Wenn das unbeabsichtigte Handspiel regeltechnisch doch Absicht ist

Der erste Spieltag ist der schwerste. Das haben gestern schon vor Anpfiff die Macher des Programmheftes bemerkt. Ich vertippe ja mich immer bei Kenny Prince Redondo …

Das 1:1 gegen Düsseldorf war spielerisch besser als ich es für einen ersten Spieltag erwartet habe, aber das Ergebnis ist am Ende enttäuschend. Auch wenn es leistungsgerecht ist. Aber seit wann ist Fußball schon gerecht?

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Saisonstart bei Radioeins

Gero war kurz vor Anpfiff der Partie gegen Düsseldorf bei Radioeins im Bus an der Haupttribüne. Wenn ihr es nicht live dabei sein konntet, dann könnt ihr euch das Gespräch mit den Moderatoren Andreas Ulrich und Frauke Oppenberg hier noch einmal anhören.

Pimmelpropeller: Geros ungekürzte Antworten für das 11Freunde-Sonderheft

Die 11Freunde haben uns für ihr Saison-Sonderheft Fragen zugeschickt, die dieses Jahr Gero beantwortet hat. Da nicht alles ins Heft gepasst hat, bekommt ihr hier alle Fragen und Antworten komplett ungekürzt.

Fragebogen
Bundesliga-Sonderheft / 11 Freunde 2015/16
2. Bundesliga

Ausfüller: Gero Langisch
Das ist mein Blog: textilvergehen.de
Darum muss man meinen Blog lesen: Mama hat immer gesagt: “Müssen muss man nur auf Klo.”
Verein: 1. FC Union Berlin


Foto: via Gero Langisch

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Erster Spieltag: Endlich wieder Leben, Lieben, Leiden!

Als ob es nicht schwer genug wäre, sich die verschiedenen Anstoßzeiten der Zweiten Liga zu merken, beginnt der erste Spieltag für den 1. FC Union heute erst um 15.30 Uhr. Ein kleines Nickerchen ist also drin, um ausgeruht ins Stadion zu gehen.

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Norbert Düwel entscheidet sich für Daniel Haas

In etwas mehr als 24 Stunden rollt für Union gegen Düsseldorf der Ball. Ich bin schon sehr gespannt wie sich Düwels Team präsentiert. Auf jeden Fall mit Daniel Haas als Nummer 1. Darauf legte sich der Trainer gestern in der Pressekonferenz (als Konserve auf AFTV) fest. Die Entscheidung ist erwartbar. Allein schon deshalb, weil Mo Amsif als Herausforderer besser hätte sein müssen als Haas.

Testspiel 1.FC Union Berlin vs. Crystal Palace 2:0
Foto: Stefanie Fiebrig

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Danke Benny!

Diese Nachricht von Benny Köhler hat mich gestern nicht nur glücklich gemacht, sondern auch Kraft und Zuversicht gegeben. Eigentlich müsste ich sagen: Danke Benny!

Hallo Freunde… Ich wollte mich bei allen Leuten, die mit mir den harten Weg gegangen sind, ganz herzlich bedanken. Danke an alle Fans und die vielen positiven Nachrichten, die ich täglich bekommen habe. Hat mir unheimlich viel Kraft gegeben. Danke an Union Berlin, die immer und zu jeder Zeit mir bei Seite standen. Danke an meine Freunde, die täglich mit mir im Krankenhaus und immer an meiner Seite waren 🙏😘. Das werde ich euch nie vergessen. @karim_benyamina_22 @kiyansoltanpour @instaflorro @nartofficial #jackson #salvi #timo #patrick @baki_gaucho Danke an meine Familie , die alles hautnah mit erleben mussten und mir immer wieder den Rücken gestärkt haben. Vor allem an meine Frau. @marina.k2711 Du bist die beste. I Love you❤️😍 GOTT ich danke dir 🙏🙌 ‼️I am Healthy‼️ #fight #fuckcancer #beatcancer #bestoftheday #Berlin #BK7 #nevergiveup #thanks #god #ichkommezurückwieichesgesagthabe #wirsehenuns #✌🏻

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Und ich mag die Reaktionen seiner Mannschaftskollegen auf diese Nachricht. Wie hier von Chrissie Quiring:

 

Oder hier von Fabian Schönheim:

💪🏻🙏🏻 SIEG 🙏🏻💪🏻 @bennyk7 #beatcancer #SIEG #win #BK7 #wir #sehen #uns #auf #dem #Platz

A photo posted by 1. FC Union Berlin (@fabian_schoenheim34) on

 

Und wenn Benny Köhler in der Bild/BZ sagt, dass er sich den 23. Juli 2015 eintätowieren lassen wird, so glaube ich ihm jedes Wort. Christoph Trimmel wird dabei sicher behilflich sein.

