Author Archive for Steffi und Sebastian

Nicht ohne Liebe.

“FC Union, unsere Liebe, unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein”, klang es zum Schluss aus allen Kehlen der mindestens 17.000 Zuschauer, die dieses Jahr das Weihnachtssingen in der Alten Försterei besuchten. In dem Moment stand Präsident Dirk Zingler auf dem Rasen. Am Mittelkreis. Alleine sah er sich die vielen tausend Kerzen an, die im dunklen Stadion von den Tribünen leuchteten. Dazu ein Fangesang, der das verursacht, was der Berliner “Erpelpelle” nennt. Ich kann nur vermuten, was der Präsident in dem Moment gedacht hat. Ich wünsche ihm, dass er sich selbst gesehen hat. Wie er früher auf der Stehplatztribüne stand. Und ich hoffe, dass er daran gedacht hat, wie er auch sich mit diesem Stadion einen Fantraum verwirklicht hat.


Foto: Robert Schmidl

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(Länge: 105:47 Min; Dateigröße: 94 MB)

Die unglaubliche Menge an Weihnachtssängern hat unser Aufnahmegerät an seine Grenzen gebracht. Seht uns also einige Übersteuerungen nach.

wiestehendieaktien.de

Fürth. 5:0. Alle Vergleiche mit Orkantiefs wurden gezogen. Interessanter beim 1.FC Union Berlin ist gerade der Aktienverkauf, dem wir uns noch einmal intensiv widmen. Präsident Dirk Zingler schreibt allen Mitgliedern: “Die angestrebte Mehrheit von 51% ist noch nicht erreicht.” Da uns interessiert, ab wieviel verkauften Aktien diese Mehrheit erreicht wird, haben wir den Taschenrechner angeschaltet. Als Zinglersche Zahl wird also in Berlins Schulen die 7286 gelehrt werden. Denn mit 7286 verkauften Aktien würden Unions Mitglieder die Mehrheit an der Stadionbetriebs AG übernehmen.

Aus dem aktuellen Podcast entstand eine neue Website, die Robert erstellt hat: www.wiestehendieaktien.de

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Gero, Hans-Martin, Robert, Mathias und Sebastian.

Themen:

Intro; Einwortzusammenfassungen (O-Ton Christian Stuff, 02:43 Min); ein Drittel aller Gegentore gegen Fürth kassiert; wer fährt so spät durch Schnee und Wind? Es ist der Bunki…; Playmobil hält nur bis Windstärke 9; Christian Stuff findet keinen Zugriff auf Fürth (O-Ton, 11:06 Min); Mike Büskens ärgert sich über Videotext (O-Ton, 12:05 Min); Uwe Neuhaus hat ein anderes Spiel erwartet (O-Ton, 15:44 Min); Bunki will lieber graue Maus sein, als oben zu kratzen; Klassenerhalt ist fast sicher; Hansa Rostock und die Regionalliga; Uwe Neuhaus und Mike Büskens sind bestürzt wegen Parensens erneuter Verletzung (O-Ton, 35:56 Min); Wissenswertes über Bad Driburg (Allerdings spielt TuS Bad Driburg nicht Bundesliga-Volleyball, sondern Bezirksliga. Dafür ist der Verein Rote Raben aus Markus Karls Heimat Vilsbiburg ein Bundesligist); Ist Parensen zu verletzungsanfällig?; Glinker muss für einen neuen Vertrag nach Spanien fliegen; Dirk Zingler hat wieder einen Brief geschrieben; Was passiert, wenn nicht alle Aktien verkauft werden?; Wofür wird das Geld ausgegeben? (Aufstellung der Haupttribünenfinanzierung); Grundstückskauf wäre auch möglich; Wir bauen einen Countdown: www.wiestehendieaktien.de; Textilvergehen investiert und ihr könnt dabei sein; Wie funktioniert Flattr?; Wir bringen zum Weihnachtssingen Plätzchen mit

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(Länge: 79:50 Min; Dateigröße: 68,3 MB)

Für die Übernahme der O-Töne von Christian Stuff, Uwe Neuhaus und Mike Büskens geht ein großes Dankeschön an AFTV. Supertypen!

Scheißegal! Hauptsache, wir haben gewonnen.

