Verschlüsselte Nachrichten von Uwe Neuhaus

Der KSC verliert das Relegationsspiel um den letzten Startplatz in der Bundesliga in der Verlängerung 1:2 gegen den HSV. Mir persönlich tut es vor allem für Dominic Peitz leid. Ich finde es unglaublich, wie er sich trotz aller technischen Mängel durchsetzt und trotzdem immer klar und ehrlich bleibt. Hat bei Union nicht jeder Sechser bei seinem Abschied hinbekommen.

Und was bedeutet das Ergebnis jetzt:

  • Union bleibt auf Platz 8 der Fernsehgeldtabelle (ein Platz vor dem KSC) und erhält in der nächsten Saison 7,867 Millionen Euro aus der Vermarktung
  • Hertha BSC bleibt auf Platz 15 der Fernsehgeldtabelle der Bundesliga (ein Platz hinter dem HSV) und erhält 23,111 Millionen Euro. Beim Abstieg des HSV wären es knapp 1,2 Millionen Euro mehr gewesen.

Und natürlich das hier auch:

Über den Sinn und Unsinn von Relegationsspielen möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Ich finde sie aus sportlicher Sicht überflüssig und brauche auch diese Bilder von massiven Polizei-Einsätzen in Stadien nicht, weil die Fans sich bei diesen Do-or-Die-Spielen nicht mehr unter Kontrolle haben.

Bahra und Union arbeiten an Abfindung

Die Freistellung von Torwarttrainer Holger Bahra wirkt noch nach. Wie jeder Arbeitnehmer in einem solchen Fall mit mehreren verlängerten Zeitverträgen, drängt er auf eine Abfindung (Bild/BZ berichten), weil bei einer Zusammenarbeit über zehn Jahre von einem unbefristeten Arbeitsverhältnis auszugehen ist.

Jeder Anwalt würde seinen Mandanten in die Richtung beraten. Ich finde das normal und nachvollziehbar. Einigen sich die Parteien nicht (wovon ich nicht ausgehe), geht es vor das Arbeitsgericht, das eher arbeitnehmerfreundlich urteilt.

Foto: Matze Koch

Uwe Neuhaus und die Selbsterkenntnis

Die Berliner Zeitung hat ein Interview mit Uwe Neuhaus geführt, das in mancherlei Hinsicht etwas an die Prawda erinnert. Zwischen den Zeilen kann ich da durchaus Botschaften herauslesen, aber echte Sachen finden sich kaum. Beispiel gefällig? Neuhaus über die Gründe, warum er bei Union gekündigt wurde:

Der Verein ist gewachsen, es sind so viele Leute dazugekommen. Dass da die familiäre Atmosphäre, die am Anfang zu spüren war, nicht in dem Maße aufrechterhalten werden kann, ist normal. Mit neuen Leuten verändern sich auch die anderen.

Wenn der eine oder andere im Verein mal die Zeit hat, die ich jetzt gehabt habe, wird er sich vielleicht auch fragen, ob er sich verändert hat. Da sollte jeder vor der eigenen Türe kehren. Dass es das Verhalten zu den Spielern war, glaube ich weniger.

Die Betroffenen werden schon wissen, ob sie gemeint sind. Für den Leser aber ist das einfach nur inhaltslos.

Foto: Matze Koch

Behalten hat sich Uwe Neuhaus seine Süffisanz, wenn er beispielsweise über die Spielweise unter Norbert Düwel spricht:

Dass man sowohl mit Ballbesitzfußball als auch mit Umschaltspielfußball viele Gegentore bekommen kann, hat die Saison gezeigt.

oder über Fanrandale in Dresden:

Die gab es auch bei Union. Ich erinnere mich an das Spiel in Schweden. Das war total beschämend.

oder über ein mögliches Duell gegen Union in der Zweiten Liga:

Naja, ich habe gehört, die wollen auch aufsteigen.

