Für den Sieg gegen Ingolstadt muss sich Union wahrlich nicht schämen

Ich würde an dieser Stelle gerne schreiben, wie toll das 2:0 gestern Abend gegen Ingolstadt herausgespielt wurde, wie sehr Union von sich überzeugt war. Aber das wäre glatt gelogen. Die Schanzer zeigten den von Daniel vorher angekündigten Jens-Keller-Fußball. Und zwar in gut. Union dagegen zeigte sein Bielefeld-Gesicht. In der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach Trainer Urs Fischer vom Druck, der auf der Mannschaft liege und sich so äußern würde. Das mag sein, denn wir sind im letzten Saisondrittel und da geht es weiter darum, konstant Ergebnisse einzufahren. Aber für mich sind das nur unzureichende Erklärungen dafür, warum Union nun schon im zweiten Heimspiel hintereinander den Ball nur rausbolzt, ihn allerdings dann vorne auch nicht festmachen kann. Die einzigen beruhigenden Momente gab es dann, wenn Akaki Gogia und später Suleiman Abdullahi in Dribblings gingen.

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Jens Keller: Fußballgott oder nicht?

Medial spielte in den vergangenen Tagen die erstmalige Rückkehr von Jens Keller erwartbar die große Rolle. Denn schließlich hat der frühere Uniontrainer nach seiner überraschenden Entlassung im Dezember 2017 die Alte Försterei nicht mehr betreten. Und das, obwohl er noch eine Weile in Köpenick gelebt hatte. Aber es hätte sich auch komisch angefühlt. Eine Frage, die ich mir stelle: Wird Jens Keller heute das Wort Fußballgott hören, wenn er von Stadionsprecher Christian Arbeit aufgerufen wird? Das ist ja ein ganz guter Indikator, der anzeigt, in welchem Verhältnis die Trennung von Union vonstatten ging. Und da ist die Spannbreite von Markus Karl (dem bis heute vorgehalten wird, erst ewige Treue und Vertragsverlängerung geschworen zu haben, um sich dann bei der nächstbesten Möglichkeit einem potentiellen Bundesliga-Aufsteiger anzuschließen) bis hin zu Steffen Baumgart schon sehr groß.

Jens Keller im Gespräch mit dem Vereins-TV AFTV im Mai 2017, Screenshot: AFTV

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Beim Verkehrskonzept für den Stadionausbau geht es auch um ein Parkhaus und einen zweiten S-Bahn-Ausgang

Der RBB hat nach dem Artikel von Bild/BZ gestern zum Thema Stadionbau auch noch einmal bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nachgefragt, wie das mit dem Planungsrecht für den Stadionausbau aussieht und ebenfalls die Aussage bekommen, dass es damit dieses Jahr nichts wird. Denn indirekt wird die Sprecherin der Verwaltung noch mit diesem Satz zitiert: “Vorgeschlagene Maßnahmen wie eine Straßenbahnwendestelle, ein zusätzlicher Westabgang am S-Bahnhof Köpenick und ein neues Parkhaus befänden sich noch in der Abstimmung.” Ich bin gespannt, was am Ende daraus wird. Der zweite Ausgang des Bahnhofs ist ja schon lange ein Thema, schon allein als Fluchtweg, falls am ersten Ausgang etwas passiert. Aber er würde natürlich bei einem höheren S-Bahn-Takt auch dafür sorgen, dass potentielle Stadionbesucher schneller den Bahnsteig verlassen oder betreten können.

Blick auf die Waldseite nach dem Stadionausbau, Foto: 1. FC Union Berlin

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Das Planungsrecht für den Stadionausbau kommt nicht diesen Sommer, aber es wird kommen

Im Prinzip hat die Bild/BZ eine schlechte Nachricht und gleichzeitig eine gute. Die schlechte Nachricht: Für den Ausbau des Stadions wird es in diesem Sommer kein Planungsrecht geben. Das sagt die zuständige Senatsverwaltung. Grund würden die gravierenden Verkehrsprobleme sein, die mit dem Ausbau erwartet werden. Das ist aus meiner Sicht allerdings größtenteils nicht durch Unions Bauvorhaben verursacht, sondern durch die Vernachlässigung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur in einem stark wachsenden Bezirk. Deshalb sind nun alle an einer möglichen Lösung beteiligten Partner im Gespräch (beispielsweise Senatsverwaltung für Verkehr, BVG, Deutsche Bahn, Union, Planungsbüro). Die Forderung im Nahverkehrsplan des Senats, eine Straßenbahnkehre für Sonderverkehr am Spieltag zu bauen, interpretiere ich als Teil dieser Bemühungen.

