Der Kurier schreibt, dass Sebastian Polter mindestens 6 Wochen fehlt

Es ist der Nebeneffekt von Unions Geheimniskrämerei um Verletzungen bei Spielern, dass darüber dann spekuliert und gemutmaßt wird. Der Verein hatte am Montag lediglich mitgeteilt, was jeder schon am Donnerstag mit eigenen Augen gesehen hat: “Nach Untersuchungen am Montag wurde eine Verletzung am linken Mittelfuß diagnostiziert.” Nun schreibt der Kurier heute, dass ein Knochen am Mittelfuß wohl angebrochen sei und der Angreifer mindestens 6 Wochen fehlen würde. Operiert werden soll nicht. Damit dürfte klar sein, dass Sebastian Polter wohl nicht die ganze Saison ausfällt. Eine genaue Prognose über die Fehlzeit ist natürlich nicht möglich. Aber wenn das alles stimmt, haben wir zumindest eine Richtzeit und können uns auf den nächsten Comeback-Fallrückzieher des Stürmers freuen.

Sebastian Polter musste beim Spiel gegen Köln verletzt ausgewechselt werden, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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War Union bei St. Pauli zu naiv?

Im Blick zurück auf ein denkwürdiges Spiel am Montagabend bei St. Pauli gibt es heute einige Angebote, sich noch etwas mit der 2:3-Niederlage in Hamburg zu beschäftigen.

Fischer

Urs Fischer hätte sich von seiner Mannschaft in den Schlussminuten mehr Besonnenheit gewünscht, Foto: Matze Koch

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Kurz vor Schluss verloren hatten wir diese Saison auch noch nicht (und hätten es auch nicht gebraucht)

Das 1:2 für Union gegen St. Pauli durch Grischa Prömel kurz vor Schluss hatten wir gestern noch leise bejubelt. Beim 2:2 von Suleiman Abdullahi gab es allerdings kein Halten mehr. Vergessen die  Vorsicht, dass im  Nachbarzimmer ein Kind schläft. Wir haben geschrien und uns hemmungslos gefreut. Während der Kommentator bei Sky davon sprach, dass es vielleicht sogar noch zum Sieg reichen könnte, sagte ich: “Jetzt einfach das Unentschieden mitnehmen.” Denn Union hatte zwar ein starkes Auswärtsspiel mit vielen Tormöglichkeiten gemacht, doch war auch anfällig und ließ die eine oder andere Möglichkeit für die Hamburger zu. Dazu kam, dass Felix Kroos leider keine seiner ungewohnt zahlreichen Möglichkeiten im Angriff nutzte.

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Marcel Hartel hat die Chance auf Unions zweites “Tor des Monats” in dieser Saison

Das Fallrückzieher-Tor von Marcel Hartel, das der Mittelfeldspieler in den letzten Januarstunden schoss, steht wenig überraschend zur Wahl des Tor des Monats der Sportschau. Das Team von Urs Fischer scheint diese Saison einen internen Wettbewerb am Laufen für besondere Tore zu haben. Denn diese Nominierung ist nach dem Fallrückzieher von Sebastian Polter und dem Torwarttor von Rafal Gikiewicz schon die dritte für ein Tor des Monats in dieser Spielzeit. Ich kann mich nicht erinnern, dass das vorher schon einmal der Fall war. Für Marcel Hartel, der im vergangenen Jahr unter André Hofschneider einen schweren Stand hatte und mittlerweile zum Flügelspieler umgeschult wurde, würde es mich besonders freuen, wenn er gewinnen würde.

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Urs Fischer steckt auch die krassesten Wortspiele ohne Regung weg

“Sebastian wird sicherlich nicht zur Verfügung stehen”, sagte der hörbar heisere Trainer Urs Fischer in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli (AFTV). Auf Angreifer Polter muss der Coach also verzichten. Selbst eine genaue Diagnose sei wegen des geschwollenen Fußes zur Zeit noch nicht möglich (Bild/BZ). Doch auch trotz der damit erzwungenen dritten Änderung in der Angangsformation muss niemanden Angst und Bange sein. Sebastian Andersson wird Polter sicher wie gegen Köln ersetzen. Und für Ken Reichel und Christopher Trimmel (beide gesperrt) werden sicherlich Christopher Lenz und Julian Ryerson beginnen. Der Kurier thematisiert diese Wechselspiele und fragt sich, wer denn stattdessen als Backup für die Außenverteidiger auf der Bank sitzen wird.