Im Kurier wird noch einmal der Weg geschildert, den Köhler bis gestern gehen musste. Und in einem Kommentar erklärt der Kurier, wie wichtig es ist, allen diesen Geist des “Niemals aufgeben!” mitzugeben. Der Kurier hat heute eine zwölfseitige Union-Beilage beim Kauf der Zeitung im Angebot. Ich habe sie noch nicht gesehen, also schaut selbst nach, ob es was für euch ist.

Norbert Düwels Leidenschaft für den Müggelsee

Heute morgen hat Trainer Norbert Düwel im Radio ein Interview gegeben. Harte Fakten gab es nicht, aber dafür eine sehr leidenschaftliche Erklärung, warum zur Weißwurscht ein Weißbier gehört. Hier könnt ihr das Interview direkt hören.

Zum Dach noch ein Nachtrag

Gestern ist in Fürstenwalde auch die Märkische Oderzeitung aufgewacht, die den Bau des Daches im Friesenstadion seit drei Jahren begleitet. Wir erinnern uns: Bereits vor einem Jahr schrieb die MOZ von den gekürzten Stahlträgern. Nachdem die Bild 12 Monate später auch darüber schrieb, hat die Moz einen Anlass gefunden, noch einmal beim Präsidenten von Union Fürstenwalde nachzufragen (Da die Seite der Moz gerade down ist: Hier ein Link zum Google Cache des Textes). Die Haltung bleibt: Die Kürzung der Träger war nicht vereinbart. Aber rechtlich gibt es wohl nichts zu beanstanden. Fakt ist: Der Verein wünscht sich aus Köpenick Unterstützung. Und zwar finanzieller Art in Form eines Freundschaftsspiels.

Ich glaube, dass Union Fürstenwalde so etwas wie eine seriöse Planung bräuchte. Bis heute habe ich nur gelesen, dass bereits 100.000 Euro für das Projekt ausgegeben worden seien (davon ca 20.000 Euro für das alte Dach und ca 50.000 Euro für den Transport von Berlin nach Fürstenwalde). Ich habe keine ernsthafte Planung für das Projekt wahrgenommen. Wie viel soll es kosten? Wie wird es finanziert? Wer baut? Wurde der modifizierte Bauantrag in Fürstenwalde überhaupt gestellt und wenn ja, wurde er genehmigt oder abgelehnt? Was würden die zusätzlichen Träger kosten? Das ist doch kein Baumhaus, das man sich einfach in den Garten zimmert.

Mein Empfinden ist, dass man sich bei Union aus diesen Gründen mit der Zusage für ein Freundschaftsspiel ziert. Wenn nicht klar ist, wieviel Geld tatsächlich gebraucht wird und wofür es genau ausgegeben werden soll, würde ich auch nicht viel unternehmen. Das ist die Bringschuld derjenigen, die Unterstützung wollen. Zum Thema Freundschaftsspiel wird auch unterschlagen, dass Union durch die Partnerschaft mit MatchIQ vielleicht nicht ohne weiteres einfach Benefizspiele durchführen kann: “In engem Austausch mit der sportlichen Leitung der Eisernen unterstützt Match IQ den Verein bei der Planung und Umsetzung von Vorbereitungsturnieren, Freundschaftsspielen sowie den Trainingslagern.” Zuletzt würde ich behaupten, dass man bei Union viel erreichen kann, aber wenig wenn Druck über Medien ausgeübt wird.

Die letzte Geschichte geht gut aus:

Adam Nemec dürfte der Glaube an die Menschheit wiederhergestellt worden sein. Der Ex-Unioner hatte sein Portemonnaie verloren und dann diese Nachricht erhalten:

Union hat Probleme mit dem Dach

Die Überschrift ist etwas irreführend. Denn Union ist hier Union Fürstenwalde und das Dach war mal Union Berlin. Gehört aber seit drei Jahren Union Fürstenwalde. Die Bild bringt heute einen längeren Text darüber, dass das Dach der früheren, kleinen Sitzplatztribüne der Alten Försterei beim Käufer Union Fürstenwalde nicht passt, weil es nicht sachgerecht abgebaut worden sei. Mich irritiert an der Geschichte einiges. Der vermeintlich nicht sachgerechte Abbau wurde schon 2012 bemerkt als noch gar nicht alle Träger abgebaut waren und trotzdem seitdem nicht öffentlich als Hauptproblem für den stockenden Dachaufbau in Fürstenwalde thematisiert?


