Union hat erstmals mehr Mitglieder als in den Heimbereich des Stadions passen

Die Mitgliederversammlung gestern in der Ballspielhalle Hämmerlingstraße sollte vor allem Ruhe und Konstanz vermitteln. Die Zahlen, die Union liefert, sind absolut beeindruckend (Einnahmen für die abgelaufene Saison bei 43,978 Millionen Euro und Ausgaben bei 43,783 Millionen Euro). Für die laufende Spielzeit wird mit Einnahmen von 47,076 Millionen Euro bei ähnlich hohen Ausgaben (47,006 Millionen Euro) geplant. Aber jenseits dieser Zahlen gilt bei unveränderter Zielstellung eigentlich das Gleiche wie in den vergangenen Jahren, nur wird es nicht mehr so deutlich formuliert. Mein Eindruck ist, dass es auch gar nicht um die ewige Frage geht, ob sportliche Ziele öffentlich formuliert werden oder nicht. Es geht vielmehr darum, die Mitglieder (fast 3000 mehr. Nun insgesamt 21.395 und damit erstmals mehr, als in den Heimbereich des Stadions passen) mitzunehmen auf diese Reise durch ein sich wahnsinnig schnell veränderndes Profifußballumfeld.

Dirk Zingler beim Bericht des Präsidiums, Foto: ZVG

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“Ich bin lieber Kapitän auf einem kleineren Schiff als auf einem Riesenschiff die Nummer 2 oder 3 zum Bälletragen”

Nach diesem wahnsinnigen Erlebnis mit dem 2:2 in letzter Minute Hamburg muss man vielleicht wirklich kurz einen Schritt zurücktreten und sich noch einmal selbst vergegenwärtigen, was wir da alle erlebt haben. Genauso wie es dieser Tweet von Union in Englisch macht: Im riesigen WM-Stadion eines ehemaligen Bundesligisten stehen und zu sehen, wie Union tatsächlich eine Chance hat, das Spiel zu gewinnen. Während man vor noch gar nicht allzu langer Zeit auf den schiefen Stufen bei Falkensee-Finkenkrug stand, die jetzt in der 5. Liga spielen. Demut ist vielleicht das richtige Wort dafür. Und es dürfte noch einmal der Hinweis sein, nicht alles, was rund um Union passiert, als selbstverständlich hinzunehmen. Auch wenn die Dichte an sportlichen Highlights (siehe die Pokalauftritte gegen Bundesligisten) uns langsam aber sicher anzeigt, dass Union leistungsmäßig immer näher nach oben kommt.

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Gegen Union ist jede Führung zu früh

Union kann wirklich nicht mehr verlieren. Und das selbst dann nicht, wenn es auswärts beim Aufstiegsfavoriten, Europapokalsieger und Dino ein wirklich nicht besonders gutes Spiel macht. Auch wenn das fußballerisch gestern Abend sicher nicht die beste Saisonleistung war, ist so ein Spiel mit noch einem späten Ausgleich ein weiterer Schritt nach vorn für diese Mannschaft.

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Auch Tusche und Ronny Nikol fahren nach Hamburg zum Auswärtsspiel

Heute Abend geht es für den 1. FC Union im ersten Pflichtspiel überhaupt gegen den Hamburger SV (Anstoß 20.30 Uhr). Ich wünsche allen Hamburg-Fahrern viel Spaß. Unter ihnen ist auch Torsten Mattuschka, der gemeinsam mit Ronny Nikol und einigen anderen sich diese Auswärtsfahrt nicht entgehen lässt, wie er in der Bild erzählt. Das Spiel in Hamburg ist das 3. Mal, dass eine große Handicap-Fahrt zu einem Auswärtsspiel gemacht wird. Neben vielen Unterstützern ist dieses Mal der Fanklub Eiserne Kubikelfen Pate der Fahrt (Fotos von den Vorbereitungen findet  ihr hier).

