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Was Dirk Zingler sagt.

Der Präsident des 1. FC Union Berlin im Gespräch mit Matthias Wolf, Berliner Zeitung:

Wird das Stadion An der Alten Försterei irgendwann einen Sponsoren-Namen tragen?

Ich verrate jetzt mal was: Wenn ich das wollte, wäre der Name schon weg. Es wäre auch kein Problem, mit einem Vermarkter einen Vertrag zu schließen: 15 Jahre, gebt mir 20 Millionen sofort. Aber diese Wege wollen wir nicht gehen. Wir wollen unabhängig bleiben.

Diese Aussage wüsste ich gern irgendwo einbetoniert.

Strandlektüre.

Drei gute Gründe für alle, die Sergio Olguíns “Die Traummannschaft” immer noch nicht gelesen haben: es ist Sommer (irgendwo ist ja immer grad Sommer), die Strände haben von früh bis spät geöffnet, das Büchlein über Maradonas ersten Fußball ist ebenso schmal wie schön, und Erik Wegener hat grad den Autor interviewt. Ich hab meins verliehen und nie zurück bekommen – wie jeder weiß, erkennt man daran die wirklich guten Bücher.

Und Familie?

Es ist spielfreie Zeit. Es gibt nichts Neues. Darum wird ein besonders altes Stück serviert. Als Redakteur der Schülerzeitung “Dreizeit” aus Berlin-Hellersdorf hatte ich im März 1994 zusammen mit einem Freund die Möglichkeit, den damaligen Trainer von Union Frank Pagelsdorf zu befragen. Das Ergebnis ist ein perfektes Zusammenspiel zwischen unseren kickeresken Fragen und seiner Maulfaulheit.

