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	<title>***textilvergehen*** &#187; nachdenken</title>
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	<description>Hauptsachen. Nebensachen. Anziehsachen.</description>
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		<title>Unscharfe Grenzen: VIP-Tickets für Abgeordnete</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 07:11:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>steffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Union Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Philharmoniker]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Delius]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenfraktion Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[VIP-Tickets]]></category>
		<category><![CDATA[Vorteilsgewährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgelöst von der Berliner Piratenfraktion entspann sich in den letzten Tagen die Diskussion darüber, wie die Verteilung kostenloser VIP-Tickets an Politiker zu bewerten ist. Dem zugrunde lag eine entsprechende Anfrage des 1.FC Union Berlin. Neu sind nun weder die Praxis der Kartenvergabe noch die entsprechenden Vorwürfe. Bereits im Jahr 2006 wurde ein Verfahren gegen Utz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgelöst von der <a title="Berliner Piratenfraktion" href="http://www.piratenfraktion-berlin.de/2012/01/27/martin-delius-freikarten-fur-abgeordnete-lassen-sich-nicht-rechtfertigen/" target="_blank">Berliner Piratenfraktion</a> entspann sich in den letzten Tagen die Diskussion darüber, wie die Verteilung kostenloser VIP-Tickets an Politiker zu bewerten ist. Dem zugrunde lag eine entsprechende Anfrage des 1.FC Union Berlin.</p>
<p>Neu sind nun weder die Praxis der Kartenvergabe noch die entsprechenden Vorwürfe. Bereits im Jahr 2006 wurde ein Verfahren gegen Utz Claassen eröffnet, weil sein Unternehmen Gutscheine für Eintrittskarten zur Fußball-WM an sieben Politiker verschenkt hatte. Er wurde 2008 durch den Bundesgerichtshof <a title="BGH-Urteil Claasen" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;nr=45734&amp;linked=urt&amp;Blank=1&amp;file=dokument.pdf" target="_blank">vom Vorwurf der Vorteilsgewährung freigesprochen</a>. Kurzum: Alles legal.</p>
<p><img class="alignnone  wp-image-9267" title="Weg zur Eisern Lounge bei Union." src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/vip-e1328254047879.jpg" alt="" width="400" height="237" /></p>
<pre>
Foto: Koch</pre>
<p>Neu sind allerdings die Piraten im Parlament, und neu wären dort auch Karten des 1.FC Union Berlin gewesen. &#8220;Es gibt keinen offiziellen Vereinsvorgang&#8221;, sagte Unions Pressesprecher Christian Arbeit. Der Wirtschaftsrat, der kein Vereinsgremium ist, hatte davon gehört, dass es im Abgeordnetenhaus einen Freikartenpool gibt und angeboten, Uniontickets zur Verfügung zu stellen, wenn das gewünscht wird. &#8220;Daraufhin wurde die rechtliche Zulässigkeit aller bislang angebotenen Freikarten geprüft. Wir als Verein haben bislang keine Karten geschickt.&#8221; Klartext: Keine Karten. Nicht vom 1.FC Union jedenfalls.</p>
<p>Damit sollte der Vorgang zu den Akten gelegt werden, bevor auch nur eine einzige Zeile darüber geschrieben wird. Das wird er nicht, weil der Berliner einfach gerne diskutiert. Und vieles daran ist auch diskussionswürdig.</p>
<p>Nachvollziehbar ist der Standpunkt der Piraten, die sagen: Nicht alles, was rechtens ist, ist auch richtig. Der BGH selbst war zu dem Schluss gelangt, dass ein Vorteil darin liegt, wenn Politiker umsonst bekommen, wofür andere zahlen müssen. Folgerichtig ist daher die Haltung:</p>
<blockquote><p>Sollte es zu unseren repräsentativen Pflichten als Abgeordnete gehören, an Spielen der Hertha oder Aufführungen der Philharmonie teilzunehmen, werden wir die Karten aus eigener Tasche bezahlen. Es ist den Berlinerinnen und Berlinern nicht zu erklären, warum Abgeordnete mit VIP-Plätzen und Freikarten beschenkt werden.</p></blockquote>
<p>Das umreißt sehr schön den zweiten und dritten Diskussionspunkt. Warum ist das bisher weder im Zusammenhang mit Hertha BSC oder den Philharmonikern jemals einem Abgeordneten aufgefallen? Und wo genau beginnt eigentlich Bestechung?</p>
<p>Aus Sicht der Berliner Kulturbetriebe (zu denen die Fußballvereine selbstverständlich zählen) ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben. Sie müssen dort präsent sein, wo über ihre Anliegen entschieden wird. Präsent sein heißt: Man muss sich ihrer erinnern, und möglichst nicht als Problembär. Das ist leichter für den, der ein Stadion mietet, das der Stadt Berlin gehört. Es ist schwerer für den, mit dem die Stadt Berlin weniger wirtschaftlich verbunden ist. Die Ausgangslage auf Seiten der Kulturschaffenden ist da durchaus unterschiedlich.</p>
<p>Ein Kulturbetrieb kann selten durch ein Exposé überzeugen. In der Regel muss man ihn besuchen und sich einen Eindruck verschaffen. Es ist demnach sogar wünschenswert, dass diejenigen, die über Geld oder Nicht-Geld entscheiden dürfen, genau wissen, was sie tun. So seltsam es klingt: Stadionbesuch als Dienstpflicht kann vorkommen. Eine schicke Informationsbroschüre ersetzt ihn kaum.</p>
<p>Übrig bleibt die Frage, wie ein Angebot aussehen sollte, dass einerseits jedem Abgeordneten ermöglicht, sich angemessen zu informieren und gleichzeitig keinen Missbrauch (&#8220;bei den Philharmonikern sind die Hackepeterbrötchen so lecker&#8221;) zulässt. Entweder muss jeder überall zahlen, oder keiner nirgends. &#8220;Keiner nirgends&#8221; hat einen großen Vorteil. Die Hürde, sich tatsächlich mal etwas anzusehen, ist wesentlich niedriger.</p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=9255&amp;md5=82762bbeebac5e723388abc8762b2e99" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>+++ EIL +++ Kein Mord in Britz! +++ EIL +++</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 17:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
		<category><![CDATA[DFL]]></category>
		<category><![CDATA[Fankongress]]></category>
		<category><![CDATA[Hendrik Große Lefert]]></category>
		<category><![CDATA[Holger Hieronymus]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrotechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ja kein Geheimnis, dass ich beim Berliner Kurier arbeite und dazu momentan den schönsten Draußenjob habe, den sich Unionfans vorstellen können: Beim Training zuschauen und dafür noch bezahlt werden. Ein anderer schöner Nebeneffekt ist, dass ich relativ schnell herausbekommen kann, was sich hinter so &#8220;knackigen&#8221; Schlagzeilen wie &#8220;Pyrotechnik bleibt verboten&#8221; verbirgt. Bild: unveu.de [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja kein Geheimnis, dass ich beim Berliner Kurier arbeite und dazu momentan den schönsten Draußenjob habe, den sich Unionfans vorstellen können: Beim Training zuschauen und dafür noch bezahlt werden. Ein anderer schöner Nebeneffekt ist, dass ich relativ schnell herausbekommen kann, was sich hinter so &#8220;knackigen&#8221; Schlagzeilen wie &#8220;<a href="http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/sport_nt/fussball_nt/article1877175/Pyrotechnik-bleibt-verboten.html">Pyrotechnik bleibt verboten</a>&#8221; verbirgt.</p>
