Nicht genug Präzision, Übersicht – und Qualität?

Union hat gestern 1-0 in Wolfsburg verloren, also zum vierten Mal in Folge keine Punkte geholt. Dabei war das Spiel, wie die letzten Partien auch, knapp und die Niederlage durchaus nicht unumgänglich. Und so ähneln auch die Statements von Trainer Urs Fischer und den Spielern sowie Einordnungen von Unions Leistung denen der letzten Wochen.

Die Frage ist natürlich, wie nah Union Erfolgserlebnissen (die die Mannschaft natürlich braucht) mit den aktuellen Leistungen ist. Gerade dass man in Spielen wie dem gestern durchaus präsent ist, kann da zwar Hoffnung geben. Mit etwas Glück und Entschlossenheit, sagte gestern auch Urs Fischer, müsse man dann eben auch Tore schießen.

Aber gerade Unions Offensivleistung gestern ist auch Anlass zur Sorge. Denn mit einigen guten Ballgewinnen und etwas mehr flachem Kombinationsspiel im Angriff kam man zwar zu 13 Abschlüssen – das ist eine ordentliche Zahl. Aber wenige von diesen Chancen waren wirklich aussichtsreich. Das lag zum Teil daran, dass Unions Angreifer gegen die Abwehr von Wolfsburg ziemlich isoliert waren, und zum Teil daran, dass in den Aktionen Übersicht, Präzision und insgesamt Qualität fehlten. Und dass sich daran schnell etwas ändert und Union sich aus so vielen Spielanteilen wie gestern bessere Chancen auf Punkte erarbeitet, erscheint etwas fraglich.

Aber trotzdem bewegt sich Unions Abschneiden bisher im Rahmen des Erwartbaren.

Die Berliner Medien schreiben darüber, dass Union sich ordentlich präsentiert aber eben nichts zählbares gewonnen habe:

Außerdem in Wolfsburg

Was es gestern außerdem in Wolfsburg noch gab, war einerseits eine Aufmunterung der Mannschaft an Akaki Gogia, mit dessen Nummer 7 sich alle Spieler warm machten. Gogia gebe das viel Kraft für die Reha nach seinem Kreuzbandriss, schreibt der Flügelspieler bei Instagram:

Und natürlich (aber eben irgendwie doch nicht selbstverständlich) sorgten die Unionerinnen und Unioner in Wolfsburg für viel Stimmung und Unterstützung für die Mannschaft:

Und wo wir bei positiven Gedanken sind: Christopher Trimmel ist für die österreichische Nationalmannschaft nach-nominiert worden:

Podcasts

Das Gute an Wolfsburg als Auswärtsspielort ist ja, dass es nicht weit von Berlin weg ist. So konnten wir gestern Abend rechtzeitig zurück ins Studio Pankow kommen, um den Podcast zum Spiel aufzunehmen.

Darin berichtet Steffi davon, wie es im VIP-Bereich des Wolfsburger Stadions so ist und sprechen wir auch über die VAR-Situation beim vorläufig gegebenen Elfmeter für Wolfsburg, die wieder einmal zu Gunsten von Union ausging.

Außerdem haben wir gestern auch noch die nächste Folge von Und Niemals Vergessen, unserem Union-Geschichtspodcast, aufgenommen. Darin erzählt Sebastian davon, wie es 2002 zu einer seltsamen Auktion bei Union kam.

Und sonst so:

In der Rubrik “Einmal Unioner, Immer Unioner” können wir uns mit Björn Kopplin über dessen Derby-Sieg mit Randers gegen Aarhus freuen:

Nach fünf Siegen in Folge steht Randers in der Liga auf Platz 3.

6 Gedanken zu „Nicht genug Präzision, Übersicht – und Qualität?

  1. Einmal Unioner – immer Unioner… auch Simon Hedlund traf gestern und trug so zum Derbysieg von Bröndby gegen FCK bei.

  2. Nicht Genug Präzision und Übersicht, ja leider, leider. Hab mir grade nochmal die 15 Minute angesehen, ein richtig guter Spielzug und auch von Bülter im eins zu eins richtig gut gemacht ! Nur leider steht einer der beiden mitgelaufenen schon hinter der Torauslinie und Becker wartet irgendwo weit rechts am 5 Meterraum, statt in den riesigen freien Raum um den 11 Meterpunkt zu gehen. Ergo bleibt ihm ohne Anspielstation eben nur selbst den Abschluss zu suchen. Schade da hätte man mehr daraus machen können.

  3. Ich habe gestern viel gutes gesehen, dazu ein flexibler und mutiger Trainer. Nun sind zwei Wochen zeit für die Feinjustierung und dem Üben des erfolgreichen Torabschlusses. Es waren bisher die Kleinigkeiten, die im Konzert mit den Großen fehlten,. Das stimmt mich für die nächsten Wochen optimistisch. Die notwendigen Punkte kann und sollte Union in den Spielen gegen die fünf Teams holen, die mit uns unten stehen. Dazu gern noch die eine oder andere Überraschung. Eiserne Grüsse.

  4. Einmal Unioner- immer Unioner (III) Stevie traff Samstag beim 3:0 von Schalke II gegen Wuppertal.

  5. Man munkelt, er komme im Winter zurück. Das wäre ein gutes Gerücht, auf Aussen brauchen wir mehr Dynamik.

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