Fanproteste beim Spiel gegen Kiel und außerdem die Frage, wann die Glühweinsaison im Stadion eröffnet wird

“Es liegt an uns, dass wir versuchen, dass die Fans diese zwanzig Minuten nicht hinbekommen”, sagte Trainer Urs Fischer mit einem lausbübischen Lächeln in der Pressekonferenz (auf AFTV oder auf Facebook zum Nachschauen) auf die Frage nach dem Stimmungsboykott, der heute und morgen die ersten 20 Minuten in den obersten drei Ligen bestimmen soll. Dabei respektiert der Coach aber die Haltung der Fanszene und gab an, dass die Mannschaft darüber auch informiert worden sei. “Die Fans haben ihre Message”, sagte Fischer.

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Bei der Kritik an der Offensive geht ein bisschen unter, dass Union aktuell die beste Defensive der Liga hat

Auch mal ein Spiel zumachen. Das ist das größere Thema heute nach dem 1:1 in Bielefeld und vor dem Heimspiel morgen Abend gegen Kiel. Denn schließlich hat Union die vergangenen zwei Spiele jeweils geführt und dann doch nur einen Punkt mitgenommen. Aber so einfach ist das nicht. Da ist nicht einfach ein Schalter, der umgelegt werden kann. Die Berliner Zeitung arbeitet heraus, dass beispielsweise mit Suleiman Abdullahi ein Konterspieler als Einwechsler aktuell nicht zur Verfügung steht.

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Es ist endlich an der Zeit, Grischa Prömel zu loben

Achselzucken. Das ist ein bisschen meine Reaktion auf das 1:1 in Bielefeld. Nicht, weil mich das Spiel nicht interessieren würde. Sondern weil nicht allzu viel passiert ist. Union hat nicht großartig anders gespielt als in den vergangenen Wochen. Und die Mannschaft hat nicht den Kopf verloren, als sie den Ausgleich kassierte. Wieder einmal hat sich das Team gesagt, es sei besser, den Punkt mitzunehmen, als zu verlieren. Das stimmt. Aber wenn wir die Punktausbeute der vergangenen Partien mit nun drei Unentschieden in Folge betrachten, dann hätten ein Sieg und zwei Niederlagen den gleichen Ertrag gebracht. Wobei ich mir sicher bin, dass dann die Betrachtung deutlich negativer wäre als jetzt. Es waren individuelle Fehler gegen Duisburg, die den sicher geglaubten Sieg gekostet haben. Und es war die Entscheidung von Rafal Gikiewicz, doch nicht die sehr gut geschlagene Flanke abzufangen, die am Ende den Sieg in Bielefeld gekostet hat. Das sind 4 Punkte weniger als von der Leistung her drin waren.

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Sebastian Bönig macht sich unabhängig

Das Thema des Spiels nachher von Union in Bielefeld (Anpfiff 13 Uhr) können wir ganz gut unter starke Offensive (Bielefeld schießt unglaublich häufig auf das Tor, mehr dazu hat Daniel gestern an dieser Stelle geschrieben) gegen starke Defensive (Union) zusammenfassen. Das Gefühl eine stabile Verteidigung zu haben (und das bezieht sich nicht nur auf die Verteidiger, wie die Berliner Zeitung zurecht herausarbeitet), beruhigt unglaublich. Ich bin aber tatsächlich gespannt darauf, wie die Mannschaft von Urs Fischer sich heute auf der Alm schlägt. Das waren in der Vergangenheit ja durchaus kuriose Spiele (ich erinnere mich noch an das 4:4 vor zwei Jahren).

