Archive for the 'anhören' Category

Wie ein Stern am Himmelszelt.

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Macht´s gut, ihr Lieben! Habt schöne Weihnachten. Den nicht Dabeigewesenen legen wir das Weihnachtssingen unter die Tanne. Mit dabei sind ein Eheanbahnungsgespräch, ein Phillip Schröder und eine Stadionsprecherfamilie, die ihr Kind was Ordentliches lernen lassen hat. Musik nämlich.

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Ballpod aus New York

Während ich mit dem Schnitt des bereits am letzten Freitag (!) aufgenommenen Podcasts nicht zu Potte komme, wurde der aktuelle Ballpod, anstatt wie gewohnt in Probeks Küche in München, von Jürgen Kalwa in New York aufgenommen. Dabei waren Jens Peters von Catenaccio, um über Leverkusen zu reden, und Florian Neumann von Nedsblog, der über den HSV Auskunft gab. Als Bonus gibt es ein Interview mit Trainer Baade, der sich erstmals zu dem Fall Jako vs. Baade äußert. Eine sehr schöne Produktion!

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Sorgen machen um die Tante

Gestern Abend auf dem Heimweg. Es regnet. Füße versuchen Pfützen und Hundehaufen auszuweichen. “Was kümmert Dich eigentlich die Hertha?”
Normalerweise habe ich damit kokettiert, dass mir die Hertha egal wäre. Und ja, das ist sie mir auch. Normalerweise. Aber jetzt geht es ihr schlecht der Tante aus Charlottenburg. Die Binnenhierarchie stimmt nach dem Abgang von Dieter Hoeneß nicht mehr. Niemand mehr da, der sich auch mal der Berliner Presse entgegenstellt. Niemand mehr da, der auch mal die Wut auf sich kanalisiert. Und dazu Abgänge, die schmerzen. Zugänge, die den Schmerz nicht verblassen lassen. Dazu Verletzte. Ein Kapitän, der keiner sein möchte. Auflösungserscheinungen eigentlich. Dann eine Trainerentlassung. Weil man es nicht besser wußte? Der vierte (!) Torhüter wird öffentlich in einer Art und Weise heruntergemacht, dass man sich fragen muss, wo die Relationen geblieben sind. Keine Unterstützung von der Vereinsseite und ich muss an diese Passage aus Deislers Interview mit der Zeit über Hertha denken:

Sie wissen nicht, wie das ist. Erst geliebt und dann über Nacht gehasst zu werden. Ich konnte mich nicht mal wehren. Ich war verletzt, war weg, konnte keine Antworten geben. Und der Verein forderte eine Entschuldigung von mir. Dafür, dass ich die Fans nicht früher informiert hätte! Dass ich gelogen hätte! Ich war sprachlos. Dabei hätte Dieter Hoeneß sagen müssen: »Liebe Fans, es war mein Wunsch, dass ihr nichts erfahrt.« Stattdessen hat er zugesehen, wie ich aus Berlin hinausgeprügelt wurde. Ich habe Drohbriefe erhalten. »Wir kriegen Dich!«, »Wir killen Dich!«. Das ist es, was mir den Fußball versaut hat. Das war mein Genickschuss.

Und wenn ich heute an den Titelseiten der BZ (“Favre pöbelt sich um 1,2 Millionen”) oder Berliner Kurier (“Favre Balla Balla?”) vorbeigehe, frage ich mich, was wohl aus der guten Medienpartnerschaft zwischen dem 1. FC Wundervoll und der BZ werden wird, wenn es mal so richtig nicht läuft. Wie stabil ist das Gebilde um Präsident Dirk Zingler und Sportdirektor Christian Beeck? Was würde wohl passieren, wenn einer von beiden aus welchen Gründen auch immer wegbrechen würde? Deswegen finde ich, dass wenig Platz für Häme ist, sondern für Union noch ein langer Weg zu gehen ist. Auch uns drücken hohe Verbindlichkeiten. Auch bei uns kann plötzlich alles falsch gefunden werden, was vorher noch als Erfolgsgarant galt. Ich erinnere nur an den Satz aus der Bild nach der knappen Pokalniederlage gegen Bremen.