Da höre ich wieder “meinen” Uwe Neuhaus heraus. Viel hat sich also nicht verändert.

Ich wünsche Dynamo Dresden viel Erfolg und Uwe Neuhaus wieder eine so professionelle Medienabteilung wie bei Union, die alles dafür tut, dass er nach außen so wahrgenommen wird, wie er möchte.

Das 300.000 Euro-Spiel für Union ohne Union

Heute ab 19 Uhr (ARD/Sky) spielen der KSC und der HSV den letzten Platz für die nächste Bundesliga-Saison aus. So weit so unspektakulär. Das Hinspiel endete 1:1. Jenseits aller Sympathien oder Unsympathien hat die Partie Auswirkungen auf den Union-Etat der nächsten Saison. Steigt der KSC auf (befindet sich aktuell in der Fernsehgeld-Tabelle noch hinter Union), landen die Badenser in der nächsten Saison im Bundesliga-Topf und der HSV kommt runter zu den Zweitliga-Fernsehgeldern. Union würde einen Platz abrutschen, da die Hamburger mehr Punkte in der Fernsehgeldrechnung gesammelt haben. Macht 334.000 Euro weniger.

Da ich zu beiden Vereinen kein besonders emotionales Verhältnis habe, bekomme ich dieses Geld einfach nicht aus dem Kopf. Ein Sponsor, der so viel Kohle pro Saison für Union zahlt, findet sich jedenfalls nicht so leicht.

Bei Union wird das Spiel aus der sitzenden Perspektive sicher gespannter betrachtet, als es diese drei Herren vermuten lassen ;)

Benny Köhler kämpft auf offener Bühne

Ich habe so unendlich viel Respekt vor Leuten wie Benny Köhler, die so offen mit Krankheiten umgehen. Das sorgt dafür, dass so etwas als normal im Sinne “es kann jeden treffen” und “es gibt so viele, die davon betroffen sind” in unseren Alltag kommt. Es hilft Initiativen zur Bekämpfung von Krankheiten wie der DKMS (ihr bekommt die Schweißbänder immer noch zu kaufen) und vor allem kann es den Erkrankten selbst helfen. Sie bleiben in ihrem sozialen Umfeld und ziehen sich nicht zurück.

Für mich hatte es gestern den Effekt, dass ich mir in Schöneberg erstmals in meinem Leben die Bild am Sonntag gekauft und ein Interview gelesen habe, das mich sehr bewegt hat. Ihr könnt es aktuell hinter der Bezahlschranke bei der Bild online lesen. Da es Leute gibt, die das nicht wollen, verschicke ich meine Doppelseite aus der Bild am Sonntag per Brief an die ersten oder den ersten, der uns eine Mail an redaktion@textilvergehen.de schreibt. Gratulation an Heiko, der von uns den Original-Papierartikel per Brief zugeschickt bekommt.

Die Berliner Zeitung hatte die Tage auch ein Interview mit dem Mittelfeldspieler. Außerdem gibt es in der BZ noch etwas zu Stephan Fürstner zu lesen. Wer also mag.

Für Liebhaber von Wasserstandsmeldungen gibt es im Kurier ein Update zum Fall Sebastian Polter. Ich bleibe dabei, dass ich mich erst wieder länger dazu äußere, wenn Klarheit herrscht, denn: Nie wird soviel gelogen und geblufft wie in der Transferzeit.

Ostdeutschland wird drittklassig

Mit dem 3:1 im Aufstiegsspiel bei Offenbach ist der 1. FC Magdeburg nach 25 Jahren endlich im bezahlten Fußball angekommen, wenn auch zunächst im drittklassigen. Aber die Domstädter (die Synonyme kenne ich jetzt alle aus der MDR-Übertragung) sind damit durch den schmalen Flaschenhals geschlüpft, der in Deutschland unterhalb der 3. Liga installiert wurde. Einmal in der Regionalliga gelandet, reicht eben auch kein erster Platz für den Aufstieg. Party bei den Bördeländern (auch so ein Synonym für Magdeburg, das im MDR benutzt wird).