<pre><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/11_11_25vsrostock37.jpg" rel="shadowbox[sbpost-9094];player=img;"><img class="alignnone  wp-image-9106" title="Kostete Union 6000 Euro Strafe. Die Pyro-Aktion beim Spiel in Rostock." src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/11_11_25vsrostock37-e1326215445276.jpg" alt="" width="400" height="237" />
</a>Bild: <a href="http://www.unveu.de">unveu.de</a></pre>
<p>Als ich das gelesen habe, dachte ich zuerst an die schnodderige Schlagzeile &#8220;Kein Mord in Britz!&#8221; Das bekomme ich in der Redaktion zu hören, wenn eine Nachricht keinen Nachrichtenwert hat. &#8220;Pyrotechnik bleibt verboten&#8221; passt perfekt in diese Kategorie. Das war aus Agentursicht also das Ergebnis eines Hintergrundgespräches vom neuen <a href="http://dfb.de/index.php?id=500014&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=28564&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=122">DFB-Sicherheits-Chef Hendrik Große Lefert</a> und <a href="http://www.bundesliga.de/de/dfl/profil/28535.php">DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus</a> mit Journalisten. Nicht genug, um in den Medien aufzutauchen. Das wussten auch die Kommunikations-Strategen von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und schickten eine Pressemitteilung raus: <a href="http://www.bundesliga.de/de/medien/presse/index.php?f=0000202355.php">Repräsentative Umfrage: 84 Prozent der Fans gegen Pyro-Technik &#8211; 80 Prozent fordern harte Bestrafung</a>. Zahlen sind toll. Journalisten lieben Zahlen.</p>
<p>84 Prozent. In Worten: vierundachtzig. Bei soviel Zustimmung wird sogar der Genosse Putin in Moskau ganz grün vor Neid. Ich auch. Ein Anruf beim DFB schickt mich durch Warteschleifen und endet beim typischen schnellen Recherchehemmer: &#8220;Schicken Sie uns doch mal eine E-Mail!&#8221; Bei der DFL geht es fixer. Mir wird erklärt, was sich hinter der repräsentativen Umfrage von tns-infratest verbirgt.</p>
<p>Angerufen wurden 2000 Bundesbürger. Davon entpuppten sich nur 960 als fußballinteressiert. Und nur die 960 wurden tatsächlich zum Thema Pyro befragt. Wir wissen also nicht, wie fußballinterressiert die Befragten sind: Schauen sie nur Nationalmannschaft bei EM oder WM? Verfolgen sie die Bundesliga? Gehen sie vielleicht auch mal ins Stadion? Gar regelmäßig? Das wissen wir alles nicht.</p>
<p>Zu den Ergebnissen. 84,4 Prozent der Fußballinteressierten sind gegen Pyrotechnik. Wie bei jeder Umfrage bestimmt auch hier die Frage das Ergebnis. Gefragt wurde zuerst: &#8220;Das Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion ist verboten. Soll dieses Verbot bestehen bleiben?&#8221;* Antwortoptionen: ja/nein</p>
<p>Zweite Frage: 79,5 Prozent sind für eine harte Bestrafung, wenn das Pyrotechnikverbot missachtet wird. Die Frage lautete: &#8220;Pyrotechnik ist gefährlich. Sie ist schädlich für den Fußball und soll deshalb hart bestraft werden. Stimmen Sie dem zu?&#8221;* Antwortoptionen: ja/nein</p>
<p>Bei solch suggestiver Fragestellung und begrenzter Antwortmöglichkeit hätte ich im Studium wohl Schläge kassiert. Hier soll ganz klar ein bestimmtes Ergebnis erzielt werden. Schwarz oder weiß. Ja oder nein. Um Kompromisse wie zum Beispiel der Möglichkeit des kontrollierten Abbrennens von Pyro ging es in dieser Umfrage nie. Hier soll Stimmung für die Richtung des DFB und der DFL gemacht werden. Und zwar vor dem <a href="http://fankongress-2012.blogspot.com/">Fankongress, der am Wochenende im Berliner Kosmos</a> stattfindet. Dort sind sowohl der DFB-Sicherheits-Chef und der DFL-Geschäftsführer vor Ort. Warum? Um Gesprächsbereitschaft zu zeigen? Ist ja schön und gut. Aber worüber eigentlich noch?</p>
<h6>*Ich habe die Fragen am Telefon mitgeschrieben. Es kann also sein, dass der Satzbau nicht hundertprozentig mit dem Original übereinstimmt.</h6>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/6c1a050bcfa744028e90108d8abb15f1" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=9094&amp;md5=f9330373220b8cd288d7f76871f2aa75" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aktion Libero</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 23:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffi und Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion Libero]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[gegen Homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Sportblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig. Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/aktion_libero_motiv_foto.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8618];player=img;" title="aktion_libero_motiv_foto"><img class="alignnone size-full wp-image-8619" title="aktion_libero_motiv_foto" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/aktion_libero_motiv_foto.jpg" alt="" width="400" height="218" /></a></p>
<p>Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.</p>
<p><strong>Ein unerträglicher Zustand!</strong> Ob jemand <em>schwul</em>  ist, oder <em>rund,</em> oder <em>grün,</em> das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.</p>
<p>Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: <strong>Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.</strong></p>
<p><a href="http://www.aktion-libero.de"><img class="alignnone size-full wp-image-8620" title="aktion_libero_logo" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/aktion_libero_logo.png" alt="" width="150" height="86" /><br />
</a></p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=8618&amp;md5=7965117294bfea861a05c6887d59a6de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sportverwertung in der EU</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 04:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[DFL]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[EuGH]]></category>
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		<category><![CDATA[TV-Rechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur territorialen Vergabe von TV-Rechten für Sportereignisse ist nicht so einfach wie es scheint. SpiegelOnline jubelte &#8220;Fußball schauen wird billiger&#8220;. Auch ich habe im Überschwang getwittert: &#8220;Europäischer Binnenmarkt jetzt auch im TV&#8220;. Aber stimmt das überhaupt? Die Vorgeschichte: &#8220;Der Fußball fürchtet Murphys Gesetz&#8221; (Zeit Online) Das Urteil: Das Gericht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur territorialen Vergabe von TV-Rechten für Sportereignisse ist nicht so einfach wie es scheint. SpiegelOnline jubelte &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,789752,00.html">Fußball schauen wird billiger</a>&#8220;. Auch ich habe im Überschwang getwittert: &#8220;<a href="https://twitter.com/#!/textilvergehen/status/121130876703748096">Europäischer Binnenmarkt jetzt auch im TV</a>&#8220;. Aber stimmt das überhaupt?</p>
<p><strong>Die Vorgeschichte</strong>: &#8220;<a href="http://www.zeit.de/sport/2011-10/eugh-sport-tv-abo/komplettansicht">Der Fußball fürchtet Murphys Gesetz</a>&#8221; (Zeit Online)</p>
