick Kohlmann mitgespielt, ich hätte das nicht eingeschaltet. Und Champions League Finale in Berlin? Auch so eine Party ohne Berliner. Das Raumschiff Uefa fliegt ein, kassiert ab und verschwindet wieder.

Über fünf Ecken ist Union auch beim Pokalfinale dabei

Immerhin hat der Berliner Kurier eine Beteiligung des 1. FC Union am Pokalfinale ausgemacht. Ein Kind, das mit den beiden Mannschaften aufläuft, steht auf Union.

Viel interessanter ist die Auslosung für die erste Pokalrunde. Die findet aber erst am 10. Juni nach einem Länderspiel gegen 22.45 Uhr statt.

5000 Euro für Pyro in Darmstadt

Für die immer gleiche Debatte sorgte gestern die Meldung, dass Union 5.000 Euro für die Pyro-Aktion in Darmstadt zahlen muss.

Ich persönlich finde die Strafe gleichzeitig hoch und niedrig. Sie ist hoch gemessen daran, dass gerade Geld für die DKMS zur Analyse der Proben gesammelt wird unter dem Label Unioner gegen Krebs. Sie ist niedrig im Vergleich zu sonstigen Strafen des DFB.

Aber auch wenn es innerlich schwer fällt: Beide Aktionen haben nichts miteinander zu tun und ich fände es sehr fair, die nicht gegeneinander auszuspielen.

Noch kurz zum Abschluss: Raffael Korte zieht in die Nähe des Stadions. Das melden BZ/Bild. Gute Entscheidung.

Der große Irrtum Medienpartnerschaft

Wir fangen heute mal mit einer sehr positiven, menschlichen Nachricht an. Christopher Trimmel hat sich entschlossen zu heiraten. Herzlichen Glückwunsch!

 

Union wechselt den Medienpartner


Foto: Die Eisernen/Facebook

Ich habe verwundert zur Kenntnis genommen, wie diese Nachricht bejubelt wurde. Emotional kann ich das nachvollziehen, weil das Wort Medienpartner vermuten lässt, eine Redaktion sei der mediale Partner des Vereins. Das ist aber nicht so. Genau hat das Pressesprecher Christian Arbeit vor sechs Jahren mal bei uns erklärt.

Wir hatten schon im letzten Podcast die Diskussion über den Wechsel bei der Medienpartnerschaft diskutiert, weshalb ich an dieser Stelle nicht einfach alles wiederholen will. Ich verstehe es, wenn der Klub von der BZ weg geht. Vor allem aus dem Grund, dass die BZ nur noch als Hülle existiert und keine eigene Redaktion mehr hat, sondern von der mit BZ-Leuten zusammengelegten Redaktion der Bild gefüllt wird. Wer weiß, wie lange es die BZ so in dieser Form noch geben wird.

Mit welcher Zeitung lohnt es sich also, in Berlin gegenseitig Werbewert zu tauschen? Bild verkauft sich hier nur gut 40.000 Mal am Tag und liegt abgeschlagen hinten. Mit rund 70.000 folgen Morgenpost und Kurier (Meedia). Zwischen 90.000 und 100.000 verkauften Exemplaren liegen Berliner Zeitung, Tagesspiegel und BZ. Das alles bei gut 3,5 Millionen Einwohnern. Unions Medienabteilung musste sich fragen, welche Zielgruppe sie mit Werbung für Heimspiele erreichen will. Mit der gedruckten Zeitung wird sie eine eher ältere Gruppe erreichen. Mit dem Kurier (mittlerweile eine aus dem Berliner Verlag ausgegliederte GmbH) hat sie sich zumindest dafür entschieden, im Ostteil der Stadt präsent zu sein. Das kann schon passen.

Ein Freund solcher Partnerschaften werde ich trotzdem nicht. Erstens weil sie trotz aller gegenteiligen Beteuerungen doch in den redaktionellen Alltag eingreifen. Und weil die von Zeitungsverlagen bereitgestellten Werbemittel aus meiner Sicht zu teuer und zu ungenau (Streuungsverluste bei Erreichen der Zielgruppe) sind. Wer jemals etwas zielgruppengenau bei Facebook platziert hat, weiß wovon ich rede.

Sören Brandy feiert Windeln

Wenn Sören Brandy erzählt, wie er die vollen Windeln seiner Kinder feiert (BZKurier) denke ich daran, wie ich die vollen Töpfe meiner Kinder besungen habe. Normaler Familien-Alltag. Und gut, dass das niemand gefilmt hat.

