Polter-Ersatz: Union geht über zu Plan B und Plan C

So sehr wir alle Sebastian Polter bei Union halten wollen, aber sportlich (er will sofort Bundesliga spielen) und finanziell (wohl auch eher Bundesliga, während Union Lizenzbedingungen für die DFL erfüllen muss) ist das eher unwahrscheinlich. Zumal dazu noch die Vertragsverhältnisse (angestellt bei Mainz mit Vertrag 2017) so konstruiert sind, dass kein Schnäppchen daraus wird.

Sreto Ristic hat auch mal in einer Saison viele Tore für Union geschossen (14) und hat jetzt in der BZ einen Rat an Polter: Bei Union bleiben.

Foto: Matze Koch

Bard Finne ist als möglicher Leihstürmer im Gespräch

Neben Stefan Kutschke, der nun mehrfach genannt wurde, ist ein Stürmer vom 1. FC Köln in der Verlosung. Allerdings verbirgt die Bild den Namen hinter ihrer Bezahlschranke. Deshalb lesen wir heute mal den Kölner Express und erfahren, dass der Angreifer Bard Finne heißt und aus Norwegen kommt. der FC denkt über ein Ausleihgeschäft nach und hat bei solchen Transfers mit Union (Terodde, Thiel) bereits gute Erfahrungen gemacht.

Der 20-jährige Angreifer kommt in dieser Saison auf neun Bundesliga-Einsätze (alles Einwechslungen, Gesamtspielzeit 156 Minuten) und hat dabei ein Tor gegen Leverkusen erzielt. Und einen Aufstieg aus der Zweiten Liga hat er auch schon geschafft.

A photo posted by baardfinne (@baardfinne) on

 

Aber es gibt noch nichts zu verkünden. Oder um es mit dem Kölner Manager Jörg Schmadtke zu sagen:

Noch ist nicht einmal entschieden, ob wir ihn ausleihen, wenn, dann ist Union eine Option.

U23 verabschiedet sich am 17. Mai in der Alten Försterei

Heute ist bei Union noch einmal trainingsfrei. Der Kurier feiert deshalb nach dem Sieg bei 1860 auch einmal Trainer Norbert Düwel ab.

Zudem berichtet der Kurier davon, dass die U23 am 17. Mai im Stadion an der Alten Försterei gegen Wacker Nordhausen verabschiedet wird. Bei freiem Eintritt. Schöne Geste.

Norbert Düwel und die Sektion Milchreis

Gestern Abend wurde ich im Podcast darauf aufmerksam gemacht, dass Norbert Düwel der Sektion Milchreis angehört.

Ich weiß nicht, ob ich einem Trainer noch folgen kann, bei dem Grießbrei nicht ganz vorne steht …

Union macht den Klassenerhalt perfekt!

Hätte mir irgendjemand nach dem 0:3 beim FC St. Pauli in der Hinrunde gesagt, dass Union ganz souverän die Klasse halten würde und sogar am 31. Spieltag der Nichtabstieg auch rechnerisch sicher wäre, ich hätte wohl abgewunken. Am 4. Oktober war Union Tabellenletzter und es sah überhaupt nicht nach Besserung aus. An den Händen von Trainer Norbert Düwel klebte das Pech und nach dem zwischenzeitlichen 0:1 in Aue (28. November, Endstand 2:1 für Union) war er so gut wie entlassen.

Foto: Matze Koch

All das ging mir gestern beim 3:0 in München durch den Kopf. Der Sieg war für mich Erleichterung pur. Weil Union so auftrat, als ob sie gewinnen wollen, weil sie drei komplett verschiedene Tore schossen, und weil 1860 nicht treffen konnte. Ich möchte von niemanden hören, wie langweilig (weil sportlich bedeutungslos) die letzten Wochen waren. Diese Ruhe hat sich das Team verdient, indem es sich aus dem Schlamassel da unten herausgekämpft hat und indem es Verletzungen kompensierte.

Das sah spielerisch nicht immer gut aus und war auch zwischenzeitlich in der Rückrunde von den Ergebnissen her schlimm (das 2:3 in Leipzig und das 0:5 in Darmstadt). Aber seit dem Einknicken bei den Lilien ist Union sechs Spiele in Folge ungeschlagen.