<p><strong>Das Urteil</strong>: Das Gericht urteilte nicht im konkreten Fall der Pub-Besitzerin Karen Murphy, sondern beantwortete Fragen des englischen High Court, da die englischen Richter eine grundsätzliche Vereinbarkeit mit dem EU-Recht geklärt wissen wollten. Nach der Klärung dieser Fragen durch den EuGH wird der englische High Court konkrete Urteile sprechen. Ob Karen Murphy danach noch lächelt, werden wir sehen.</p>
<p>Eine Pressemitteilung des EuGH fasst das Urteil zusammen (<a href="http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2011-10/cp110102de.pdf">PDF</a>). Es gibt auch das <a href="http://curia.europa.eu/jurisp/cgi-bin/form.pl?lang=de&amp;newform=newform&amp;jurcdj=jurcdj&amp;docj=docj&amp;docnoj=docnoj&amp;typeord=ALL&amp;allcommjo=allcommjo&amp;affint=affint&amp;affclose=affclose&amp;numaff=C-429%2F08&amp;ddatefs=&amp;mdatefs=&amp;ydatefs=&amp;ddatefe=&amp;mdatefe=&amp;ydatefe=&amp;nomusuel=&amp;domaine=LPSE&amp;mots=&amp;resmax=100&amp;Submit=Suchen">gesamte Urteil auf Deutsch</a> zum Nachlesen.</p>
<p>Es wurde grundlegend geurteilt:<span id="more-8279"></span></p>
<ul>
<li>dass die Beschränkung des Verkaufs von Decodern und entsprechenden Karten eine verbotene Beschränkung des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs darstellt</li>
<li>dass Sportereignisse nicht dem Urheberrecht nach EU-Verständnis unterliegen, da sie für künstlerische Freiheit keinen Raum lassen</li>
</ul>
<div><strong>Konsequenzen</strong></div>
<div>Das klingt unglaublich gut. Aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto mehr Zweifel kamen mir. Auch bei <a href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/10/04/steilpass-fur-bosman-und-jetzt/">allesaussersport.de</a> herrscht Ratlosigkeit. Dass dieses Urteil eine ähnliche Sprengkraft hat wie das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bosman-Entscheidung">Bosman-Urteil</a>, glaube ich jedenfalls nicht.</div>
<div><span style="text-decoration: underline;">Decoder</span>: Es ist jetzt endgültig klar, dass Decoder und Karten unter den freien Warenverkehr fallen. Das wird in dem Urteil mehrfach sehr deutlich. Es gibt allerdings andere Möglichkeiten der Ausstrahlung von Sendungen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Protocol_Television">IP-TV</a>, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Satelliten-TV-Ausstrahlung-Spotbeam-statt-Verschluesselung-788944.html">Spot-Beam</a>, Kabel), die das Verbreitungsgebiet von Sendern wieder eingrenzen und so separate Märkte schaffen können. Das ist dann lediglich eine Frage der Veränderung der Lizenzverträge. Das Gericht geht jedenfalls nur auf den konkreten Fall der Satellitenausstrahlung und der Decodierung des Signals wie im Fall Murphy ein.</div>
<div><span style="text-decoration: underline;">Urheberrecht</span>: Das Gericht stellt zwar fest, dass Sportereignisse nicht durch Europarecht urheberrechtlich geschützt sind. Doch es zeigt auch einen Weg, wie die Verbände über den Umweg der jeweiligen Mitgliedstaaten doch zu einer Art Urheberrechtschutz kommen können.</div>
<blockquote>
<div>Einem Mitgliedstaat steht es daher frei, Sportereignisse – gegebenenfalls unter dem Gesichtspunkt des Schutzes des geistigen Eigentums – zu schützen, indem er eine spezielle nationale Regelung einführt oder unter Beachtung des Unionsrechts einen Schutz anerkennt</div>
</blockquote>
<div>Das bedeutet, dass es durch Lobbying der jeweiligen Verbände (in Deutschland wären das vor allem der Ligaverband DFL und der Fußballverband DFB) zu politischen Entscheidungen kommen kann, die bestimmte Sportereignisse schützen. Klar, das muss im Einklang mit dem EU-Recht sein und sollte nicht zu einer Marktabschottung führen.</div>
<div>Das Urheberrecht kommt jenseits der reinen Sportübertragung auch europarechtlich ins Spiel.</div>
<blockquote>
<div>Die Urheber können sich auf das Urheberrecht stützen, das an den im Rahmen dieser Sendungen verwerteten Werken besteht. In den Ausgangsverfahren ist unstreitig, dass FAPL das Urheberrecht an diversen Werken geltend machen kann, die in diesen Rundfunksendungen enthalten sind, nämlich u. a. an der Auftaktvideosequenz, an der Hymne der „Premier League“, an den zuvor aufgezeichneten Filmen über die Höhepunkte aktueller Begegnungen der „Premier League“ und an verschiedenen Grafiken.</div>
</blockquote>
<div>Hier ging es zwar konkret darum, dass die Wirtin Karen Murphy gegen das Urheberrecht verstößt, weil sie öffentlich Werke der Premier League (Logo, Hymne und den anderen Popanz) aufführt. Aber das Gedankenspiel ist nicht abwegig, dass vielleicht eine komplett gestrickte Sendung, in die die Übertragung eines Spiels eingebettet ist, komplett als Werk an Sender verkauft wird. <a href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/10/04/steilpass-fur-bosman-und-jetzt/#comment-574916">Zumal viele Ligen die Bilder und mehr schon längst selbst produzieren</a>.</div>
<div><strong>Weg von der Juristerei zur Glaskugel: Was wird passieren?</strong></div>
<div>Ich beschränke meine Überlegungen auf Deutschland. Da glaube ich nicht, dass schnell etwas passieren wird. Weder stürmen jetzt Massen die Internetcafés, um sich dort bulgarische oder griechische Decoderkarten zu besorgen, die Zwischenhändler auf der Reise eingekauft haben. Noch glaube ich, dass Sky bzw. die Telekom mit LigaTotal in einen ernsthaften Wettbewerb getrieben werden.</div>
<div>Denn Freizügigkeit für Waren ist das eine. Die Freizügigkeit für Personen ist das andere. Nur ein knappes Prozent der Einwohner nimmt das Recht wahr, an einem beliebigen Ort in der EU zu leben und zu arbeiten. Weil zum Beispiel Sprache ein sehr großes Hemmnis ist. Deswegen ist für Sky nur der deutschsprachige Raum kritisch und vielleicht vergibt die DFL die nächsten Rechte ab 2013 für den gesamten deutschsprachigen Raum an SkyDeutschland. Ich kann mir jedenfalls wenig Leute vorstellen, die freiwillig Geld für slowenischen oder portugiesischen Kommentar des Spiels Ingolstadt gegen Union ausgeben.</div>
<div>Ein zweiter Punkt ist der, dass die DFL bei der aktuellen Rechtevergabe dieses Jahr von Sky 240 Millionen Euro, von ARD, ZDF und Sport1 zusammen172 Millionen und aus dem Ausland 50 Millionen erhält. Zieht man die 25 Millionen aus dem Nicht-EU-Ausland ab, die von dem Urteil nicht betroffen sind, bleiben lediglich 25 Millionen Euro übrig. Nur 25 Millionen, die nötig wären, um Sky und Konsorten Exklusivität zuzusichern. Eine Summe, von der ich glaube, dass sie so gering ist, dass Sky und DFL deshalb keinen Streit vom Zaun brechen werden, der beiden die Existenzgrundlage raubt. Die wechselseitige Abhängigkeit ist viel zu groß. Im Zweifelsfall könnte die DFL an Sky einfach die EU-weiten Rechte verkaufen. Wäre vielleicht angesichts der bisher rechtlich nicht möglichen Versorgung Mallorcas und anderer Urlaubsziele mit deutschem Live-Fußball von Sky gar nicht so unattraktiv.</div>
<div>Die größere Bedrohung für die Finanzierung des Bundesligafußballs ist weiterhin die Solvenz von Sky und nicht das Urteil des EuGH. Denn auch das Gespenst des eigenen <a href="http://www.handelsblatt.com/sport/fussball/nachrichten/dfl-plant-keinen-eigenen-tv-sender/3518550.html">Liga-Senders</a>, das immer mal auftaucht, spielt nach Informationen aus DFL-Kreisen keine Rolle. In ihrer <a href="http://www.bundesliga.de/de/medien/presse/index.php?f=0000194699.php">Pressemitteilung</a> schreibt die DFL schwammig:</div>