Foto: Matze Koch

In einem Schreiben an seine Vereinsmitglieder sagt Union Fürstenwaldes Sport-Vorstand Peter Heinrich: “Zunächst einmal haben wir jetzt Architekten und Statiker beauftragt alles in die Wege zu leiten, um das Tribünendach der Alten Försterei fachgerecht über unserer Haupttribüne installieren zu können.” Das war am 31. Juli 2014. Zwei Jahre nach dem Abbau.

Geplant hatte Fürstenwaldes Manager Baethge den Bau für 2013/14, wie er nach dem Erwerb der Stahlteile im Juni 2012 der Märkischen Oderzeitung mitteilte. “Erst einmal müssen Baugenehmigungen und Statik-Gutachten eingeholt werden”, schrieb die Zeitung damals.

Im August 2014 erklärte Baethge der Märkischen Oderzeitung, warum mit dem Dach noch nichts passiert ist: “Wir müssen erst einmal die Kosten begleichen für den Abbau sowie den Transport und das Abladen, den zwei Fürstenwalder Unternehmen durchführten. Dann kann es weitergehen.” Weiter wird erklärt, dass ein modifizierter Bauantrag gestellt worden sei. “Modifiziert, weil der 1. FC Union beim Abriss miterworbene Stützpfeiler einfach kürzte”, erklärte die MOZ vor einem Jahr. Zu dem Zeitpunkt fehlte lediglich das Geld für den Bau. Von einer Unmöglichkeit aufgrund der gekürzten Stützpfeiler, wie es nun zwölf Monate später in der Bild steht, war da nicht die Rede.

Ich habe den Kaufvertrag über die Dachkonstruktion nicht gelesen und kann deshalb gar nicht sagen, wer hier möglicherweise Recht hat und welche Leistung tatsächlich verkauft wurde. Aber ich vermute, dass es hier auch gar nicht darum geht, sondern um ein Benefizspiel, um den Dachbau zu finanzieren und das städtische Darlehen von 100.000 Euro zu tilgen. Jedenfalls war das laut Baethge im August 2014 der Sinn des angedachten Freundschaftsspiels.

Zum sportlichen Teil: Die BZ schaut noch einmal, wie sich die neuen eingefügt haben. Spoiler-Alarm: Gut haben sie sich eingefügt.

Woran wir sonst merken, dass der Saisonstart näher rückt? Es gibt Geheimtraining (jetzt auch schon gerne mal drei Tage vor dem Spieltag) und Frank Willmann schreibt wieder im Tagesspiegel. Über Mettbrötchenund Fußball: Endlich wieder Gehirn abgeben und auf Bauch umschalten

Geros Worte zur Saison

Außerdem hat Gero von unserem Podcast-Team im Sonderheft der 11Freunde seine Einschätzung zur neuen Saison abgegeben:

Lisa Görsdorf hat den Krebs besiegt

Die beste Nachricht kam gestern am Nachmittag: Lisa Görsdorf hat den Kampf gegen den Krebs gewonnen! Der Kurier zeigt noch einmal, wie sie gegen die Krankheit kämpfte. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen von Benny Köhler das gleiche hören können.

 

Rechtzeitig vor Saisonstart ist Raffael Korte wieder im Mannschaftstraining (BZ). Ob es bis Sonntag für Düsseldorf reicht steht auf einem anderen Blatt. Ihr kennt ja die Schlagzeilen von wieder aufbrechenden Muskelfaserrissen. Ich kann auf “Korte-Schock!” gerne verzichten. Aber das dürfte auf der rechten Außenbahn noch einmal für Bewegung sorgen. Dort hat Christopher Trimmel gegen Palace eine gute Partie gezeigt, während für ihn Toni Leistner auf der rechten Position in der Dreierkette spielte.

Die Berliner Zeitung widmet sich noch einmal den beiden Torhütern im Duell. Mich irritiert vor allem, dass erst in der Morgenpost geschrieben stand, dass sich Trainer Norbert Düwel bereits entschieden hätte und jetzt wieder, dass er noch nichts entschieden habe. Ich hoffe, dass die Kommunikation des Trainers mit den beiden Keepern glücklicher verläuft.

 

Auch zu Wechseln äußert sich Sören Brandy. Allerdings mit dem großen Pinselstrich. Es geht um die vielen Zugänge und Abgänge in den vergangenen beiden Jahren. Im Kurier sagt der Angreifer, dass diese hohe Fluktuation nicht normal sei. Einverstanden.

