Greuther Fürth ist Duchschnitt

Greuther Fürth ist ausgesprochen durchschnittlich. Weil die Spielverlagerung weder in einer interessanten Situation in der Tabelle ist, noch besonderen Fußball spielt, habe ich – ehrlich gesagt – auch relativ wenig von den Franken gesehen. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass es in dem Spiel morgen vor allem auf Unions Leistung ankommen wird, und weniger auf Fürth

Christopher Trimmel

Christopher Trimmel streckt sich, wie Union es morgen tun muss. Photo: Tobi/unveu.de

Spiel-Plan

Will man sich aber trotzdem mit dem Gegner beschäftigen, ist das die Ausgangsposition, in der man sich zur Vorbereitung den Statistiken zuwendet… und bei Fürth kaum etwas bemerkenswertes findet. Nur in Tacklings und abgefangenen Bällen hat Fürth im Ligavergleich Top-Werte. Das spricht immerhin für ein aktives Spiel gegen den Ball. Es wird interessant sein zu sehen, ob sich dadurch in der Tiefe Räume ergeben, die Union attackieren kann.

Eine Kuriosität wirft Fürth aber doch noch auf: In der Rangliste der Schüsse von außerhalb des Strafraums sind die Kleeblätter Zweiter – und in der von Schüssen innerhalb des Strafraums Letzter. Verantwortlich dafür sind vor allem Julian Green, Maximilian Wittek und Tobias Mohr, die je im Schnitt öfter als einmal pro Spiel von außerhalb schießen (Green sogar 2,4 mal alle 90 Minuten). Das ist nicht nur ineffektiv, sondern auch nicht unbedingt die Strategie, die Unions Defensive vor die größten Probleme stellt (weil die größere Probleme mit Mannschaften hat, die versuchen, schnell hinter die Abwehr zu kommen).

Surprise Podcast

Wir haben gestern Abend eine neue Podcast-Folge veröffentlicht. Darin gibt es aber keine Vorschau auf das Spiel in Fürth. Sondern ein Interview mit den beiden New Yorker Unioner*innen Lee und John, die wir hier schon einige Male als die Autor*innen des Eisern NYC Blog erwähnt haben.

Die beiden haben leider in letzter Zeit keine Zeit mehr gefunden, dieses Blog weiterzuführen, waren aber in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Berlin, um Union zu sehen. Ich habe diese Gelegenheit genutzt, mit ihnen darüber zu sprechen, wie man in New York Union Fan wird und ist, und wie man die kognitive Dissonanz aushält, als örtlichen Fußball-Club nur ein Raba-Franchise zu haben.

Etwas ist an dieser Folge allerdings anders als gewöhnlich: Das Interview ist auf Englisch. Auf Deutsch werde ich hier demnächst noch einmal etwas länger darüber, was in dem Gespräch interessantes aufkam, schreiben.

In ungeahnter Geschwindigkeit haben unsere Freunde vom Millernton dieser Episode ihre eigene Version davon folgen lassen, und für das Vor-dem-Spiel-Gespräch zu St. Paulis Partie gegen Heidenheim (nicht die für Union irrelevanteste Begegnung des Spieltags) mit der Heidenheim-Anhängerin Sarah aus Toronto gesprochen.

Einmal Unioner Immer Unioner

Mehr oder weniger gute Nachrichten gibt es in dieser Sektion. Jan Glinker ist mit Nordhausen durch einen Sieg gegen Jena ins Thüringer Pokalfinale eingezogen. Und dort sollte Wacker gegen den SV Blau-Weiß Büßleben 04 oder FSV Preußen Bad Langensalza auch favorisiert sein, den Titel zu gewinnen und sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren.

Dagegen deutet sich für Sören Brandy an, dass seine Zeit in der Zweiten Liga zu Ende geht. Bei Bielefeld geht es für ihn wohl kaum weiter. In einem Gespräch mit der Neuen Westfälischen spricht er darüber, gern in der Regionalliga noch eine Zeit lang spielen zu wollen. Und dann entweder im Fußball bleiben – oder Lehrer werden zu wollen.

Und sonst so

Für alle, die morgen nach Fürth fahren, könnten sich ein paar Umwege durch fränkische Ortschaften lohnen. Denn der Vorteil eines Spieltags an Ostern ist, dass man dort verzierte Brunnen bewundern kann:

Union hat den Aufstieg gestern höchstens zu sehr gewollt

Das Gute an dem 2-2 von Union gestern Abend gegen Regensburg ist, dass endlich niemand mehr reden darüber muss, ob Union (und irgendein Teil davon) den Aufstieg doll genug will.

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Muss Union im Rennen um den Aufstieg aufwachen?

Im Tagesspiegel hat gestern David Joram einen Kommentar geschrieben, in dem er fordert, der 1. FC Union müsse offensiver mit der Möglichkeit und dem Wunsch auf den Aufstieg umgehen: “Das Umfeld müsste elektrisiert sein. Endspurt, Aufstiegskampf! Aufwachen, bitte, Ziele neu justieren. Wir wollen hoch!”

