Warum sind eigentlich Polizisten in den Gästeblock gegangen?

Irgendetwas fühlte sich komisch an, als Joshua Mees beim 4:0 gegen Fürth in der 5. Minute das 1:0 erzielte. Ich konnte nicht jubeln. Kurz zuvor gab es den heftigen Zusammenprall zwischen Suleiman Abdullahi und Maximilian Wittek, bei dem von uns aus nicht sichtbar, ob der Fürther bei Bewusstsein war oder nicht. Wir sahen nur die regungslosen Beine ausgestreckt liegen. Dann plötzlich Gewühl im Gästeblock zwischen Fürther Anhängern und Ordnern und die Polizei, die hineingeht. Und mitten in diese Phase schießt Joshua Mees das 1:0. Ich weiß nicht, ob ich jemals ein Uniontor so regungslos zur Kenntnis genommen habe.

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Union muss nicht einmal spielen, damit wir zufrieden durch das Wochenende gehen

Vor dem Spiel heute möchte ich einfach zwei Ergebnisse nennen, die euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden, auch wenn Union damit nichts zu tun hat. Als erstes, es gibt auch andere Teams, die in Dortmund 3:2 verlieren:

  • Borussia Dortmund – FC Bayern 3:2

Und dann noch ein Regionalliga-Spiel, das gestern einige Zuschauer in den Jahnsportspark lockte und bei dem unter anderem Christopher Quiring traf:

  • VSG Altglienicke – BFC Dynamo 5:0

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“Am Schluss brauchst du eine Mannschaft, die gewillt ist, nach vorne zu gehen, aber nicht dumm.”

Allzu viel handfestes gibt Urs Fischer in seinen Pressekonferenzen selten preis. Das war eigentlich auch gestern bei der zum Spiel am Sonntag gegen Fürth so. Dabei gab es aber einen Moment, in dem der Trainer durchaus genervt auf (noch) eine Frage zur angeblich in erster Linie defensiven Herangehensweise reagierte. Urs Fischer hatte sicher nicht unrecht, als er sagte, dass die Journalisten ihm diese auf Grund der Resultate unterstellten, obwohl sie doch auf keiner Mannschaftssitzung dabei gewesen seien. Nun würde aber im Leben keiner der Berichterstatter eine Gelegenheit ausschlagen, an so einer Sitzung teilzunehmen. Und außerdem gibt es ja zwischen Mannschaftssitzung und Ergebnis noch ein Spiel, auf dem Eindrücke aufbauen. Da hat Union gegen Dortmund einen großen und gegen Regensburg einen kleinen Schritt zu einer proaktiveren Spielweise gemacht. Es wird spannend, wie es gegen Fürth weiter geht.

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Weihnachtssingen: Der Schwarze Peter liegt jetzt wohl beim sächsischen Innenministerium

Der Kurier schreibt, dass wir die Ansetzung des Aue-Spieles genau auf den Tag des Weihnachtssingens wohl dem sächsischen Innenministerium zu verdanken haben. Denn an dem Spieltag würde auch die Partie Halle gegen Zwickau stattfinden und sich kreuzende Fanwege sollen vermieden werden. Ich weiß nicht, was ich von dieser Begründung halten soll. Aber ehrlich gesagt ist es mir auch egal. Meinetwegen hätte der Spieltag direkt vor Weihnachten einfach gar nicht stattfinden sollen. Zu verdanken haben wir diesen Feiertagsstress ja vor allem den Erstligaklubs, die erst am 18. Januar wieder beginnen und zumindest ein bisschen so etwas wie eine Winterpause haben wollten.

Weihnachtssingen 2017, Foto: Matze Koch

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Weihnachtssingen hin oder her: Wer will eigentlich überhaupt am 23. Dezember spielen?

Gestern kamen die Spieltermine für den Rest des Jahres heraus und der wohl aufregendste Teil war wahrscheinlich, dass das Spiel von Union in Aue für den 23. Dezember angesetzt wurde. Union hatte, wie der Verein mitteilte, darum gebeten, dass dieses Spiel wegen des Weihnachtssingens eben nicht an diesem Tag stattfindet.

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🤨🤨🤨 #weihnachtssingen #unverschämtheit

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Union wollte einen lauten Keeper. Und Rafal Gikiewicz ist genau das.