 

Was mir jetzt zu meinem Glück noch fehlt: Die Erfüllung der Lizenzbedingungen.

Über das 3:0 bei 1860 berichten: Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Morgenpost, Kurier, Bild

Live-Programm

Wir senden heute Abend ab 21 Uhr wieder unseren Podcast live.

Road to Munich: Vor der Partie gegen 1860

Nachher um 13.30 Uhr geht es in München bei 1860 los. Da wir auch heute beim Podcast-Workshop sind, gibt es heute hier nur eine Sparvariante. Sorry.

Im Tagesspiegel wird die Personalie Michael Parensen und dessen Vertragsverlängerung eingeordnet. Wenn ich nicht wüsste, dass er 28 Jahre alt ist, würde ich meinen, da wäre von einem Spieler Mitte 30 die Rede. Das klingt einfach sehr nach Karriere-Ende.

Die Berliner Zeitung hat sich gestern mit Toni Leistner beschäftigt. Der Abwehrspieler hat sich stabilisiert. Es klingt durch, dass er noch Potential nach oben hat. Einerseits tödliche Abwehrfehler abstellen und andererseits die Defensive zu dirigieren. Mehr Verantwortung übernehmen. Ich bin sehr gespannt, wie sich Leistner in der nächsten Saison entwickeln wird.

Die Morgenpost fasst zusammen, was wir aus den letzten Wochen über die Neuausrichtung von Union wissen. Neue Fakten gibt es leider nicht. In der BZ könnt ihr lesen, dass Düwels Statistik in München noch schlechter ist als die von Union. Ja, das ist möglich.

Wenn ihr spekulieren wollt, wen Norbert Düwel nachher in der Startelf bringt, werdet ihr beim Kurier perfekt bedient. Oder ihr wartet, bis 12.30 Uhr die Aufstellung kommt.

Der DFB erkennt bis heute das einzige Spiel der Frauen des DDR-Teams nicht an

Gestern gab es, wie immer am 1. Mai, den Frauenfußball-Feiertag bei Union. Das muss ganz amüsant gewesen sein. Vor allem das Spiel der Traditionself gegen die erste Mannschaft der Frauen. Es endete 2:6.

unionladies
Foto: 1. FC Union/Facebook

Auf dem Bild erkennen wir ganz klar Andrina Braumann und Tobias Döge (ich sage nur 3:1 gegen Falkensee/Finkenkrug). Richtig viele und gute Bilder vom Fest gestern findet ihr wie gewohnt bei union-foto.

An dieser Stelle wünsche ich Lisa Görsdorf weiter viel Kraft bei ihrem Kampf gegen Krebs. Wir sind bei Dir!


Foto: Hupe/union-foto.de

Bei AFTV gibt es noch eine gut 45-minütige Geschichtsstunde über 25 Jahre Frauenfußball bei Union. Es reden Kathrin Nicklas, die beim einzigen Länderspiel der DDR-Nationalmannschaft als Spielerin dabei war. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass der DFB bis heute die Spielerinnen im Gegensatz zu den Spielern der DDR-Nationalmannschaft nicht anerkennt. Zweiter Gesprächspartner ist Gerhard Marschner (Gründungsmitglied von Union und ehem. Trainer beim Verein).

Parensen vergrößert die Union-Familie

Nur kurz zum Herrenfußball: Zur Vertragsverlängerung von Michael Parensen habe ich gestern schon einiges geschrieben. Einen persönlichen Aspekt für den Einjahres-Vertrag erwähnt die Bild in einem Satz: Parensen wird im Sommer Vater. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das spätestens der Moment ist, an dem die eigene räumliche Flexibilität gegen Null geht. Kann durchaus ein weiterer Grund dafür sein, in Berlin bleiben zu wollen. Auch die Morgenpost widmet sich ausführlich der Vertragsverlängerung. Die gesamte Pressekonferenz gibt es bei AFTV.

Morgen um 13.30 beginnt die Partie bei 1860 München. Ich weiß nicht, ob ich je einen trostloseren Moment in meiner persönlichen Fußballgeschichte erlebt habe, als ein Heimspiel der Löwen in der WM-Arena in München. Das ist schon eine ganz schön traurige Veranstaltung. Und für Union sicher immer die Mahnung, niemals im Größenwahn zu versuchen, einen anderen Klub aus der eigenen Stadt zu kopieren und dabei die eigene Identität zu verlieren.

