Teve200 – Wenn Tusche geht, können wir auch das Union-Logo ändern

0:4 gegen Nürnberg und doch ist das Spiel kaum Thema. Denn der sehr wahrscheinliche Abgang von Torsten Mattuschka überdeckt alles. Auch die Arbeit von Norbert Düwel und die drei Neuzugänge kurz vor Ende der Transferzeit.

Foto: Koch

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Shownotes

Und wenn es einmal soweit ist, will ich auf meinem Skateboard sterben.

Es war Fabian Schönheim, der gestern abend das getan hat, was ein Kapitän tun muss. Nach dem Spiel ging er zunächst ganz allein Richtung Gegengerade, um sich zu bedanken. Später reihten sich die Kollegen ein. Noch lange nach dem Abpfiff stand das Stadionrund. Trotziges Klatsches, lautes Singen, aber doch ohne einen Vorwurf an die Mannschaft nach der Niederlage gegen Nürnberg. Union ist die Bereitschaft, auch Niederlagen anzunehmen, hat mein Freund Matti Michalke einmal formuliert. Ich habe mir das gemerkt, es erschien mir wichtig. Ich habe bisher unter jedem Trainer Verwendung dafür gehabt.

Testsspiel BAK 07 vs. 1.FC Union Berlin 1:2

Das zweite Spiel, das gestern gespielt wurde, hat mich wesentlich mehr bestürzt. Ich meine nicht das im Jahnsportpark, sondern die vorbeugende Berichterstattung des 1.FC Union Berlin in Sachen Torsten Mattuschka. Wir haben im Podcast oft überlegt, was Torsten Mattuschka wohl täte nach Union. Nach Union lag in unvorstellbar weiter Ferne. Wir waren uns recht schnell einig. Es müsste Cottbus sein, alles andere wäre nicht Tusche. Da kommt er her, da geht er hin.

In einem normalen Verein wäre es einfach: Ein Trainer braucht Autorität. Ein Spieler braucht Perspektive. Wenn sie sich das nicht geben können, ist es klüger, ihre Wege trennen sich. Bei Union ist die Situation derzeit komplizierter. Sollte der angesichts des Cottbuser Angebots durchaus verständliche Weggang Tusches die Demontage Norbert Düwels nach sich ziehen, haben nicht nur beide verloren, sondern auch der Verein. Der Verein, das ist jeder einzelne Fan. Ich würde diese Spielzeit gerne auf die Dramen auf dem Platz beschränkt wissen. Ich möchte sie gerne mit Norbert Düwel und Torsten Mattuschka zuende bringen.

Teve199 – Doppelsechs. Doppelacht. Doppelzehn. Irgendwann hat man einen Pasch.

Norbert Düwel stellt beim 1:1 in Bochum um und wir verirren uns in den Doppelpositionen im Mittelfeld. Ist aber auch nicht so einfach. Ebenso wie die vermeintliche Stürmerdiskussion und die Suche nach Verstärkungen, bevor das Transferfenster schließt.

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Shownotes

Teve198 – Amarillo Weizenbock

Pokal-Aus in Heidenheim. Same Procedure as every year. Nur der Name des Gegners hat sich geändert. Union hat weiterhin große Probleme, offensiv zu Chancen zu kommen. Ob mit Simon Terodde alles anders gekommen wäre? Ehrlich gesagt: Nö.

Foto: Koch

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Shownotes

Intro

00:00:00

Begrüßung mit Weizenbock Amarillo

00:00:20

Weizenbock Amarillo.

Aufstellung: Mattuschka eine Wahl im Pokal

00:02:12

Benjamin Köhler bleibt für Torsten Mattuschka draußenLinke Außenbahn bleibt eine BaustelleUnion muss auf Transfermarkt aktiv werdenTorwartrotation im PokalMattuschka-Diskussion zielt auf Düwel#cÜbergroße Erwartungen an Torsten MattuschkaÜberhitzte Debatte nach wenigen SpieltagenDüwel fehlt KreditNeuhaus startete traditionell schlechter als Düwel.

Im Spiel von Union hakt es

00:19:13

Schwierigkeiten mit neuer Dreier-AbwehrUnion fehlen die TorchancenBjörn Jopek benötigt WettkampfpraxisEinsatz von Sören Brandy nach Verletzung in der VorbereitungDas Angriffsdrittel von Union liegt brachLaufwege nicht abgestimmt.

Hätte, hätte, Terodde

00:35:15

Simon Terodde hatte keine gute Zeit bei UnionTerodde und Nemec hatten FreigabeSebastian als Anti-Neururer.

Handelfmeter

00:40:09

Schnatterer schießt Leistner an, es gibt StrafstoßIm Ligaspiel wurde ein von Leistner verursachter, klarer Handelfmeter nicht gegebenDüwel fordert klare Linie bei diesem Vergehen.