BZ/Bild und Kurier schreiben von einem unzufriedenen Trainer Norbert Düwel, der die Zügel beim letzten öffentlichen Training der Saison anzieht, weil er der Meinung ist, die Mannschaft würde austrudeln lassen. Schließlich kann Union noch Platz sieben erreichen. “Auch, um in der TV-Rangliste zu klettern, die die Höhe der Fernseh-Prämien regelt”, begründet die BZ. Beim Blick auf fernsehgelder.de sehen wir, dass Union vor allem verlieren kann. Zu gewinnen gibt es nichts. Um so wichtiger wäre Platz sieben.

Das Kamerastativ von Matze Koch hat seit gestern übrigens eine neue Kerbe:

Und wer auch immer gestern das Hashtag #nobsefährtnepappe erfunden hat, kann sich meines höchsten Respekts sicher sein:

“Union bekommt mit Dennis Daube einen Spieler, der Verantwortung übernimmt”

Zur Verpflichtung von Dennis Daube ab der nächsten Saison haben wir Maik Krükemeier vom St. Pauli-Fanzine “Der Übersteiger” gebeten, uns von dem Mittelfeldspieler zu erzählen.

“Wenn jemand 25 ist, aber seit elf Jahren im Verein spielt, so kann man wohl mit Fug und Recht von einem “Eigengewächs” reden. Vor allem in Zeiten, in denen dafür meist schon ein Jahr in der U23 reicht. Auf Dennis Daube trifft dies zu, seit 2004 ist er nun ein St.Paulianer, vorher spielte er in Hamburg beim SV Nettelnburg-Allermöhe. Erste Einsätze im Profikader bekam er 08/09, spielte da aber größtenteils noch in der U23, mit der er am Ende auch den Aufstieg in die Regionalliga feierte.

In der Aufstiegssaison der Profis pendelte er dann zwischen U23, Bank und Profiteam. In der 1.Liga hatte er sich dann grade ins Team gespielt, als er sich einen Mittelfußbruch zuzog. Danach spielte er in Liga 2 seine konstanteste Saison, ehe er in der Saison 13/14 die Seuche pachtete und aufgrund eines Außenbandanrisses und einer schweren Fußprellung tatsächlich keine einzige Minute auf dem Platz stand.

Es folgte die aktuelle Saison, und er packte endlich den lange ersehnten nächsten Schritt. Er ist Stammspieler, schießt aktuell die Standards und ist mit sieben Vorlagen und zwei Treffern Topscorer der Mannschaft. Schon seit der Jugend ist er für gute Freistöße bekannt, hat ein gutes Spielverständnis und sowohl die defensive als auch offensive Rolle im zentralen Mittelfeld sehr gut ausgefüllt. Wenn es bei unserem Tabellenstand Leistungsträger geben kann, so zählt er dazu.

Dennis Daube schaut anderen Profis beim Fifa-Zocken zu

Union bekommt mit Dennis Daube einen Spieler, der inzwischen Verantwortung auf dem Platz übernimmt und den ich gerne weiter bei uns gesehen hätte. So ruhig, wie er auf dem Platz meist wirkt (und was ihm gerne auch als Phlegma vorgeworfen wurde), so zieht er sich auch abseits des Platzes eher zurück. Interviews mit ihm sind die Ausnahme, ein Lautsprecher war er hier nie.

Nun also ab Sommer UNVEU statt YNWA. Mach’s gut, Dennis, außer in den Spielen gegen uns, bitte.”

Dennis Daube soll in der nächsten Saison Unions Defizite beheben

Dennis Daube kommt ablösefrei vom FC St. Pauli. Der zentrale Mittelfeldspieler (sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar) erhält einen Zweijahresvertrag.

Union - St. Pauli 2014/15Foto: Matze Koch

Auf dem Kiez in Hamburg war aufgrund dieser Nachricht der Taschentuchverbrauch hoch:

Für Union hat diese Verpflichtung Sinn, wie Norbert Düwel auch ausführlich bei AFTV erklärte:

Er hat in dieser Saison außerordentlich gut funktioniert und Verantwortung übernimmt. Hat eine hohe Qualität im Pass-Spiel und eine enorme Qualität im Herausspielen von Torchancen. Einer, der in der Liga mit die meisten Torschüsse vorbereitet und ein ausgesprochen guter Standardschütze ist. Er passt komplett in unser Anforderungsprofil. Spielerisch und menschlich.

 

Natürlich stehen damit viele Spieler im Mittelfeld herum. Doch bei der Zahl der Zugänge (bis jetzt vier) dürfte die Zahl der Abgänge auch entsprechend sein. Vor allem für Kobylanski und Jopek sehe ich keine allzu große Perspektive mehr. Das wird vor allem deutlich, wenn der Trainer über Defizite nach dem Spiel in Fürth spricht:

Reife ist genau das, was uns fehlt. Und das fehlt uns nicht nur in diesem Spiel sondern in vielen Phasen in dieser Saison. Das waren Phasen, in denen wir dran waren, vielleicht den Weg nach oben noch zu finden. Da haben wir genau solche Spiele abgegeben und dann sogar verloren. Oder im Hinspiel in Ingolstadt. Genau solche Phasen entscheiden, wo wir am Ende einer Saison landen. Wir schaffen es nicht, diese Phasen für uns zu gestalten. Das hat mit Reife zu tun. Das ist vielleicht ein Stück weit auch Qualität.

