Oliver Ruhnert will bald mit Urs Fischer verlängern

Im aktuellen Kicker-Heft wird Unions Manager Oliver Ruhnert viel zum großen Kader befragt. Ich weiß nicht, ob er dazu seit Juni/Juli schon feste Antworten parat hat, denn besonders neu ist das Thema nicht. Aber gleichzeitig gab es natürlich schon intern den Wunsch die Größe bis Transferschluss zu reduzieren. Das hat nicht geklappt und deshalb sind Fragen, wie man nun damit umgeht, sehr berechtigt. Der Manager sagt, dass es vor allem daran lag, dass der Reiz der Bundesliga für die Spieler größer gewesen sei, als es im Zweifel woanders zu versuchen. Und ganz ehrlich: Das kann ich verstehen. Gleichzeitig sagt er aber auch: “Es soll nur bitte auch kein Spieler ankommen und jammern, dass der Kader zu groß wäre, weil jeder Spieler ja auch die Möglichkeit gehabt hätte, nicht Teil des Kaders zu sein.”

Die für mich größere Nachricht aus dem Kicker ist, dass Union den zu Saisonende auslaufenden Vertrag mit Urs Fischer verlängern will. Das soll in der nächsten Zeit angegangen werden. Da die Transferzeit herum ist, rechnet Oliver Ruhnert mit organisatorisch etwas ruhigeren Wochen. Das wäre auf jeden Fall ein starkes Signal zu Saisonbeginn als Aufsteiger den Trainervertrag zu verlängern. Aber jenseits dieser etwas fußballromantischen Sicht hat man als Verein ja auch wenig andere Optionen, wenn man mit dem Trainer zufrieden ist und dessen Vertrag ausläuft. Ich mag übrigens die durchaus etwas trockenen Antworten von Oliver Ruhnert. So sagte er auf die Frage, ob Union denn an einer Vertragsverlängerung mit Urs Fischer interessiert wäre: “Es gibt keinen Grund, warum wir das nicht sein sollten.”

Manger Oliver Ruhnert und Trainer Urs Fischer (beide 1. FC Union Berlin) jubeln über den Aufstieg in die Bundesliga

Oliver Ruhnert und Urs Fischer jubeln über den Aufstieg in die Bundesliga, Foto: Matze Koch

Den Trainer sehen wir heute alle in der Pressekonferenz um 12.30 Uhr, die es live auf AFTV zu sehen gibt:

Bild/BZ und Kurier waren nach dem Spiel beim Presstermin mit Robert Andrich, für den es nach 3 Spielen ganz gut läuft. Und zwar im doppelten Sinne, denn der Mittelfeldspieler ist aktuell derjenige, der am meisten läuft. Laut Kicker sind das 35,29 Gesamtkilometer. Das ist so früh in der Saison noch nicht sehr aussagekräftig, weil die Datenmenge noch zu gering ist (Grischa Prömel, der ähnlich viel läuft, fehlte beispielsweise im vergangenen Spiel). Sheraldo becker, Marius Bülter, Anthony Ujah, Sebastian Andersson, Christopher Lenz und Christopher Trimmel sind alle in der ähnlichen Kategorie unterwegs.

Aber dieser Punkt und die Eindrücke aus dem Dortmundspiel geben einen Hinweis darauf, worauf es für Union in dieser Saison ankommt. Viele Passwege zulaufen, viel verschieben, schnell wieder hinter den Ball kommen, sich nicht überspielen lassen. Und das bedeutet für alle Spieler, die nach vorne Richtung Tor gehen, dass sie auch schnell zurück müssen. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Positionen auch bei der Laufleistung ganz vorne sind. Bei Christopher Trimmel (der ja angeblich wie wir alle auch älter werden soll) habe ich angesichts der abgespulten Kilometer mehr als nur die Augenbraue gelupft. Ich läge da schon nach einem intensiven Lauf nach Luft pumpend auf dem Rücken an der Seitenlinie. Die Differenzierung der Laufleistung nach intensiven Läufen und Sprints überlasse ich Daniel. Vielleicht nimmt er das mit auf, wenn er morgen schreibt, wie Union und Bremen am Sonnabend taktisch auftreten könnten.