Heidenheim spielt abgezockt

00:45:05

Heidenheim als Vorbild für Union dank Trainer Frank SchmidtDokumentation "Trainer!" von Aljoscha Pause.

Nächstes Spiel in Bochum

00:48:00

Das Grönemeyer-JahrSteffi beschwert sich über Presse-EchoSieglos-Trainer in der BildDönninghaus-Currysauce.

Outro

00:54:50

Bring mich zum Rasen

Foto: Stefanie Fiebrig

Bring mich zum Rasen – 26 Geschichten vom Spielfeldrand. Ich habe nicht allzuviel darüber erzählt, weil ich bis zum Schluss nicht sicher war, ob ich es jemals fertig bekommen würde. Mein Buch. Das erste. Wenn´s nach meinem Mann geht, das einzige: Denn mein Teil der Arbeit war der, bei dem man alle rausschmeißt und ihnen hinterherruft, sie mögen bitte nicht so bald wieder da sein. Er hat alles, was sonst zwei Eltern erledigen, allein gemacht. Ich habe unterdessen geschrieben und meine Familie vermisst. Meine Familie mich auch, glaube ich.

Irgendwann habe ich das Manuskript abgegeben, Vorschautexte entworfen, das Lektorat wahnsinnig gemacht, nach einem Titel gesucht, über das Cover gemeckert … was Autoren eben so tun, um ihre Verleger auf die Palme zu bringen. Weil alles das für niemanden sichtbar ist, habe ich kaum daran gedacht, dass am Ende der Kette mal so ein Ding aus Papier stünde, das ich meiner Mama in die Hand drücken kann, mit dem Bemerken: “Hier, hab ich gemacht, in dem Jahr, in dem ich dauernd keine Zeit hatte.”

Seit heute kann ich das. Fühlbar fertig ist ein Buch, wenn im Verlag eine Kiste aufgemacht wird und die nette Vertriebsfrau sagt: “Kuck, da isses! Pack ein, nimm mit.” Das war heute. Meine Belegexemplare sind da, ich kann jetzt mit denen angeben und sagen: “Hab ich gemacht!”

Macht man das so? Ich weiß es nicht. Ich weiß so vieles nicht, und besonders wenig weiß ich über Bücher. Das mit dem Schreiben: Das war schön. Dafür bezahlt zu werden, sich mit Fußball zu beschäftigen: traumhaft! Das wollte ich machen, immer schon. Aber alles, was danach kommt, ist mir neu und fremd und manchmal auch einschüchternd.

Dass Menschen, die ich mag, auf Twitter mein Buchcover posten, freut mich unglaublich. Dass Radiosender mit mir sprechen möchten, finde ich neben prima immer auch ein bißchen beängstigend. Es war nichts, mit dem ich gerechnet hatte, als ich das Manuskript abgegeben habe. So richtig Schiss hab ich vor dem Vorlesen. Aber wisst ihr was? Das mach´ ich trotzdem.

Wer mal reinlesen will: Entweder direkt beim Schwarzkopf Verlag oder bei Amazon*.

Stefanie Fiebrig: Bring mich zum Rasen
Wie Fußball mein Leben veränderte – 26 Geschichten vom Spielfeldrand
ISBN 978-3-86265-352-2
August 2014
9,95 EUR (D)

* Affiliate-Link

Mattuschka-Debatte: Bei Ede Geyer ist aber Schluss!

Als Torsten Mattuschka am Mittwoch-Mittag aus der Kabine kam und zu seinem Auto ging, machte er genau das, was viele Fußballer auf dem Platz machen. Er spuckte aus. Zielsicher auf ein kleines Stück Rasen auf dem Parkplatz. Direkt davor standen zwei Journalisten. Auch wenn der Zusammenhang nicht beabsichtigt war, machte die Szene von weitem betrachtet einiges her. Denn medial und emotional gibt es momentan kein anderes Thema als die Nichtberücksichtigung des immer mehr zu einem Klub-Symbol stilisierten Ex-Kapitäns im Zweitliga-Spiel gegen Düsseldorf (1:1).

Foto: Koch

Ob diese Debatte Mattuschka hilft, ist eine Frage, die noch nicht diskutiert wurde. Fakt ist, dass gegen Düsseldorf für den verletzten Björn Jopek nicht Mattuschka, sondern Björn Kopplin ins Spiel kam. Trainer Norbert Düwel argumentierte mit einer Umstellung auf ein Drei-Stürmer-System. Andere argumentieren mit einer Trotzreaktion des Trainers.
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Teve197 – Die Irgendwas-ist-immer-Fraktion

Das 1:1 gegen Düsseldorf war ein Fortschritt, sowohl spielerisch als auch kämpferisch. Doch während wir von der Leistung auf dem Platz weitestgehend überzeugt waren, haben uns die Misstöne von den Rängen nicht gefallen.

