Urs Fischer and eleven TV-Cameras

Diesen Text von Jacob Sweetman gibt es hier auch auf Deutsch.

When I was last here, what seems like a lifetime ago, in the press conference before the first leg of the first leg-‘Relegationsspiel’ against Stuttgart, Urs Fischer had seemed a little nervous. A muscle in his cheek kept twitching slightly. It was a small thing but ever so slightly perceptible when you looked hard enough. It’s understandable when one starts to read about him. He is a man obsessed by winning, and he knew that the first leg would be the one to define the tie.

Urs Fischer Trainer 1. FC Union

Urs Fischer appeards relaxed at the press conference, Photo: Matze Koch


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Nicht alles ist neu, aber alles ist besser mit Union

Gestern hat die tollste Saison der Bundesliga-Geschichte begonnen. Der Grund für diese Superlativ ist natürlich, dass Union dabei ist. Und bevor man dem jetzt entgegnet, dass der Fußball doch an so vielen Stellen kaputt sei: Ja. Aber früher war auch alles schlecht. Nur eben ohne Union, und deshalb schlechter.

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Ich werde am ersten Spieltag erst weinen, danach schweigen und dann eskalieren

Erinnert ihr euch noch, wie wir alle das letzte Mal im Stadion geheult haben nach dem Relegationsspiel gegen Stuttgart? Weil alle Gefühle, die mit dem Aufstieg kamen, einfach zu viel waren? So ging es mir gestern morgen, als ich mit der U-Bahn zur Arbeit fuhr und mir dieses Video des RBB von der Abholung der Banner für die Ehrung der verstorbenen Unionerinnen und Unioner am ersten Spieltag angeschaut habe.

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Es gibt tatsächlich eine Verlosung der Tickets – aber warum nur von 5500 Karten?

Dass die Tickets für das Spiel gegen Dortmund unter den Mitgliedern ohne Dauerkarte verlost werden, hat der Verein nun gestern auch offiziell kommuniziert. Ein Los ‘ziehen’ kann man im online-Zeughaus zwischen Freitagmorgen und Montagabend.

Tickets 1. FC Union ausverkauft

Dieses Bild wird man in dieser Saison wahrscheinlich oft oder sogar immer sehen, Foto: Matze Koch

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Wenn gegen Dortmund die Tickets verlost werden, ist das wohl die fairste Art der Verteilung

Union reagiert auf die Serverprobleme beim Verkauf der Tickets für das erste Bundesligaspiel gegen Rasenballsport Leipzig und wird wohl die Karten für das zweite Heimspiel verlosen. Dabei kann jedes Mitglied ein Los ziehen (für das Los gibt es 4 Tage Zeit) für einen Platz der Wahl. Dabei muss man sich also schon festlegen. Und dann wird unter denjenigen ausgelost. Das fühlt sich natürlich ungerecht an, weil die Entscheidung für eine Karte jetzt bei einer höheren, nicht greifbaren Macht liegt. Aber andererseits sind nun nicht diejenigen gekniffen, die in der Verkaufszeit arbeiten müssen oder sich an der einen oder anderen digitalen Hürde nicht vorbeimogeln konnten. Von Netzverbindungen und der Serverlast bei Union (und dessen Dienstleister) möchte ich gar nicht erst sprechen. Hier noch einmal ein Screenshot, den ich gestern noch machen konnte, bevor Union die Zeughaus-Website wieder offline genommen hat. Wahrscheinlich wird Union das Verfahren sehr zeitnah offiziell bekanntgeben. Ob das dann bei jedem Spiel zum Einsatz kommen wird, ist nicht bekannt.

Verlosung der Tickets 1. FC Union Berlin gegen Borussia Dortmund

Screenshot: Union-Zeughaus

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Neunzig Minuten heile Welt.