Die 3. Liga bekommt so zumindest für die nächste Saison so langsam den Status, den lange die NOFV-Regionalliga hatte: Sie ist eine verkappte DDR-Oberlliga mit dem Halleschen FC, Energie Cottbus, Rot-Weiß Erfurt, Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue, Chemnitzer FC, Hansa Rostock und eben dem 1. FC Magdeburg. Das ist einerseits sehr reizvoll. Ich bin aber auch gespannt, wie sich die Begegnungen tatsächlich entwickeln werden. Ich bin nicht traurig, dass Union nicht in der Liga mitspielt. In jederlei Hinsicht.

Damals war’s: Vor 15 Jahren bei Union

Weil in der Sommerpause so viel Zeit ist und ich auch im Stadionheft so gerne die Rubrik “Damals war’s” lese, hier ein Hinweis auf die DSF-Reportage über Union aus dem Jahr 2000. Wenn ich mir das ansehe, wird die riesige Entwicklung bei Union in den letzten mehr als zehn Jahren erst richtig klar, wenn man noch schaut, wo der Verein herkommt:

Update: 8.10 Uhr Der Artikel über Sebastian Polter aus dem Berliner Kurier wurde nachträglich hinzugefügt.

Die innere Sommerpause

Ich fühle mich so wie das Relegationsspiel gestern Abend zwischen Kiel und 1860. Irgendwie leer. Das einzige, worauf ich warte, ist Klarheit beim Thema Sebastian Polter.

Ansonsten bin ich innerlich auch schon in der Sommerpause. Das Pokalfinale wird durch Wolfsburgs Teilnahme so attraktiv wie ein Zahnarztbesuch. Da können noch so viele Autos mit Werbetafeln durch Berlin fahren. Pokalfieber? Nicht messbar.

Und die Relegationsspiele? Hätte gestern nicht Patrick Kohlmann mitgespielt, ich hätte das nicht eingeschaltet. Und Champions League Finale in Berlin? Auch so eine Party ohne Berliner. Das Raumschiff Uefa fliegt ein, kassiert ab und verschwindet wieder.

Über fünf Ecken ist Union auch beim Pokalfinale dabei

Immerhin hat der Berliner Kurier eine Beteiligung des 1. FC Union am Pokalfinale ausgemacht. Ein Kind, das mit den beiden Mannschaften aufläuft, steht auf Union.

Viel interessanter ist die Auslosung für die erste Pokalrunde. Die findet aber erst am 10. Juni nach einem Länderspiel gegen 22.45 Uhr statt.

5000 Euro für Pyro in Darmstadt

Für die immer gleiche Debatte sorgte gestern die Meldung, dass Union 5.000 Euro für die Pyro-Aktion in Darmstadt zahlen muss.

Ich persönlich finde die Strafe gleichzeitig hoch und niedrig. Sie ist hoch gemessen daran, dass gerade Geld für die DKMS zur Analyse der Proben gesammelt wird unter dem Label Unioner gegen Krebs. Sie ist niedrig im Vergleich zu sonstigen Strafen des DFB.

Aber auch wenn es innerlich schwer fällt: Beide Aktionen haben nichts miteinander zu tun und ich fände es sehr fair, die nicht gegeneinander auszuspielen.

Noch kurz zum Abschluss: Raffael Korte zieht in die Nähe des Stadions. Das melden BZ/Bild. Gute Entscheidung.

Die Local-Player-Regelung der DFL ist Homöopathie für die Nachwuchs-Förderung

Leo Koch (20) hat seinen ersten Profivertrag bei Union unterschrieben. Der defensive Mittelfeldspieler bleibt damit wahrscheinlich bis 2017 bei Union und hat jetzt zwei Spielzeiten, um sich im Profifußball durchzusetzen. Viel Erfolg!