Dreizeit: Nennen sie uns bitte ihren Werdegang als Fußballspieler.
Pagelsdorf: Zuerst spielte ich von 1978 – 84 bei Bielefeld und wechselte danach nach Dortmund. Zuletzte spielte ich von 1990 bis 1991 bei Hannover 96 und mußte dort wegen einer Knieverletzung meine Karriere aufgeben.
Dreizeit: Union ist ihre erste Trainerstation. Welche Probleme hatten sie?
Pagelsdorf: Am Anfang gab es Probleme, weil es hier Vorurteile gegen sogenannte Westbürger gab. Die Spieler haben mich jedoch bald anerkannt, weil ich auch die Sprache der Spieler spreche.
Dreizeit: Jetzt gibt es hier ja auch einen Präsidenten aus dem Westen.
Pagelsdorf: Ja, der Präsident kommt auch aus der alten Bmdesrepublik. Ich glaube wir haben jetzt auch so eine Mischung gefunden, die
dem Verein gut tut.
Dreizeit: Hatten sie Probleme bei der Anerkennung beim Publikum?
Pagelsdorf: Schwierigkeiten in dem Sinne, daß wir gleich unser allererstes Spiel verloren haben. Da dachten die natürlich, jetzt kommt da so ein oller Wessi und gleich verlieren wir. Aber danach habenwir 15 Spiele in Folge gewonnen, so daß es da keine Probleme mehr gibt.
Dreizeit: Wie wichtig ist das Publikum?
Pagelsdorf
: Das Publikum ist ganz wichtig, denn es hat uns bei vielen schweren Spielen immer wieder angetrieben.
Dreizeit: Letztes Jahr waren sie in der Aufstiegsrunde Außenseiter, schafften jedoch den sportlichen Aufstieg. Dieses Jahr ist ihre Mannschaft Favorit. Haben sie Angst vor dieser Rolle?
Pagelsdorf: Sicherlich hat man mit dieser Rolle mehr Schwierigkeiten. In einer Aufstiegsrunde kam es jedoch jede Mannschaft schaffen. Außerdem haben wir uns dieeses Jahr spielerisch gesehen verstärkt.
Dreizeit: Welche Mannschaften wären ihre Lieblingsgegner?
Pagelsdorf: Jede Mannschaft die einmal dieses Ziel erreicht hat, will es dann natürlich auch schaffen. Damit sind alle Gegner, die dort auf einen warten schwer.
Dreizeit: Was glauben sie denn, welche Mannschaften in den anderen Staffeln Erste werden?
Pagelsdorf: Im Norden gibt es da noch einen harten Zweikampf zwischen Brandenburg und den Reinickendorfer Füchsen.
Dreizeit: Angenommen Sie steigen auf, welche Verbesserungen am Stadion wird es geben müssen?
Pagelsdorf: Es wird auf jeden Fall ein neuer Sanitärtrakt gebaut. Es wird auch sonst einiges geschehen.
Dreizeit: Wem sie nicht aufsteigen, werden Sie sich dann einen anderen Verein aussuchen?
Pagelsdorf:
Im Moment weiß ich das noch nicht, aber ich habe noch einen bindenden Vertrag, und ich gehe davon aus, daß ich den erfülle.
Dreizeit:
Welches ist die größte Schwäche Ihrer Mannschaft?
Pagelsdorf
: Die wohl größte Schwäche ist bei uns, daß es einfach an bundesligaerfahrenen Spielern mangelt.
Dreizeit: Welchen Spieler, falls machbar, hätten sie gern?
Pagelsdorf (ohne zu zögern): Matthäus, Olaf Thon, Chapuisat und Tony Yeboah.
Dreizeit: Sie haben eine hervorragende Jugendabteilung. Gibt es hoffnungsvolle Talente?
Pagelsdorf: Ja wir haben viele Talente, und wir wünschen uns auch, daß viele Jugendliche, auch aus Hellersdorf, sich entschließen, bei uns Fußball zu spielen.
Dreizeit: Wenn sie Bundestrainer wären, was würden sie ändern?
Pagelsdorf (lacht): Ich glaube doch, daß die Spieler, die jetzt vorhanden sind, in der Lage sindwieder Weltmeister zu werden. Der Berti
wird das schon richtig machen.
Dreizeit: Haben sie Hobbys?
Pagelsdorf: Ich spiele sehr gern Tennis.
Dreizeit: Und Familie?
Pagelsdorf: Nein. In diesem Beruf ist man einfach zu viel unterwegs. Da hatte ich noch keine Zeit für.
Dreizeit: Zu welchem Verein haben sie ein gutes Verhältnis?
Pagelsdorf: Borussia Dortmund.
Dreizeit: Aber sie schafften es ja auch die Bayern zu einem Freundschaftsspiel nach Berlin zu holen.
Pagelsdorf: Ja, und am 1 . Mai spielen wir gegen den 1. FC Köln, und da hoffe ich auch auf viele Fans.
Dreizeit: Wer wird Deutscher Meister?
Pagelsdorf: Bayern München!
Dreizeit: Ihre Mannschaft ist auch noch im Paul-Rusch-PokaI vertreten. Das ist ihre Chance, falls es mit dem Aufstieg nicht klappt, nächstes Jahr im DFB-Pokal für Sensationen zu sorgen.
Pagelsdorf: Ja, das stimmt. Wir spielen am 13. 4. 1994 gegen den FC Berlin.

Nichts nennenswert Neues.

Medienpartnerwechselspiel. 11Freunde-Gewinnspiel. Bratwursttestspiel. Mein Fußballverein ist grad wie so´n zeitunglesender Ehemann. Uninteressant. Uninteressiert. Ich glaub, ich fahr weg. Mal sehen, ob er´s merkt.

Immer wieder samstags.

Jan Hollants, der als @tzzzzz twittert, macht uns allen die Freude, des wochenends im Wohnzimmer An der Alten Försterei zu renovieren, und speziell mir verschafft er die Ehre und das Vergnügen, seinen Gastbeitrag zu veröffentlichen. Naja – ich hab ihn ein bißchen gedrängelt. Aber hey – gut, dass ich das gemacht hab. Danke, Jan!

dem-fussball

Mein Bäcker schaut mich mitleidig an. Kaffee? Es ist Morgens 6:30 Uhr – was für eine Frage – Die Frage sollte lauten: Wie viel Kaffee?

