Die Regionalliga-Reform ist einerseits tot und gleichzeitig nicht totzukriegen

Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer hat das Wochenende frei und wenn ich so durch die Insta-Stories blättere, scheinen viele das für einen Kurztrip zu nutzen. Rafal Gikiewicz ist mit Frau und Kindern beispielsweise fix nach Venedig gefahren und schaukelt auf einer Gondel durch die Stadt.

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#LaFamilia♥️

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Auch Union stimmt für den Video-Assistenten in der 2. Liga

In der 2. Bundesliga werden in der nächsten Saison Rechtecke nicht mehr nur aus Spaß in die Luft gemalt werden. Das haben die (aktuellen) Zweitligisten gestern beschlossen, als sie bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung für die Einführung des Video-Assistenz-Schiedsrichters stimmten. Auch Union hat die Ausweitung des VAR unterstützt, der offenbar unter allen anderen Beobachtern des Fußballs umstrittener ist als unter den Vereinen.

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Einen freien Vorverkauf wird es für die HSV-Tickets wohl nicht geben

Das Benefizspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt gewann Union gestern mit 4:1. Im Gedächtnis dürfte davon vor allem Suleiman Abdullahis Hattrick bleiben, den der Angreifer in nur 5 Minuten erzielte. Angesichts der vielen Möglichkeiten für noch mehr Tore sagte Urs Fischer über Abdullahi, der als klassischer Mittelstürmer antrat: “Er hätte aber noch drei, vier Tore mehr erzielen können.” (Zitat via Spielbericht der Bild, nicht online). Ansonsten war die Kulisse mit nur knapp unter 3.000 Zuschauern eher enttäuschend. Union trat allerdings auch nicht mit der kompletten ersten Kapelle an. Gerade die häufig spielenden Profis aus Abwehr und defensivem Mittelfeld erhielten eine Pause.

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Union hat erstmals in der Geschichte mehr Mitglieder als ins Stadion passen

Heute um 18 Uhr spielt Union die Benefiz-Partie beim FC Rot-Weiß Erfurt. Die Berliner Zeitung glaubt nicht, dass die Partie ein richtiger Kracher wird. Einerseits weil sich der Erfurter Verein wirklich in einem bedauernswerten Zustand befindet (aktuell soll zumindest der Etat für die laufende Saison gedeckt sein) und am Wochenende beim Tabellenletzten aus Rathenow verloren hat. Und andererseits weil Union wohl eher mit der zweiten Garde antreten wird. Das Spiel soll Geld in die Kassen von Erfurt spülen. Aber wahrscheinlich wird es eher tröpfeln. Die Verkaufszahl des Sondertrikots (ihr erinnert euch an das Ketchup-Senf-gefleckte Stückchen Stoff) liegt bei mageren 200 Stück. Aber immerhin überträgt der MDR die Partie im Livestream. Das wird vielleicht weniger Zuschauer ins Steigerwaldstadion locken, aber vielleicht gibt es zumindest etwas Geld für die Übertragung.

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Sebastian Polter trainiert wieder, aber von einem Einsatz ist noch nicht die Rede

Das sind schöne Bilder, die Union vom Training gestern zeigte. Denn Sebastian Polter lief mit der Mannschaft beim Training auf. Zur Wahrheit gehört aber auch das, was die Bild (nicht online) protokollierte: Der Angreifer machte sich mit dem Team warm und trainierte dann mit Reha-Coach Christopher Busse individuell. Geplant ist das Comeback für den April.

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Mitbestimmung ist nicht selbstverständlich und vor allem auch anstrengend

Nein, ich werde hier nicht ausführlich von der Fanklubtagung gestern bei Union schreiben. Nicht, weil ich nicht möchte. Sondern weil ich es absolut respektiere, dass es bei der 5. Veranstaltung dieser Art auch darum ging, in einem geschützten Bereich bestimmte Themen offen zu diskutieren. Und ich war nicht als Sebastian vom Textilvergehen dort, sondern als Sebastian, der von seinem Fanklub Eiserne Botschafter dorthin geschickt wurde.