Die Union-Mannschaft nach dem 4:4 in Bielefeld am 28.08. 2016, Foto: Matze Koch

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André Hofschneider wird Cheftrainer ohne eine Mannschaft

Die wichtigste Nachricht aus Urs Fischers Spieltagspressekonferenz ist für die Berliner Medien, dass Sebastian Polter nicht mehr weit davon entfernt zu sein scheint, wieder für die Mannschaft in Frage zu kommen. Auch wenn Polter wieder im Mannschaftstraining ist, dürfte das aber noch nicht in Bielefeld oder gegen Kiel am Dienstag der Fall sein. Und dank der Leistungen von Sebastian Andersson besteht eigentlich auch keine zu große Hektik, Polter vielleicht zu früh wieder spielen zu lassen. Dass Union offensiv noch Probleme hat, liegt eher nicht an der Besetzung des Sturmzentrums.

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Andy Gogias Ausflug auf den Kreuzberg und die glaziale Serie

Kurz vor der Spieltags-Pressekonferenz heute um 12 Uhr (live auf AFTV oder Facebook) ist es ruhig bei Union. Mir fast ein bisschen zu ruhig. Bild/BZ erklärt uns die Tattoos von Robert Zulj und der Kurier freut sich immer noch am Flügeleinsatz von Marcel Hartel. Dazu hat vor dem Auswärtsspiel in Bielefeld am Samstag die dortige Polizei einen Fanbrief für die Gästefans geschrieben.

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Ken Reichel findet, dass sich Berlin seit 2004 wahnsinnig verändert hat. Das gleiche können wir von Union sagen

Unions U21 (so eine Mannschaft gibt es offiziell nicht, aber der Name passt am besten) verlor gestern 2:3 gegen Aalborg BK. Mal wieder mit einem schönen Freistoß zeigte sich dabei Beko Taz. Von den Profis spielten sonst noch Jakob Busk, Eroll Zejnullahu und Lennard Maloney mit. Den ganzen Spielbericht gibt es auf der Union-Website und Highlights vom Spiel auf AFTV.

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Andy Gogia spielt langsam so, wie wir es uns schon letzte Saison erhofft haben

Ich habe mir gestern in Vorbereitung des Auswärtsspiels am Sonntag Sonnabend das 0:0 von Bielefeld in Magdeburg angeschaut. Dabei war ich nicht allein, denn zumindest auch Rafal Gikiewicz schaute sich das Spiel an und bezeichnete das Schauen in seiner Insta-Story als “Hausaufgabe”. Bielefeld empfand ich als das spielerisch bessere Team mit direkterem Zug zum Tor. Aber statt die Arminia noch intensiver zu beobachten, schaute ich gerade in der ersten Hälfte mehr auf die Gastgeber. Denn die machten den Eindruck, als ob sie mit Messern zwischen den Zähnen den ersten Sieg der Saison holen wollten, so aggressiv kamen sie herüber. Speziell Dennis Erdmann war etwas drüber, als er nach einer heftigen Grätsche seinem Mitspieler auch noch Weinerlichkeit unterstellte.

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Als sei Rafal Gikiewicz an allem Schuld

Die Berliner Medien beschäftigen sich einige Tage nach dem Spiel noch mit dem 2:2 gegen Duisburg, dass alle trotz des späten Ausgleichs als verschenkten Sieg einsortieren. Dabei geht es insbesondere darum, dass Rafal Gikiewicz Verantwortung für das Zustandekommen des 1:1 (und ein bisschen auch für das 2:2) übernimmt:

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Es wird mal wieder Zeit, an die Boone’schen Regeln zu erinnern

Nach dem 2:2 gegen Duisburg kam die interessante Frage auf, welche Rolle Felix Kroos und Marcel Hartel eigentlich im Spiel eingenommen hatten. Denn war es schon so etwas wie ein unausgesprochener Konsens, dass entweder Kroos oder Hartel oder Robert Zulj die Position hinter der Spitze spielen würden. Es also ausgeschlossen wäre, alle gleichzeitig auf dem Platz zu sehen. Wie Daniel bei Eiserne Ketten verdeutlicht, spielte Felix Kroos auf der Position im Zentrum und Marcel Hartel auf links. Allerdings war er nicht der typische Außenbahnspieler, sondern zog viel ins Zentrum. Und nach Kroos’ Auswechslung übernahm er dessen Position im Zentrum.

Foto: Stefanie Fiebrig

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