Konversation um die Zeit ist nicht mein Ding – Ausnahme mein Sohn – NOCH. Aber ein Bäcker lässt sich davon nicht beirren, er lebt in eine anderen Zeitkontinuum. “Musste heut Arbeit Jan?” – “Ne müssen muss ick nicht, ick darf arbeiten.” Seinen verwirrten Gesichtsausdruck interpretiere ich erst nach etwa 15 Minuten richig, da sitz ich schon in der S-Bahn Richtung Ostkreuz.

Ein neuer Baustellentag ist angebrochen – so früh geh ich normal nicht auf Arbeit. Doch wenn ick auf den Waldweg einbiege zu unserem Wohnzimmer, bin ick froh das ich mich aus de Kissen geschoben habe. So ich versuchen wollte, es zu beschreiben, wie es ist, dann würde es hier pathetisch, romantisch und allet in allem kitschig werden. Also lass ick dit lieber.

Das erste was zu sehen ist – DER KRAN DREHT SICH! Wie oft hat Sylvia morgens angekündigt: “Heute dreht sich der Kran den ganzen Tag, also denkt dran, den Helm aufzusetzen.” Jedreht hat sich nüscht. Jetzt aber. Die Ösis ziehen durch am Dach und die Stimmung auf der Baustelle hebt sich stündlich.

In den letzten Tagen kamen einem die Eisernen teilweise wie Schwangere vor: Heftigste Stimmungsschwankungen im Minutentakt. Zwischen “Ditt schaffen wir nie!” und “Wow sind die schnell – in einer Woche sind die fertig.” verging bei ein und derselben Person oft nicht mal ne halbe Stunde.

Matze und ick arbeiten heute an der Rampe hinter dem Gästeblock – Schlösser und Verriegelungen für die Tore dort. Improvisation ist alles, und wenn ick mich anfange zu ärgern, weil nen Werkzeug fehlt, schießt mir durch den Kopp, wenn et nich so wäre, wäre es nicht hier so wie es ist. Alle helfen sich, Mangel macht erfinderisch und hilfsbereit. Hm, irgendwoher kenn ick dit, wenn ick jetzt nur noch wüsste….

Pause – Matze sucht ein Klo und ick mach ein Schwätzchen mit OlleOma, die sind grad dabei,  die Streben zu streichen für die zusätzlichen Sitzplätze. Auch sone Arbeit die keiner wollte – nur der DFB. Frank kommt vorbei und schimpft mit nem Grinsen: “Wenn die Maler rumstehen, hab ich nichts dagegen – aber nicht meine Schlosser.” Ick mach nen mea culpa und mich vom Acker.

Mit der Fingerfräse wurschteln wir weiter – wir gewinnen sowieso – Eisern UNION!

Über den Zaun ein kurzer Dialog mit einem älteren Ehepaar, welches an der Wuhle spazieren geht. “Geht ja vorwärts!” ruft der Mann rüber. “Muss ja!” brüll ick zurück. Er nickt, seine Frau winkt und sie zockeln weiter.

Ein BZ-Reporter kreucht über die Baustelle und tut so als ob er arbeiten täte, tut er aber nicht – posen tut er täten für den mitgebrachten Fotografen – wenigstens schleppt er seinen Rasentrimmer selbst.

Gegen 18:00 Uhr ziehen ein paar Jungnazis an der Wuhle lang und brüllen dusslige Parolen, Matze und ick sind zu wenige um ne vernünftige Drohkulisse aufzubauen. Ne Frau aus der Gartenkolonie gegenüber ist schneller und wünscht das Pack zurück in die Löcher, aus denen sie gekrochen sind.

Wir machen langsam Feierabend.

ruhe

Mein Rücken teilt die Ansicht meiner Füße, dass ick insgesamt gesehen och nich mehr jünger werde. Nachdrücklich wird der Rest meines Körpers mich darauf hinweisen, wenn ick heut Abend im 5 Ziegen mein Feierabendbier trinken und mich von Milan zum “Helden der Arbeit” ernennen lasse. Früher jab et dafür nen Orden, heut nich mal nen Freibier. Morgen sind wir wieder da und werkeln in unserem Wohnzimmer, denn ab jetzt dürfen wir auch sonntags.