Angesprochen auf seinen Notenwunsch nach dem 4:0 Sieg gegen den FSV Frankfurt sagte Chinedu Ede: “Das ist mir scheißegal. Hauptsache, wir haben gewonnen.” Das drückt alles aus, was dieses Spiel ausmachte. Keine besonders gute Leistung von Union. Aber für den FSV in der derzeitigen Verfassung war das schon zuviel. An allen vier Toren war Ede beteiligt, doch zu gut erinnert er sich an vergangene Spielzeiten oder den Saisonstart dieses Jahr, als das er übermäßig in Euphorie ausbrechen würde. So wie der gesamte Verein sich zwar wohlig an 31 Punkten wärmt, aber ansonsten die Ruhe bewahrt.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Gero, und Hans-Martin, Robert und Sebastian.

Themen:

Mannschaftsaufstellung; Einwortzusammenfassungen des Spiels; Das erste Tor: Siehst Du Mosquera, so wird das gemacht!; Was ist eine Notbremse (Schlicke, Menz)?; Offizielles Regelwerk des DFB (PDF); Chinedu Ede setzt Prioritäten (O-Ton; 13:00 Min); Der aktuelle Status von Ede; Christian Stuff stolpert (O-Ton; 22:01 Min); Union wird variabel bei Freistößen; Simon Terodde und die Apfelschorle; FSV Frankfurt: Ein Traditionsverein ohne Fans; Buch “Eisern Union!” von Frank Willmann und Jörn Luther; Karim Benyamina ist traurig (O-Ton, 38:41 Min); FSV will drei bis vier Spieler zum Winter abgeben; Bei Union läuft es anscheinend. Unheimlich.; HSV-Friedhof ist nicht gefragt; Der Abstand zum Relegationsplatz wächst; Fürth: Da sah Union doch immer gut aus; Ein Jahr ohne ordentliche Mitgliederversammlung: Ist das satzungsgemäß?

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(Länge: 63:04 Min; Dateigröße: 54,3 MB)



		
		
		

Bilder: Stefanie Lamm

Torwart werden ist wie Akkordeon lernen.

Union schwimmt und Glinker fliegt. Zugegeben, das ist etwas reißerisch. Aber das 1:0 gegen den FC Energie Cottbus zeigte tatsächlich, dass die Mannschaft auf einer Erfolgswelle schwimmt. Oder wie Uwe Neuhaus gerne sagt: Man muss die richtigen Gegner zur richtigen Zeit bekommen. Und Jan Glinker? Der macht eine gute Figur nach der anderen. Schön anzusehen.

 

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Gero, und Hans-Martin.

Themen:

Union schwimmt gerade oben, kann aber immer noch nicht das Spiel verhalten; Egil Olsen (Trainer der Nationalmannschaft Norwegens); Die Küchenpsychologie ist auf unserer Seite; Luxusprobleme: Karl sitzt auf der Bank; Berlin zieht, Paderborn nicht; Uwe Neuhaus vor der Vertragsverlängerung; Jan Glinker in Topform; Neuhaus über das Verhältnis der beiden Torhüter untereinander (Kicker vom 19.08.2011); Abstimmungsprobleme bei Union – Zwischen Waldseite und Gegengerade; Unsympathische Vereine: Irgendwann muss man Vorurteile mit der Realität abgleichen; Union Anfang der 90er war gruselig (PDF mit Bildern von Harald Hauswald aus der Wendezeit); Artikel von Johannes Schneider “Ihr seid keine Unioner” im Tagesspiegel und die Reaktionen darauf: “Verein, Heimat, Identität und der ganze Rest” vom Spielbeobachter und “Einer von denen” von Frédéric Valin

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(Länge: 68:33 Min; Dateigröße: 60,9 MB)

Tore, Jubel, Emotionen

Fünf Tore schießt Union auswärts beim FC Hansa Rostock und trotzdem reden wir zuerst über das, was neben dem Spielfeld passierte. Vor der zweiten Hälfte erschien der Gästeblock in Flammen. Wir sind alle Pyrobefürworter und doch interpretieren wir das Abbrennen in dem Spiel sehr unterschiedlich. Klar scheint aber, dass hier Handlungsbedarf besteht. Und der besteht nicht in immer neuen Verboten, stärkeren Kontrollen und härteren Strafen. Da sind wir uns einig. Ansonsten scheint bei Union nicht nur Pyro sondern vor allem auch die Sonne. Alle treffen und fast alle sind gesund.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Mathias, und Sebastian.