Mir ist es aber ein Bedürfnis die Besonderheit und den Wert dieser Veranstaltung hervorzuheben. Denn sie ist Teil einer Identität von Union. Und zwar des Teils der Mitbestimmung lautet. Und Mitbestimmung ist anstrengend. Es wäre so viel einfacher, sich nur das Spiel der Mannschaft anzuschauen und auf die “da oben zu schimpfen”, weil sie aus unserer Sicht mal wieder alles falsch machen. Stattdessen hat man als eingetragener Fanklub nicht nur die Privilegien, die dieser Status vielleicht mit sich bringt. Sondern man muss sich auch mit Themen auseinandersetzen, die vielleicht nicht schön sind oder für die sicherlich wenige einen Fanklub gegründet haben. Man muss Verantwortung übernehmen oder lernen (und ich nehme mich da nicht aus), dass der eigene Standpunkt vielleicht nicht mehrheitsfähig ist, sich darauf einlassen, dass andere Unioner eine komplett andere Prioritätenliste haben als man selbst. Die Basis ist aber Union. Und der Verein ist keine leere Hülle, sondern dass, was wir Mitglieder daraus machen. Das ist mir nicht erst seit gestern klar. Aber bei der Fanklubtagung wurde das wieder sehr deutlich.

5. Fanklubtagung beim 1. FC Union, Foto: Sebastian Fiebrig

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Gibt es an Rafal Gikiewicz etwas zu kritisieren?

Uns hat in den letzten Tagen ein Leser die Frage gestellt, ob man an Rafal Gikiewicz nicht trotz seiner zugegeben starken Reflexe und der Großartigkeit seines furchteinflößenden Blickes kritisieren müsste, wie gut er sich am Aufbauspiel Unions beteiligt. “Wird er angelaufen (und selbst, wenn nicht) landen auffallend viele Bälle weit im Seitenaus. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass den Torwart anzulaufen und zu pressen das bislang beste Mittel gegen Union war und der Mannschaft in den letzten Spielen die größten Probleme bereitet hat – und das Rafal da die Schwachstelle darstellt. Wie seht ihr das?”

Rafal Gikiewicz

Rafal Gikiewicz spielt eine starke Saison, selbst wenn er kein überragender mitspielender Torwart ist.

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Gegen Schnatterers Tore hilft nur der Aufstieg

“Die ersten paar Minuten der ersten Halbzeit und die ersten paar Minuten der zweiten Halbzeit sind wir nicht auf dem Feld. Heidenheim hat ein paar Torchancen und schießt zwei Tore. Wir schießen nur eins. Wir haben nicht schlecht gespeilt heute, aber wir müssen mehr Tore schießen.” Mit dieser knappen Analyse von Rafal Gikiewicz bei AFTV ist eigentlich alles gesagt über die 1:2-Niederlage in Heidenheim.

Marc Schnatterer erzielt das 2:1 für Heidenheim, Foto: Matze Koch

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Frank Schmidt besteht darauf, dass Heidenheim kein Dorf ist

Das Spiel in Heidenheim heute Abend ist eines der Spiele, die eine Mannschaft wie Union in einer Saison wie dieser einfach gewinnen muss, wenn sie ihre Ziele erreichen will. Dabei ist das “einfach” natürlich vollkommen falsch, schon weil es selten bis nie einfach ist, gegen Mannschaften von Frank Schmidt (erfolgreich) zu spielen.

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Nominierung für die Nationalmannschaft: Urs Fischer freut sich für Sebastian Andersson

Sebastian Andersson muss aus der Union-Reisegruppe zum Testspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt am 20. März gestrichen werden. Denn der schwedische Fußballverband hat den Angreifer für seine EM-Qualifikationsspiele gegen Rumänien und Norwegen nominiert (Mitteilung des schwedischen Verbandes). Damit hat der Union-Stürmer den Vorzug vor Nürnbergs Angreifer Mikael Ishak erhalten. Ishak befindet sich nicht nur mit seinem Team tabellarisch in einem Tief, seine Form leidet neben Verletzungen auch unter der Spielweise der Nürnberger, durch die für ihn die Wege zum Tor immer weiter werden. Das Gegenteil ist bei Andersson der Fall, der seit dem erneuten Ausfall von Sebastian Polter mit seinen Treffern dafür sorgt, dass niemand großartig die Tage bis zu Polters Rückkehr zählt. Urs Fischer sagte in der Pressekonferenz (AFTV) dazu: “Er hat Tore erzielt. Er war im Spiel immer wieder sehr aktiv und hat großen Aufwand betrieben. Das freut mich für ihn.”

Urs Fischer auf der Pressekonferenz, Screenshot: AFTV

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