Ach und übrigens – falls ich es vergessen habe zu erwähnen: WIR GEWINNEN SOWIESO – EISERN UNION! und alle….

Kaffee, Zeitung, Ei und frische Schrippen.

Damit während meiner Abwesenheit niemand auf sein Sonntagsfrühstück verzichten muss, stell ich, obwohl heute erst Freitag ist, mal ein kleines Leckerhappenbuffet für´s Wochenende zusammen.

Zunächst die Appetizer. Als Keks für @tzzzzz (versprochen ist versprochen) ein Mitmachspiel. Woran erkennt man eigentlich Unionfans? fragt @FANartisch. Wenn ich mir das im Stadion anwesende Männervolk zwischen 30 und 60 ansehe, kann ich 1b) als überwiegend richtig bestätigen. Überwiegend!

Uli Hannemann hatte schon in den Kommentaren darauf hingewiesen, aber das schien mir zu wenig prominent. Die Nationalmannschaft der Autoren flog auswärts, las und siegte. Was sonst so war in London, erzählt ganz unnachahmlich: Jan Brandt. Schickt auf jeden Fall mehr Poeten nach England!

Von Uli Hannemann selbst gibt es zwei Texte, von denen der etwas ältere mit Eiern zu tun hat. Frauen können den eigentlich überhaupt gar nicht verstehen, nehme ich an. Der andere beschäftigt sich mit Fußball Drogen Essen, und passt deshalb ohnehin ganz vorzüglich hier her.

In das Körbchen mit den exotischen Früchten nehme ich mir die Freiheit, liebevoll und mit zarter Hand, wie man sonst nur Pfirsiche serviert, zwei ganz fußballferne Blogs auf feines weißes Tuch zu betten. Mein barkeepender Lieblingstwitterer nämlich, der jederzeit darauf achtet, dass aus betreutem kein bereutes Trinken wird, und unser aller stets zum Widerspruch geneigter Lieblingssportreporter, haben sich mit spree:geflüster dem Schreiben verschrieben. Alles wird in Flammen stehen!

Und weil diese Stadt einfach zu klein ist für zwei Berlin-Blogs, bereist Freund Volker das, was der Westdeutsche immer lässig “Die Staaten” nennt. Weil Volker aber eben so ostdeutsch ist wie die Digedags, liest er der Vorbereitung halber -na klar: die Digedags. Und Mark Twain. Und dann stellt, setzt oder legt er sich auf so ein Floß und schreibt mit den anderen coolen Typen und Schnitten von monstamovies darüber, wie das so ist auf so einem Floß. Aufm Mississippi. Stehen, sitzen, liegen.

Guten Appetit! Gute Reise! Schönes Wochenende!

Uwe sagt.

Wenn ich müde bin, lege ich alle an mich gerichteten Worte als Kriegslisten aus und empfinde die Welt als feindselig. Müde bin ich meistens frühmorgens, unmittelbar vor und direkt nach dem Aufstehen, während des Frühstücks sowie rund um das Mittagstief. Als ich heute mit noch halb geschlossenen Augen am Wittenbergplatz stand -dort handelt ein Mann mit Zeitungen, der noch heftiger als ich unter morgendlicher Übellaunigkeit leidet- fiel mein Blick auf einen Zeitschriftentitel: Exberliner. Und drunter ein Bild von Uwe Neuhaus. Ich besitze die Fähigkeit, Geräusche zu denken. Hab ich bestimmt schon mal erzählt. Ich dachte so ein Knurrgeräusch, das mit Stirnfalte und Oberlippe hochziehen Hand in Hand geht. Das bedeutet in etwa: Oh, sieh an – der Herr Neuhaus, ein Ex-Berliner?! Zieht er weg? Kommt Klinsmann? Aber nein, keins von beiden. Ich bin dann aufgewacht und es erschloß sich auch mir, was ohnehin allen klar war, dass nämlich die Zeitschrift Exberliner heißt. Und Uwe Neuhaus ist auf dem Titel als einer von sieben Deutschen, die das Berlin verkörpern, das wir lieben. (Das steht da wirklich. Seven germans who embody the Berlin we love.)