Kurze Meldungen dazu gibt es auch bei Bild/BZ.

Foto: Matze Koch

Das ist vielleicht der passende Moment, um auf die “Local-Player-Regelung” der DFL aufmerksam zu machen. (Nachzulesen in der Lizenzordnung Spieler)

Es müssen mindestens acht lokal ausgebildete Spieler bei dem Club als Lizenzspieler unter Vertrag stehen, wovon mindestens vier vom Club ausgebildet sein müssen.

Ein vom Club ausgebildeter Spieler ist ein Spieler, der in drei Spielzeiten/Jahren im Alter zwischen 15 und 21 Jahren für den Club spielberechtigt war. Ein vom Verband ausgebildeter Spieler ist ein Spieler, der in drei Spielzeiten/Jahren im Alter zwischen 15 und 21 Jahren für einen Club im Bereich des DFB spielberechtigt war.

Halten wir fest: 4 müssen mindestens drei Jahre bei Union gespielt haben und 4 müssen mindestens drei Jahre bei einem DFB-Klub gespielt haben: Bisher waren nach meiner Zählung als Local Player dabei (ich nehme gerne Korrekturen an): Oliver Oschkenat, Björn Jopek, Eroll Zejnullahu, Leonard Koch, Ahmed Razeek und vielleicht auch Martin Kobylanski, Maxi Thiel (wurde in dieser Saison 22) und Valmir Sulejmani.

Die Vorschrift ist so weich gefasst, dass ich nicht glaube, dass sie irgendeinen Effekt zur Nachwuchsförderung hat. Zumal es für Lizenzspielerkader keine Maximalgröße gibt. Auch verliehene Spieler können als Local Player für ihren Klub, bei dem sie ursprünglich angestellt sind, gelten. Oder im Nachhinein kann der Verpflichtung auch nachgekommen werden.

Erhält ein Spieler bis zum 31.07. eines Jahres für den Club eine Spielberechtigung für Freundschaftsspiele, wird das betreffende Spieljahr als volle Spielzeit im Sinne dieser Vorschrift angerechnet.

Die Vorschrift, ein Nachwuchsleistungszentrum besitzen zu müssen, hat sicher deutlich mehr Effekt gehabt.

Mehr Stehplätze im Stadion

Weil die Sitzplätze im Gästeblock abgebaut wurden, steigt die Kapazität des Stadions an der Alten Försterei von 21.717 auf 22.012. Das hat zwar keinen spürbaren Einfluss auf den Heimbereich, aber mehr Stehplätze sind mehr Stehplätze.

21 Dinge, die niemand über Michael Preetz gesagt hat

Erinnert ihr euch noch an das Interview, das Hertha-Manager Michael Preetz mit sich selbst geführt hat? In die gleiche Kategorie fällt die Gegendarstellung, die er heute im Tagesspiegel hat abdrucken lassen. Spricht meiner Meinung nach für ein gutes Binnenklima bei den “engsten Mitarbeitern” von Michael Preetz, wenn der Hertha-Manager feststellen lassen muss: “Keiner meiner “engsten Mitarbeiter” hat sich wie zitiert geäußert.” (Herrlich übrigens die Verwendung der Anführungszeichen)

Als Medium würde ich auch lieber diese Gegendarstellung abdrucken, als meine Quellen öffentlich zu machen.

Das war übrigens der ursprüngliche Artikel: Wohin führt der Weg mit Michael Preetz?

Union hat den ersten Titel auf dem Sofa gewonnen: Europa-League-Sieger-Besieger

Nachdem Sevilla gestern in Warschau gegen Dnipro den Titel verteidigt hat (3:2), kann Union den Briefkopf und auch die Mail-Signatur erweitern. Mir würde Europa-League-Sieger-Besieger reichen. Aber ich nehme auch gerne den Vorschlag von Matze Koch: EuroLeagueSiegerundTitelverteidigerBesieger. Europa, wir kommen.