Themen:

Bunki ist parteiisch bei Jan Glinker; Pyro beim Spiel gegen Rostock ein Fanal gegen den DFB?; Rostock verbietet Luftballon-Choreographie; Hardliner vs. Gesprächsbereite; Bunki will durch die Institutionen marschieren; Sebastian hat die Brandschutzeins; Union und der tödliche Pass; ein Loblied auf Chinedu Ede; Einlaufkind mit Christopher Quiring; Union sollte auch mal vom FC Bayern München gesponsored werden (Bsp: Dynamo Dresden, Energie Cottbus); Mosquera enttäuscht: Kein Hattrick; Es war nicht alles gut in Rostock, zum Beispiel die Gegentore; Konzentration bei der Mannschaft hält nicht das gesamte Spiel; Bunki wettet mit Steffen Baumgart; Freiluftglücksspiel in Lübeck; Vorsingen auf der Waldseite – Bunki braucht dafür kein Megaphon; Christoph Menz will überdreißig sein; Luxus für Uwe Neuhaus – fast alle sind sie da

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(Länge: 46:35 Min; Dateigröße: 40,9 MB)

Spielvorbereitung: HansaNews.

Martin von Hansanews.de hatte eine gute Idee. Wir könnten uns, schlug er vor, gegenseitig zu unseren Erwartungen an das Spiel Rostock gegen Union befragen. Gefiel uns. Deshalb stehen seine Antworten hier. Unsere sind bei ihm drüben.

Martin, Du betreibst das Blog Hansanews.de – möchtest Du Dich & das Blog kurz vorstellen?

Seit 2001 berichte ich – neben einigen anderen Auserwählten – mit den HANSA NEWS regelmäßig und unabhängig über die Spiele und Geschehnisse rund um den FC Hansa Rostock. Den bekanntesten, wenn auch nicht ältesten, Fußballverein meiner Geburtsstadt verfolge ich etwa seit 1993. Wir spielten damals wie heute in der Zweiten Liga.

Du wohnst in Berlin, für Dich ist jedes Spiel ein Auswärtsspiel. Wie oft schaffst Du es ins Ostseestadion, oder verfolgst Du Hansa Rostock eher am Bildschirm?

Seit einigen Jahren eher Letzteres. Ich muss lange überlegen, wann ich zuletzt live dabei war. In Berlin schauen ja ansonsten eher die Amateure oder Nachwuchsmannschaften vorbei.

Sagst Du DKB-Arena oder Ostseestadion?

Ganz klar, Ostseestadion. Obwohl ich die offizielle Variante ab und zu schreibe(n muss).

Gehst Du in Berlin zum Fußball, und wenn ja: Wohin?

Eher wenig, aber ansonsten lieber Alte Försterei als Olympiastadion. Dafür spiele ich aktiv, wenn es die Zeit zu lässt, Futsal (Hallenfußball) in der Berlin Landesliga.

„Unser“ Dominic Peitz ist eher überraschend -auch für ihn selbst- in Rostock gelandet. Wie läuft´s für bisher ihn, nimmt ihn das Publikum an?

Aus der Ferne betrachtet, denke ich, dass er einen wichtigen Platz in der Mannschaft gefunden hat. Am Freitag schaut er nach seiner fünften Gelben leider nur zu.

Wer wird Deiner Meinung nach für ihn spielen?

Im Mittelfeld fehlen neben ihm Lartey und Weilandt. Trainer Vollmann muss das Trio ersetzen und somit die Mitte neu formieren, Timo Perthel und Michael Blum sind zwei Kandidaten, die der Trainer favorisiert.

Nach den Ereignissen rund um das Spiel Rostock gegen St. Pauli kommen wir nicht drum herum, nach Deiner Einschätzung der Lage zu fragen. Denkst Du, die Ausschreitungen waren darauf zurückzuführen, dass das Verhältnis Rostock – St. Pauli ohnehin schlecht ist, oder wäre das bei jedem anderen Gegner auch so passiert?

Das Derby brachte schon seinen besonderen Reiz mit sich, wobei diese hässlichen Bilder ganz klar nicht zu entschuldigen sind. Der Verein sieht sich derzeit nicht in der Lage die prekäre Situation im Alleingang zu entschärfen und bat nicht umsonst um die „Hilfe der Gesellschaft“.

Erwartest Du am Freitag gegen Union Vergleichbares?

Das Union-Spiel ist ein sogenanntes Derby, wie viele in dieser Saison; es offeriert jedoch andere Voraussetzungen. Beide Clubs hatten in ihrer Vorwendevergangenheit, Platz 10 und 14 in der Ewigen Rangliste der DDR-Oberliga, ähnliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen. Im neuen Fußballgeschäft nach der Wende gab es unter anderem in der Zeit von Frank Pagelsdorf mit den Transfers von Rehmer, Beeck und Barbarez einige Beziehungen zwischen Spree und Warnow. Union wirkt bis heute auch in Rostock sympathisch und ehrlich.

