Vom Fußball-Klassenkampf zu rechtlichen Schritten gegen den Mietendeckel

Wenn Union gehofft hat, mit dem Interview von Präsident Dirk Zingler in Berliner Zeitung/Kurier endlich für Ruhe im Karton zu sorgen, dann ist das gründlich misslungen. Wenn Zingler hingegen mit dem Wort “Fußball-Klassenkampf” das Thema Hauptsponsor Aroundtown in den Hintergrund drücken wollte, dann hat das vielleicht sogar geklappt. Jedenfalls sind einige Redakteure aufgewacht und scheinen plötzlich den Kommunismus auf dem Vormarsch zu sehen. Die Bild/BZ schreibt “Was will Unions Klub-Boss mit seinen erschreckenden Aussagen bezwecken?” und “Herr Zingler, das ist einfach nur traurig”. Das klingt in meinen Ohren nach Frontstadt-Rhetorik und ist für mich mal wieder ein Beleg dafür, dass Bild-Berlin-Sportchef Robert Matiebel und Dirk Zingler sicher keine Freunde mehr werden, der in dem Text so ziemlich alles gegen den Union-Präsidenten auslegt, was er finden kann. Aber auch die Welt schreibt über das Thema und bezieht sogar Christopher Quirings Wessi-Zitat mit ein.

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Auch mit zwei Stürmern ist nicht für alle Platz

Nach der Verpflichtung von Anthony Ujah, und dem daraus resultierenden Überangebot im Sturm, stehen bei Union zwei Fragen im Raum: Für wie viele der vorhandenen Spieler wird in der Regel ein Platz in der Startelf sein, und wer könnte den Verein noch verlassen.

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Auch in Systemen mit 2 Stürmern ist es bei Union zu voll, Photo: Matthias Koch

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Dirk Zingler, der neue Sponsor und der Fußball-Klassenkampf

Unions Präsident Dirk Zingler hat Kurier und Berliner Zeitung ein Interview gegeben, in dem er über die Wahl von Aroundtown als neuem Hauptsponsor des 1. FC Union, die Idee des Derby am 9. November und Unions Perspektive in der Bundesliga spricht. Die Sponsorwahl rechtfertigt er dabei einerseits damit, dass auch in der sozialen Konfliktsituation um das Thema Wohnraum Unternehmen differenziert zu beurteilen seien, und andererseits damit, dass Union schon seit langem eine Beziehung zu den handelnden Personen bei Aroundtown habe.

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Dirk Zingler fomuliert Unions Position in dem Interview ziemlich deutlich. Foto: Stefanie Fiebrig

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Der Wechsel von Anthony Ujah zu Union: Wow, aber …

Der Wechsel von Anthony Ujah zum 1. FC Union (laut Bild für 2 Millionen Euro plus mögliche Bonuuszahlungen) war die erste Transfermeldung in diesem Sommer, bei der ich dachte: Wow. Das disqualifiziert natürlich nicht die anderen Transfers. Es ist vielmehr so, dass diese für mich in die Richtung “Ich bin gespannt, wie die sich entwickeln” fielen. Bei Anthony Ujah bekommt Union einen gestandenen Bundesliga-Profi. Es ist der zweite Gedanke, der mir etwas komisch war. Der lautete nämlich: Wird angesichts von 4 Stürmern nun einer noch den Verein verlassen? Sebastian Polter, Sebastian Andersson, Marcus Ingvartsen und nun Anthony Ujah. Das klingt schon ganz schön viel. Die Frage stellt sich auch der Kurier.

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Felix Kroos bleibt bei Union, aber wohl auch bei seiner Rolle

Aus der Perspektive der vergangenen Saison gesehen kommt es vielleicht ein bisschen überraschend, dass Felix Kroos auch in der kommenden Saison beim 1. FC Union spielen wird. Schließlich stand Kroos in der Aufstiegssaison nur in ziemlich genau der Hälfte der Minuten auf dem Platz, und das fast nie, weil er nicht zur Verfügung gestanden hätte.