Kenny Prince hat Verwechslungs-Potenzial

Wer die Neuverpflichtung Kenny Prince Redondo noch nicht aus Versehen Kevin Prince genannt hat, ist sicher mehr für den Job hier geeignet als ich. Bei jeder Namensnennung muss ich mich extra anstrengen, um den 20-Jährigen Zugang von Unterhaching nicht mit dem zukünftigen Ex-Schalker zu verwechseln.

Im Gegenzug zu den anderen Verpflichtungen kommt Redondo nicht als fertiger Spieler für das Mittelfeld, sondern soll sich bei Union weiterentwickeln. Dafür bekommt er einen Zweijahresvertrag. Das wird sehr spannend zu beobachten sein, da er sicherlich körperlich zulegen und sich an die Spielweise in der Zweiten Liga gewöhnen muss, ohne aber von vorneherein Anspruch auf einen Platz in der Startelf zu haben. Sein Vorteil ist, dass er für Unterhaching schon so viele Spiele gemacht hat, dass er aus dem Jugendfußball heraus ist.

Düwel will einen breiteren Kader

Für Redondo dürfte es in der nächsten Saison darum gehen, so oft wie möglich im 18er-Kader am Spieltag zu stehen. Und das ist ja auch ein Ziel von Düwel. Der Konkurrenzdruck im gesamten Kader soll so hoch werden, dass wieder um den Platz im Spieltagskader gekämpft wird. Der stellte sich vor allem in der Rückrunde fast von alleine auf.

Eine Twitter-Meinung aus Unterhaching:

Bild/BZ und Kurier berichten zum Transfer. Hier die offizielle Mitteilung des Vereins. Wenn Nico Schäfer und Co. weiter in dem Tempo verpflichten, brauche ich keinen Sommerfahrplan für mein tägliches Programm hier.

Collin Quaner ist immer noch kein Polter-Ersatz

Wer übrigens immer noch denkt, Collin Quaner sei als Ersatz für Angreifer Sebastian Polter im Sturm geholt worden, dem möchte ich diesen Kommentar empfehlen:

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Foto: Facebook/1.FC Union

Collin Quaner ist nicht der Stürmer-Ersatz für Sebastian Polter

Neuzugang Nummer 5 ist da. Collin Quaner (23) kommt ablösefrei vom abgestiegenen VfR Aalen und erhält einen Zweijahresvertrag (Mitteilung des Vereins). Mit dem 1,91 Meter großen Angreifer kommt Athletik in den Sturm von Union. Keine gute Nachricht dürfte diese Verpflichtung für Bajram Nebihi sein, der sich in dieser Saison nicht annähernd bei Union durchsetzen konnte.


Foto: Matze Koch

Quaner hat für sein Alter eine beachtliche Transferhistorie (Bielefeld, Ingolstadt, Leihe nach Rostock, Ingolstadt, Aalen). Andererseits hat er aber auch in der Rückrunde in Aalen bewiesen, dass er unter schwierigen Umständen in der Lage ist, Tore zu schießen und aufzulegen. Ich würde ihn gerne gemeinsam mit Sebastian Polter sehen.

Über den Transfer schreiben: Berliner Zeitung, BZ/Bild

Ein Prinz bei Nico Schäfer

Außerdem gestern bei Nico Schäfer: Kenny Prince Redondo (20) von der Spielvereinigung Unterhaching. Sicher keine Personalie, die sofort Richtung Stammplatz schielt, aber Druck im Kader aufbaut und sich entwickeln kann. Wir erinnern uns, dass Trainer Norbert Düwel davon sprach, dass der Kader nicht nur qualitativ, sondern auch in der Breite aufgestockt werden muss, will man die hohen Ziele tatsächlich erreichen.