Bin ich eigentlich die einzige, die bei Spielen im Zoschke jedesmal denkt: “Oh, wie bei uns früher!”,  kurz nachrechnet, zu dem Schluss kommt, dass “früher” weniger lange her ist als … na sagen wir mal: Smells like Teen Spirit von Nirvana und dann staunt, wie schnell die Welt sich dreht? Ich liebe das Zoschke sehr, samt der Butterblumen auf den Stufen. Dass man mit dem Arsch auf der Rasenkante sitzt (also: ich, wegen der Fotos). Es ist genau diese Nähe, die bei uns so schleichend abhanden kommt. Weil 2000 Leute halt doch einfacher unter einen Hut zu bringen sind als 20.000. Will ich zurück in die Oberliga? Glaube nicht. Aber immer mal ins Zoschke, zum erden.

Rafał Gikiewicz wünscht sich Stimmung die ganze Zeit über

Eine Debatte darüber, ob es richtig ist beim ersten des 1. FC Union in der Bundesliga einen Stimmungsboykott zu organisieren, gibt es, seit die Ansetzung von Leipzig als Gegner in diesem Spiel erschienen ist, und spätestens, seit die Fanszene diesen Boykott angekündigt hat. Mit Rafał Gikiewiczs Instagram Post gestern, in dem der Torwart sich wünscht, dass es keinen stillen Protest sondern das ganze Spiel über frenetische Anfeuerung gibt, hat diese Debatte aber gestern noch einmal mehr Dynamik bekommen.

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Liebe Fans, am Sonntag werden wir alle einen historischen Moment erleben! Wir haben in der letzten Saison sehr hart für diesen Moment gearbeitet! Wir alle, auch Ihr! Für alle Unioner ist das ein besonderer Moment! Euer geplanter Boykott in den ersten 15 Minuten ist nicht gut für uns Spieler. Ihr könnt gerne eine Choreo oder sonst etwas machen. Wir Spieler, zusammen mit Euch Fans, müssen unseren Gegnern zeigen, dass das UNSER Platz ist, UNSER Haus! Sie müssen spüren „Wellcome to Hell“, dass es NIE einfach ist gegen uns zu spielen. Fans, das ist meine persönliche Meinung! Ich bin Ausländer und es interessiert mich nicht, wer unser Gegner ist! Ich will einfach nur MIT EURER HILFE gewinnen. Ihr könnt alles machen, aber ein Boykott wird uns nicht helfen. Wir brauchen Eure Euphorie, Eure Gesänge, Eure Anfeuerungen!!! Alles Liebe Euer Giki

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#378 – Spieltagsansetzungsautomat

Eigentlich wollten wir einen kurzen Saisonvorschau-Podcast machen vor Unions erster Spielzeit in der Bundesliga. Aber die Diskussion um den Boykott der ersten 15 Minuten gegen Raba Leipzig kam uns erstmal dazwischen.

DFB-Pokal (1. Runde), VfB Germania Halberstadt – 1. FC Union Berlin (0:6), Fans von Union, Foto: Matze Koch

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Ohne Zittern in Runde zwei? Das ist nicht mehr mein Union!

So richtig wusste ich nicht, was uns beim Erstrundenpokalspiel in Halberstadt erwarten würde. Eins allerdings weiß ich: Mit einem 6:0-Sieg habe ich nicht gerechnet. Noch weniger habe ich allerdings mit der Kaltschnäuzigkeit gerechnet, mit der Union agierte. Zwar gelang offensiv zunächst wenig bis gar nichts (die Aktionen wurden nicht gut zu Ende gespielt), aber die Mannschaft spielte trotzdem einfach ihren Stiefel runter. Klare Pässe, keine Hektik, kein “was wäre wenn”. Vergangenes Jahr in Jena ging es noch etwas drunter und drüber, doch davon war gestern nichts zu sehen. Wenn wir die Phase kurz nach Beginn der zweiten Hälfte ignorieren, dann war das eine Partie, die seriös geführt war und nie ernsthaft in Gefahr war zu entgleiten. An solche Erstrundenspiele muss ich mich erst einmal gewöhnen.

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Kapitel Eins von 35+x in Halberstadt

Der 1. FC Union bestreitet heute sein erstes Pflichtspiel der Saison 2019/20. Wie viele dieser Pflichtspiele es geben wird, entscheidet sich natürlich auch schon heute in der ersten Runde des DFB-Pokal in Halberstadt.

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