Polter

Sebastian Polter ist einer der Spieler, denen man fehlenden Ehrgeiz wirklich nicht gut vorwerfen kann. Photo: Stefanie Fiebrig

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Steffen Baumgart ist Fan von Union, aber Trainer des spektakulärsten Zweitligisten

Ich werde morgen nicht im Stadion sein können. Das ist ausgesprochen schade. Denn man hat nicht nur langsam Fußball-Entzugserscheinungen, sondern das Spiel von Union gegen Paderborn ist eins der spannendsten der Saison. Und zwar nicht nur, weil Steffen Baumgart bei Paderborn Trainer ist, und selbst sagt, dass er auch immer noch Fan des 1. FC Union ist. Sondern auch, weil seine Mannschaft dort die spektakulärste der Liga ist.

Baumgart

Egal wie große Sympathien Steffen Baumgart für Union hat – vor dem Spiel gab er sich sehr fokussiert darauf am Samstag zu gewinnen. Photo: Matthias Koch

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Gibt es an Rafal Gikiewicz etwas zu kritisieren?

Uns hat in den letzten Tagen ein Leser die Frage gestellt, ob man an Rafal Gikiewicz nicht trotz seiner zugegeben starken Reflexe und der Großartigkeit seines furchteinflößenden Blickes kritisieren müsste, wie gut er sich am Aufbauspiel Unions beteiligt. “Wird er angelaufen (und selbst, wenn nicht) landen auffallend viele Bälle weit im Seitenaus. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass den Torwart anzulaufen und zu pressen das bislang beste Mittel gegen Union war und der Mannschaft in den letzten Spielen die größten Probleme bereitet hat – und das Rafal da die Schwachstelle darstellt. Wie seht ihr das?”

Rafal Gikiewicz

Rafal Gikiewicz spielt eine starke Saison, selbst wenn er kein überragender mitspielender Torwart ist.

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Frank Schmidt besteht darauf, dass Heidenheim kein Dorf ist

Das Spiel in Heidenheim heute Abend ist eines der Spiele, die eine Mannschaft wie Union in einer Saison wie dieser einfach gewinnen muss, wenn sie ihre Ziele erreichen will. Dabei ist das “einfach” natürlich vollkommen falsch, schon weil es selten bis nie einfach ist, gegen Mannschaften von Frank Schmidt (erfolgreich) zu spielen.

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Christopher Trimmel artikuliert Unions Problembewusstsein

Der Sieg von Union gegen Ingolstadt war nicht unbedingt souverän. An der Weise, in der er das nicht war, fand ich interessant, als wie groß Trainer Urs Fischer oder Kapitän Christopher Trimmel die Rolle fehlenden Selbstvertrauens und Mutes dargestellt haben. Beides sei sowohl im Aufbauspiel als auch im Pressing erkennbar gewesen. Das ist bemerkenswert, weil Union ja alle Gründe zu haben scheint, selbstbewusst zu sein. Darauf kommt es im Fußball aber nicht so sehr im großen Ganzen, sondern in ganz spezifischen Entscheidungen an.

Trimmel

Christopher Trimmel sprach nach dem Spiel unter anderem über die Schwächen im schwimmenden Pressing.

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Ingolstadt unter Jens Keller kommt Union bekannt vor

Seit Jens Keller bei Ingolstadt Trainer wurde, hat sich die Lage dort gefühlt verbessert. In der Tat hat Ingolstadt in den 9 Spielen seitdem drei Punkte mehr geholt (11 Punkte) als in den 15 davor (8 Punkte). Damit hat Ingolstadt in der Tabelle aber eben nur einen Platz gut gemacht, von 18 auf 17, und hat den Vorhersagen des Projekts 538 zufolge immer noch eine 50-prozentige Chance, abzusteigen.

Keller Union

Einiges an Jens Kellers Ingolstadt Mannschaft erinnert an sein Union, Foto: Matze Koch

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Micha Parensen will auch neben dem Platz für Union arbeiten

Bis zu Unions Spiel in Kiel am Freitag sind es noch ein zwei Tage. So haben wir heute Zeit, uns einem etwas längeren Interview zu widmen, das Michael Parensen dem Magazin 11Freunde gegeben hat.

Michael Parensen

Micha Parensen hat noch Lust auf Fußball, sieht aber auch ohne Trikot schon gut aus, Photo: Stephanie Fiebrig

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Spricht Union mit Tom Weilandt?

Die Bild/BZ schreibt heute darüber, dass Union angeblich an Tom Weilandt interessiert sei. Der in Rostock geborene und bei Hansa ausgebildete Weilandt war in der letzten Saison nicht der auffälligste, aber einer der starken Spieler in Kiels sehr guter Saison. In dieser Saison hat er für Bochum in 20 Spielen 7 Tore gemacht.

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