Die Lektion hat man in dieser Spielzeit gelernt, als mit Fabian Schönheim, Maxi Thiel, Sören Brandy und Benny Köhler zeitweise vier Stammspieler gleichzeitig ausfielen und das Team spielerisch arg limitiert war. Leider war das eine Zeit, in der die Mannschaft vielleicht noch nach oben hätte vorstoßen können.

Ich bin geneigt zum Thema Sebastian Polter nichts mehr zu schreiben, wenn sich nichts ereignet. Ob Mainz-Manager Christian Heidel nun etwas öffentlich sagt (unter anderem im Tagesspiegel) oder nicht, ändert an den Fakten wenig. Warten wir ab, wie die Kaderplanung in Mainz voranschreitet und ob Sebastian Polter beim Trainer dort eine Rolle spielt. Es ist eben eine Geduldsfrage.

#polter #groupies #fcunion #saisonabschluss #vip #party #drinksforfree

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Vereine können sich DFB-Strafen nicht einfach von Fans erstatten lassen

Kurz zur spannenden Frage, ob ein Verein sich Geldstrafen vom Verband von ausfindig gemachten Fans wiederholen kann. Das Landgericht Hannover hat das gestern (Hannoversche Allgemeine Zeitung) verneint. Die Begründung ist so deutlich, dass ich da von einer Ohrfeige für DFB und Verein sprechen würde.

Zum einen sei die Urteilsbegründung des DFB mangelhaft. Dann sei der Fan nicht an allen Vorfällen für die die Strafe ausgesprochen wurde, beteiligt gewesen. Außerdem sei die Geldstrafe an der Leistungsfähigkeit des Vereins und nicht des einzelnen Fans bemessen worden. Zudem sei eine parallele Gerichtsbarkeit des Verbandes zur allgemeinen in Deutschland gültigen Gerichtsbarkeit nicht zulässig. Und da der Fan sich die Karte beim VfL Wolfsburg gekauft habe, hätte es auch kein Vertragsverhältnis zwischen Hannover und dem Fan gegeben.

Über das Fehlverhalten des Fans wurde in einem separaten Strafverfahren entschieden. Das war eindeutig und gab 14 Monate auf Bewährung.

Die Union-Familie ist nicht nur zum Feiern da

Maxi Thiel brauchte nicht viele Worte, um mitzuteilen, was jetzt angesagt ist. Gestern verstreuten sich die Unioner in den Urlaub (BZ). Wir werden am 21. Juni hoffentlich fast alle wiedersehen (ja, Sebastian Polter, ich schaue in Deine Richtung). Der Angreifer dürfte in nächster Zeit das angestrebte Sechs-Augen-Gespräch mit Trainer und Manager von Mainz führen. Dann sehen die Zukunftsoptionen sicher klarer aus und auch die Chancen, die Union dabei hat (BZ/Bild).

Einen sehr bewegenden Text rund um die ermordete Hanna und die übergeordnete Bedeutung von Union für den Zusammenhalt in guten und auch in schweren Stunden gibt es im Kurier.

Um für mich diese Spielzeit zusammenzufassen, braucht es eigentlich nur zwei Fotos.

#eisern#rotweiss#union#alteförsterei#sieg#tor#14#sasionende#sommerpause#urlaub#fix#und#fertig#böni

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Dieses Kabinenfoto nach dem letzten Heimspiel zeigt für mich, wie die Mannschaft zusammengewachsen ist. Das geht im Erfolg sicher leichter. Und bei Platz 7 am Ende kann man schon von einer erfolgreichen Saison sprechen. Auch wenn für Union in einem bestimmten Moment mehr drin war. Doch angesichts der Tiefen, der Misserfolge und Unruhe aus dem ersten Drittel der Saison ist das so alles in Ordnung.