Für Union war aber auch die bisherigen Auftritte in München traurig. Wer etwas zur Serie gegen 1860 lesen möchte, wird bei Kurier und BZ verdient. Ich lese es nicht, denn ich möchte mir nicht die gute Stimmung versauen und außerdem schießt Statistik keine Tore.

Ich bin übrigens mit Steffi das ganze Wochenende am Podcast-Workshop in Kreuzberg. Denn auch unser Podcast soll noch schöner werden :)

“Mein Micha bleibt?” – Parensen verlängert bei Union

Ich hatte heute früh keine Zeit für den täglichen Überblick über Union und habe das auf den Nachmittag geschoben. Das war eine gute Entscheidung, denn auf der Spieltags-Pressekonferenz gab Union bekannt, dass mit Michael Parensen um ein weiteres Jahr verlängert wird.

Jawollja! Der Vertrag mit Michael #Parensen beim #FCUnion wurde verlängert!

A photo posted by 1. FC Union Berlin (@1.fcunion) on

 

“Mein Micha verlängert?”, fragte Steffi. Dieser Ausspruch dürfte eigentlich genau ausdrücken, welchen Stellenwert Michael Parensen bei Union hat.

Er erreicht nicht mehr das Leistungsniveau wie noch vor zwei, drei Jahren, ist aber als komplett anderer Profi nicht aus der Mannschaft wegzudenken. Er hält die Leute auf dem Boden und kann andererseits jederzeit an jedem Ort auf dem Spielfeld seine Leistung abrufen (nur das mit dem Toreschießen wird nichts mehr). Norbert Düwel hat mit ihm jemand, der integrierend für die zu erwartenden Neuzugänge wirkt und gleichzeitig als Mann für alle Fälle immer einsetzbar ist.

Parensen geht den Weg, den Mattuschka hätte gehen sollen

Viele Einsätze wird Michael Parensen garantiert nicht mehr bekommen. Das war nach dieser Saison klar und Nico Schäfer macht das auch deutlich, wenn er sagt:

Michael weiß, was auf ihn zukommt, umso höher rechnen wir ihm an, dass er sich für ein weiteres Jahr bei uns entschieden hat. Er nimmt die Herausforderung an und hat einen leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben.

Bei diesen Worten muss man ihm hoch anrechnen, dass er diesen Weg bei Union weiter geht, statt sich in der 3. Liga durchzuschlagen. Ich habe schon an anderer Stelle mal geschrieben, dass er einer der wenigen Profis ist, bei denen ich mir vorstellen kann, dass er am Schreibtisch nicht nur eine gute Figur macht, sondern vielleicht sogar noch besser sein wird als zu seiner aktiven Zeit als Profi. Wäre schön, wenn bei Union ein Platz für ihn da ist, wo er sich einbringen kann.

Kurz gesagt: Michael Parensen macht das richtig, was Torsten Mattuschka nicht hinbekommen hat.

Foto: Stefanie Fiebrig

Lange nichts mehr von der Torwartfrage gehört

Wir nähern uns nun doch langsam, aber sicher der Transfer-Zeit, in der Namen ohne Ende gejagt werden. Da Union selbst keine Namen herausrückt, können solche Infos nur vom anderen Verein, Spielerberater oder Spieler selbst kommen. Macht euch euren eigenen Reim darauf. Bild/BZ nennen heute jedenfalls zwei Cottbuser Spieler: Fanol Perdedaj und Sven Michel.

Foto: Matze Koch

Der Ex-Herthaner Perdedaj ist einer für das defensive Mittelfeld und wahlweise auch als rechter Verteidiger einsetzbar. Gegen ihn spricht, dass ihn schon Jos Luhukay in seiner Zweitliga-Saison in Berlin vor Start der Spielzeit aussortierte, weil die Blau-Weißen ein Überangebot im defensiven Mittelfeld hatten. Ich glaube einfach nicht, dass er Union weiterhelfen könnte. Auch wenn er super sympathisch und ein großer Kämpfer auf dem Platz ist.

