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Verlosungsgewinnertanz!

Die Verlosung von “Rasen der Leidenschaften – Berliner Fußballplätze” ist vorbei. Aus den 49 Zettelchen haben wir ohne Aufsicht eines Notars aber mit Videoaufzeichnung den glücklichen Gewinner gezogen.

Die Ausflippung des Siegers wurde auch auf Video dokumentiert. Vielen Dank dafür!

 

Wir verlosen: Die Fußballplätze von Berlin

Berlin hat vieles. Auch viel Fußball. Früher sogar auch mal erfolgreichen Fußball. Ganz viel erfolgreichen Fußball. Was früher in dem Fall genau bedeutet, hängt vom eigenen Geschichtshorizont ab. Vor dem ersten Weltkrieg, vor dem zweiten Weltkrieg, im Westteil, im Ostteil oder für die ganz Tapferen auch im wiedervereinigten Berlin gab es erfolgreichen Fußball zu bestaunen. Jetzt ist davon nicht mehr viel übrig. Nur Hertha und Union halten noch das Fähnchen hoch.

Aber Erfolg ist bekanntlich nicht alles. Berlin ist ja auch nicht der Prototyp einer erfolgreichen Stadt und trotzdem unglaublich interessant. Hinter jeder Hecke sieht es in der Stadt anders aus und viele Geschichten sind hier verborgen. Die möchte das Buch “Rasen der Leidenschaften – Die Fußballplätze von Berlin“* ausgraben. Und glücklicherweise nicht anhand von ellenlangen Vereins-Chroniken.

66 Fußballplätze, Kampfbahnen, Stadien, Arenen (you name it!) sollen erzählen von den heftigen Wandlungen, denen eine Stadt und so etwas lebendiges wie Fußball unterliegt. Ein Stadion ist schnell aufgebaut und wieder abgerissen. Und plötzlich weiß niemand mehr, was viele Menschen emotional an diesen nicht vorhandenen Ort bindet. Stadion der Weltjugend oder die Plumpe. Für mich sind es nur Namen. Für andere sehr starke Erinnerungen.

Auf knapp 280 reich bebilderten großformatigen Seiten zeigt der Band aus der Edition Else was war und vor allem, was davon übrig geblieben ist. Und sei es nur noch der Miniaturpark Berlin-Brandenburg auf dem Gelände des ehemaligen Ernst-Thälmann-Stadions.

Das Buch “Rasen der Leidenschaften – Die Fußballplätze von Berlin“* kostet leicht erschwingliche 19,80 Euro.

Für den Tagesspiegel hat der von uns sehr geschätzte Andreas Gläser auch eine Rezension geschrieben: Berlins Fußballstadien: Wo der Ball zuhause ist

Gewinnspiel

Wem das zuviel Geld ist, der kann ein Exemplar bei uns gewinnen. Ganz einfach bis Sonntag, den 5. Februar 2012, um 20 Uhr Berliner Ortszeit einen Kommentar mit “Ich will” (gerne auch vollständige Sätze) und einer richtigen E-Mail Adresse (die wird natürlich nicht veröffentlicht) unter diesem Beitrag und/oder bei Facebook abgeben. Bei Facebook könnt ihr euch die Angabe der E-Mail Adresse natürlich sparen. Rechtswege sind wie immer ausgeschlossen.

*Affiliate Link

Orange macht jetzt wieder putz.

Tradition. Die wird bei Union bekanntlich groß geschrieben. Seit Jahren werden beim Training durch Spielchen der KDV der Woche (Klaus-Dieter Vollrath von der Bild) und der Bunki der Woche (Mathias Bunkus vom Berliner Kurier) ermittelt. Seit Union den Ausrüster von doyoufootball zu Uhlsport gewechselt hat, ist das tatsächlich eine Strafe geworden. Die Spieler bekamen statt Leibchen eine Bauarbeiterweste. Nicht nur unschön, sondern zudem auch noch unbequem.