Bild/BZ berichten, dass Fabian Schönheim und seine Frau samt Tochter getrennte Wege gehen.

Was Eroll Zejnullahu von Christopher Quiring lernen kann

Als ich am Sonnabend direkt nach Abpfiff des Spiels gegen Crystal Palace am Presse-Eingang darauf wartete, dass Steffi mit ihrem Fotowerkzeug kommt, kam als erstes Eroll Zejnullahu an mir vorbei. In zivil und mit Telefon am Ohr. Freundlich lächelnd wie immer. “Wow”, dachte ich, “der hat sich ja wirklich schnell umgezogen.” Erst ein paar Sekunden später merkte ich, dass er gar nicht gespielt hat. Für ein Testspiel (wenn auch das letzte in der Vorbereitung) bemerkenswert.

Trainingsauftakt 15/16
Foto: Stefanie Fiebrig

Bild/BZ macht sich Sorgen um Eroll und fragt: “Bleibt ihm nur die Rolle des Tribünenhockers?” Als Grund wird angeführt: Stärkerer Konkurrenzkampf im Mittelfeld und Erolls Zweikampfquote aus der letzten Saison, die bei unter 50 Prozent liegen soll. Der Schluss, den Bild/BZ daraus zieht: “Vielleicht sollte Zejnullahu das Thema Ausleihe dann doch mal mit Trainer Düwel besprechen …”

Wenn eins meiner Kinder vor einer Herausforderung so auf mich zukommen würde, wäre ich schon etwas irritiert. Wenn die entsprechenden Werte nicht gut sind, können sie doch verbessert werden. Und eine Herausforderung ist dazu da, um angenommen zu werden. Natürlich ist der Konkurrenzkampf für Zejnullahu härter geworden. Aber das ist auch eine riesige Chance, sich zu beweisen und sich zu verbessern. Nur weil ein Spieler in der Vorbereitung hinten dran ist, muss das am vierten oder fünften Spieltag nicht noch genau so sein (ich schaue mal kurz rüber zu Fabian Schönheim, Roberto Puncec und den anderen).

#autogrammkarten #sind #da

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Norbert Düwel hat angekündigt, dass gerade diejenigen Spieler, die nicht bei Punktspielen zum Einsatz kommen, bei “Montagspartien” ihre regelmäßige Spielpraxis erhalten sollen. Ich bin auf diese Konstruktion, die das Fehlen der U23 abfedern soll, sehr gespannt. Gerade für Spieler wie Zejnullahu, der vorwiegend ein- oder ausgewechselt wurde, dürften davon profitieren. Und was die Zweikampfquote betrifft: Dazu gehört auch das Arbeiten am eigenen Körper, was sich der 20-Jährige vorgenommen hat. Die Kunst besteht dann darin, Muskelmasse aufzubauen ohne gleichzeitig Dynamik und Wendigkeit einzubüßen.


Foto: Matze Koch

Kurz: Ich halte es nicht für unmöglich, dass Eroll Zejnullahu auf mehr als die 1116 Minuten Einsatzzeit der vergangenen Saison kommt. Das wären etwas mehr als zwölf Spiele über 90 Minuten. Aber von alleine wird das sicher nicht passieren. Eine Ausleihe halte ich hier persönlich nur für eine Lösung, wenn es überhaupt kein Weg in den Kader führen würde. So wie beim 18-jährigen Angreifer Nils Stettin, der diese Saison leihweise Regionalliga bei Viktoria 89 spielen wird.

Und sollte Eroll zweifeln kann er mal bei Christopher Quiring fragen, wie das mit der immer neuen Konkurrenz ist. Der Flügelspieler sagte im Kurier dazu: “Klar denkt man da drüber nach. Im Endeffekt muss es einem aber scheißegal sein. Man muss abliefern.“

Mission Umbruch erledigt

Der Kurier vergleicht die Startelf von 2013/14 unter Uwe Neuhaus mit der möglichen Startelf am Sonntag gegen Düsseldorf. Effekt: nur zwei bis vier Spieler wären noch übrig. Klingt so, als würde Norbert Düwel an den Auftrag Umbruch bereits ein Häkchen machen dürfen. Jetzt muss es nur noch passen. “Nur” … Wird eine spannende Spielzeit.

Zum Schluss lege ich euch noch “Nussis Gedanken zur kommenden Saison” ans Herz. Ist ein kurzer aber wichtiger Realitäts-Check für uns alle.