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Shownotes

Intro

00:00:00

Sport1.fm kommentiert das 1:1 von Damir KreilachFabian Schönheim ist mit dem Ergebnis unzufrieden.

Begrüßung

00:01:05

Hörertreffen an der UniontankeKnut und Steffi waren beim ZDF.

Ungewissheit vor dem Spiel

00:02:14

Sebastian kann kein BerlinerischSteffi macht KaffeeGleiche Aufstellung gegen Düsseldorf wie gegen KarlsruheBjörn Jopek und Baris Özbek tauschen die Rollen.

Baris Özbek über die 10 bei Union

00:06:48

O-Ton von AFTVUnion ohne Nummer 10Baris Özbek mit über 90 Prozent Passquote.

Die Analyse: Das 1:1 gegen Düsseldorf

00:08:05

Steven Skrzybski mit sehr großer Chance in der 8. MinuteGero erklärt, was Benjamin Köhler mit einem Restaurant zu tun hatDas Gegentor durch Michael Liendl fiel fast wie aus dem NichtsOliver Reck muss wieder Fragen zu seinen Torhütern beantwortenBjörn Jopek mit Licht und SchattenSpieler futtern Energieriegel am SpielfeldrandLivestatistiken von der Bundesliga und Zweiten Liga von Impire als AppNorbert Düwel wechselt auf 3-4-3 im Spiel.

Rufe nach Mattuschka

00:41:26

Benjamin Köhler und Björn Jopek werden beschimpftTusche-Gesänge zur Unzeit.

Trikotdiskussion: Baumwolle oder Kunststoff?

00:52:28

Kunststofftrikots sind leicht, haben aber einen Geruchsnachteil.

DFB-Pokal 1. Runde: Heidenheim

00:56:12

Anpfiff am Montag, dem 18. August, 18.30 Uhr in HeidenheimPokaltrikotsSimon Terodde schon mit drei Toren.

Outro

00:59:55

Das Schwerste.

Ein 1:1 Unentschieden im ersten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Das hört sich so schlecht nicht an, das sah auch gar nicht schlecht aus. Und trotzdem war die Stimmung im Stadion sehr verhalten, als das Spiel abgepfiffen wurde. Geradezu zaghaft drehte die Mannschaft ihre Runde, eher höflich war der Applaus. Alles daran ist falsch. Genauso falsch ist es, das Torsten-Mattuschka-Lied in der 85. Minute nach den bereits erfolgten drei Wechseln zu singen. Das ist das Gegenteil von Support. Es entzieht der Mannschaft, die da unten gerade alles gibt, die Kraft. Es stellt die Vertrauensfrage in der dümmstmöglichen Situation. Anlasslos.

Neben mir hat ein Ordner höflich aber bestimmt einen Mann vom Zaun gepflückt, der es angemessen fand, Björn Jopek als verdammten Idioten zu beschimpfen, der schon wieder alles falsch macht. Der Mann war nicht etwa ein Düsseldorfer. Er war außerdem alt genug, um Becheraufdrucke lesen zu können. “Pfeife nie die eigene Mannschaft aus” und “Mache nie einen aus der Mannschaft zum Sündenbock” stand da mal drauf. Zeit für eine Neuauflage, schätze ich.
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Ein bisschen Glasnost wagen

Foto: Stefanie Fiebrig

Es war fast schon eine kleine Revolution, die einen Tag vor dem ersten Spieltag in Karlsruhe (0:0) beim 1. FC Union stattfand. Mitbekommen haben sie allerdings nur sehr aufmerksame Leser. Ganz am Ende der offiziellen Spielvorschau fand sie statt. Dort stand:

Folgende 18 Spieler stehen im Aufgebot für das Spiel am Sonntag: Haas, Puncec, Köhler, Özbek, Brandy, Amsif, Kopplin, Eggimann, Gomaa, Mattuschka, Kreilach, Skrzybski, Jopek, Trimmel, Nemec, Nebihi, Schönheim, Leistner

Was bei anderen Vereinen üblich ist, den Spieltagskader öffentlich bekannt zu geben, wurde in den Jahren unter Kim Il Uwe Neuhaus als geheime Verschluss-Sache behandelt. Der Trainer war der Ansicht, dass er damit dem Coach der gegnerischen Mannschaft, der morgens zum Kiosk läuft, um sich alle Berliner Zeitungen zu kaufen, einen Vorteil verschaffen würde.
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Norbert Düwel wundert sich

Foto: Koch

Der Presseraum bei Union wurde zur neuen Saison umgestaltet. Statt in weiß und etwas rot gehalten, nimmt er nun die Backsteingestaltung der Haupttribüne auf. Als einziger Spieler hat es Christopher Trimmel geschafft, separat gewürdigt zu werden. Nach nur einem Pflichtspiel für den Verein. Aber das kann ja noch werden.

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