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den FC St. Pauli, Screenshot: AFTV

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den FC St. Pauli, Screenshot: AFTV

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Marcel Hartel: Vom Fallrückzieher-Double zur Fallrückzieher-Hauptrolle

Heute morgen habe ich beim Lesen mit dem Tagesspiegel-Text über Marcel Hartel begonnen. Darin wurde die Frage aufgeworfen, wie lange er denn noch in Berlin bleiben würde, denn: “Der 1. FC Köln hat sich beim Wechsel 2017 eine Rückkaufoption gesichert und Tore wie dieses sind sicherlich nicht die schlechteste Eigenwerbung.” Huch, dachte ich. Erstens weil ich die Rückkaufoption nicht mehr im Sinn hatte. Und zweitens, weil Marcel Hartel schon von Jens Keller gesagt bekam, er solle öfter mal den Abschluss suchen. Sprich, er trifft gar nicht so häufig. Im Kurier ging es auch um die Option, die Köln bei Marcel Hartel im Sommer ziehen könnte.

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“Zwei Spiele gegen Gikiewicz, kein Tor für Terodde”

“Wir sind eine Mannschaft, die normalerweise viele Tore schießt, heute ist uns das nicht gelungen.” Dieser Satz von Kölns Trainer Markus Anfang in der Pressekonferenz nach dem 2:0 von Union muss Urs Fischer ein inneres Weihnachtssingen gewesen sein. Der Coach hat allerdings viel zu gute Manieren, um sich so etwas im Zweifel vor aller Öffentlichkeit anmerken zu lassen. Das Ziel, Köln den Ball zu überlassen und dafür selbst Räume für Konter zu haben, ist jedenfalls aufgegangen. Mein Lieblings-Urs-Fischer-Moment war allerdings direkt nach dem Fallrückzieher-Tor von Marcel Hartel, als er ganz ungläubig in die Fernsehkameras schaute.

Screenshot: Sky

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Hat Union jetzt die Strahlkraft des FC Bayern oder was will Adidas in Berlin?

Als Union gestern mit diesem von der Werbe-Agentur Jung von Matt Sports gestalteten Bild verkündete, dass adidas als Ausrüster von 2020 an einsteigen werde, habe ich doch die Augenbraue gelupft. Einerseits weil damit vielleicht die Preise für Trikots steigen werden. Aber vor allem weil Adidas sich meines Wissens aus dem Ausrüster-Geschäft für Mannschaften zurückziehen wollte. In der Bundesliga gibt es beispielsweise gerade nur den FC Bayern, der diese Marke als Ausrüster hat (hier die ganze Liste).

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Micha Parensen hätte Union fast verlassen

Urs Fischer hat gestern über Carlos Mané die üblichen Dinge gesagt: Dass er sich gut präsentiert habe. Dass es helfe, dass er die Liga schon kennt. Aber auch, dass er noch Zeit braucht, die Automatismen zu lernen. Etwas aufhorchen ließ aber, dass der Trainer auch sagte, dass Mané “doch schon recht gut Hochdeutsch spricht.” Der Schweizer Fischer meint damit wahrscheinlich nur deutsches Deutsch im Unterschied um Schweizer Dialekt. Aber vielleicht wollte er auch betonen, dass sich Mané in Stuttgart keine württembergische Mundart zugelegt hat. Wir werden versuchen, das am Donnerstag zu beobachten.

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Wer hat Angst vor Simon Terodde?

Simon-Wie-konnte-Union-den-Stürmer-nur-ablösefrei-ziehen-lassen-Terodde kommt am Donnerstag ins Stadion an der Alten Försterei. Und die Bild (noch nicht online) rechnet uns vor, dass der Angreifer 1,29  Tore je Spiel erzielt. Und damit sei er allein von der Torausbeute 5 Mal gefährlicher als zu seiner Zeit bei Union. Die Effizienz ist natürlich atemberaubend, auch wenn der Vergleich natürlich hinkt. Erstens hatte Terodde als Spieler bei Union noch nicht das Standing eines überragenden Zweitliga-Torjägers wie heute. Und bei allem Respekt vor dem Union-Team unter Uwe Neuhaus, aber Terodde spielt jetzt auch mit Spielern, die eine andere Qualität haben. Mal von der Spielstrategie ganz abgesehen. Müssen wir jetzt alle aufpassen, dass wir uns am Donnerstag nicht in die Hosen machen? Auch hier würde ich klar nein sagen. Nur weil Simon Terodde im Schnitt mehr als 1 Tor je Spiel erzielt, trifft er nicht in jeder Partie. Im Hinspiel beispielsweise ging er torlos vom Platz. (Wobei auch mein Vergleich hinkt, hat Terodde am 2. Spieltag gegen Union erst ab der 60. Minuten mitmachen dürfen. Danke Matze für den Hinweis.)

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