Was wir aus dem Test gegen Crystal Palace für das erste Punktspiel mitnehmen

Union hat am Sonntag Sonnabend den Test gegen Crystal Palace mit 2:0 gewonnen. Das war sehr schön und ich mochte auch das Gemurmel auf den Rängen, das ein bisschen an den ersten Schultag nach den Sommerferien erinnerte. Erstes Wiedersehen und alle Geschichten müssen sich gegenseitig erzählt werden. Das zeigte mir außerdem, dass das Spiel sportlich nicht ernster genommen wurde, als es tatsächlich war.

Die große Frage nach dem Spiel ist vor allem: Was nehmen wir vom 1. FC Union aus diesem Spiel mit?

Testspiel 1.FC Union Berlin vs. Crystal Palace 2:0
Foto: Stefanie Fiebrig

Viele Optionen im Angriff: Steven Skrzybski hat seinem Trainer durch seine beiden Tore eine Denkaufgabe vor dem ersten Punktspiel mitgegeben. Sah es doch vorher so aus, als wären Collin Quaner und Sören Brandy gesetzt. Wenn sich Skrzybski diese Kaltschnäuzigkeit auch in Pflichtspielen behält, dürften wir alle in dieser Saison viel Freude an ihm haben. Die Bild/BZ hofft mit ihm auf einen Startelfplatz.

Mehr Qualität im Team: Auch wenn Crystal Palace dem Union-Team athletisch, in der Spielanlage und bei der Pass-Sicherheit überlegen war, kam es bei Düwels Mannschaft trotz der vielen Wechsel in der zweiten Halbzeit zu keinem Bruch im Spiel. Das fand ich bemerkenswert und zeigt mir, dass alle Spieler neue Qualitäten mitbringen und bei zwei, drei Verletzungen nicht plötzlich die A-Jugend auf der Bank nachrückt.

Für die Berliner Zeitung war das der Beweis, dass Düwels Spielidee jetzt auch die Spielidee des Teams geworden ist. Ich freue mich darauf, dass schon alleine der Kampf um Plätze im 18-köpfigen Spieltagskader Spannung verspricht. Die Morgenpost sieht dagegen bereits neun Plätze für die Startelf gegen Düsseldorf vergeben. Die BZ ebenfalls.

Testspiel 1.FC Union Berlin vs. Crystal Palace 2:0
Foto: Stefanie Fiebrig

Dreierkette vs. Viererkette: Die Dreierkette verlangt den Außenspielern läuferisch und von der Konzentration her enorm viel ab. Der Unterschied war gegen Palace sichtbar, als Christopher Trimmel diese Aufgabe in der zweiten Halbzeit auf rechts sehr gut ausfüllte, was Adrian Nikci in der ersten Halbzeit auf der gleichen Position nicht im gleichen Maße gelang (Tagesspiegel). Wobei allerdings auch die Seitenwechsel durch Kurzpass-Spiel von Palace in einem Tempo und einer Präzision stattfanden (vor allem in der ersten Halbzeit), das sich in der Zweiten Liga kaum finden lässt. Trotzdem steht und fällt das Spiel mit Dreierkette mit den Außenbahnspielern. Ich habe allerdings nicht mehr das Gefühl, dass eine Viererkette automatisch mehr Sicherheit bringt. Hier bin ich tatsächlich auf die Punktspiele gespannt. Festhalten können wir: Düwels Team beherrscht beide Systeme.

Testspiel 1.FC Union Berlin vs. Crystal Palace 2:0
Foto: Stefanie Fiebrig

Teamgeist: Spricht man mit Verantwortlichen bei Union, so ist man besonders auf die Integration der neun neuen Spieler sehr stolz. Sehr schnell hätte sich eine Mannschaft gebildet. Dass dafür auch ein guter Saisonstart nötig ist, wissen die Verantwortlichen allerdings. Sonst würde nach zwei, drei Spielen gleich vieles wieder in Frage gestellt.

Torwart: Norbert Düwel hat sich auf eine Nummer 1 im Tor festgelegt, aber diese Entscheidung noch nicht mitgeteilt (noch einmal Morgenpost). Das wird erst zum Spiel gegen Düsseldorf passieren (Kurier). Ich war zu selten vor Ort, um mir selbst eine Meinung zu bilden und überlasse die Glaskugelei anderen. Einen Grund, die Entscheidung der letzten Saison in Frage zu stellen, sehe ich allerdings nicht.

Testspiel 1.FC Union Berlin vs. Crystal Palace 2:0
Foto: Stefanie Fiebrig

Berichte zum Spiel gegen Crystal Palace:

Bilder vom Spiel:

Update:

10.21 Uhr In einer vorherigen Version stand, dass Adrian Nikci auf links gespielt hat. Dort hat allerdings die ganze Zeit Maxi Thiel gespielt.