 

Deswegen nehmen wir Veränderungen vor und verstärken wir die Mannschaft punktuell.

 

Über den Wechsel von Daube berichten Berliner Zeitung, Kurier, BZ/Bild und die Morgenpost, die sich aber vor allem auf Maxi Thiel konzentriert.

Düwel ohne Chance bei Hannover 96

Nachdem medial in Hannover Norbert Düwel ins Spiel gebracht wurde und als Konkurrent Peter Neururer gehandelt wurde, haben es die 96er sogar noch hinbekommen die Geschichte zu toppen:
https://twitter.com/Peter_Ahrens/status/590230447184949249

Crunchtime für die neue Mannschaft

“Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.” Diese sehr treffenden Worte von Seneca sollten unter dem Union-Logo angebracht werden, wenn das Logo nicht unantastbar wäre. Denn all das, was wir beim Wechsel auf der Position des Torwarttrainers in nur wenigen Tagen erleben, steht unter diesem Motto. Nicht das schlechteste, wenn man sich nicht von Ereignissen treiben lässt, sondern selbst das Handeln bestimmen kann.


Foto: Matze Koch

Gestern wurde Dennis Rudel einen Tag nach Holger Bahras Freistellung als neuer Trainer der Unionkeeper vorgestellt. Der 38-Jährige war bei ein paar Zweitligisten in der Verlosung. Eine kurze Einschätzung von einem Freund der Familie Rudel:

Der Name gibt Anlass zu Wortspielen. Bild und Kurier können in der Hinsicht schon am ersten Tag das Wasser nicht halten ;) Der Kurier wispert etwas von einer möglichen Weiterbeschäftigung von Bahra im Union-Nachwuchs. Was da möglich ist, wenn die Kommunikation zwischen ihm und anderen Angestellten laut Kurier in den letzten Monaten so schwierig war, mag ich nicht einzuschätzen. Rein aus sozialer Verantwortung für einen langjährigen Beschäftigten fände ich das gut. Aus Sicht der Torwartausbildung und der angebrachten Kritikpunkte gegen Bahra würde ich allerdings nicht verstehen, wie er junge Keeper ausbilden soll.

Der 1. FC Umbruch

Mir gefällt der Ansatz der Morgenpost, die den Wechsel des Torwart-Trainers in einem größeren Zusammenhang eingebettet sieht. Dazu passt das Wort Umbruchsaison, das auch in der Mannschaft nicht fremd ist. Für diese Saison dürfte gelten: Klassenerhalt klarmachen und dann schauen, wie viele Spieltage noch übrig sind. Die Morgenpost schaut außerdem auf die auslaufenden Spielerverträge:

  • Christopher Quiring
  • Björn Kopplin
  • Mario Eggimann
  • Björn Jopek
  • Michael Parensen
  • Steven Skrzybski
  • Maximilian Thiel (Leihe mit Option)
  • Martin Kobylanski (Leihe mit Option)
  • Sebastian Polter (Leihe)

Meinem Gefühl nach dürfte es für Kopplin und Eggiman schwer werden, weiter bei Union beschäftigt zu werden. Bei Parensen bin ich mir nicht sicher und bei Polter hat Mainz die Hand drauf, da er dort unter Vertrag steht. Bei den anderen gehe ich von Verträgen über die Saison hinaus aus. Die Entscheidung darüber dürfte in den nächsten Wochen fallen. Das ist die Crunch Time, die Norbert Düwel vor einer Woche mit Bewährungszeit für Spieler bezeichnet hat. Einen größeren Umbruch sehe ich persönlich aber nicht auf Union zukommen. Es geht darum, ob Spieler das Potential haben, einen offenen Zweikampf um Positionen zu führen. Das ist in dieser Zeit der Saison normal. Und so lange nicht mehr als vier bis sechs Spieler ausgetauscht werden, dürfte das im Rahmen normaler Transferaktivitäten im Sommer liegen.

Systemwechsel gegen Darmstadt

Norbert Düwel wird gegen Darmstadt am Freitag vielleicht auf eine Doppelsechs mit Jopek als Umschaltspieler setzen. Das vermutet die BZ nach der Pressekonferenz vor dem Spiel. Klingt plausibel, riecht aber auch so, als ob der Präsident persönlich mit dem Betonmischer nach Südhessen fährt.