Die Geschichte von Perdedajs kosovarischer Familie aus Schöneweide passt ansonsten zu schön zu Union, um wahr zu werden. Wer das alles genau nachlesen möchte: Die Morgenpost ist vor dem Derbysieg im Olympiastadion mit Perdedaj von Schöneweide aus S-Bahn gefahren.

 

Zu Angreifer Sven Michel kann ich nichts sagen. Außer, dass sich Union sehr sicher sein muss, wenn sie für solch einen Spieler, der sich in der Zweiten Liga noch nicht bewiesen hat, Ablöse zahlen sollten.

Quiring will mehr

Bis auf den finanziellen Aspekt, nicht bei den Fernsehgeldern abzurutschen, gibt es in den letzten Saisonspielen nichts mehr zu holen. Gleiches gilt eigentlich auch für alle bisherigen Union-Spiele bei 1860 München. Deshalb finde ich es nett, dass Christopher Quiring im Kurier sich noch andere Ziele gesetzt hat. Aber ganz ehrlich: Die Saison ist eigentlich schon durch.

Schön übrigens, von Mo Amsif so ein Bild wie bei Instagram zu sehen. Denn ich habe schon lange nichts mehr von der schlimmen Torwartfrage bei Union gehört 😄

 

Meistgeklickter Link gestern

Berliner Kurier: Wow, sieht der neu aus, der Neuhaus!

Uwe Neuhaus sieht als neuer Dynamo-Trainer zuerst die gleichen Gesichter wie in Berlin

Gestern war noch trainingsfrei bei Union, weshalb ein paar Reporter den neuen Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus bei seiner offiziellen Vorstellung besucht haben.

Neuanfang in Dresden und als erstes sieht Neuhaus ein paar der gleichen Nasen wie in den Jahren zuvor 😄

Über die 40-minütige Pressekonferenz berichten Tagesspiegel und Kurier. Die BZ überlegt laut, welche Spieler dem ehemaligen Trainer nach Dresden folgen könnten und hat Björn Kopplin, Michael Parensen und Björn Jopek auf dem Zettel. Allerdings fehlen irgendwelche Belege jenseits der Tatsache, dass die Verträge auslaufen.

Sören Brandy im Stress

Durch seine Schulterverletzung ist der Angreifer in einer Situation, die viele Väter sonst kennen. Für Fußballprofis ist das im normalen Saisonrhythmus eher selten. Aber vielleicht klappt es ja noch mit einer Partie für Brandy vor Ende der Saison. Dann kommt das zweite Kind und der jetzige Stress sieht dann ganz klein aus. Bild/BZ berichten.

Meistgeklickter Link gestern

Vice Magazine: Fear and Loathing Regionalliga Nordost

Sebastian Polter und die Frage nach sinnvollen Fouls

Der für mich spannendste Text des Tages steht heute in der Bild. Dort wird Sebastian Polter wie folgt zitiert:

Wir müssen abgewichster sein, den Ball häufiger auf die Tribüne schlagen, ein Foul mehr ziehen, mal länger liegen bleiben.

Er fordert damit im Prinzip das, was Ingolstadt durchaus vorgemacht hat. Jede Unterbrechung bringt in gewissen Phasen den Gegner aus den Konzept, lässt ihn nicht in den Spielfluss kommen und gibt der eigenen Mannschaft die Möglichkeit, sich zu sortieren.

poltiFoto: Tobi/unveu.de

Ich mochte das Liegenbleiben der Ingolstädter nicht. Es ist auch nicht die Spielweise, die ich von Union sehen möchte. Aber meiner Meinung nach fordert Polter vor allem ein clevereres Verhalten. Die Bild sieht Union bereits jetzt als unfairstes Team der Zweiten Liga und führt als Argument die Zahl der Verwarnungen und Platzverweise an (64 Mal Gelb und sechs Mal Gelb-Rot oder glatt Rot).

Das greift für mich zu kurz. Erstens ist es eine Frage, wo Fouls gespielt wird. Im gegnerischen Drittel gibt es durch die Regelauslegung kaum Verwarnungen für Fouls, weil sie selten als taktisch ausgelegt werden. Kommt das Foul 20 Meter weiter rings um die Mittellinie sieht das schon anders aus.

