Neunzig Minuten heile Welt.

Bin ich eigentlich die einzige, die bei Spielen im Zoschke jedesmal denkt: “Oh, wie bei uns früher!”,  kurz nachrechnet, zu dem Schluss kommt, dass “früher” weniger lange her ist als … na sagen wir mal: Smells like Teen Spirit von Nirvana und dann staunt, wie schnell die Welt sich dreht? Ich liebe das Zoschke sehr, samt der Butterblumen auf den Stufen. Dass man mit dem Arsch auf der Rasenkante sitzt (also: ich, wegen der Fotos). Es ist genau diese Nähe, die bei uns so schleichend abhanden kommt. Weil 2000 Leute halt doch einfacher unter einen Hut zu bringen sind als 20.000. Will ich zurück in die Oberliga? Glaube nicht. Aber immer mal ins Zoschke, zum erden.

Solange noch alles schön ist

Jetzt aber schnell, bevor der Ernst des Lebens wieder losgeht: Die Fotos vom Testspiel gegen Bröndby IF, und einmal ganz lieb Simon Hedlund hinterherwinken, bitte!

Man kommt zu nichts. Aber hier: Die Nickis!

Die Mannschaft und sogar der Manni sind längst im Trainingslager, da habe ich es dann doch noch geschafft, die Trikot-Vorstellungsfotos vom Wochenende zu sortieren. Und ja: Spielfotos kommen womöglich auch. Hoffentlich. Es tut mir leid. Manchmal dauert´s etwas länger. Aber alleine für das Gesicht von Marvin Friedrich lohnt es sich. Soviel “Gottseidankbinichzuhause” sieht man sonst nur bei Menschen, die am Ende des Urlaubs mit ihrem Gepäck wiedervereint in Tegel stehen und schwören, niemals wieder irgendwohin zu fliegen.

 

Momentaufnahme

Als wir uns am Sonnabend getroffen haben, um das neue Mannschaftsfoto zu machen, war uns allen klar, dass unser Saisonsabschlussfoto wahrscheinlich sehr anders aussehen wird. Nehmen wir das hier also mal als eine Momentaufnahme, die einen Augenblick der Veränderung zeigt. Da sind die Jungs, mit denen wir aufgestiegen sind. Dann die, die wir jetzt noch ganz allgemein “die Neuen” nennen. Und mit Glück sehen wir auch schon die, die einmal unsere allererste Bundesligamannschaft werden. Wenn man es so betrachtet, sind´s gar nicht mehr so viele Leute, finde ich.

Freut ihr euch auch schon alle so?

Galerie

Diese Galerie enthält 62 Fotos.

Wenn drei Ü-Wagen von Rundfunkanstalten am Trainingsplatz stehen, weißte, dass es jetzt sachte ernst wird. Das erste öffentliche Training nach der Sommerpause, die Mannschaft ist fast komplett, und wir gewöhnen uns alle an den Gedanken, beim Kicker unter “Bundesliga” zu … Weiterlesen

Relegation: 1-1 zuhause.

Auswärtsspiel in der Relegation , man liegt zurück, zeigt eine gute Leistung und kommt tatsächlich zum Ausgleich, den man mit in die entscheidende Partie nimmt. Kommt Union irgendwie bekannt vor? Ja, passierte am Sonntagnachmittag in Adlershof aber andersrum. Denn hier lag Union gegen die SG Andernach (19)99 mit 1-0 in Führung und kassierte dann den Ausgleich mit dem wortwörtlich letztem Ballkontakt in einem gerade technisch sehr ansprechendem Fußballspiel.

Union Frauen.

Eisern Union. Steht da immer. Top Platzwart.

In den ersten zwanzig Minuten hatte noch Union das Spiel bestimmt und war nach zehn Minuten verdient in Führung gegangen. Marta Stodulska (mit 24 Toren Unions erfolgreichste Stürmerin) hatte sich mit einem Dribbling durchgesetzt, bevor Josephine Ahlswede das Tor erzielte. “In der Phase war ich mit unserem Postionsspiel sehr zufrieden,” sagte Unions Trainer Falko Grothe: “Wie wir uns in den freien Räumen angeboten haben, Ballsicherheit hatten, präzise Pässe mit wenigen Kontakten in die Tiefe gespielt haben. Was wir in da gut gemacht haben, die Bälle auch mal von einem auf den anderen Flügel zu verlagern, fehlte in der zweiten Halbzeit fast völlig.”

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Die wahrscheinlich längste Saison, an der ich je teilhaben durfte.

Letztes Heimspiel, aber vielleicht auch nicht. Also noch nicht verabschieden, nicht von Spielern, nicht von Träumen. Das ist sehr ungewohnt um die Jahreszeit. Ich kuck´ noch mal den epischen Torjubel von Sebastian Polter und überlege, ob Manuel Schmiedebach in echt ein Zauberer ist. Ja, oder? Prima. Dann machen wir mal weiter.

Union Berlin ist wieder da!

So Kinder, jetzt gehen wir noch mal kurz grinsend an den Bildern vom Sonntag vorbei, bevor wieder gilt: Das nächste Spiel ist das schwerste. Nur noch drei! Oder fünf? Wer weiß das schon so genau. Ich finde es schön, wieder im Rennen zu sein.

Sebastian Polter ist zurück, und den Rest möchte ich gerne vergessen.

Das Allerschlimmste ist: Ich mag Steffen Baumgart. Ich fand ihn als Spieler gut, ich bewundere, was er als Trainer in Paderborn geschafft hat. Die Sache ist bloß, dass ich An der Alten Försterei immer gewinnen will. Immer. Immer. Immer. Paderborn vor Steffen Baumgart war nicht ernst zu nehmen. Eine Quatschmannschaft mit Quatschtrainern und Quatschfußball. Das hätte von mir aus gerne so bleiben dürfen. Heute waren sie gut, und vor allem besser als Union. Und es regt mich wirklich auf, das zugeben zu müssen.

Solange es keine Eleganzpunkte gibt, reicht mir ein dreckiger Heimspielsieg.

Dass die Aufregung zunimmt, wenn mehr als die Hälfte einer Saison rum ist, in der Union so zwischen Platz 2 und 4 pendelt, verstehe ich. Aber es sind Spiele wie das gegen Ingolstadt, die uns immer wieder erden und vor Größenwahn bewahren. Die dann trotzdem zu gewinnen, macht mir eventuell mehr Spaß, als die Fußballschönheitskommission erlaubt, aber wissta was? Is´mir egal.