<blockquote>
<div>Die DFL hat sich gemeinsam mit ihrer Vertriebstochter DFL Sports Enterprises in den vergangenen Monaten intensiv mit der Thematik befasst und Vorkehrungen getroffen, um Auswirkungen sowohl auf die nationalen als auch die internationalen Medienrechte soweit wie möglich einzuschränken.</div>
</blockquote>
<div>Da ist natürlich interessant zu erfahren, was dahinter steckt. Damit sollen Anpassungen der Rechteverträge gemeint sein. Die können wie oben angedeutet die Vorschriften der Ausstrahlung betreffen, aber auch die Sprache der Kommentatoren regeln. Konkrete Auswirkungen auf den Zuschauer sollen nicht spürbar sein. Über die nächste Rechtevergabe möchte aber auch bei der DFL niemand spekulieren.</div>
<div>Mein Eindruck ist letzten Endes, dass sich zunächst für den Zuschauer gar nichts ändern wird. Auch für die Bundesliga sehe ich nicht schwarz. Aber das Urteil wird wohl der Auftakt eines langen und zähen Ringens zwischen Quasi-Monopolisten und den Befürwortern des EU-Binnenmarktes sein. Die tatsächliche Herausforderung ist aber die Nutzung mobiler Geräte, die auch der Sprecher von Sky, Wolfram Winter, in der Süddeutschen Zeitung angesprochen hat. Denn bisher ist es im Ausland nicht einmal möglich, sich für das Vereinsfernsehen der Bundesliga-Klubs zu registrieren ohne seine IP-Adresse zu manipulieren. Von Sehen ist da gar nicht die Rede. Und die Spiele sind noch nicht einmal live. Über die grenzüberschreitende Nutzung von SkyGo auf dem iPad schweige ich mich an dieser Stelle lieber komplett aus.</div>
<div><strong>Update:</strong> Dem Deutschlandfunk ging es in der Bewertung ähnlich.</div>
<ul>
<li>Euphorischer Kommentar vom 04.10.2011 &#8220;<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1570193/">Ein zu Null für die freie Fußballmarktwirtschaft</a>&#8221; (<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/04/dlf_20111004_1912_41dba20a.mp3">MP3</a>, 1MB)</li>
<li>Nachdenklicher Kommentar vom 09.10.2011 &#8220;Fußball-Übertragungsrechte &#8211; EuGH-Urteil ist weniger spektakulär als es scheint&#8221; (<a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/10/09/dlf_20111009_0605_7aea995c.mp3">MP3</a>, 2MB)</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=8279&amp;md5=cd94dfd3a3a404fecedaccf3087f121a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gleichbleibend.</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 19:35:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Kaiserslautern]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Union Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[BFC Dynamo]]></category>
		<category><![CDATA[DFB-Pokal]]></category>
		<category><![CDATA[Randale]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sonne scheint über dem Plattenbau an diesem 2. August. Das Sportforum Hohenschönhausen hat schon glanzvollere Zeiten erlebt. Auf einem Nebenplatz testet der frühere DDR-Serienmeister BFC Dynamo für die neue Oberliga-Saison. Mit Trainer Heiko Bonan und dem ehemaligen Union-Stürmer Shergo Biran soll die Qualifikation für die neue Regionalliga klappen. Der Gegner ist an diesem Dienstag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sonne scheint über dem Plattenbau an diesem 2. August. Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sportforum_Hohensch%C3%B6nhausen">Sportforum Hohenschönhausen</a> hat schon glanzvollere Zeiten erlebt. Auf einem Nebenplatz testet der frühere DDR-Serienmeister BFC Dynamo für die neue Oberliga-Saison. Mit Trainer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heiko_Bonan">Heiko Bonan</a> und dem ehemaligen Union-Stürmer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shergo_Biran">Shergo Biran</a> soll die Qualifikation für die neue Regionalliga klappen. Der Gegner ist an diesem Dienstag Grün-Weiß Lübben.</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bfc_transparent.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8204];player=img;" title="Transparent nach Ausschreitungen im DFB-Pokal"><img class="alignnone size-full wp-image-8210" title="Transparent nach Ausschreitungen im DFB-Pokal" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/bfc_transparent.jpg" alt="" width="400" height="148" /></a></p>
<p><span id="more-8204"></span></p>
<p>Von Lockerheit ist bei den knapp 300 Zuschauern auf dem Nebenplatz keine Spur. Ein langes Transparent verspricht: &#8220;Ihr werdet sehen, wahre Fans werden immer zu Euch stehen.&#8221; Die Angst geht um. Drei Tage vorher sorgten <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1aTFA81ejFI">schwere Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern</a> dafür, dass der BFC weiter in der Schublade &#8220;Problemklub&#8221; stecken bleibt. In kleinen Runden stehen die Fans. Das Spiel ist Nebensache. Sie schildern ihre Erlebnisse von der Randale. Erlebnisse, die die von Fotoapparaten und Fernsehapparaten festgehaltenen Bilder der Schlägereien als harmlos erscheinen lassen. Muskelbepackte, volltätowierte Männer sind entsetzt von der Hemmungslosigkeit, mit der der Mob vorgegangen ist. Es scheint, als ob alte Hooligans ratlos einem Ereignis gegenüberstehen, bei dem ihre Regeln keine Gültigkeit mehr hatten.</p>
<p>Immer wieder Angst. Angst davor, der eigene Klub, der nicht viel mehr hat als einen großen Namen und eine Geschichte, könnte endgültig zerbrechen. Weil diejenigen, die versucht haben, etwas anderes aufzubauen, keine Kraft mehr haben. Kein Geld mehr geben. Angst vor den Konsequenzen in der Oberliga. Der erste <a href="http://www.fussball-woche.de/index.php/magazin/berliner-fussball/2503">Gegner überlegt öffentlich, nicht gegen den BFC anzutreten</a>. Angst vor der Strafe durch den DFB. Ausschluss aus dem Wettbewerb. Eine hohe Geldstrafe. Und dann kommt immer wieder die Sprache auf ein Spiel: 8. Spieltag 1.FC Union II &#8211; BFC Dynamo. Wohl alle Fans des BFC, die sich das Testspiel gegen Lübben ansehen, fürchten erneute Auschreitungen. Es wäre vielleicht der endgültige Todesstoß für den Verein. Häufig ist an dem Tag zu hören: &#8220;Am besten wäre es, Union würde wieder Vorkasse für die Gästekarten verlangen. Dann hätten wir einen Anlass, das Spiel zu boykottieren.&#8221; Der BFC weiß in dem Moment nicht mehr, ob er sich selbst noch trauen kann.</p>
<p>Sieben Wochen später ist von der allgegenwärtigen Angst nicht mehr viel zu spüren. Der DFB hat gemessen an den Befürchtungen vergleichsweise milde geurteilt: Zwei Geisterspiele in der Oberliga. Sportlich befindet sich der BFC allerdings kurz vor der Bedeutungslosigkeit. Nach dem sechsten Spieltag steht die Mannschaft auf dem achten Platz. Vom sicheren Qualifikationsplatz für die Regionalliga trennt sie schon acht Punkte. Trainer Heiko Bonan ist weg. <a href="http://www.bz-berlin.de/sport/fussball/trainer-heiko-bonan-verlaesst-den-bfc-article1259992.html">Er folgte Thomas Doll nach Saudi-Arabien</a>. Sturmhoffnung Shergo Biran erlitt einen Kreuzbandriss. Und den am 3. August noch herbeigesehnten Boykott des Spiels gegen die U23 des 1.FC Union kommentiert der Verein auf seiner <a href="http://www.bfcdynamo.biz/basis/index.php">Website</a> in der gewohnten Rhetorik:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Vorstand des BFC Dynamo hat beschlossen, auf das stark eingeschränkte Kartenkontingent erneut zu verzichten, da der 1. FC Union unverändert auf Vorkasse besteht. Eine Forderung, die in der Oberliga sonst unüblich ist.&#8221;</p></blockquote>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/6a28622450fa420fa02b3a624ae7b258" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=8204&amp;md5=109a7c4d4cbb88fc477b9b6e058dc70e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Houston, wir haben ein Stasiproblem.</title>