 

Noch wichtiger als den Zusammenhalt des Teams im sportlichen Bereich finde ich die Unterstützung für Benny Köhler und Lisa Görsdorf bei ihren Kampf gegen den Krebs. Ein Zusammenhalt, der über den Rasen hinausgeht. Genau das eben, was im Kurier beschrieben wird. Ich finde das wichtig. Und gut, dass sich Union das bei all der rasenden Veränderung drumherum erhalten hat.

Podcast

Wir haben gestern Abend unseren letzten regulären Podcast in dieser Saison aufgenommen: Egal, illegal, FSV Frankfurt

Vielen Dank für das Zuhören, das Feedback und eure Unterstützung. Vor der Sommerpause kommt aber noch ein großes Finale.

Platz sieben und ab in den Urlaub

Nach dem 2:0 über Braunschweig höre ich immer etwas von einem versöhnlichen Saisonabschluss. Ich persönlich finde den Abschluss sehr gelungen und würde bei den Spielplanmachern gerne einreichen, dass wir immer ein Heimspiel am 34. Spieltag bekommen.Foto: Hupe/union-foto.de

Gemessen an dem Theater um Torsten Mattuschka, neuer Dreierkette, Mittelfinger und Torwartrotation war das ein sehr, sehr gutes Saisonende. Dazu noch die schwere Erkrankung von Benny Köhler, der sportlich fehlte, aber emotional etwas sehr unionisches bewirkt hat. Ich habe gesehen, wie sich über Monate eine Mannschaft gefunden hat, die auf den Platz zwar ihre Konstanz suchte und nicht jeden Ausfall ausgleichen konnte. Aber das Team ist nicht auseinandergebrochen. Und davon war nach dem ersten Saisondrittel nicht auszugehen.

Noch ist nicht alles vorbei: Karlsruhe kann mit einem Aufstieg in die Bundesliga in den Relegationsspielen gegen den HSV Union immer noch in der Fernsehgeldtabelle um einen Platz abrutschen lassen. Macht etwas mehr als 300.000 Euro weniger.

Zum Saisonabschluss schreiben der Tagesspiegel, Morgenpost, Kurier und Bild. Heute gibt es noch die Trainingspläne für die Spieler und dann ist bis 21. Juni Urlaub.

Fotos von gestern gibt es bei union-foto.de und groundhopping etc.

Danke an die Spieler, die gehen

Autogramme bis zum Ende

Die Autogrammstunde nach dem letzten Heimspiel dauert immer lange. Gestern aber wurden neue Maßstäbe gesetzt. Irgendwann nach 22 Uhr wurde dann aber doch abgebrochen.

Mal sehen, ob wir Sebastian Polter auch ohne Abschied gestern das letzte Mal gesehen haben.

Mein tiefster Respekt an diesen Fan, der sich wahrscheinlich nie wieder waschen wird.

Foto: Hupe/union-foto.de

Live-Programm

Wir senden heute Abend um 21 Uhr unseren Podcast zum Saisonende live.

Noch einmal winken

 

Während ein Teil der Unioner bereits mit Eddyline über die Spree schippert, sucht der andere Teil noch die Taschentücher zusammen.

An dieser Stelle sage ich tschüss: Björn Kopplin, Björn Jopek, Mario Eggiman, David Hollwitz, Martin Kobylanski, Valmir Sulejmani und Holger Bahra. War eine gute Zeit mit euch.

Die Berliner Zeitung beschäftigt sich noch einmal mit der Neuausrichtung von Union, die Präsident Dirk Zingler auf den Weg bringt. Neues steht allerdings nicht drin. Mittelfristig soll das Stadion auf 35.000 Plätze aufgestockt werden. Was aber die Umstrukturierung im Verein betrifft, sind wir noch kein bisschen schlauer.

Die Morgenpost setzt den Akzent auf den letzten Eindruck, der mit dem Auftritt gegen Braunschweig für ein paar Wochen haften bleibt. Die BZ zitiert Norbert Düwel mit dem Wunsch nach einem Saisonausklang mit “gutem Gefühl”.