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Felix Kroos feiert emotional den Aufstieg, Photo: Matthias Koch

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Wie der 1. FC Union 2017 sein erstes Frauenfußball-Team wiederentdeckte

Der Berliner Kurier hat sich den bisherigen Kader und die Zugänge angeschaut und findet, dass gerade auf den Außenbahnen noch Spieler hinzukommen sollten und natürlich die Innenverteidigung. Union bräuchte mehr Geschwindigkeit aus der Defensive heraus. So gesehen dürfte das tatsächlich eine interessante Saison für die aktuellen Außenverteidiger werden. Während die Bild gestern den Transfer von Robert Andrich als Dämmerung eines Weggangs von Felix Kroos sah, findet der Kurier, dass es vor allem um die Frage ginge, ob Robert Zulj oder Felix Kroos bleiben. Ich bin tatsächlich gespannt, was hier passieren wird, und glaube, dass wir bald hören werden, wo Felix Kroos in Zukunft spielen wird. Hätte Union vorgehabt, sich prinzipiell von ihm zu trennen, wäre er sicher ebenso wie andere Spieler zur Aufstiegsfeier verabschiedet worden.

Auswechslung beim Ligaspiel: Robert Zulj kommt für Felix Kroos, Foto: Matze Koch

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Bedeutet die Andrich-Verpflichtung den endgültigen Abschied von Felix Kroos?

Der nächste Zugang ist fest. Robert Andrich (24 Jahre) vom 1.FC Heidenheim verstärkt Union im zentralen Mittelfeld, wo er sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden kann. Das ist schon der zweite Wechsel eines bei Hertha ausgebildeten Spielers in dieser Transferperiode und ich finde das ganz gut. Denn die Ausbildung beim Ligakonkurrenten gilt seit Jahren als ausgezeichnet. Ich erinnere mich, wie Hertha-Manager Michael Preetz sich in der Vergangenheit häufig dafür rechtfertigen musste, dass es angeblich keiner aus dem Hertha-Nachwuchs zu den Profis schaffen würde. Er antwortete darauf stets, dass er den Erfolg der Nachwuchsabteilung nicht daran bemesse, wie viele es zu Hertha zu den Profis schafften, sondern daran, wie viele es in den Profibereich der ersten drei Ligen schaffen würden. Von dieser Erfolgsmessung profitiert vielleicht auch Union.

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Der Kicker nennt Rafal Gikiewicz den besten Torhüter der Zweitliga-Saison

Rafal Gikiewicz wusste es schon mit Saisonende: Er gehört zu den besten drei Torhütern der Zweiten Liga. Das reichte dem Keeper, um einen Haken an seine Liste mit den Zielen für das erste Halbjahr zu setzen.Der Kicker als Fußballmagazinn nimmt sich immer ein bisschen mehr Zeit und führt ihn heute in seiner Auswertung der besten Torhüter als Nummer 1 in der Zweiten Liga.

Screenshot: Kicker

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Heftige Reaktionen auf Unions neuen Hauptsponsor

Die Nachricht, dass die Immobilienfirma Aroundtown neuer Hauptsponsor von Union wird, hat gestern viele relativ heftige Reaktionen ausgelöst (auch wenn die Ablehnung nicht ganz einhellig war).

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Unions neuer Hauptsponsor ist eine bemerkenswert instinktlose Entscheidung

Sportsponsoring ist auf dem Papier für Unternehmen eine seltsame Investition. Eine Ausgabe ohne direkten Mehrwert und unklaren Möglichkeiten, daraus Gewinn zu generieren. Das Versprechen, was hinter Werbung im Allgemeinen und Sportsponsoring im Speziellen steht, ist, neben der reinen Werbefläche zur Präsentation des Firmenlogos, natürlich das Aufladen des Firmennamens mit positiven Emotionen. Die Telekom bezahlt in der Allianz-Arena Mitarbeitern die Eintrittskarte in guter Lage, damit diese sich in Form eines Telekom-Logos kamerafreundlich ins Stadion setzen und so in allen Einstellungen von Strafraumszenen (also auch Toren) gut im Bild sind.

All diese Zusammenhänge sind kein Geheimnis und der Imagetransfer von positiven Emotionen auf den jeweiligen Sponsor ist Teil des Deals, den man als Sportverein eingeht. Gerade Vereine wie Union existieren dabei in einem besonderen Spannungsfeld: Zum Einen agieren sie nach allen Regeln des Marktes als Unternehmen in einem hochkompetitiven Umfeld, zum Anderen erfüllen sie, auch nach einem durch die Vereinssatzung festgehaltenen Selbstverständnis, durchaus soziale Aufgaben. In diesem Spannungsfeld sollte sich auch die Entscheidung bewegen, wem man die beschriebene Bühne eines Hauptsponsors gibt.

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