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Stevie schießt zwei Tore und alle freuen sich

Wir müssen heute mal mit der Sektion “Einmal Unioner Immer Unioner” anfangen. Es ist nicht so, dass niemand Schalke gesagt hätte, dass sie Steven Skrzybski mal spielen lassen sollten. Trotzdem hat es bis Ende November gedauert und vielleicht auch einige Verletzungen gebraucht, bis Stevie zu einem Startelf-Einsatz kam. Und dann natürlich gleich mal zwei Tore gemacht und (mit einem bisschen Wohlwollen, aber davon gibt’s ja reichlich für ihn) eins vorbereitet hat.

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Von wegen das Weihnachtssingen ist nur für Eventies … In nur 8 Stunden wurden alle Tickets an Mitglieder verkauft

Was ich im Vorfeld über das Weihnachtssingen höre und lese: “Früher da war es noch gemütlich”, “Jetzt sind hier überall Eventies”, “Das ist nichts mehr für die Unioner, die auch damals gegen Falkensee/Finkenkrug …”, “Ich gehe da nicht mehr hin, weil …”, “Die echten Unioner haben gar keine Chance mehr auf Karten.” Ihr kennt das sicher auch. Wenn ich jetzt ein bisschen Zeit hätte, könnte ich uns eine ganze Bingo-Karte damit bauen. Worauf ich aber hinaus will: Manche Stimmen sind lauter als andere. Nämlich die Stimmen, die sich beschweren, die meckern und motzen. Die leisen Stimmen nehmen wir häufig nicht wahr.

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Die Hall of Fame des deutschen Fußballs ist vor allem eine Hall of Fame des westdeutschen Fußballs

Die Länderspielpause ist endgültig vorbei. Heute beginnt wieder die Zweite Liga. Für Union ist allerdings noch Zeit, erst am Montag geht es in Hamburg gegen den HSV. Das Wuhlesyndikat hat den kleinen Hinweis an alle Hamburg-Fahrer im Programm, sich einen Zehner mehr einzupacken. Es dürfte einen schönen Schal dafür geben.

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Keine Montagsspiele mehr. Aber nur für die Bundesliga.

Die Abschaffung der Montagsspiele hat gestern viele beschäftigt (Meldung). Und der Zeitpunkt hätte von der Dramaturgie nicht besser passen können. Vorgestern erst hatten die organisierten Fanszenen in ganz Deutschland einen Stimmungsboykott für die erste Halbzeit für den Spieltag rund um den 1. Dezember angekündigt (Mitteilung des Wuhlesyndikats). Mir war allerdings nicht zum Feiern zumute. Denn es war die Absichtserklärung der Bundesliga-Klubs, das Montagsspiel fallen zu lassen ab der neuen Rechteperiode 2021. Die Entscheidung der Klubs ist witzigerweise genauso einstimmig gefallen wie die Entscheidung für Montagsspiele vor ein paar Jahren. Die Abstimmung betrifft aber nicht die Zweite Liga und auch nicht die 3. Liga, die einen ganz regulären Montagstermin haben. In der Bundesliga betraf das meines Wissens nach sowieso nur 5 Spiele je Saison (die DFL nennt das Entlastungsspiele). Der geplante Stimmungsboykott wurde folgerichtig auch nicht abgesagt

Transparent im Gästefanblock “Montagsspiele abschaffen!” am 8. Spieltag in Ingolstadt, Foto: Matze Koch

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Eine Halbzeit ohne Stimmung gegen Darmstadt

Beim Spiel gegen Darmstadt am 1. Dezember wird es in der ersten Halbzeit einen Stimmungsboykott geben. Das kann man in einem Statement lesen, dem sich das Wuhlesyndikat angeschlossen hat.

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Die Kernforderung des Protests: Fan-freundliche Anstoßzeiten; Photo: Matthias Koch

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Union hat zwar einen großen Kader, aber die Zahl der einsatzfähigen Spieler verteilt sich nicht gleichmäßig über alle Mannschaftsteile

Bis zum Auswärtsspiel gegen den HSV ist es noch ein paar Tage hin. Genauer gesagt fast eine Woche. Und so schauen wir in aller Ruhe den lachenden Profis beim Training zu.

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