Damit es nicht auch in der 2. Liga ein böses Erwachen gibt, dürfen wir diese Schrott-Elf nie wieder sehen …

Es ist schon richtig, dass wir auf uns aufpassen müssen. Und damit haben wir genug zu tun. Aber der Blick nach Charlottenburg führt uns gerade wieder das Umfeld vor Augen, in dem wir uns bewegen. Vielleicht haben manche unseren Leidensweg vergessen: Die zwei Abstiege hintereinander von Liga zwo in die Oberliga von 2004 an. Das Sammeln von Geld für das finanzielle Überleben des Vereins. Und letztlich mein Traum: Ein Pflichtspiel gegen die Hertha. Und das nicht, weil sie abgestiegen ist…

Über Hertha sprach ich übrigens auch mit Probek im Podcast Ballpod am Montag.
Ballpod München, Ausgabe 5 (5. Oktober 2009) [Edit] by probek

NEU: Feeds für den Podcast (als Test von Probek eingerichtet)

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Fußballblogger reden: Die dritte Nullnummer

Dieses Mal mit den Themen: Nationalmannschaft, Hamburger SV, Transfers. Aufgezeichnet wurde das Gespräch in der Küche des unermüdlichen Probek in München. Lob, Kritik und Heiratsanträge hinterlasst bitte direkt in Probeks Blog.

BallPod 7.9.2009 – Nationalmannschaft, HSV, Transfers by dogfood

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Ballpodder.

Wenn hier irgendwer fünf bis fünfundzwanzig Fleißbienchen verdient hat, dann wohl probek und Alex in München, sowie dogfood in Hamburg, die in der probek´schen Hexenküche einen ausgezeichneten Fußballpodcast gebraut haben, der in Hamburg veredelt wurde und diesmal auch eine geheime Spezialzutat aus Berlin enthält. Mehr sag ich nicht. Hört selbst!

BallPod 24.8.2009 – Bayern, Union, Premier League by dogfood

Ajoo!

Liste der Dinge, über die ich in den letzten drei Tagen schreiben wollte, wo* ich dann aber nicht dazu kam, wegen schlimmer Zeitnot:

1) Union gewinnt in meiner Abwesenheit gegen Hermsdorf. Berlinpokal, Halbfinale, Verlängerung, Elfmeterschießen, und der Gewinner hilft TeBe in den DFB-Pokal – auch hier etabliert sich Traditionelles. Sehnsuchtsvolle Blicke nach Köpenick!

2) Steffi gewinnt auch, nämlich was zum Anziehen. Was zum Anziehen ist immer gut, anziehen an sich ist sogar so gut, dass ich das jeden Tag mache, und an manchen Tagen gar mehrmals. Kusshände nach Wiesbaden!

ajoo_tex_001

3) Der Trainer schreibt für Zeit online. Ich kann Leute kennen! Mannomann. Rübergewunken nach Duisburg!

4) Robert & the Roboters. Gäbe es einen Soundtrack zu meinem Blog, bestünde er aus ihrer Musik. Aloha nach Dresden!

5) Marco Gebhardt ist bei spox.com im Interview und sagt was sehr Tröstliches übers Altsein.

Weil “jung” und “alt” keine aussagekräftigen Kategorien im Fußball sind. Es gibt nur “gute” und “schlechte” Spieler.