Bild: Koch

Doch seit gestern ist alles anders. Die von Union auf der Mitgliederversammlung verkündeten Zahlen belegen einen steten Aufwärtstrend. Und Präsident Dirk Zingler gab an, die von der Profiabteilung erwirtschafteten Überschüsse auch wieder in den Sport investieren zu wollen. Dem genauen Beobachter blieb das beim Morgentraining nicht verborgen: Die Bauarbeiterwesten wurden der Berliner Stadtreinigung gespendet und es wurde massiv in zwei Leibchen investiert! Geschäftsführer Oskar Kosche nahm diese Investition zum Anlass um ausführlich zu dem Thema Stellung zu nehmen: “Kein Kommentar!”


Bild: Sebastian Fiebrig

Liveblog: Die Mitgliederversammlung am 12.01.12

Heute hält der 1. FC Union Berlin etwas verspätet seine ordentliche Mitgliederversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11 in der Ballspielhalle Hämmerlingstraße ab. Steffi und Robert sind vor Ort und bloggen live von der Veranstaltung. Ab ungefähr 19.15 Uhr starten wir hier. So können auch die verhinderten Unioner das Gefühl bekommen, bei der Verleihung der Ehrennadeln in der ersten Reihe zu sitzen.

Ihr könnt natürlich direkt mitmachen. Entweder ihr twittert direkt von der Mitgliederversammlung unter dem Hashtag #fcunion oder ihr schreibt direkt hier auf der Website mit.


Bild: unveu.de

Such den Unioner!

Als Eltern achtet man streng darauf, dass sich die kleinen Lieben nur Essen bestellen, das den lieben Großen im Zweifel auch selber schmeckt. Wer schon einmal Zander an Zitronensauce gegen Bockwurstjoghurt tauschen musste, weiß, wovon ich rede.

Ähnlich achtsam wähle man die Lektüre aus. Es kommt vor, dass allabendlich dasselbe Buch gewünscht wird. Über Jahre! Die Berliner Illustratorin Judith Drews hat ein Buch gemacht, das dem Stand hält. Berlin Wimmelbuch: Ausbruch aus dem Zoo* heißt es, und drin sind in großen, bunten Suchbildern lauter typische Berliner Geschichten versteckt.

Die fünf großen Farbtafeln spielen im Zoo, in einer freundlichen Wohngegend namens Pankow, im Mauerpark, im Naturkundemuseum und am Brandenburger Tor. Die Szenen sind vertraut. Wer in Berlin wohnt, hat auch alle Leute aus dem Buch schon mindestens einmal getroffen. Fil und Sharkey, den Flaschensammler, die schwangere Frau, den Kameramann, das schwule Paar, die Prinzessin, den Bauarbeiter – die kennste doch! Für Nicht-Berliner ist dieses Buch jedem Reiseführer vorzuziehen. Nach etwa einem halben Jahr steten Betrachtens war mir immer noch nicht langweilig. Im Gegenteil: Ich habe den Unioner entdeckt! Seitdem suche ich ihn auf jedem Bild. Auf mindesten vieren ist er mit drauf. Beim fünften suche ich noch.

Wer mitsuchen will: Das Buch gibt´s in groß (9,95 EUR) und größer (19,95 EUR) vom Wimmelbuchverlag, sowie als Wimmel-App für iPad und iPhone.

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Futiklub ist auch keine Alternative

Sich über den Doppelpass bei Sport1 aufzuregen ist ähnlich sinnvoll, wie einen Acker dem Erdboden gleichzumachen. Unbestritten fehlt in Deutschland ein substantieller Fußball-Talk. Eine Runde, in der nicht ständig Platitüden wiedergegeben werden, die ich mir auch beim Kick der Alten Herren von Fortuna Pankow anhören kann. Ich erwarte von Journalisten, die sich zu solchen Runden einladen lassen, dass sie sich mit Detailwissen einbringen und der Moderator es zulässt, dass dieses Wissen auch ausgebreitet wird.
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Wenn kämpfen nicht mehr reicht.

“Nein! Zack, zack in den Raum!”, ruft Unions Trainer Uwe Neuhaus und unterbricht die Übung am Mittwoch gleich zu Beginn. Patrick Zoundi sollte nach Pass von Marc Pfertzel von außen mit dem Ball am Fuß in Richtung Strafraum ziehen und nicht einfach auf der Grundlinie der Kugel hinterher rennen. Gestenreich erklärt der Coach seine Vorstellungen vom schnellen, dynamischen Spiel in der Offensive. Das Mittel der Wahl gegen Alemannia Aachen unter Trainer Friedhelm Funkel. Bei der Wiederholung der Übung zieht Zoundi am Strafraum-Eck einen Verteidiger auf sich, passt zu Savran, der Glinker im Tor keine Chance lässt.

