#365 – “Ich meine Arschloch nicht wertend”

Union verliert 1:2 in Heidenheim, doch angesichts der Ergebnisse der Hamburger Klubs ist unsere Laune ganz gut. Doch wir müssen über Marc Schnatterer reden. Außerdem begeben wir uns, unserem Gast Sven Klebba sei Dank, auf ein neues Fachgebiet. Wir beschäftigen uns mit der Farbologie von Union und warum die Unterscheidung zwischen Rot und Unrot vielleicht mehr Thema sein sollte.

Heidenheim mit Schnatterer-Masken zum zehnjährigen Vereinsjubiläum von Marc Schnatterer im Juli 2018, Foto: 1. FC Heidenheim

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Gegen Schnatterers Tore hilft nur der Aufstieg

“Die ersten paar Minuten der ersten Halbzeit und die ersten paar Minuten der zweiten Halbzeit sind wir nicht auf dem Feld. Heidenheim hat ein paar Torchancen und schießt zwei Tore. Wir schießen nur eins. Wir haben nicht schlecht gespeilt heute, aber wir müssen mehr Tore schießen.” Mit dieser knappen Analyse von Rafal Gikiewicz bei AFTV ist eigentlich alles gesagt über die 1:2-Niederlage in Heidenheim.

Marc Schnatterer erzielt das 2:1 für Heidenheim, Foto: Matze Koch

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Natürlich stellt sich erst jetzt heraus, dass Rafal Gikiewicz tatsächlich mal Stürmer war

Wir sind alle noch nicht damit fertig, Rafal Gikiewicz für sein Tor zu feiern. Auch die Berliner Medien nicht. Dabei kommen erwartbare Informationshäppchen zu Tage, wie dass Gikiewicz in der Jugend auch im Sturm gespielt hat. Sein Zwillingsbruder ist übrigens weiter Stürmer (Transfermarkt). Ob dieses Tor es wahrscheinlicher macht, dass Gikiewicz für Polens Nationalmannschaft in Frage kommt, wie in einigen Berichten angedeutet-bis-eingefordert wird, sei mal dahingestellt. Ohnehin hätte er aktuell nur eine Chance, den mittelmäßig beliebten Posten als dritter Torhüter zu besetzen.

Torwart Rafal Gikiewicz gibt den Jubel der Fans an seine Mitspieler weiter, Foto: SF/Matze Koch

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#348 – Fünf Herzen, null Geldsäcke

Beim 1:1 gegen Heidenheim überwiegt auch bei uns die Freude über den späten Ausgleich durch den Torhüter Rafal Gikiewicz. Aber ein offensiver Plan A wäre auch toll. Außerdem diskutieren wir ausführlich Unions Vorschläge zur Veränderung des Profifußballs.

Union-Präsident Dirk Zingler vor dem Spiel gegen Heidenheim bei Sky, Foto: SF/Matze Koch

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Wenn es vorne nicht klappt, gibt es immer noch Rafal “Alles muss man selber machen” Gikiewicz

Ich habe mir zu Hause fast die Hand gebrochen, so stark schlug ich mit der Hand immer wieder auf den Tisch, nachdem Rafal Gikiewicz in der Nachspielzeit zum 1:1 traf (ich hatte aber Glück, im Gegensatz zu Mario Gomez, der sich vor 11 Jahren bei einer solchen Aktion tatsächlich die Hand brach). Es war so ein Moment, in dem ich nicht wusste, wohin mit meinen Gefühlen. Wie viel lieber hätte ich mir Bier über den Kopf gießen lassen, wäre wie wahnsinnig herumgesprungen und hätte alle umarmt. Aber ich hatte mich aus Vernunftgründen dafür entschieden, lieber an einer Präsentation zu arbeiten. Selbst schuld. Dafür kann ich mich an diesem Bild nicht mehr satt sehen, auf dem den Heidenheimer Spielern das Entsetzen ins Gesicht geschrieben steht.

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Wenn Sebastian Polter mit seinem Comeback-Tor auch noch das “Tor des Monats” holt, wäre das Märchen perfekt

Ich habe als erste Amtshandlung heute morgen für Sebastian Polter für das Tor des Monats in der Sportschau gestimmt. Schade, dass nur die Tore gezeigt werden. Denn wenn noch die Geschichte von Sebastian Polter mit den 7 Monaten Verletzungszeit und der Diskussion um eine vielleicht noch nicht so treffsichere Offensive vor der Partie dazu erzählt werden würde, könnte Unions Stürmer mit einem Ergebnis rechnen, das jeden Parteitag in den Schatten stellt. Aber so müssen wir alle ran für das Zweite Union-Tor des Monats in der Sportschau-Geschichte (das erste könnt ihr hier sehen inklusive Zersägen der Medaille).

Abstimmen könnt ihr direkt hier.

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Heidenheim ist nicht nur Marc Schnatterer

Es ist verständlich, wenn jemand bei Spielern des 1. FC Heidenheim nur Marc Schnatterer einfällt. Auch in Heidenheims letztem Spiel bestimmte er die Schlagzeilen, als er mit einem direkten Freistoß (was sonst?) kurz vor Schluss das 3-2 Siegtor für Heidenheim schoss.

Marc Schnatterer, Foto: Matze Koch

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Unions Thesen und Vorschläge: Einige wollen debattieren, manche Bundesliga-Manager aber lieber nicht

Na, seid ihr bereit für ein bisschen DFL-Astrologie? Denn die Deutsche Fußball-Liga hat gestern eine kurze Veröffentlichung gemacht, die sich durchaus als Replik auf Unions Thesen und Vorschläge zur Veränderung im deutschen Profifußball lesen lässt:

Im Rahmen von fünf Regionalkonferenzen haben die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga in den vergangenen Wochen über eine Strukturreform des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. diskutiert. In einer offenen Atmosphäre fand dabei auf Initiative von DFL-Vizepräsident Peter Peters ein konstruktiver und umfassender Austausch statt. Ab Ende Oktober soll nun die weitere Abstimmung unter den Clubs stattfinden, damit eine Antragsstellung von Club-Seite auf den Weg gebracht werden kann. Ein Antrag seitens des DFL-Präsidiums oder der DFL GmbH wird nicht erfolgen. Für eine Satzungsänderung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.

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Teve328 – Das war Bunkerfußball

Union spielt 1:1 in einer zähen Partie gegen Heidenheim. Wir finden Erklärungen dafür, zufrieden sind wir allerdings nicht. Und überhaupt sind wir alle etwas erschöpft von dieser Saison.

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Foto: Stefanie Fiebrig

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Ein zähes Spiel, ein Punkt und trotzdem gute Stimmung

Es gab sicher schon Spiele, die schöner anzusehen waren als das 1:1 gestern gegen Heidenheim. Angesichts der Tabellenkonstellation in der Zweiten Liga fand ich es schon ambitioniert, dass einige Leute durchaus ein Spiel mit vielen Torchancen erwartet haben. Es war ein zäher Abnutzungskampf und die ausgesprochen gute Laune auf den Rängen wich mehr und mehr der Erkenntnis, dass ein langer Atem nötig sein würde, um hier was mitzunehmen. Heidenheim war jedenfalls nicht angetreten, um spielerisch zu glänzen, sondern um keine Fehler zu machen. Und so sieht Fußball dann eben aus. Erst recht nachdem Marc Schnatterer verletzungsbedingt raus musste.

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