Der Kurier wünscht sich gegen Werder eine Wiederholung des Verlaufs des Dortmundspiels. Wer nicht 😎

Die Bundesliga bringt es so mit sich, dass wir viele Kleinigkeiten zu Nachrichten aufgebauscht bekommen. So hatte Felix Kroos in einem Interview gesagt, dass er nach seiner Karriere wieder Richtung Bremen ziehen wird, weil seine Frau von dort kommt und er sich auch eine Rückkehr zu Werder vorstellen kann. So weit so gut. Werders Sportchef Frank Baumann sagt dann, dass er gerne zu einem Bewerbungsgespräch kommen kann und daraus wird dann gleich: “Baumann bietet Kroos einen Job an”. Wir reden von einem Zeitpunkt in wahrscheinlich frühestens 5 bis 10 Jahren. Ich weiß schon nicht, wo ich in 5 Jahren arbeite. So sehr ändert sich alles. Keine Ahnung, was Frank Baumann in 5 Jahren macht. Ob er dann noch in Bremen arbeitet. Ob Bremen noch Bundesliga spielt. Oh man, ob ich mich in der Bundesliga an solche schnell gemachten Schlagzeilen gewöhnen kann? Ich glaube nicht. Eine Nachricht mit noch kürzerer Halbwertszeit ist die, dass Leonardo Bittencourt für das Stadion an der Alten Försterei schwärmt (Kurier). Warum auch nicht. Tun wir schließlich alle. Selbst Hertha-Präsident Werner Gegenbauer (okay, er würde es nicht “schwärmen” nennen).

Rund um Union

Das Wuhlesyndikat ruft für das Spiel gegen Werder Bremen zu Choreospenden auf. Also nehmt vielleicht etwas Geld extra mit oder lasst eure Becher da, wenn ihr die Arbeeit an den aufwendigen Choreos unterstützen wollt. Wer es wie ich am Wochenende nicht ins Stadion schafft, kann auch Geld überweisen (Bankverbindung gibt es hier) oder einfach beim nächsten Mal Geld am Szenestand abgeben.

Einen Rückblick auf die vergangene Saison aus Sicht des Wuhlesyndikats und der anderen Ultragruppen gibt es im Hochglanz-Saisonrückblick von Blickfang Ultra. 12 Seiten sind da den Union-Ultras gewidmet.

In diesem niederländischen Artikel gibt es ein paar (wenig überraschende Tipps), wie man vielleicht an Unionkarten kommen kann: Mitglied werden und bei der Verlosung auf Erfolg hoffen, sich mit gemalten Schild  vor das Stadion stellen oder (und das fand ich fast schon niedlich) sich mit Dauerkarteninhabern anfreunden.

Kleine Erinnerung: Heute Abend um 21.15 Uhr läuft im RBB der Unionfilm:

Außerdem gibt es heute noch diese Vorstellung von Matze Kochs Aufstiegsbuch:

Tippspiel

Vergesst nicht eure Tipps in der Tipprunde Twitterförsterei (oder Twitterförsterzwei, falls ihr in die erste Runde nicht mehr reingekommen seid) einzutragen.

Und sonst so?

Thomas Sobotzik sagt, dass er wegen der Drohungen aus dem rechtsextremen Teil der Chemnitzer Fanszene zurückgetreten sei (FAZ). Insgesamt ist das schade für den Klub, wenn diejenigen aufgeben, die dafür kämpfen, dass er nicht komplett wegrutscht.

Bei Tennis Borussia wurde gestern vor Gericht um einen Eilantrag des frühen Vereins-Chefs gestritten, der mit einem juristischen Winkelzug entmachtet wurde. Der Verein hat gegen den früheren Boss gewonnen. Nachzulesen ist das im Twitter-Thread des Tagesspiegels oder in Artikeln von Tagesspiegel und RBB. Ob es weitere (auf jeden Fall mögliche) Treffen vor Gericht geben wird, ist noch unklar.

Ein Gedanke zu „Oliver Ruhnert will bald mit Urs Fischer verlängern

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