Worin siehst Du Ursachen für die Heftigkeit der Auseinandersetzungen, zu denen es immer wieder kommt?

Erklären kann ich mir diese als Fußballfan nicht. Ich denke, es geht dabei primär nicht um den Sport, der jedoch durch seine mediale Präsenz eine lohnende Bühne bietet, wie es scheint.

Veolia, euer Brustsponsor, hat seinen Rückzug angekündigt. Welche Auswirkungen wird das haben? Was kann der Verein aus Deiner Sicht unternehmen, um sein Ansehen vor weiterem Schaden zu bewahren?

Es ist nicht der erste Hauptsponsor, der nicht verlängert. Nichtsdestotrotz leidet das Ansehen des Vereins stark unter den bereits angesprochenen Ereignissen, was die Voraussetzungen für neue Geldgeber und Partner erschwert. Ein Heilmittel kann ich leider auch nicht verschreiben.

Sitzkissenhooligans

Das Unentschieden gegen Düsseldorf muss zwingend bewundert werden. Aber da zeitgleich in Rostock beim Spiel gegen St. Pauli nicht nur Wunderkerzen gezündet wurden, reden wir noch einmal (schon wieder) über den Einsatz von Pyrotechnik. Als Gegenbeispiel zum harmlosen Raucheinsatz der Düsseldorfer Fans taugen da leider die Vorkommnisse bei Hansa. Wir fassen schon einmal zusammen, was durch die rigorose Linie gegen Pyro in Stadien erreicht wurde: Nichts! Anhand einer kleinen Talkrunde mit Jens Langeneke diskutieren wir die Grenze verbaler Gefühlsausbrüche.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Robert, und Sebastian.

Themen:

Mannschaftsaufstellungen; Spielbewertung; Michael Parensen hadert (O-Ton: 6:42 Min); Christoph Menz wundert sich über zu früh abgepfiffene Zweikämpfe (O-Ton: 8:26 Min); Lamentieren lohnt sich; Die Geschichte von Norbert Meier macht es leicht, der Mannschaft Schauspielerei vorzuwerfen; Jens Langeneke diskutiert mit einem Fan an der Seitenlinie (Bild 1, Bild2); Die Grenzen verbaler Gefühlsausbrüche (Antidiskriminierungsklausel Stadionordnung §6 Punkt 2d); Pyrotechnik legalisieren; Pyro im Stadion wird im TV live nicht gezeigt; Video von jubelnden Rostocker Fans nach Beschuss des Gästeblocks; Strafen, noch höhere Strafen – Eskalation nutzt nur Hardlinern; Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS); Rainer Wendt (DPolG): “In der derzeitigen Situation müssen wir leider jedem Fußball-Fan sagen: Wer ins Stadion geht, begibt sich in Lebensgefahr.“; Interview mit Gunter A. Pilz (Deutschlandfunk); Die Spezialtaktik für einen Auswärtssieg in Rostock;

Vielen Dank an AFTV für die O-Töne von Michael Parensen und Christoph Menz.

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(Länge: 53:25 Min; Dateigröße: 47,2 MB)

Der ballführende Spieler interessiert mich am wenigsten

Mythisch aufgeladen sind die Vorstellungen von der Video-Analyse. Jedenfalls war für uns die technische Leistungsdatenerfassung und ihre Auswertung bisher ein weißer Fleck im persönlichen Fußballverständnis. Im Büro von Unions Video-Analysten Daniel Stenz ist von dieser von außen hereingebrachten Mystik dann wenig zu spüren. Mehr Sachlichkeit geht kaum. Schreibtische, Computer, viele Ordner und ein großer Monitor dominieren den Raum über dem Medien-Container. Knapp 90 Minuten lang erklärt uns Daniel Stenz das EisernLab und welche Rolle es bei Union spielt.

Im Büro des EisernLab sitzen und reden: Steffi, Daniel, Robert, Hans-Martin und Sebastian.