Wenn man jemandem sieben unzusammenhängende Fragen stellt, von denen eine lautet “And what would you do if bayern Munich called?”, ist das nicht wirklich ein Interview zu nennen, auch wenn es möglicher Weise als solches gemeint war. Sehr neuhausig ist allerdings die Antwort auf die Frage, welche Rolle Glückhaben im Fußball spielt.

They say you have to force your luck … If I practice taking shots on goal two hours every day, I can force my luck because I feel more secure in front of goal at game time.

Außerordentlich einleuchtend fand ich das. Dachte ich, gehste ma auf Arbeit jezte, und übst solange grafikdesignen, bis die von Scholz & Friends selbst drauf kommen, dich anzurufen. War aber noch nix, bis jetzt. Aber wenn, dann bin ich jedenfalls vorbereitet.

Herzscheiße.

Ich bin verliebt. In eine Wortgruppe. Wortgruppen machen gelegentlich schlimmere Ohrwürmer als Boygroups, ick schwöre!

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“8:0 Gedenkmauer”, schlägt Milan als Namen für das heimische Anzeigetafelgebäude vor, nachdem “Kulturdenkmal der Herzen” sich völlig disqualifiziert hatte. House of the rising sun, werfe ich ein. Zimmer mit Aussicht. Sonst noch wer? Bitte!

Man muss nicht immer alles selber machen (3).

Sebastian hat einen klugen Text über das gestörte Nicht-Verhältnis zwischen Union Berlin und Tennis Borussia geschrieben, das anläßlich des Pokalfinales am Mittwoch einmal mehr augenfällig wurde und beiderseits regelmäßig zu vollständigem Verlust der Contenance führt. Bitte hier entlang!

Haushaltstag.

Bei den Twitter-Telegrammen stehts schon, aber auf die Hausaufgabe des Spielbeobachters möchte ich, weil heute mein Haushaltstag ist, trotzdem hinweisen.

Weil man als Frau im Haushalt praktisch nichts mehr selbst machen muss, denn diverse elektrische Geräte (die mal irgendwer ein- und ausräumen müsste, bitte. Danke!) erledigen das für dich, verzeichne ich Freizeitgewinn ungeahnten Ausmaßes und diskutiere ein Fußballspiel, das ich überhaupt gar nicht gesehen habe. Während der @spielbeobachter nicht darüber reden möchte, unternimmt @heinzkamke, der in Wirklichkeit natürlich ganz anders heißt, den heldenhaften Versuch, mich von zwei Dingen zu überzeugen. Erstens, Messi ist der Beste. Und zweitens davon, dass eigentlich Messi der Beste ist.

Ich schwärme. Und kann gleich weiter machen: Messi ist unvergleichlich. Der Ball ist, wie sein Nationaltrainer kürzlich sagte, ein Teil seines Körpers. Damit ist eigentlich alles gesagt.

[heinzkamke: Notizen aus der katalanischen Metropole: Camp Nou]

Ich möchte ihm widersprechen. Mir fällt aber nichts ein.

Wichtiges Indiz dafür, dass Cristiano Ronaldo gestern aber auch nicht ganz schlecht gewesen sein kann, wenigstens manchmal, möglicher Weise sogar in Momenten, als es darauf ankam, und damit in der Gesamtwertung mindestens Zweitbester nach Messi, ist, dass aufallend wenig darüber geredet wird. Oder anders: Wenn das längste in der Suppe zu findende Haar der auf Marcel Reif zurückzuführende, von @heinzkamke überlieferte Ausspruch, Cristiano Ronaldo schieße Freistöße wie ein Tippkick-Männchen, war, bin ich fast ein bißchen traurig, dass ich das Spiel gestern nicht gesehen hab. Ich glaube, ich hätte es gemocht.

Und dann, als ich denke, okay, jetzt aber mal Lack machen in der Küche, kommt @probek vorbei, schließt sich einerseits dem schweigenden @spielbeobachter an, und möchte aber außerdem sofort verkaufen. Beide. Den Ronaldo nach Spanien, den Ribery nach England.

Tolles Ding, dieses Internet. Kann man viel Spaß mit haben. Fast soviel wie mit ähm … Staubsaugen.