Aber trotzdem hat die Bild recht: Union gehört zu den Mannschaften mit den meisten Fouls (aktuell 553). Mehr haben nur Nürnberg und Leipzig gezogen. Die Teams auf den Aufstiegsplätzen kommen mit weniger gepfiffenen Unsportlichkeiten aus: Ingolstadt 477, Kaiserslautern 508, Karlsruhe 506.

Ich sehe aber Polters Ansage vor allem in die Richtung, dass die Spielkontrolle auch mal mit Unterbrechungen behalten werden kann und das Spieltempo selbst bestimmt werden kann. Cleverness halt. Polter gehört übrigens zu den Spielern, die die meisten Fouls verüben (72, gleichauf mit Poulsen aus Leipzig und Stiefler aus Sandhausen).

 

Der Wirbel um die abgehängte Israel-Fahne beruhigt sich

Spätestens mit der offiziellen Stellungnahme des FC Ingolstadt nach der Entschuldigung des Berliner Polizei-Präsidenten hat sich die Aufregung sehr gelegt. Am Sonntag hatte der Einsatzleiter beim Ingolstadtspiel unter dem Hinweis “Gefahrenabwehr” verlangt, dass Union als Veranstalter ein Israel-Fahne am Gästeblock entfernen soll.

Fragen stellen muss sich jetzt vor allem die Polizei nach ihrer Fähigkeit, Situationen korrekt einzuschätzen und mit möglichen Handlungsanweisungen (die Sprache war von einer “Berliner Linie”) in Einklang zu bringen. Bis jetzt sieht die Darstellung der Polizei aber eher danach aus, als sei es eine bedauerliche Einzelfallentscheidung des Einsatzleiters gewesen. Ich prophezeie mal, dass wir nicht mehr an Aufklärung aus den Reihen der Polizei bekommen werden.

Zu diesem Thema auch: Der israelische Botschafter meldet sich zu Wort (Bild) und auch Tagesspiegel und Kurier vermelden den Vorfall.

Union zahlt für Regionalliga-Derby

Für die Ausschreitungen beim Viertliga-Derby zwischen Union und dem BFC hat das Sportgericht des NOFV Geldstrafen ausgesprochen. Union muss 2.500 Euro zahlen und der BFC 3.500 Euro. In der Strafe für den BFC Dynamo ist Abbrennen von Pyro beim Spiel gegen Babelsberg enthalten.

Ich weine nach dem Abmelden der U23 vom Spielbetrieb der Regionalliga und vor allem dem NOFV als Veranstalter keine Träne nach. Aber wer diese Liga liebt, der wird auch diesen Text vom Vice Magazine lieben: Fear and Loathing in der Regionalliga-Nordost.

Meistgeklickter Link

Gestern hat hier der BZ-Text am meisten interessiert: Aufregung um Israel-Fahne in der Alten Försterei 

Der Podcast ist wieder da

Nach vier Wochen Sendepause sind wir wieder da. In Teve222 – Terodde ist nach Bochum, weil er nicht ins Berghain kam reden wir über das 2:2 gegen Ingolstadt, Jopeks möglichen Durchbruch nach einer Seuchensaison für ihn, die Lizenzbedingungen (nein, wir haben auch keine Ahnung), die bisherigen Verpflichtungen für die neue Saison und die abgehängte Israel-Fahne.

 

Berliner Polizei lässt Union eine Israel-Fahne beim 2:2 gegen Ingolstadt abhängen

Gestern mussten Ingolstädter Anhänger eine Israel-Fahne im Stadion an der Alten Försterei abhängen, die sie zur Unterstützung ihres Spielers Almog Cohen angebracht hatten.

Wir haben beim Verein nachgefragt, was passiert ist. Union stellt die Situation wie folgt dar:

Unions Sicherheitsbeauftragter hat die Aufforderung des Einsatzleiters, die Isreal-Flagge abzuhängen, mit der Polizei diskutiert. Die bestand aber auf das Abhängen der Fahne. Begründet wurde das mit einer sogenannten “Berliner Linie”, die politische Neutralität bei Großveranstaltungen vorsehen würde. Dies würde laut Polizei auch im Olympiastadion so umgesetzt. Union hatte die theoretische Möglichkeit sich mit dem Hausrecht über diese Anordnung hinwegzusetzen, entschied sich aber dagegen, da die Polizei die Anweisung ausdrücklich mit “Gefahrenabwehr” begründete.