So soll das ausgebaute Stadion an der Alten Försterei aussehen, Foto: 1. FC Union Berlin

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Zumindest einen Vorteil haben Freitagsspiele

So schlimm Freitagsspiele sind, wenn wir sie auswärts oder daheim im Stadion sehen wollen, so schön sind sie, wenn sie gewonnen wurden. Dann schauen sich die Ergebnisse der anderen Teams am Wochenende entspannt. Wir können Samstag und Sonntag ausschlafen (wenn uns denn die Kinder lassen). Wir haben kurzzeitig das Gefühl, wie es anderen Menschen da draußen geht, deren Wochenende nicht vom Fußball strukturiert wird. Und wir alle wissen, dass auch die Spieler und Angestellten von Fußballvereinen aus diesem Grund Freitagspiele mögen, selbst wenn sie das nicht so sagen können (Stichwort: Anstoßzeiten fair gestalten). Urs Fischer jedenfalls hat seinem Team sowohl Samstag als auch Sonntag freigegeben, bevor es danach losgeht mit der Vorbereitung auf die Partie gegen Ingolstadt.

Banner in Kiel: Anstoßzeiten fair gestalten, Foto: Matze Koch

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Von wegen Rivalität: Nicht mal eine richtige Provokation schafft Hertha

Heute ist der 1. März und damit beginnt für das Team von Union der Monat der Wahrheit. Und die Partie heute Abend bei der KSV Holstein um 18.30 Uhr ist das erste dieser Wahrsager-Spiele. Der Trainer betonte aber, dass noch 11 Spiele zu absolvieren seien, auch wenn er um die Brisanz der Duelle gegen die direkten Tabellenkonkurrenten weiß. Will heißen: Im März ist noch kein Team aufgestiegen. Wichtig für heute Abend ist, dass Carlos Mané vollständig mitmachen kann (Bild/BZ, noch nicht online, oder die Pressekonferenz bei AFTV). Michael Parensen hingegen ist erkrankt. Das ist die Chance für einen weiteren Innenverteidiger, sich in den Kader zu spielen. Ich denke, dass Nicolai Rapp dort Platz nehmen wird.

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Kiel, Screenshot: AFTV

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Die Alte Försterei wird fit gemacht für Sonder-Straßenbahnen zum Spieltag

Die Pressekonferenz vor der Partie in Kiel (Freitag, 18.30 Uhr) findet ausnahmsweise heute, also einen Tag vor dem Spiel statt, weil sowohl Pressesprecher Christian Arbeit als auch sein Kollege bei der Pressesprechertagung der DFL waren.

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Der März ist der Monat der Wahrheit für Union

Der März ist der Monat der Wahrheit für Union. Denn im März spielt das Team von Urs Fischer nacheinander gegen Kiel, Ingolstadt, Heidenheim und Paderborn. Und damit gegen 3 Mitbewerber um einen Aufstiegsplatz. Ich habe zwar die Pfanne heiß, bin aber gleichzeitig schon in der Lage, die Wirklichkeit anzuerkennen. Wenn diese Spiele erfolgreich gestaltet werden, ist Union nicht einmal ansatzweise aufgestiegen. Es geht vor allem darum, sich in direkten Duellen mit Tabellennachbarn zu behaupten und mindestens weiter gut im Rennen zu bleiben. Denn von Union auf Rang 3 bis zum SC Paderborn auf Platz 7 sind es nur 3 Punkte Abstand. Ich gehe davon aus, dass ein bis zwei Teams innerhalb der der nächsten 4 Spiele abreißen lassen müssen. Und ich würde mich freuen, wenn Union sich nach unten behauptet und oben dran bleibt. Mein Traum ist, dass Hamburg und Köln weiter Angst haben müssen, sich nicht direkt für die Bundesliga zu qualifizieren.

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Das Gedenken in der Halbzeitpause wird von diesem Spiel immer im Gedächtnis bleiben

“Solche Spiele hätten wir früher noch verloren”, sagte ich gestern nach dem Abpfiff des 1:1 gegen Bielefeld. Das kurz zum Thema #Pfanneheiß. Ein Blog-Leser, der neben mir stand, meinte dazu nur: “Den Optimisten bekommt man aus dir nicht raus oder?”

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Was passiert, wenn sich ein Innenminister wie Peter Beuth auf Kosten des Fußballs profiliert

Ich bin sehr gespannt, was uns heute Abend um 18.30 Uhr gegen Bielefeld erwarten wird. Daniel hat gestern schon geschrieben, dass das Team von Uwe Neuhaus häufig in den Strafraum flankt. Ich bin gespannt, ob Bielefeld diese Spielweise trotz der kopfballstarken Defensive von Union aufrecht erhalten wird. Und ich bin auch gespannt, mit welchem offensiven Gesicht Union antreten wird. Denn Urs Fischer rotiert in der Offensive sehr häufig durch (Morgenpost). So eine Konsequenz wie beim Schweizer Trainer habe ich bei Union da auch noch nicht gesehen. Das liegt aber auch daran, dass ihm ein Kader zur Verfügung steht, der auch in der Breite individuell sehr stark ist.

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