Fred macht mir größtmögliche Freude und fasst endlich wieder den Bundesliga-Spieltag zusammen. Ab jetzt jeden Sonnabend. Sagt er. Nicht mehr auf fooligan.de zwar, sondern bei Spreeblick. Aber weißte was? Is mir egal.
Nein, dazu sag ich nichts, das ist nicht gut für meinen Blutdruck, ich darf da überhaupt nicht dran denken, wie dämlich Cottbus sich diese Saison anstellt, Himmel, da könnte ich mich aufregen, und immer wenn ich mich aufrege, erscheint mir der Ede Geyer im Schlaf danach, nackt, und will mir die Haare grün färben, die Schamhaare, fürchterlich, ich darf mich nicht aufregen. Dieser furchterregende Ede Geyer. Die Lücken zwischen seinen Zähnen sind ja auch fast so groß wie der Abstand zwischen den cottbusser Innenverteidigern.
Turbine Potsdam hat mit Turbine-TV einen eigenen Videopodcast – für umme, auf youtube. Das ist nicht bloß zeitgemäß – das ist cool. Das kommt umgehend mit auf den Christian-Arbeit-machen-Wunschzettel.
Jaja, ich weiß. Fußballblog, das hier. Damit das so bleibt, werde ich etwas ausholen und einen uneleganten Bogen schlagen müssen. Volker Strübing und Kirsten Fuchs waren in der Arktis. Film drehen (einen), Bücher schreiben (jeder ein halbes), mir Fußballplätze fotografieren (mehrere).
Der Film ist vierteilig und läuft ab dem 19.3.09 um 20:15 Uhr auf 3sat, das Buch wird am 6.3.09 in Hamburg und am 9.3.09 in Berlin vorgestellt. Und weil wir uns alle dreie doll lieb haben, machen wir vorher nochmal was zusammen – eine Ausstellung (ich), eingerahmt von einer Lesung (Volker und Kirsten).
Da es schon sehr, sehr, sehr alt ist, kennen das bestimmt schon wieder alle außer mir. Da es aber auch sehr, sehr, sehr großartig ist, kann es ruhig hin und wieder mal angesehen werden. Es begab sich zu einer Zeit, als Timm Maria Franz Elstner als Gastmoderator Hanns Joachim Friedrichs als regulärer Moderator des Aktuellen Sportstudios* den Schwarzweißfernseherbesitzern eigens erklärte, dass es sich bei den zu bestaunenden Nuancen von grau um “königsblau und türkis” handele, die Trikots noch werbefrei waren und Netzer ganz ohne Delling zurecht kam. Alles Dinge, die man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann.
*Meine Gesichtserkennung funktioniert offenbar nur mäßig. Ich meinte, Herrn Elstner zu sehen. Die Redaktion des Berliner Kurier hat mich überstimmt. Es steht damit 5:1 für Friedrichs.
** Der kaltmamsell danke ich für den Link.
Köpenick intoniert das Lied vom Tannenbaum, bei Muttern gibts urplötzlich W-LAN, Matthias Kern gibt ein Foto aus (ganz vielen Dank!) und die ARD bringt einen schmusekuschligen Bericht über den 1.FC Wundervoll in den Tagesthemen. Weich gestimmt wie ein mit Erdbeermarmelade gefülltes Lebkuchenherz denke ich “Was´n hier los?” und staune fünf vollmilchumhüllte Dominosteine ob der vielen Harmonie.
Für einen kurzen Moment sah es nach dem perfekten Tag aus. Hätte man nicht einen Augenblick damit warten können, mir mitzuteilen, dass Steven Ruprecht zum VfR Aalen wechselt? Und hätte man ihm ein Geleitwort mitgeben können, das etwas weniger nach Spott und Hohn klingt?
Vermutlich wär ich mit so haufenweise Harmonie aber auch gar nicht klar gekommen.
Union gewinnt im Jahnsportpark gegen Emden, und fünftausend tiefgekühlte Gestalten stehen rechts, links, vor und hinter mir, als Daniel Schulz das erlösende zweite Tor schießt. Ich umärmele und beklopfe daraufhin augenblicklich mehrere meiner Nebenmenschen und gröhle dreimal (nicht zweimal, nicht viermal) Eisern Union! als Zeichen der Wertschätzung, mit der ich dem Torschützen gegenüber stehe. Nicht nur, dass es ein schönes Tor war – klug gespielt, ruhig und konzentriert – es war vor allem ein Comeback, auf das ich seit langem gewartet habe. Daniel Schulz ist noch nicht wieder in der Form von Daniel Schulz, nähert sich ihr aber mit jeder Minute, die er spielt.
Wir schniefen beim Rausgehen alle kurz, als sich herumspricht, dass Paderborn in letzter Minute doch noch gegen die Stuttgarter Kickers gewonnen hat und damit Herbstmeister ist. So richtig schlimm finden wir es aber nicht.
Wir versuchen uns heute ab 19:00 Uhr an einem Liveblogging aus dem GAZi-Stadion von der Partie Stuttgarter Kickers vs. 1.FC Union Berlin. Wie das funktioniert, sieht man sehr schön drüben beim Spielmacher. Unser Kurier ist bereits vor Ort und gibt durch, was so geht auf´m Ground. Kommt alle!
Beim stilhaeschen habe ich dieses schnurrpurzelige Zimmerpflanzenvideo gefunden – super Symbolfilm zu des Trainers Beitrag über Torsten Frings & Kevin Kuranyi.