Innensenator verspricht eine zügige Auswertung

In Bild/BZ wird dieser Vorfall ebenso thematisiert: Dort wird der oberste Dienstherr der Berliner Polizei, Innensenator Frank Henkel wie folgt zitiert: “Ich unterstelle keine böse Absicht. Dennoch halte ich das für die falsche Entscheidung. Die Polizei wird das zügig auswerten. Sollte sich eine Fehlentscheidung bestätigen, wird sich die Polizei bei den Betroffenen entschuldigen.” Dass das Abhängen auf Anweisung der Polizei stattfand bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei.

Der Innensenator befindet sich gerade auf Besuch in Israel und wird heute die Gedenkstätte Yad Vashem besuchen. Vielleicht findet er dabei auch ein bisschen Zeit, über die “Berliner Linie” nachzudenken. Es ist kaum anzunehmen, dass die Polizei solch eine Handlungsanweisung ohne das Wissen von Henkels Behörde entwickelt.

Für Union war dieser Vorfall gestern übrigens ein Beweis, wichtig der vor kurzem eingeschlagene offensive Weg bei Twitter und Facebook ist. Durch das Mitteilen der Gründe für das Abhängen hielt sich die Welle der Empörung in Grenzen.

Mein Senf dazu: Wenn die Polizei prinzipiell alle Staatsflaggen verbieten würde, hätte ich damit kein Problem. Dann trifft es halt alle. Aber das Verbieten einer einzelnen Flagge halte ich für absolut daneben. Die Begründung “Gefahrenabwehr” ist dabei gerade im Zusammenhang mit Spielen in der Alten Försterei mehr als lächerlich.

Am Montag Vormittag hat sich Berlins Polizeipräsident für das Vorgehen der Polizei entschuldigt: “Es ist Aufgabe der Polizei, die Meinungsfreiheit zu schützen. Die Aufforderung zum Einrollen der Flagge war eine Fehlentscheidung, für die ich die Betroffenen um Entschuldigung bitte.” Weitergehende Fragen zu einer sogenannten “Berliner Linie” bleiben aber unbeantwortet. (Die Entschuldigung thematisieren auch Berliner Zeitung, Morgenpost)

Jopek mit Sonntagstreffern gegen Ingolstadt

Wenn das 2:2 gegen Ingolstadt ein Fingerzeig für die nächste Saison war, freue ich mich sehr darauf. Spielfreude und Angriffslust. Das hat mir Spaß gemacht. Zum Thema frühes Gegentor: Dieses mal wartete die Mannschaft nicht, bis es passierte, sondern spielte sofort munter nach vorne. Passiert ist es trotzdem. Vielleicht das nächste Mal einfach mit Anpfiff den Ball ins eigene Netz jagen …

Für Björn Jopek, der beide Union-Tore erzielte, war das vielleicht der Befreiungsschlag, der ihn von seinen von außen so scheinenden Selbstzweifeln befreit. Talent und Potential hat er. Das zeigte sich beim ersten Treffer, den er über (!) den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Keeper in den Kasten schoss.

jopekFoto: Tobi/unveu.de

Petition an die DFL für Skrzybski

Beim zweiten Tor möchte ich einen Antrag bei der DFL darauf stellen, dass Steven Skrzybksi den Assist zugeschrieben bekommt. Nur weil sich der Stürmer in der Mauer duckte, fand Jopeks Ball den Weg ins Tor. Das sollte eine offizielle Torvorlage wert sein.

Dieses Spiel alleine wird sicher nicht die Zukunft von Björn Jopek bei Union entscheiden. Aber jeder konnte sehen, was ein selbstbewusster Jopek zu leisten im Stande ist.

Vom Spiel berichten auch Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Kurier, Bild/BZ und Morgenpost.

BVG setzte zum Spiel Sonder-Straßenbahnen ein

Ich vermute, dass es vor allem an der Sperrung der Bahnhofstraße lag, aber gestern wurden wir Zeuge, wie die BVG zum Spiel extra Straßenbahnen für Union einsetzte. Geht doch! Und danke an Tobias für das Zusenden des Fotos.