		<link>http://www.textilvergehen.de/2011/08/26/houston-wir-haben-ein-stasiproblem/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 07:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Union Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[BFC Dynamo]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Wahlkampf in Berlin. Da liegt es auf der Hand, den Straßenwahlkampf ins Netz zu verlagern. Allerdings macht das Wählerstatements nicht durchdachter. Das gleiche gilt auch für den Wahlkämpfer. Stellvertretend dafür stehen die Berliner Grünen, denen im Netz eine Aufgabe gestellt werden kann. Zum Beispiel diese: Sicher ist das Ansinnen dieser &#8220;Aufgabe&#8221; schwer zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Wahlkampf in Berlin. Da liegt es auf der Hand, den Straßenwahlkampf ins Netz zu verlagern. Allerdings macht das Wählerstatements nicht durchdachter. Das gleiche gilt auch für den Wahlkämpfer. Stellvertretend dafür stehen die Berliner Grünen, denen im Netz <a href="http://gruene-berlin.de/da-muessen-wir-ran">eine Aufgabe gestellt werden kann</a>. Zum Beispiel <a href="http://gruene-berlin.de/da-m%C3%BCssen-wir-ran/dynamo-und-union-zwangsfusion">diese</a>:</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/zwangsfusion.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8087];player=img;" title="Aufgabe Zwangsfusion"><img class="alignnone size-full wp-image-8089" title="Aufgabe Zwangsfusion" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/zwangsfusion.jpg" alt="" width="400" height="99" /></a></p>
<p>Sicher ist das Ansinnen dieser &#8220;Aufgabe&#8221; schwer zu erkennen. Kommt die Aktion doch ähnlich subtil daher wie der Wunsch einiger BVB-Fans, <a href="http://www.faz.net/artikel/C30108/dortmunder-street-view-partisanen-weg-mit-schalke-30301067.html">das Schalker Stadion in Google Street View unkenntlich zu machen</a>. Aber zu jedem Spaß gibt es eben auch jemanden, der ihn ernstnimmt. In dem Fall <a href="http://de-de.facebook.com/people/Heiko-Thomas/1186162570">Heiko Thomas</a>, Kandidat der Grünen für das Berliner Abgeordnetenhaus.</p>
<p>Mögliche Antworten gibt es viele. Zum Beispiel diese: Ein Verein kann nicht mit einem anderen zwangsfusioniert werden. So charmant die Idee auch durch die Brille eines anderen Vereins sein mag. Doch darauf geht Heiko Thomas nicht ein. Es wäre auch eine viel zu klare Antwort. Vereine können innerhalb strenger Regeln <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinsgesetz#Regelungsgehalt">durch die Innenminister verboten werden</a>. Auch das ist nicht die Antwort. Die müsste eigentlich lauten: &#8220;Wir können das nicht regeln.&#8221; Stattdessen kommt etwas überraschend daher:</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/antwort_zwangsfusion.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8087];player=img;" title="Antwort auf die Aufgabe"><img class="alignnone size-full wp-image-8092" title="Antwort auf die Aufgabe" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/antwort_zwangsfusion.jpg" alt="" width="400" height="98" /></a></p>
<p>Es gehört zum guten Ton, sich zu bedanken. Allerdings nicht in Berlin. Und schon gar nicht für sinnfreie Aufgaben. Dafür wurde hier der Ausspruch erfunden: &#8220;Mir kann keener, aber mich könnse alle!&#8221;</p>
<p>Wie Heiko Thomas, der immerhin bei der letzten Bundestagswahl kandidierte, darauf kommt, dass eine Fusion das Stasi-Problem sicher nicht lösen würde, bleibt sein Geheimnis. Suggeriert er doch damit, dass sowohl der 1.FC Union als auch der BFC Dynamo zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands noch ein &#8220;Stasi-Problem&#8221; hätten. Das trifft bei Lichte betrachtet aber auf keinen der beiden Vereine zu. Überhaupt wird es nicht einfach sein, noch &#8220;Stasi-Probleme&#8221; in Deutschland zu finden. Schließlich wurde das Ministerium für Staatssicherheit bereits 1990 aufgelöst.</p>
<p>Die große Kunst der Fettnäpfchentreterei ist übrigens, nicht nur auf solch leicht durchschaubare Provokationen hereinzufallen, sondern sich ihnen auch noch anzubiedern. Ich hoffe, dass Heiko Thomas <a href="http://www.bild.de/sport/fussball/spielbericht-bundesliga/hertha-verschlaeft-comeback-19263540.bild.html">das Spiel von Hertha gegen Nürnberg</a> ausreichend genossen hat.</p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=8087&amp;md5=4449bf951862cb3e79406699a18123a9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bei Felix.</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 09:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[DDR-Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamo]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[MfS]]></category>
		<category><![CDATA[NVA]]></category>
		<category><![CDATA[Wachregiment Felix Dserschinski]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich Felix das erste Mal kennenlernte, war ich neun Jahre alt. 1988. Zusammen mit vielen anderen Kindern saß ich in in einem abgedunkelten Saal. Die Blumen und die Büste weiter vorne waren nur schemenhaft zu erkennen im Schein von Dias, die an die Wand projiziert wurden. Die Bilder zeigten Rotarmisten im Krieg. Welcher genau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich Felix das erste Mal kennenlernte, war ich neun Jahre alt. 1988. Zusammen mit vielen anderen Kindern saß ich in in einem abgedunkelten Saal. Die Blumen und die Büste weiter vorne waren nur schemenhaft zu erkennen im Schein von Dias, die an die Wand projiziert wurden. Die Bilder zeigten Rotarmisten im Krieg. Welcher genau es war, konnte mit Sicherheit kein Kind sagen. Plötzlich erschien das Portrait eines hageren Manns an der Wand. Er schaute uns mit seinen durchdringend blickenden Augen von der Wand aus an. Das war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Edmundowitsch_Dserschinski">Felix Edmundowitsch Dserschinski</a>. Gründer des KGB-Vorläufers Tscheka und Namensgeber meines Ferienlagers.</p>