Der Augenblick, in dem Rafal Gikiewicz am Sonntag nach dem enttäuschenden 1:1 in Regensburg vor den Kollegen der Berliner Medien nicht an sich halten konnte, beherrscht heute noch einmal die Tageszeitungen (Kurier, Bild/BZ, Berliner Zeitung, Morgenpost, Tagesspiegel). Wir erinnern uns, dass der Keeper sagte: “Ich bin nicht zufrieden, wir haben heute nicht gut gespielt. Regensburg war die bessere Mannschaft. Und wir verlieren die nächsten zwei Punkte. Ich bin nicht zufrieden. Normalerweise müssten wir Erster sein mit fünf, sechs Punkten mehr. Ich schaue nur nach vorne. Ich habe hohe Ziele, will nicht Zweiter, Dritter oder Vierter sein. Ich will Platz eins und aufsteigen in dieser Saison.”

Rafal Gikiewicz nach Abpfiff mit Torwarttrainer Michael Gspurning, Foto: Matze Koch

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Rafal Gikiewicz hat recht: “Wir verlieren jede Woche zu viele Punkte.”

Es war gestern ein bisschen so, als hätten wir doch schon den Videobeweis in der Zweiten Liga. Gemeinsam mit dem Fanklub Ziegenunioner war ich beim Eisbeinessen und Union schauen. Als Ken Reichel zum 2:1 für Union traf, gab es die kollektive Ausflippung und ich rief: “Endlich trifft er auch mal für uns.” Mitten in den Jubel machte Schiedsrichter Sascha Stegemann zwar nicht die viereckige Geste für den Videobeweis, sondern lief rüber zu seinem Assistenten. Auch ein Zeichen, das nichts Gutes vermuten ließ. Und dann gab der Referee das Tor nicht. Warum der Assistent so ewig brauchte? Keine Ahnung. Denn die Fahne hob er zu keinem Moment, bis das Tor fiel. Hartel stand in der Situation im passiven Abseits. Wie der Assistent das so genau gesehen haben will, wenn er nicht auf Höhe der Abseitslinie stand, während wir das nur mit Standbild erkennen? Keine Ahnung. Und ich gebe zu, dass ich nicht regelfest genug bin, um zu erklären, ob es danach eine neue Spielsituation gibt oder ob Hartels passives Abseits nicht doch zum aktiven wird. Wenn letzteres der Fall ist, war es sicher korrekt, den Treffer nicht zu geben.

Screenshot: AFTV

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Wenn schon nicht die schwarze Fifa-Karte, dann sollte es für Rafal Gikiewicz mit dem Tor des Monats klappen

Ich habe mich gestern wahnsinnig für Rafal Gikiewicz gefreut, dass er von der Sportschau in die Auswahl zum Tor des Monats Oktober genommen wurde. Es wäre toll, wenn das für ihn klappen würde (stimmt hier ab!). Wobei es natürlich kein besonders schönes Tor im Sinne von “künstlerisch wertvoll” war. Hier steht im Vordergrund, dass es nicht von einem Feldspieler erzielt wurde. Hoffentlich bemerken diesen Umstand viele Zuschauer. Nachdem es schon nicht mit der schwarzen Karte bei Fifa geklappt hat, wäre das eine tolle Belohnung für den Union-Keeper.

Screenshot: Sportschau

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“Schwachstellen habe ich bei Union keine gefunden”

Von Dortmund nach Regensburg. Nach einem fetten Menü wieder Schwarzbrot. So oder so ähnlich sehen es die Berliner Medien (BZ, Morgenpost und RBB). Und ich kann das auch durchaus nachvollziehen. Aber andererseits ist das der Alltag, der Erfolge wie das DFB-Pokalspiel in Dortmund erst möglich macht. Und es verbietet ja niemand dem Team, auch in der Liga für unvergessliche Momente zu sorgen. Und bei all dem ergebnismäßigen Schwarzbrot (7 Unentschieden in 11 Spielen) waren schon einige besondere Momente dabei (Gikiewiczs Torvorlage, dann das Torwarttor und das Traumcomeback von Sebastian Polter inklusive Tor des Monats). Es ist also nicht so, als würde die Mannschaft nicht dafür sorgen, dass diese Saison unvergesslich wird. Jetzt vielleicht noch ein Sieg in Regensburg und wir können wieder die Pfanne auf die Herdplatte stellen. Dafür sorgen könnte Sebastian Polter, dessen mitreißende Mentalität die Bild thematisiert.

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