Wenn ich einen persönlichen Wunsch übrig habe, dann den, dass St. Pauli irgendwie die Klasse hält. Einfach weil ich an den Spielen so viel Spaß habe.

Die wichtigen Daten für die nächsten Wochen: 21. Juni ist Auftakt zur Saisonvorbereitung und ab 24. Juli startet die nächste Spielzeit. Wir bleiben in der Zeit weiter täglich für euch da. Den nächsten Podcast gibt es ab morgen Abend.

Damir Kreilach ist von Zinglers Zukunftsplänen für Union überzeugt

Was es zu dieser Woche bisher aus Unionsicht zu sagen gibt:

Präsident Dirk Zingler macht gerade eine riesige Interviewserie mit AFTV und gibt darin so ein bisschen die Leitlinien für die Zukunft vor. Eingedampft auf fünf Seiten gibt es das auch morgen im Programmheft. Oder als Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (Berliner Zeitung, RBB).

Union lässt sich wieder vermarkten

Sportlich ist das Ziel der Aufstieg in die Top20 Deutschlands. Die Aussage ist nicht neu und ich kann mir im Gegensatz zur BZ nicht vorstellen, dass Norbert Düwel davon bisher nichts wusste. Dazu kommt der geplante Zuwachs auf der Einnahmeseite (Kapitalgeber, Sponsoren, Vermarktung), der mit der dreijährigen Vereinbarung mit MatchIQ einen ersten Anfang genommen hat.

Die Agentur vermarktet nicht nur Trainingslager, Sommer- und Wintertestspiele, sondern übernimmt auch die Reiseplanung für die Auswärtsspiele. Von den ab nächster Saison geplanten Trainingsspielen ausgewählter Jugendspieler und Profis, die an Spieltagen nicht zum Einsatz kamen, steht nichts in der Mitteilung.

Ich bin bei der Weggabe von irgendwelchen Rechten an Agenturen (Catering, Komplettvermarktung, etc.) immer etwas skeptisch, weil man als Verein damit Know-How abgibt oder nicht aufbaut, dass man selbst in der Zukunft gebrauchen könnte. Auch der sportliche Sinn könnte etwas im Hintergrund stehen, wenn Testspiele vor allem nach Namen der Gegner und der zu erwartenden Kohle vereinbart werden. Ich hoffe, dass der Satz “In engem Austausch mit der sportlichen Leitung der Eisernen unterstützt Match IQ den Verein” im Vertrag sehr fett gedruckt wurde. Aus finanzieller Sicht gibt es in dem Bereich bestimmt Steigerungsbedarf und daher ist solch eine Kooperation auch sinnvoll. Zumal sie erst einmal nur auf drei Jahre angelegt ist.

Der Kapitän bleibt

Dass Spieler nicht nur finanziell, sondern auch sportlich vom eingeschlagenen Weg bei Union überzeugt sind, hat gestern Damir Kreilach bewiesen. Der Kapitän hat seinen Vertrag um weitere drei Jahre bis 2019 verlängert (Vereinsmeldung).

Weitere Texte dazu in Tagesspiegel, Morgenpost, Kurier, Bild

Spiel gegen Eintracht Braunschweig

Anpfiff morgen ist 15.30 Uhr. Verabschiedet wird dabei auch U23-Kapitän David Hollwitz, den es laut Kurier zu Viktoria 89 zieht.

Hier könnt ihr euch schon ein Bild vom Schiedsrichter der Partie gegen Braunschweig machen:

Und unterstützt morgen die Aktion vom Wuhlesyndikat

Das letzte Spiel der U23 ist auch morgen. Allerdings 13.30 Uhr beim BAK im Poststadion.

Und für die Urlaubsplanung: Vom 25. bis 28. Juni ist Union in Neuruppin im Sommertrainingslager und spielt am 27. Juni um 17 Uhr im Volksparkstadion gegen den MSV Neuruppin.