<p>Während ich viel Spaß im Ferienlager hatte und die Schießübungen und das Tragen von ABC-Schutzanzügen spannend fand, dürfte Unions Präsident Dirk Zingler weniger Freude bei Felix gehabt haben. Fünf Jahre vorher, ab 1983 diente er drei Jahre im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wachregiment_Feliks_Dzierzynski#Adlershof">Wachregiment Felix Dserschinski in Berlin-Adlershof</a>, was die <a href="https://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.berlinonline.de%2Fberliner-zeitung%2Farchiv%2F.bin%2Fdump.fcgi%2F2011%2F0719%2Fsportauf%2F0003%2Findex.html&amp;h=bAQD4xyLI">Berliner Zeitung</a> dazu verleitet, dem Thema fast eine gesamte Seite zu widmen. Laut Zinglers Aussage wollte er während seiner Armeezeit unbedingt in Berlin bleiben. Da blieben ihm nur zwei Möglichkeiten: Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wachregiment_Friedrich_Engels">Wachregiment Friedrich Engels</a> der NVA oder eben das Wachregiment des Ministeriums für Staatssicherheit. Die Alternativen sind bekannt: Dienst bei den Grenztruppen mit der Maßgabe als 18-Jähriger auf Flüchtende schießen zu müssen oder bei den regulären Truppen der NVA ebenfalls fast ohne Heimurlaub.</p>
<p>Die Zeit bei der Armee ist ein Teil jeder männlichen Biographie in der DDR. Der verschwindend geringe Teil der Verweigerer spielt repräsentativ keine Rolle. Drei Jahre Verpflichtung zur Armee waren für Jungen in der DDR der Schlüssel zum Studium. Einem 18-Jährigen dabei vorzuwerfen, die Chance eines Dienstes in Berlin mit regelmäßigem Heimurlaub (!) zu nutzen, ist die bewusste Verleugnung der damaligen Realitäten. Ebenso gehört dazu das Zitieren aus DDR-Akten. Was soll denn in einer Akte der FDJ oder SED stehen außer Parteisprech? Wenn Zingler in seinem Lebenslauf für das MfS schreibt &#8220;Weil ich es für notwendig finde, der Partei anzugehören, die für den Frieden auf der Welt kämpft&#8221;, ist das nicht mehr als das, was gehört werden wollte. Die Berliner Zeitung macht das, was Journalisten eben machen, wenn sie nichts finden: Sie haut auf die Kacke, dass es richtig spritzt. So bleibt immer etwas haften. Zum Beispiel die Assoziationskette Dirk Zingler und Ministerium für Staatssicherheit.</p>
<blockquote><p>Die Vorstellung ist abwegig, für viele treue Fans des 1.FC Union Berlin schon der Gedanke allein eine Beleidigung: Der Präsident des Vereins trägt einen weinroten Trainingsanzug, Modell Dynamo. Und doch: Es ist so gewesen. Denn dieser Sportdress gehörte zu seiner Ausrüstung.</p></blockquote>
<p>Zurück in die späten 80er Jahre. Berlin-Hohenschönhausen. Kraftkreis in einer Sporthalle. Die neun bis zehnjährigen Kinder führen die Übungen aus. Spaß ist etwas anderes. Aber bald ist Bezirksmeisterschaft im Ringen und die besonders guten dürfen später auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kinder-_und_Jugendsportschule">KJS</a>. Leises Flüstern und Lachen. &#8220;Fiebrig!&#8221;, schallt es durch die Halle. Der Trainer ist wütend. &#8220;Fünf Mal das Seil hoch!&#8221; Die übliche Strafe für Reden während des Trainings. Ich schlurfe zum Seil. In meinem weinroten Trainingsanzug, Modell Dynamo.</p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=7698&amp;md5=71ad41a2944224c106b55050dc918046" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Tor zum Herzen.</title>
		<link>http://www.textilvergehen.de/2011/07/13/das-tor-zum-herzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 06:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffi und Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[zuhause]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Union Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Derby]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Santi Kolk]]></category>
		<category><![CDATA[Tor]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Alte Försterei ausverkauft. Das Flutlicht angeschaltet. Die zweite Hälfte läuft schon lange an diesem 17. September 2010. Gute 60 Jahre nach dem letzten Pflichtspiel gegeneinander steht es im Berliner Derby zwischen dem 1.FC Union und Hertha BSC 0:1. Dem frühen Tor von Peter Niemeyer folgt ein Spiel von Union, das niemand für möglich gehalten hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Alte Försterei ausverkauft. Das Flutlicht angeschaltet. Die zweite Hälfte läuft schon lange an diesem 17. September 2010. Gute 60 Jahre nach dem letzten Pflichtspiel gegeneinander steht es im Berliner Derby zwischen dem 1.FC Union und Hertha BSC 0:1. Dem frühen Tor von Peter Niemeyer folgt ein Spiel von Union, das niemand für möglich gehalten hat. Zweifel an der Mannschaft nach dem Pokal-Aus in der ersten Runde gegen Halle und den mageren Ergebnissen in der Liga werden vom Team weggerannt. Hertha spielt, als ob sie von einem Auto angefahren wurden. Die Spieler wanken. Doch sie fallen nicht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7592" title="Santi Kolk" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20110225_FCUnion_TSV1860Muenchen_0069.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Eine knappe Viertelstunde vor Abpfiff geht der Kapitän. Sein potentieller Nachfolger kommt. Mattuschka macht Platz für den leichtfüßigen Santi Kolk. Knapp fünf Minuten nach seiner Auswechslung nimmt der Holländer den Ball unweit der Mittellinie an. Er wird nicht angegriffen. Dann macht Santi, was er kann. Er sieht den Platz. Und läuft einfach los. Keiner geht ihm entgegen. Er nimmt Fahrt auf. Als sich ihm dann Mijatovic in den Weg stellt, hält er einfach drauf. Aus vielleicht 20 Metern. Danach passiert etwas, was alle im Stadion so gesehen haben. So und nicht anders. Wie in Zeitlupe fliegt der Ball. Ebenso langsam scheint Maikel Aerts zu fallen. So lang er sich auch streckt, der Ball dreht sich von den Torwarthandschuhen des holländischen Keepers weg in das Tor. Das Zuckertor.</p>
<p>Santis Treffer ist die Erfüllung einer Sehnsucht. Endlich ein Treffen auf Augenhöhe. Kein Freundschaftsspiel, wo der Eintritt auch mit Ost-Mark bezahlt werden konnte wie 1990. Kein Benefizspiel vor einigen hundert Fans im Olympiastadion, weil in Köpenick mal wieder die Pläne hoch flogen, aber das Geld knapp war. Keine Pflichtspiele in der Regionalliga gegen Hertha BSC II. Nein. Auch kein schönes Stadioneröffnungsspiel, das nur noch mehr die Sehnsucht nach dem richtigen, dem echten Spiel geweckt hat. Nein, es geht in der gleichen Liga gegeneinander. Zwar nicht unter den gleichen Voraussetzungen, aber unter den gleichen Wettkampfbedingungen. Um drei Punkte. Und um ein kleines bisschen mehr.</p>
<p>Für die drei Punkte hat es nicht gereicht. Es blieb beim 1:1. Aber das kleine bisschen mehr war nach der Partie im Gesicht von Werner Gegenbauer zu lesen. Mit verschränkten Armen an die Wand des heillos überfüllten Medien-Containers gelehnt, verfolgte der Präsident von Hertha die Ausführungen von Markus Babbel auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine Augen schauten ins Leere. Der Mund ein Strich. Worte mussten nicht gewechselt werden, um zu sehen, was in Gegenbauer vorgeht.</p>
<p>Der Rest sind Zahlen, die nichts über die Zuneigung zu Santi Kolk aussagen. Sieben Spiele über volle 90 Minuten. Insgesamt vier Tore geschossen. Einmal mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Die Rolle des Anführers konnte er weder auf dem Spielfeld noch daneben ausführen. Die blieb Mattuschka vorbehalten. War er auf dem Platz, sah es aus, als würden seine Mitspieler nicht verstehen, was Santi spielen will. Dazu immer wieder Verletzungen. Für eine längere Reha ist er wieder zurück nach Holland gegangen. Er wohnte lieber am Potsdamer Platz als in der Nähe des Stadions. So ganz ist Kolk nie beim 1.FC Union angekommen. Am Ende sah es so aus, als hätte er richtig Heimweh gehabt. Obwohl ihn alle immer herbeigesehnt haben. Kolk und Union &#8211; Eine Liebe, die keine Beziehung geworden ist.</p>
