Relegation: 1-1 zuhause.

Auswärtsspiel in der Relegation , man liegt zurück, zeigt eine gute Leistung und kommt tatsächlich zum Ausgleich, den man mit in die entscheidende Partie nimmt. Kommt Union irgendwie bekannt vor? Ja, passierte am Sonntagnachmittag in Adlershof aber andersrum. Denn hier lag Union gegen die SG Andernach (19)99 mit 1-0 in Führung und kassierte dann den Ausgleich mit dem wortwörtlich letztem Ballkontakt in einem gerade technisch sehr ansprechendem Fußballspiel.

Union Frauen.

Eisern Union. Steht da immer. Top Platzwart.

In den ersten zwanzig Minuten hatte noch Union das Spiel bestimmt und war nach zehn Minuten verdient in Führung gegangen. Marta Stodulska (mit 24 Toren Unions erfolgreichste Stürmerin) hatte sich mit einem Dribbling durchgesetzt, bevor Josephine Ahlswede das Tor erzielte. “In der Phase war ich mit unserem Postionsspiel sehr zufrieden,” sagte Unions Trainer Falko Grothe: “Wie wir uns in den freien Räumen angeboten haben, Ballsicherheit hatten, präzise Pässe mit wenigen Kontakten in die Tiefe gespielt haben. Was wir in da gut gemacht haben, die Bälle auch mal von einem auf den anderen Flügel zu verlagern, fehlte in der zweiten Halbzeit fast völlig.”

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Die wahrscheinlich längste Saison, an der ich je teilhaben durfte.

Letztes Heimspiel, aber vielleicht auch nicht. Also noch nicht verabschieden, nicht von Spielern, nicht von Träumen. Das ist sehr ungewohnt um die Jahreszeit. Ich kuck´ noch mal den epischen Torjubel von Sebastian Polter und überlege, ob Manuel Schmiedebach in echt ein Zauberer ist. Ja, oder? Prima. Dann machen wir mal weiter.

Sebastian Polter ist zurück, und den Rest möchte ich gerne vergessen.

Das Allerschlimmste ist: Ich mag Steffen Baumgart. Ich fand ihn als Spieler gut, ich bewundere, was er als Trainer in Paderborn geschafft hat. Die Sache ist bloß, dass ich An der Alten Försterei immer gewinnen will. Immer. Immer. Immer. Paderborn vor Steffen Baumgart war nicht ernst zu nehmen. Eine Quatschmannschaft mit Quatschtrainern und Quatschfußball. Das hätte von mir aus gerne so bleiben dürfen. Heute waren sie gut, und vor allem besser als Union. Und es regt mich wirklich auf, das zugeben zu müssen.

Solange es keine Eleganzpunkte gibt, reicht mir ein dreckiger Heimspielsieg.

Dass die Aufregung zunimmt, wenn mehr als die Hälfte einer Saison rum ist, in der Union so zwischen Platz 2 und 4 pendelt, verstehe ich. Aber es sind Spiele wie das gegen Ingolstadt, die uns immer wieder erden und vor Größenwahn bewahren. Die dann trotzdem zu gewinnen, macht mir eventuell mehr Spaß, als die Fußballschönheitskommission erlaubt, aber wissta was? Is´mir egal.

Das kleine Weihnachtssingen.

Zum dritten Mal spielen The Breakers am Abend vor dem Weihnachtssingen ein Konzert in zutraulicher Runde, und ich hätte im Rausgehen am liebsten schon die Karte für nächstes Jahr gekauft. Dankeschön! Mit euch singe ich am liebsten, und von mir aus auch Weihnachtslieder.

Guten Tag, mein Name ist Sebastian Polter, und ich bin hier, um Ihren Strafraum anzuzünden!

Heute gibt´s mehr Bilder als sonst. Nicht nur, weil mehr einfach mehr ist – sondern vor allem deshalb, weil Sebastian und Daniel sich Verteidigerfotos gewünscht haben. So´ne schöne Defensive, und nie gibt´s Bilder davon. Das kann natürlich nicht so bleiben. Jetzt haben sie genug Material für einen Christopher-Lenz-Dia-Vortrag. Weil am Ende aber Grischa Prömel und Sebastian Polter kurz mal alles abgefackelt haben, was rumstand, ufert es in eine Bilderflut aus. Zu Recht, wie ich finde.

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Hätte schlimmer kommen können. Trotzdem bin ich mürrisch.

Wenn man nach dem Spiel so rumsteht und “hm, hm” knurrt, aber mehr so Richtung “grmpf”, weil man sich eine geraume Zeit auf der Siegerstraße wähnte, dann gegentorbedingt alles in Unordnung auseinanderfiel und am Ende ein glückliches Unentschieden draus wurde, ist die Stimmung etwas gedämpft. Auch wenn es hätte schlimmer kommen können. Meine Szene des Spiels war diese hier nach dem Abpfiff: Daniel Mesenhöler dreht sich Richtung Waldseite und holt sich den Applaus ab, mit dem wir ihn im Sommer nicht verabschieden konnten. Ganz kurz nur, ein Wimpernschlag, weniger als verdient, aber doch besser als nichts.

Union Berlin ist wieder da!

Union gewinnt das Spiel gegen den FC St.Pauli, und ab dem dritten Tor wundert sich das Heimpublikum eigentlich nur noch. Das mündet in den Gesang “Union Berlin ist wieder da!”, der exakt zwei Minuten vor dem Gegentor angestimmt wird. Karma womöglich, damit wir nicht übermütig werden. Aber das Gefühl hält trotzdem an: Was Urs Fischer da in vergleichsweise kurzer Zeit auf den Platz zusammengefügt hat, ist bemerkenswert. Stabilität, Besonnenheit, aber auch allerhand geplatzte Knoten. Und Sebastian Andersson. Aber das habe ich ja gleich gesagt :)

Ein Kroos muss tun, was ein Kroos tun muss.

Mich hat nie jemand mit meiner Schwester verglichen, und wenn, dann immer mit dem Bemerken “Ach, echt – ihr seid miteinander verwandt?”. Deshalb kann ich mir auch nur sehr schwer vorstellen, wie das ist, wenn man den Zwilling des WM-Tores seines Bruders schießt. Jetzt weiß doch wieder keiner mehr, wer Felix und wer Toni ist! Union gewinnt jedenfalls zuhause das erste Punktspiel der neuen Spielzeit gegen den FC Erzgebirge Aue aus einer Standardsituation mit einem wunderschönen Kroos-Tor. Und alles das begrüße ich sehr!