Themen:

Studiengang Videoanalyse; Sportökonomie Rheinahr Campus Remagen; SportsLab des 1.FC Köln; MilanLab; Scouting Forum, Frank Schäfer (U23 1.FC Köln); Tracking; Voraussetzungen bei Union für Videoanalyse; Am Anfang stand die Excel-Tabelle; Smartboard; Erste Medienberichte (Beispiel: Luftüberwachung für Unions Stars, BZ); DFL macht Tracking mit Impire, Live-Tracking von Impire; Amisco ist ander Tracking-Anbieter; Bild nutzt beispielsweise die Trackingsdaten für Infografiken; Herzfrequenzmessgeräte; Unions Scout Horst Quade (Interview mit jawattdenn.de, 2007); Kritik an Uwe Neuhaus wegen zuwenig Live-Gegnerbeobachtung (Berliner Zeitung vom 5.8.2011: “Aus zweiter Hand”, Artikel ist nicht mehr online); Bewertung des Spiels macht nur Uwe Neuhaus; Sitzordnung auf der Trainerbank; Wissensmanagement durch Datenbankmodul mit Grunddatensatz, auf den jede Abteilung spezifisch Zugriff hat (“Langzeitgedächtnis“); Scouting und Video-Analyse sind für kleine Vereine lebensnotwendig; Peter Nemeth lobt Unions EisernLab beim Fußball-Lehrer-Lehrgang; Tracking-Diskussion (Deutschlandfunk, Spiegel); Union ist im DFL-Ausschuss für Tracking und Spielanalyse vertreten; Bewertung des Nachwuchsleistungszentrums; Lektüretipps: Christoph Biermann – Die Fußballmatrix*, Christoph Biermann, Ulrich Fuchs – Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann*; Daniel Stenz ist gegen Videobeweis, aber für Chip im Ball

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(Länge: 88:42 Min; Dateigröße: 78,9 MB)

 Bilder: Stefanie Lamm

Der Podcast zur Aktion Libero

“Interessant ist es natürlich schon zu sehen, wie man sich in der ‘Männersportart’ Fussball homoerotisch benimmt, um dann extrem homophob zu reagieren”, schrieb mir BrabaxBln, ein befreundeter Twitterer, den ich nach seiner Meinung zur Aktion Libero gefragt habe. Dass er schwul ist und Fußballfan, tut nichts zur Sache. Er benennt eine Ursache für die grundsätzlichen Schwierigkeiten, die die Kombination “schwul” und “Fußball” mit sich herumschleppt. Das Engagement von Dirk Zingler auf dem diesjährigen CSD hat ihn gefreut. Öffentlichkeit ist also nach wie vor nötig.

Deshalb erschien es uns richtig und wichtig, eine Aktion zu unterstützen, die Homophobie im Fußball thematisiert. Es ist nun eine Sache, einen Text zu veröffentlichen, in dem lediglich steht: Wir sind dagegen. Sich auf ein Thema einzulassen, über das man erstaunlich wenig weiß und für das man entsprechend kaum sensibilisiert ist, fällt viel schwerer. Wir haben es dennoch versucht. Weil wir Betroffenheitsgetue blöd finden und mehr Fragen als Antworten hatten, haben wir uns Stefanie Barthold von www.unrund.com eingeladen. Sie hat an der Aktion Libero mitgearbeitet, die  Harald Müller erfunden hat. Wir wollten wissen, welche Ziele damit verfolgt werden.

In der Küche sitzen und reden: Stefanie, Steffi und Sebastian.

Themen:

Begrüßung; Vorstellung der “Aktion Libero“; Rat an schwule Fußballprofis in Philipp Lahms Buch; Haltung: Ich will das nicht wissen, damit es nicht mein Problem ist; Rudi Assauers Empfehlung an Schwule; Theo Zwanziger unterstützt die “Aktion Libero”; Wanderausstellung “Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“; Unterstützung auch von Maria Furtwängler (Tatort “Mord in der ersten Liga“) und Thees Uhlmann; Schwul-Lesbischer Fanklub “Hertha-Junxx“; Umgang im Stadion: Von den 90ern bis jetzt; Arne Friedrich erklärt sich im RBB (auch seine Freundin fühlt sich zu einem offenen Brief an die Bild bemüßigt); Kritik am “Hetero-Outing”; Wie sollte sich ein Spieler idealerweise verhalten?; Philipp Lahm im Interview mit dem Schwulen-Magazin “Front” im Jahr 2007; HSV und FC St. Pauli beziehen Stellung beim Turnier “Startschuss-Masters”; Der 1.FC Union Berlin auf dem CSD; Homosexualität im Frauenfußball wird anders wahrgenommen (Beispiel Bild über Torhüterin Ursula Holl)

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(Länge: 51:57 Min; Dateigröße: 46,8 MB)

Aktion Libero

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.