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Und “Zonenfußball” geht an …

Wir haben einen Gewinner des Buches “Zonenfußball” von Frank Willmann gezogen. Film ab!

An der Bildschärfe arbeiten wir mal, wenn wir vernünftiges Werkzeug haben.

Sich über nichts voll doll freuen.

Es gibt Tage wie diesen Dienstag. Ich freue mich über Sonnenschein an einem freien Tag und kann ganz ruhig schlafen. Und das obwohl morgen das wichtige und schwere Testspiel gegen SSV Köpenick-Oberspree ansteht. Ein sehr unangenehmer Gegner aus dem Haifischbecken Landesliga.

Fußballerisch ist nichts los. Ich streife durch das Internet und stoße plötzlich auf den Text “Die Allerletzten“. Darin geht es um eine Statistik, welche Vereine wie häufig den letzten Platz in der Bundesliga belegt haben. Und ich genieße es endlich, dass Union noch nie Bundesliga gespielt hat. Den Spitzenplatz in der Liste nach absoluten Spieltagen als Tabllenletzter belegt übrigens der andere Berliner Verein. Aber der hat auch einige Jahre Vorsprung. Na wartet!

Auf einen Kaffee mit Santi Kolk.

Montag Morgen. Eine Tasse Kaffee dampft auf dem Tisch. Zeit, sich anzusehen, was in Holland los ist. Saisonstart auch dort. Eigentlich aus Berliner Sicht so interessant wie die Brandenburg-Liga. Aber seit der überstürzten Ausleihe Santi Kolks vom 1.FC Wundervoll an NAC Breda lohnt sich ein Blick. Zwar glaube ich nicht daran, dass Kolk jemals als Spieler nach Berlin zurückkommen wird. Aber für den Fall der Fälle möchte ich schon Bescheid wissen. Also Aufnahme vom Sonntagsspiel starten.

Breda bekam es zum Auftakt mit Meisterschaftsanwärter FC Twente zu tun und hatte dem wenig entgegenzusetzen. Kolk konnte sich den Elfmeter zum 0:1 für Twente von der Bank aus ansehen. Erst in der 69. Minute durfte er rein. Dem ideenlosen Spiel von Breda konnte Kolk keine Impulse geben. Erst in den letzten fünf Minuten schien ein Ruck durch das Team zu gehen. Dabei auch zwei Szenen von Kolk der im 4-3-3 als rechter Stürmer spielte.

Einmal bricht Santi an der Mittellinie durch, läuft knapp 20 Meter mit dem Ball und spielt den Konter schwach aus. Sein Pass verunglückt. Zwar bleibt der Ball bei Breda, aber zu allem Überdruss pfeift der Schiedsrichter den Vorteil weg. In der zweiten Szene kommt Kolks Stärke zum Tragen. Er zieht mit dem Ball von rechts kommend Richtung Tor und schließt gleich von der Strafraumkante ab. Ein harter flacher Schuss, den der Torhüter nicht festhalten kann. Doch es fehlt ein Stürmer, der den Abpraller gedankenschnell verwandelt. Breda verliert am Ende völlig verdient 0:1 gegen Twente Enschede.

Von diesem einen Spiel ist wenig abzuleiten, was die genaue Form von Kolk angeht. Zu sehen sind die Ansätze seines Könnens und vielleicht ein Grundproblem, das neben seinem Heimweh ausschlaggebend für seine schwere Zeit in Berlin sein könnte. Als rechter Flügel-Stürmer in einem 4-3-3 hat er seine Stärke. Doch diese Position gibt es so im Spielsystem bei Union nicht. Kolk machte mir viel zu häufig den Eindruck, ein hochbegabter Fremdkörper bei Union zu sein. Mein Kaffee ist alle und ich bin mir nach diesem Spiel sicher, dass Santi nicht mehr zurückkommt.

Zusammenfassung von NAC Breda – FC Twente Enschede auf eredivisielive.nl