Weil ich nicht weiß, wo die spox-Redaktion sitzt, grüße ich ganz herzlich unseren gemeinsamen Freund, das Internet ;)

Ob das mit der Zeitnot wohl wieder besser wird? Ajoo, würden die Wiesbadener sagen. Wie man das ausspricht? Keine Ahnung, ich hoffe auf ein Lehrvideo, vergleichbar dem “hh hh h”-Film.


hh hh h / bebrillt on 12seconds.tv

* Dies ist kein Grammatikfehler. Es ist das berühmte Löw´sche “wo” und muss in fußballerischen Kontexten zwingend verwendet werden. Sonst erkennt ja kein Mensch, dass es hier um Fußball geht, nicht wahr?

Shift happens.

Ich war zwischen vorgestern und jetzt auf der Internetkonferenz ohne Internet*, drum blieb es etwas still hier. Mal muss man ja auch kucken, was das für Leute sind, die alle Tage das Netz vollschreiben. Ob die wirklich so blaß und schlecht genährt sind, wie immer alle denken. Ob die nur tech und klingonisch sprechen.** Ob das Internet tatsächlich bloß eine gigantische Kopiermaschine ist. Ob die Unterhaltung stirbt, wenn die Unterhaltungsindustrie stirbt. Wie aus kulturgeschichtlicher Perspektive Grimms Märchen und wikipedia zusammenhängen. Und was genau persuasives Webdesign wäre.

re:al

Die re:publica gibt es in Berlin seit 2007, sie beschäftigt sich mit Themen der Netzkultur und Netzpolitik, und wenn man, so wie ich, immerzu mit diesem Internet rummacht, ist es nicht die weltweit schlechteste aller Ideen, sich mit anderen, die genau das ebenfalls tun, zu treffen.

re:mmidemmi

Man kann Glück haben, dabei. Und ich hatte Glück. Ich habe nur liebenswerte und bezaubernde Menschen getroffen. (Den un-liebenswerten, nicht-bezaubernden habe ich kurzerhand das Gespräch verweigert.) Gestern abend auf der Twitterlesung kam ich mittenmang @stijlroyal, @kcpr, @wollbindung, @AF_Blog, @ghostdog19 und @helrunar zu sitzen, was stijroyal so beschrieb:

Ich saß doch zwischen @rudelbildung unf @af_blog. Das sah doch aus wie King Kong mit zwei weißen Frauen. Das muss man doch sehen.

Ich fand, wir ham ihn sehr hübsch eingerahmt. Und überhaupt, die ganze Twitterlesung – sehr hübsch!

re:alsatire

Man kann Pech haben, dabei. Und Pech hatte ich ebenfalls. Ich verirrte mich gleich am ersten Tag auf ein Panel, das an den Spreepark erinnerte. Dinosaurier. Umgefallen. Es ist nett, wenn Helmut Lehnert, den ich im übrigen außerordentlich schätze, sich an die erste Webseite von Radio Fritz erinnert – aber mal ehrlich: Viel Wasser. Die Spree. Runter. Seitdem. Dann geschah Seltsames: Die Twitterwall funktionierte (weil @343max zaubern kann), und Publikumsäußerungen wurden darüber unmittelbar und ungefiltert eingeblendet. Es waren Äußerungen des Unmuts. Das anfängliche “oh, ich bin drin” wich flugs einem nörgeligen “Könnten die Diskutierenden ihrem Gespräch bitte den Kenntnisstand von 2009 zugrunde legen?!”, das fließend in allgemeinem Gepöbel mündete, bevor das Publikum begann, seine eigene Parallelshow zu veranstalten. Die Geschichte des Webzwonull – nacherlebt in einer Viertelstunde.

re:izwörter

Man kann außerdem etwas haben, wo man nicht richtig weiß, isses Glück, isses Pech, und Peter Glaser kann man sowieso finden, wie man möchte, aber sein Schiedsrichterbeispiel im Kontext von “Veränderung passiert” ist zumindest sehr anschaulich:

