Auf der Suche nach neuen Lösungen

Warum läuft es gerade nicht bei Union? Mir fällt darauf keine vernünftige Antwort ein. Jedenfalls keine, die ich auch mit Fakten belegen könnte. Die Berliner Medien nennen verschiedene Gründe von der Rotation in Sandhausen, über Zugänge, die nicht gut genug für die Startelf wären, bis hin zu der Vermutung, die Gegner hätten Union entschlüsselt.

Das kann schon alles sein. Vor allem das mit der Entschlüsselung von Unions Spielsystem. Beziehungsweise der nicht immer konsequenten Ausführung des Systems. Wir hatten das ja schon das eine oder andere Mal angesprochen, dass Unions Gegenpressing häufig nicht so konsequent ausgeführt wird, dass es die Gegner zu Ballverlusten zwingt. Dazu kommt, dass Unions Ballbesitzspiel, wenn man die bisherige Saison betrachtet, nicht sehr stark ausgesprägt ist.

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Schlechter als nötig

Dass Union gestern in Sandhausen kein gutes Spiel gemacht hat, war allzu offensichtlich. Daran ändert auch nichts, einzugestehen, dass Sandhausen sich ein passendes Konzept gegen Union zurecht gelegt hat und den Plan von Kenan Kocak gut umgesetzt hat. Wie das genau aussah, lässt sich in Kürze auf Spielverlagerung nachlesen.

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Leart Paqarada trifft zum 1:0, Photo: Matthias Koch

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Krise? Welche Krise?

Sportliche Krisen eines Vereins werden im Fußball, und dem Zirkus um ihn herum, im Allgemeinen zu früh und vor allem zu undifferenziert ausgerufen. Union hat nun keins der letzten vier Spiele gewonnen und qualifiziert sich so – gemessen an den internen und externen Ansprüchen – langsam für Zuschreibungen einer Ergebniskrise. Dass bei den verschiedenen Unentschieden und der Niederlage in Düsseldorf die Leistungen aber sowohl innerhalb als auch zwischen den Spielen recht stark schwankten, und auch unterschiedliche Ausrichtungen zu beobachten waren, macht es schwierig, dieser Ergebnis- auch eine Formkrise zuzuordnen.


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Toni Leistner: Chef der Abwehr und der Kurz-Analyse

Willkommen zur Englischen Woche, die sich für Union durch die Spiele an einem Freitag, Dienstag und dann Montag nicht ganz wie eine Englische Woche anfühlen wird. Aber irgendein höheres Gesetz verlangt, dass in der Englischen Woche immer Elternabende stattfinden müssen. Und diese natürlich zwingend zeitgleich mit Unionspielen angesetzt werden. Ich habe also am Dienstag und Mittwoch Elternabend und werde wieder mit einem iPad ganz hinten sitzen und relativ entspannt die Diskussionen über den Umgang mit digitalen Medien verfolgen. Letztes Jahr um diese Zeit war das ja für Union ganz erfolgreich:

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Wie alle bei Union lernen müssen, trotz gestiegener Ansprüche Geduld zu bewahren

Ich finde es gerade sehr interessant, wie Unions aktuelle Wir-gewinnen-nicht-Phase beurteilt wird. 4 Spiele dauert sie mittlerweile an. Mal wird auf die Polter-Schiedsrichter-Problematik verwiesen, mal auf die vielen Gegentore, dann wieder auf die nicht genutzten Chancen und immer wieder auf einzelne Spieler, die vermeintlich gerade ein Problem hätten (ganz vorne aktuell in der Verlosung sind da Kapitän Felix Kroos und Andy Gogia). Allen Erklärungsversuchen gemeinsam ist, dass sie viel mehr von den gestiegenen Ansprüchen und Erwartungen bei Union, bei den Fans und bei den Medien erzählen als sie tatsächlich zur Analyse beitragen.

Das Braunschweigspiel war eine emotionale Herausforderung für uns alle; Fotos: Tobi/unveu.de

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Union hat sich deutlich verbessert, nur das verdammte Ergebnis stimmte nicht

Ich weiß gar nicht, wie ich das 1:1 gegen Braunschweig beschreiben soll. Vielleicht war die Totenstille nach Abpfiff genau das richtige. Ich war fertig und wusste nicht, was ich mit dem Ergebnis anfangen sollte. Und so ging es nicht nur mir, sondern auch den Spielern, die eine kämpferische Partie abgeliefert hatten, die tatsächlich kaum einem Zweikampf aus dem Weg gegangen sind. Das feine Näschen von Wumme (oder er hatte wegen des 30 Minuten später stattfindenden Anpfiffs keine Musik mehr 😎) sorgte dafür, dass wir alle mal ein paar Minuten schweigen und unseren Gedanken nachhängen konnten.

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“Beef” zwischen Abwehr und Angriff

Wir sehen uns heute um 18.30 Uhr zum Spiel gegen Braunschweig im wunderschönen Stadion an der Alten Försterei. Vergesst nicht, vielleicht einen Zehner mitzunehmen für das gemeinsame Alles-auf-Rot-Shirt der Szene Köpenick und des 1. FC Union, das es im Zeughaus geben wird. Und vor allem: Vergesst nicht, bei Tine auf der Frauentoilette Waldseite vorbeizugehen, und dort vielleicht auch eine Kleinigkeit als Entschädigung für den Diebstahl beim letzten Spiel zu hinterlassen. Ein neues Sparschwein gibt es auf jeden Fall schon.

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Jens Keller: “Ein Spiel wird im Herz entschieden”

Auch einige Tage nach der Partie gegen Düsseldorf war Jens Keller gestern in der Pressekonferenz der Ärger über dieses Spiel noch deutlich anzumerken – gespeist sowohl von der Leistung der Mannschaft (vor allem in der ersten Halbzeit), als auch vom Ergebnis und dessen zustandekommen in der Schlussphase.

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“Wenn jemand meint, er könnte sich schonen, werde ich ihm den Arsch aber so weit aufreißen…” Keller auf die Frage, ob sich Union dank der recht langen Pause in der englischen Woche am Freitag verausgaben könne. Screenshot: AFTV


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Einfach am Freitag was Gutes Tun und bei Tine an der Waldseiten-Toilette vorbeischauen

Heute um 13 Uhr findet die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig am Freitagabend statt (live auf AFTV). Eine gute Nachricht gibt es zumindest: Steven Skrzybski ist zurück im Mannschaftstraining (Kurier). Ob es allerdings zum Einsatz von Beginn an reicht … das wird uns Jens Keller auch in der Pressekonferenz nicht verraten. Bei über zwei Wochen Auszeit würde ich jedenfalls nicht allzu viel darauf geben.

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Bei so vielen Gegentoren wird es schwer, das Ziel Aufstieg zu erreichen

Das späte Gegentor bei der 2:3-Niederlage in Düsseldorf bestimmt weiter die Geschichten der Berliner Medien. Vor allem Jakob Busk steht im Mittelpunkt, der vor den Journalisten das Tor auf seine Kappe nahm. Das ehrt ihn einerseits, verstellt aber auch ein bisschen den Blick bei der Analyse. Jens Keller sagte beispielsweise nach dem Spiel über die Schlussphase: “Da schaltet bei dem einen oder anderen immer mal wieder der Kopf aus.” Busk, der heute 24 Jahre alt wird, ist aus meiner Sicht das Ende einer langen Fehlerkette gewesen.

Lieber @jakobbusk, genieß den freien Tag und lass dich feiern #fcunion #jb12 #happybirthday #geburtstagskind #dayoff

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