<p>Mach&#8217;s gut, Santi. Danke für das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ffhplbg0x9I">Tor</a>. Und das kleine bisschen mehr.</p>

<a href='http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100712_Trainingsauftakt_283.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-7576];player=img;' title='Santi Kolk' title="Santi Kolk"><img width="150" height="150" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100712_Trainingsauftakt_283-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Santi Kolk" title="Santi Kolk" /></a>
<a href='http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_748.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-7576];player=img;' title='Santi Kolk' title="Santi Kolk"><img width="150" height="150" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_748-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Santi Kolk" title="Santi Kolk" /></a>
<a href='http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_738.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-7576];player=img;' title='Santi Kolk' title="Santi Kolk"><img width="150" height="150" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_738-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Santi Kolk" title="Santi Kolk" /></a>
<a href='http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_736.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-7576];player=img;' title='Santi Kolk' title="Santi Kolk"><img width="150" height="150" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_736-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Santi Kolk" title="Santi Kolk" /></a>
<a href='http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_754.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-7576];player=img;' title='Santi Kolk' title="Santi Kolk"><img width="150" height="150" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20100917_FCUnionBerlin-HerthaBSC_754-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Santi Kolk" title="Santi Kolk" /></a>
<a href='http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20101015_FCUnionBerlin_Aue_0008.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-7576];player=img;' title='Santi Kolk' title="Santi Kolk"><img width="150" height="150" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/20101015_FCUnionBerlin_Aue_0008-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Santi Kolk" title="Santi Kolk" /></a>
<a href='http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/SLA0082.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-7576];player=img;' title='Santi Kolk' title="Santi Kolk"><img width="150" height="150" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/SLA0082-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Santi Kolk" title="Santi Kolk" /></a>
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 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=7576&amp;md5=56f332f251debebab9cee9c737eee130" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zum Angriff bereit.</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 09:34:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[zuhause]]></category>
		<category><![CDATA[1. FC Union Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Pfefferspray]]></category>
		<category><![CDATA[Pogon Szczecin]]></category>
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		<category><![CDATA[Uwe Neuhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gewonnene Testspiel gegen Pogon Szczecin (1:0 durch Neuzugang Markus Karl) wollte Trainer Uwe Neuhaus nutzen, um langsam seine Stammelf zu formen. Die Aufmerksamkeit zog allerdings nicht das Spiel auf sich. Die polnischen Fans stellten sich selbst in den Mittelpunkt und ließen erahnen, wie der Schwerpunkt der Berichterstattung vor der Europameisterschaft 2012 in Polen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gewonnene Testspiel gegen Pogon Szczecin (1:0 durch Neuzugang Markus Karl) wollte Trainer Uwe Neuhaus nutzen, um langsam seine Stammelf zu formen. Die Aufmerksamkeit zog allerdings nicht das Spiel auf sich. Die polnischen Fans stellten sich selbst in den Mittelpunkt und ließen erahnen, wie der Schwerpunkt der Berichterstattung vor der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine aussehen wird.</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0011.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7386];player=img;" title="Anhänger von Pogon Szczecin"><img class="alignnone size-full wp-image-7398" title="Anhänger von Pogon Szczecin" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0011.jpg" alt="" width="397" height="272" /></a></p>
<p>Extra für die verspäteten Fans aus Szczecin wurde der Anpfiff um 30 Minuten nach hinten verschoben. Kurz nach Anpfiff gab es Probleme, als die nachrückenden polnischen Fans den Eintritt nicht zahlen wollten. Teilweise wurde in Zloty bezahlt, am Ende wurden sie ohne Eintritt durchgelassen. Die Situation eskalierte in einem Pfefferspray-Einsatz, der sowohl Polizei als auch Fans traf. Eltern mit Kindern, die den Fanblock verlassen wollten, durften auf die Sitzplatztribüne. Ein erschreckendes Bild des Gewaltexzess: Bei einer Schlägerei unter den polnischen Fans wird der bereits zu Boden gegangene Gegner noch mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf getreten.</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0021.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7386];player=img;" title="Eltern mit Kindern nach Pfefferspray-Einsatz"><img class="alignnone size-full wp-image-7399" title="Eltern mit Kindern nach Pfefferspray-Einsatz" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0021.jpg" alt="" width="400" height="268" /></a></p>
<p>Die Situation beruhight sich erst zur Hälfte der ersten Halbzeit. Die Fans hängen Zaunfahnen auf. Auf einer steht: &#8220;Elite Wyjazdow &#8211; Na atakcje gotow!&#8221; (Elite Reisen &#8211; Zum Angriff bereit!) Der Eindruck, dass sich hier das hässliche Gesicht der deutschen Fanszene der 80er und 90er Jahre zu Gast ist, bleibt. Zumal der glücklose John-Jairo Mosquera noch mit Affenrufen verunglimpft wird.</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0031.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7386];player=img;" title="Anhänger von Pgon in Konfrontation mit Polizei"><img class="alignnone size-full wp-image-7400" title="Anhänger von Pgon in Konfrontation mit Polizei" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0031.jpg" alt="" width="397" height="228" /></a></p>