11165879_10205669224945691_2032089339_n
Foto: Tobias Mille

Updates:

  • 12.00 Uhr Ein Absatz mit der Entschuldigung von Berlins Polizeipräsident für das Abhängen der Israel-Fahne wurde eingefügt.

Unions Stadionheft bleibt spitze und BAP kommt ins Stadion

Vorneweg heute Glückwünsche an die Programmierer, die uns zu jedem Heimspiel ein Stadionheft der besonderen Art hinzaubern. Platz 2 bei der diesjährigen Wahl der besten Programmhefte der Zweiten Liga. Jenseits dieses Ergebnis stimmt das auch mit meinem persönlichen Empfinden überein. In den meisten Stadien der Bundesliga habe ich zu häufig das Gefühl, eine Sponsorenzeitschrift mit weichgespülten Inhalten in der Hand zu halten.

Wumme ist auf Twitter und am Sonntag wird BAP im Stadion gespielt

Was neben dem Stadionheft auch noch erstklassig ist bei Union? Die Musik.

Verantwortlich dafür ist Stadion-DJ Wumme, der auf stadionmusik.de auch immer die Playlists veröffentlicht und seit kurzem auch auf Twitter als stadionmucker unterwegs ist. Union selbst sprach eine Folge-Empfehlung aus.

Das verleitete Wumme zu einem leichtfertigen Versprechen:

Screenshot 2015-04-25 09.19.04
Foto: Twitter/@fcunion/@stadionmucker

Leichtfertig, weil … Ach, seht doch selbst:

Screenshot 2015-04-25 09.21.50
Foto: Twitter/@othertimes

Screenshot 2015-04-25 09.23.47Foto: Twitter/ @fcunion

Die Entschuldigung kommt etwas spät:

Screenshot 2015-04-25 09.24.00
Foto: Twitter/@othertimes

Denn es bleibt dabei:

Screenshot 2015-04-25 09.26.00
Foto: Twitter/@stadionmucker

Also übt schon mal:

Gegen den Tabellen-Ersten geht es vor allem um das eigene Selbstverständnis

Morgen um 13.30 Uhr geht es gegen Ingolstadt, die wohl als sicherer Aufsteiger in die Bundesliga feststehen. Viel Spaß in der ersten Liga. Ich wünsche der Bundesliga noch ein paar mehr solcher Vereine, damit sie aus ihrem Traum vom immerwährenden Boom aufwacht. Der unangefochtene Tabellenführer der Zweiten Liga kommt mit einem Zuschauer-Schnitt von 9.298 in die deutsche Eliteklasse. Ansonsten habe ich aber viel Respekt vor der Arbeit von Trainer Ralph Hasenhüttl.

Für Union ist die Partie sportlich zwar bedeutungslos, aber ein paar Punkte sollten es schon noch sein, um den aktuellen Platz in der TV-Geldrangliste zu behaupten. Die Morgenpost sieht für die Spieler gegen Ingolstadt die Möglichkeit, ein Ausrufezeichen zu setzen und zu zeigen, dass sie qualitativ auch bereit für Aufstiegskampf sind. Die BZ will Düwel aus den Schatten von Neuhaus treten sehen. Ich persönlich sehe keine Schatten mehr. Ganz im Gegenteil: Alle bekommen genug Sonne, um sich entwickeln zu können. Um mal so botanisch wie die BZ zu bleiben 😜

Kurier und Bild bringen noch Gründe, warum Union dem Spitzenreiter die Feier verderben/das Spiel gewinnen wird.

Verkehrs-Chaos in Köpenick

Ebenso wie Union (bisher nur auch per Newsletter) warnt die Berliner Zeitung vor dem Verkehrs-Chaos in Köpenick am Spieltag. Die Bahnhofstraße ist gesperrt. Zieht euch also festes Schuhwerk an und plant deutlich mehr Zeit ein.

#Köpenick Den #S-Bahnhof und die dazugehörige Straße am WE unbedingt meiden. #fcunion

A photo posted by Matze Koch (@matzekoch_) on

Union live

Unter anderem Sören Brandy und Chrissy Quiring gibt es heute ab 10 Uhr in Mahlsdorf zu sehen.

Update 13.50 Uhr Bilder von der Autogrammstunde gibt es unter anderem bei union-foto.de oder bei den Eisernen