Enormer Kraftaufwand, und trotzdem nur ein Punkt gegen Heidenheim.

Es bleibt anstrengend. Gleichzeitig kann niemand der Mannschaft oder den Fans vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. Ich will, dass es vorbei ist. Ich will mich darauf freuen, dass Jan Glinker und Steffen Baumgart in der nächsten Spielzeit zu uns kommen. Ich hab genug von dieser Saison.

Kein Ponyhof.

Ich lebe mit den Dingen, die ich nicht ändern kann. Ich suche keinen Trainer, ich nehme den, der da ist. Weder kaufe noch verkaufe ich Spieler. Ich trage keinerlei Verantwortung für das, was bei Union passiert. Und exakt deshalb möchte ich von Zeit zu Zeit in die Bande beißen: Weil ich nicht, gar nicht, nullkommakeinbißchen Unterschied mache. Nur falls jemand fragt, warum ich so angespannt kucke.

Die Kirsche von der Sahne von der Torte geklaut.

“Vermutlich war das völlig korrekt mit dem Elfmeter”, habe ich nach dem Spiel zu Stefan gesagt. Und er so: “Auf gar keinen Fall!” Weil er nämlich Unioner ist, und weil Elfmeter gegen uns niemals korrekt sind.

Kein Fußballspiel ist so schlimm wie das Genöle danach.

Sagt Boone, und hat er Recht.

Emotional überfordert.

Ein befreiender Sieg zuhause. So einer, der aufatmen lässt. Damir verabschieden. Das drückt´n bißchen die Luft weg. Und dann muss das noch alles in ein Herz reinpassen.

Hvala Damir!

Die Verabschiedung von Damir Kreilach beim 3:1 gegen Düsseldorf geriet sehr emotional. Für alle.

Fotos: Stefanie Fiebrig

Die Richtung ändern.

Ich stelle es mir schwer vor, wenn sich während einer Reise das Ziel ändert, und du bist aber schon losgegangen. Nichts stimmt mehr, nichts passt, und die Zahnbürste hast du auch vergessen. Ich bin schlecht in sowas. Union offenbar auch. Drum passen wir so gut zusammen. Andererseits hat Union Kristian Pedersen. Der kämpft sich durch drei Gegenspieler, weil man es sich ja nicht aussuchen kann, und hat danach immer noch den Ball. Diese Bilder sehe ich mir seit gestern immer mal wieder an. Es hilft!

Liebe Winterpause, ich bin sowas von bereit für dich – du machst dir ja kein Bild …

Ich weiß, dass die Zeiten schon mal schlechter waren. Aber besser eben auch.

Wenn drei Tore schon wieder nicht genügen.

Läuft doch prima, dachte ich nach dem ersten Tor. Die ganze erste Halbzeit war ich sogar überwiegend zufrieden. Als hätte es dieses Spiel in Heidenheim nicht gegeben. Tja Mensch. Wie dumm von mir.

Konzentriert zuende gespielt.

So hat es Sebastian Polter hinterher beschrieben. Genau diese Konzentration hat in den letzten beiden Spielen gefehlt. Als heute alle innerlich längst auf ein Unentschieden eingestellt waren, bestätigte Sebastian Polter, dass Boone schon immer Recht hatte: Gehe nie vor dem Abpfiff aus dem Stadion. Weil du dann nämlich verpasst, wie Jens Keller tanzt.