Erlösung ja, aber es war auch erst einmal nur ein Spiel

Ich habe heute früh in der Grundschule des Jungunioners in meiner Eigenschaft als Lesepate mir von Zweitklässlern Texte vorlesen lassen, damit sie Übung im Lesen bekommen. Mitten in einer Piratenferiengeschichte stoppte ein Junge und fragte mich: “Du bist doch Unionfan?” Ich nickte. Er las weiter. Dann stoppte er erneut. “Und der Jungunioner hat mir erzählt, dass er schon oft mit im Stadion war. Stimmt das?” Ich bejahte das, verschwieg aber, dass unser Jüngster bei Union vor allem die Unionlieder toll findet, aber während des Spiels lieber auf den Stufen sitzt und Netflix schaut.

Eine Seite später kam die nächste Frage: “Kann ich mal mitkommen?” Das muss ihn wirklich sehr beschäftigt haben. Gegen Fürth werde ich also mit zwei 7-Jährigen zum Spiel gehen (und bestimmt 4 Mal während der Partie mit ihnen aufs Klo). Aber ich freue mich sehr, wenn Kinder nicht nur in Bayerntrikots herumlaufen, sondern auch mal in echt dabei sein wollen.

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Teve305 – Torvorlagen, die fast noch schöner als die Tore waren

Union gewinnt gegen Kaiserslautern mit 5:0. Das ist einerseits total großartig, aber andererseits wissen wir nicht, ob das jetzt wirklich den Trend wendet. Gleiches gilt für Grischa Prömel, der überzeugte, aber eben auch bisher nur in einem Spiel.

 

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5-0 (4-0): Wann hat es das eigentlich das letzte Mal gegeben?

Wie Marcel Hartel gestern vor dem 5-0 mit einem herausgestellten Hintern den Ball auf Sebastian Polter abgelegt hat (jemand prägte dafür den Ausdruck ‘ASSist des Monats’, ich würde sagen, mindestens des Jahres), gehört zu den witzigsten Dingen, die ich je in einem Fußballspiel gesehen habe. Die Szene konnte sinnbildlich stehen für ein Spiel, in dem Union sehr viel richtig machte, in dem aber auch so ziemlich alles, was sich zu Unions Gunsten hätte wenden können, das auch tat.

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Jens Keller: “Straftraining gibt es bei mir nicht.”

Bevor ich mich gleich auf zum Wahllokal und danach auf Arbeit aufmache ein kurzer Blick zurück auf die Pressekonferenz gestern vor der Partie gegen Kaiserslautern am Montag Abend um 20.30 Uhr (gibt es in voller Länge auf AFTV). Es ist ja schon bei normalen Pressekonferenzen sehr schwer, etwas Konkretes aus Jens Keller herauszubekommen. Aber nach der Serie von 5 sieglosen Spielen hätten die Journalisten-Kollegen eher erfolgreich einen Pudding an die Wand nageln können, als Jens Keller dazu zu bringen, dass er erzählt, was er mit der Mannschaft genau gemacht hat nach der Niederlage in Sandhausen.

Hintergrundsprecher #jenskeller #pressekonferenz #eisern #mittagstisch #aftv

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Es gibt keine einfachen Lösungen, das ist meist dummes Gequatsche

Würde ich auf ein Wort von Nico Patschinski irgendetwas geben, dann müsste ich mich aufregen. Die Kolumne (oder Einzelstatements zu Klubs), die er für liga-zwei.de schreibt, habe ich nach dem ersten Lesen liegen lassen, weil inhaltlich nichts bei herum kommt. Die aktuelle Kolumne wurde mir gestern zugeschickt und ich kann jeden verstehen, der sich über diese Einschätzung aufregt:

Jedes Jahr werden von Präsident Dirk Zingler große Ziele verkündet, aber der Kader wird überschätzt. Die Union-Fans sollen mir nicht böse sein. Ein geiles Stadion mit toller Stimmung reicht nicht, da wird sich zu sehr drauf ausgeruht. Die Gegner lassen sich davon allein nicht beeindrucken.

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Union zwischen Konzentration und Kopf frei kriegen

Die wichtigste Nachricht des Tages: Heute ist Training, denn der trainingsfreie Tag wurde gestrichen. Das kann man sehr unterschiedlich interpretieren, von “Zügel anziehen” (BZ) bis hin zu “es meckert keiner” (Kurier). Zwischen Konzentration und Kopf frei kriegen hat auch alles seine Berechtigung. Fakt ist auf jeden Fall, dass wir uns das Training nicht anschauen können, weil es unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Vielleicht hilft es ja, um wieder den einfachen Ball zu spielen.

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Auf der Suche nach neuen Lösungen

Warum läuft es gerade nicht bei Union? Mir fällt darauf keine vernünftige Antwort ein. Jedenfalls keine, die ich auch mit Fakten belegen könnte. Die Berliner Medien nennen verschiedene Gründe von der Rotation in Sandhausen, über Zugänge, die nicht gut genug für die Startelf wären, bis hin zu der Vermutung, die Gegner hätten Union entschlüsselt.

Das kann schon alles sein. Vor allem das mit der Entschlüsselung von Unions Spielsystem. Beziehungsweise der nicht immer konsequenten Ausführung des Systems. Wir hatten das ja schon das eine oder andere Mal angesprochen, dass Unions Gegenpressing häufig nicht so konsequent ausgeführt wird, dass es die Gegner zu Ballverlusten zwingt. Dazu kommt, dass Unions Ballbesitzspiel, wenn man die bisherige Saison betrachtet, nicht sehr stark ausgesprägt ist.

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Ein ungewohntes Gefühl: Es ist Mitte April und Union immer noch voll dabei

Angesichts der aktuellen Union-Saison muss ich mir gerade einen Fakt immer wieder zurück ins Gedächtnis rufen, an den ich heute durch die Berliner Zeitung erinnert wurde: Seit Union wieder in der Zweiten Liga ist, war Mitte April die Zeit, in der wir uns mit “Kommen-Gehen-Bleiben” beschäftigt haben. Es war die Zeit, in der Trainer gesagt haben, dass sie die Mannschaft auch schon mit Hinblick auf die nächste Saison aufstellen. All das stimmt zumindest in dieser Spielzeit nicht. Und ehrlich gesagt ist es ein wunderbares, aber schon sehr lange nicht erlebtes Gefühl, dass es jetzt 5 Spieltage vor Schluss noch um etwas geht.

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Teve289 – Man fällt meist um, wenn man auf Leistner aufläuft

Nach der enttäuschenden Englischen Woche gewinnt Union gegen den Schiedsrichter und den 1. FC Kaiserslautern. Grund genug, unsere Mikrofone zu enstauben und mal wieder einen Podcast aufzunehmen. Gero, Daniel, Hans-Martin und Robert reden darüber.

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Wie Union in der Wut über den Schiedsrichter nicht den Blick für das Spiel verlor

Es gab eine Szene gestern beim 3:1 gegen Kaiserslautern, bei der ich kurz an Partien früherer Spielzeiten gedacht hatte. Damals als Union-Mannschaften vollständig den Kopf und die Ordnung verloren, weil sie sich vom Schiedsrichter-Team ungerecht behandelt gefühlt hatten. Es war direkt nach der Situation, in der der Schiedsrichter auf Ecke statt auf Handelfmeter für Union entschied. Die Ecke führte zu einem Einrücken und Schussversuch von Kristian Pedersen und genau in dem Moment zu einem Ballgewinn für Kaiserslautern, die daraufhin mit 3 gegen 2 auf das Uniontor stürmten.

Screenshot: AFTV

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