Zu den neuen Regeln gehört, dass wir mehr Positionen zulassen müssen als bisher. Die Lage ist komplex. Der Schiedsrichter bei einem Fußballspiel ist ein Inbild der alten Zeit. Er ist mit seiner singulären Sicht auf dem Spielfeld in einer wesentlich schlechteren Position als jeder Zuschauer vor dem Bildschirm. Der Schiedsrichter ist sozusagen aussichtslos. Er betrachtet die Welt immer noch von seinem vereinzelten Standpunkt aus, der einen heute angesichts der elektronischen Multiperspektive hoffnungslos ins Hintertreffen geraten läßt. In kritischen Situationen auf dem Spielfeld muß der Schiedsrichter aus seiner subjektiven Position heraus entscheiden, obwohl ihn eine beunruhigende Medien-Objektivität umgibt: Der träge Zuschauer auf dem Sofa sieht im Lauf der nächsten Sekunden die Situation aus unterschiedlichen Kamerapositionen, in Zeitlupe wiederholt, vielleicht noch grafisch verstärkt, und kann sich ein – dem Fußball angemessenes – rundes, ganzheitliches Bild machen.

[Peter Glaser: In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?]

Danke, aber danke nein, ich möchte jetzt NICHT über den Videobeweis diskutieren. Dinge verändern sich, und manche werden sogar besser. Andere nicht, und manche sterben. Die machen das aber nicht von selbst, die Dinge. Und deswegen bin ich Gestalter geworden.

In diesem Sinne, re:ingehauen!***

*Das Copyright auf diese Bezeichnung hält der Spielmacher. Zu Recht wird allerorten kritisiert, dass wir Blogger gar keinen eigenen Content produzieren, sondern immer bloß abschreiben. Notfalls voneinander. Ich bin auch so eine, aber das wisst ihr ja längst.
** Ich entschuldige mich bei Mario höchstpersönlich, vorab und in aller Form: Kein Durchkommen bei solchen Themen ohne Englisch. Klingonisch gabs nur deshalb nicht, weil das kein past tense hat, hieß es.
***Steht so auf meinem T-Shirt. Ist mir natürlich auch nicht selbst eingefallen. Dank und Kirschblüten an Sebastian!

… Trainer?

Matze Koch : “… vielleicht können beide mal was sagen zur bevorstehenden Partie in Aalen?”
Uwe Neuhaus: “Willst Du was sagen?”
Kenan Sahin: “Trainer, ich geb Ihnen das Wort.”
Uwe Neuhaus: “Nö – ich hab auch keine Lust.”

Sollte außer mir irgend jemand dieses Videointerview von Matze Koch mit Uwe Neuhaus und Kenan Sahin noch nicht gesehen haben: bitte! sofort! ankucken! Ich sag nur: ich atme den Kaffee schon wieder durch die Nase aus. Mehr sag ich gar nicht.

[Danke an mööp, bunki & den teppichtester für den sachdienlichen Hinweis!]

Auch mal die Kirche im Dorf lassen.

Matze Koch befragt Dieter Hoeneß zum Thema Union Berlin, und der verliert gar schmeichelhafte Worte, und zwar reichlich.

“Ich bin ziemlich sicher, dass wir sie nächstes Jahr in der 2.Liga sehen werden, und auf Sicht glaub ich auch, dass da etwas entstehen kann, das vielleicht irgendwann auch (…) einen Erstligisten geben wird.”

[Dieter Hoeneß]

Letzteres scheint mir denn aber doch übertrieben.

Womit ich außerdem nicht gerechnet hatte.

Auf dem Titel der gedruckten Ausgabe (#88) von 11Freunde kann ein Satz von ewig währender Wahrheit und Schönheit nachgelesen werden.

Die Pixies haben mein Leben verändert.

Aber dass ich mal eine Gemeinsamkeit zwischen Frank Rijkaard und mir feststellen würde: damit war tatsächlich nicht zu rechnen. Schönes Interview über viel Musik und wenig Fußball. Aber vielleicht gerade deshalb.