<p>Als Markus Karl nach einer hübschen Freistoßvariante von Mattuschka das 1:0 köpft, gibt es kein Halten mehr. Allerdings wieder im polnischen Block. Neben den üblichen bengalischen Feuern, werden mehrere starke Böller auf das Spielfeld geworfen. Die Ordner bringen sich in Sicherheit. Bundesligaschiedsrichter Felix Zwayer unterbricht die Partie. Unverständlich, dass die Ultras von Union in dem Moment rufen: &#8220;Pyrotechnik ist kein Verbrechen!&#8221; Der Initiative &#8220;<a href="http://www.pyrotechnik-legalisieren.de/blog/">Pyrotechnik legalisieren</a>&#8221; erweist sie damit keinen Dienst. Denn diese ächtet aufgrund der Verletzungsgefahr Böllerwürfe im Stadion und setzt sich bei DFB und DFL für kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik ein.</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0041.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7386];player=img;" title="Böllerwürfe auf das Spielfeld"><img class="alignnone size-full wp-image-7401" title="Böllerwürfe auf das Spielfeld" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0041.jpg" alt="" width="397" height="231" /></a></p>
<p>Während in deutschen Stadien in solchen Momenten Spieler und Verantwortliche auf die Fans zugehen, um sie zu beruhigen, ist hier der Schiedsrichter das Ziel der Spieler. Alles sei nicht so schlimm. Zwayer ist allerdings nicht gewillt, sich in Verhandlungen zu begeben. Als Szczecins Trainer Marun Sasal seinen Spieler Blazej Radler nach der Auswechslung zur Halbzeit in der Mitte der zweite Hälfte wieder einwechseln will, bricht es aus ihm heraus. Er schreit den Trainer an: &#8220;Do you understand, what I say? If you don&#8217;t accept my decisions, you won&#8217;t play here anymore!&#8221;</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0051.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7386];player=img;" title="Felix Zwayer erklärt Pogons Trainer die Regeln"><img class="alignnone size-full wp-image-7402" title="Felix Zwayer erklärt Pogons Trainer die Regeln" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0051.jpg" alt="" width="397" height="260" /></a></p>
<p>Lust auf die Europameisterschaft im nächsten Jahr kommt nicht auf. Die <a href="http://www.sportschau.de/sp/fussball/news201106/09/polen_hooligans.jsp">Fans in Polen sehen sich massiven Repressionen ausgesetzt</a>. Ob das die jeweils richtigen Antworten auf die Probleme in den Stadien in Polen sind, sei dahingestellt. Argumente für eine Lockerung der Maßnahmen lieferten die Fans aus Szczecin jedenfalls nicht. Uwe Neuhaus gab sich im Gespräch nach dem Spiel sehr unaufgeregt: &#8220;Ich finde es nicht so schlimm. Wenn man sich  in Europa umguckt, ist das fast Gang und Gebe. Die Fans haben in jedem Spiel eine solche Phase, in denen zwei Minuten  auf sie geachtet wird. Und diese Zeit sollen sie bekommen.&#8221; So kann man das sicher sehen. Allerdings grenzen solche Vorfälle diejenigen aus, die Fußball in einer Atmosphäre sehen wollen, die sich nicht in den Extremen Hooliganismus oder Langnese-Familienblock bewegt.</p>
<p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0061.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7386];player=img;" title="Protest gegen die Europameisterschaft 2012"><img class="alignnone size-full wp-image-7403" title="Protest gegen die Europameisterschaft 2012" src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/0061.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a></p>
<p><strong>Update:</strong> Ein Video, dass die polnische Sicht zeigt. Ohne die ganzen negativen Erscheinungen, die im Text beschrieben wurden. Dafür ist sichtbar, wie die Böllerwürfe auf die Person wirkten, die die Kamera hielt. (Danke für den Hinweis an <a href="http://twitter.com/#!/mycrosoft">@mycrsoft</a>)</p>
<p><iframe width="499" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/xdMX6ANA0hg?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=7386&amp;md5=a1682924b87d1414602337bcc647a58c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Schöpfungsgeschichte des Spielplans</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 15:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[1. FC Union]]></category>
		<category><![CDATA[DFL]]></category>
		<category><![CDATA[Spielplan]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin-Köpenick im Februar 2012. Zwei Anhänger des 1.FC Wundervoll waten in dicke Jacken eingemummelt durch den Schneematsch des Waldes an der Alten Försterei zur Partie gegen Dynamo Dresden.  Fragt der eine: &#8220;Wetten, dass Mosquera in den nächsten drei Partien gegen Bochum, 1860 und Ingolstadt trifft?&#8221; Seinem Kumpel fällt das sowieso viel zu kalte Bier aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin-Köpenick im Februar 2012. Zwei Anhänger des 1.FC Wundervoll waten in dicke Jacken eingemummelt durch den Schneematsch des Waldes an der Alten Försterei zur Partie gegen Dynamo Dresden.  Fragt der eine: &#8220;Wetten, dass Mosquera in den nächsten drei Partien gegen Bochum, 1860 und Ingolstadt trifft?&#8221; Seinem Kumpel fällt das sowieso viel zu kalte Bier aus der Hand: &#8220;Bist Du blöd, das hier laut zu sagen? Wenn das jemand gehört hat! Dann sind wir dran.&#8221;</p>
<p>So oder so ähnlich kann das passieren. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat letzte Woche bekanntgegeben, dass sie ihr <a href="http://bundesliga.de/de/medien/presse/index.php?f=0000186548.php">Urheberrecht am Bundesligaspielplan durchsetzen wird und jegliche kommerzielle Verwendung der Erlaubnis der DFL bedarf</a>. Begründet wird das mit der &#8220;erheblichen schöpferischen Leistung&#8221; bei der Spielplangestaltung. Damit reiht sich die DFL ein in eine lange Liste von Fällen, in denen das Urheberrecht als Vehikel der Durchsetzung anderer Ziele dient. Denn die DFL stört sich offensichtlich daran, dass der reformierte Glücksspielstaatsvertrag im Bereich Sportwetten nicht so ausfällt, wie sie es sich erwünscht. Mit der nun bekanntgegebenen Lizenzierung für die Nutzung der Spielpläne <a href="http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/DFL-kuendigt-urheberrechtlichen-Schutz-fuer-Fussball-Spielplaene-an_100925.html">will die DFL selbst aussuchen, wer Wetten für Bundesligaspiele anbieten darf</a>. Gegen Gebühr selbstverständlich.</p>
<p>Der gesunde Menschenverstand reagiert darauf mit: &#8220;Geht&#8217;s noch?&#8221; Doch in Wirklichkeit schafft die Liga so massive Rechtsunsicherheit. Jeder, der kicktipp.de oder andere Tippangebote im Netz anbietet, läuft nun Gefahr von der DFL abgemahnt zu werden. Übertrieben gesagt könnte jede Bürotippgemeinscht ab Januar als kriminelle Vereinigung durchgehen. Auch wir vom Textilvergehen nutzen den Spielplan für einen <a href="https://www.google.com/calendar/embed?src=0ni2p4t9rg9g7qt1bo9fteqheg%40group.calendar.google.com&amp;ctz=Europe/Berlin">Fan-Kalender</a>. Telefonisch wollte uns die DFL keine Erklärung abgeben: &#8220;Das steht doch alles in der Pressemitteilung.&#8221; Wir sind also gespannt, ob wir eine Erlaubnis zur Benutzung des handgeschöpften Spielplans erhalten.</p>
<p><strong>Update vom 14.07.2011</strong>: Ein weiteres Telefonat mit der DFL brachte nicht viel Neues, aber dafür Bestätigung einiger Vermutungen. <a href="http://www.textilvergehen.de/2011/06/28/die-schopfungsgeschichte-des-spielplans/#comment-15996">Mehr im Kommentar</a>.</p>
 <p><a href="http://www.textilvergehen.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=7360&amp;md5=6d73ebd9ea98d9d2b32931262a5be620" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.textilvergehen.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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