Urs Fischer kann keinen (Aufstiegs-)Helden-Fußball spielen lassen

Der Kurier schreibt heute über den Status der Spieler, die mit Union aufgestiegen sind. Urs Fischer sagt dazu natürlich, dass er die beste Mannschaft aufstellt. Dass das für den Trainer das mehr oder weniger einzige Kriterium ist, ist selbstverständlich.

Urs Fischer Polter Aufstiegs-Helden

Urs Fischer hält die “Aufstiegs-Helden” sicher nicht künstlich zurück, Photo: Matthias Koch

Trainer Urs Fischer selbst hat sich derweil eine “Kurzauszeit” in den Bergen genommen:

Aber das heißt ja nicht, dass die Spieler der Aufstiegsmannschaft keine Rolle mehr spielen. Christopher Trimmel etwa hat aktuell eine sehr interessante Rolle im Spiel von Union. Denn einerseits ist der Rechtsverteidiger sehr wichtig, weil er aus der Abwehr heraus oft den Ball bekommt und er es oft ist, der den Auftrag hat, Unions Offensive mit öffnenden Pässen ins Spiel zu bringen.

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Aber andererseits hat Trimmel auch sehr wenige Passoptionen, die sich ihm wirklich anbieten, und kommt von ihm selten der Ball ins Mittelfeld. So steht der Kapitän zwar außen auf dem Feld, aber der Sache nach im Mittelpunkt sowohl dessen, was bei Union einigermaßen funktioniert, als auch dessen, was als klarer Schwachpunkt der Mannschaft offensichtlich ist (auch wenn Trimmel selbst dafür nicht viel kann). Etwas weiter habe ich Trimmels Rolle und den Rest von Unions Spiel in der Taktikanalyse ausgeführt, die hier gestern Abend erschienen ist.

Außerdem hat Neven Subotic RTL ein Interview über seine einzigartigen Erlebnisse mit Union schon jetzt und die Herausforderung, die er hier sucht, gegeben. Zentrale Aussagen davon kann man hier sehen.

Recalling Augsburg

Bevor der Blick sich ganz auf das nächste Heimspiel am Samstag gegen Dortmund richtet, müssen wir noch einmal auf ein paar Dinge zum Spiel in Augsburg eingehen.

Außerdem haben Steffi und RadioEins die zweite Folge von “ Union am Ball” aufgenommen. Darin kommen unter anderem Christian Arbeit und die Augsburger Podcasterin Kristell Gnahm damit zu Wort, über das Gastfreundschaftsprogramm “Augsburg Calling” zu sprechen.

Einen Eindruck von “Augsburg Calling” gibt es auch in Unions YouTube Kanal.

Davon abgesehen hat Union in Augsburg scheinbar Eindruck hinterlassen. Während die Kausalkette zwischen lautstarkem Union-Anhang und taktischer Undiszipliniertheit bei Augsburg in diesem Bild-Artikel zwar unterhaltsam, aber auch konstruiert ist …

… ist diese Meldung zur Schneise der Verwüstung, die Unioner*innen auf Autobahnraststätten mit … Graffitis und Aufklebern hinterlassen haben eher unfreiwillig komisch.

Aufstieg zum Lesen

Das Buch von Matze Koch über die Aufstiegssaison ist mittlerweile offenbar in der Produktion. Wenn es dann ganz fertig ist, werden wir es natürlich auch hier bei Textilvergehen besprechen.

Union international

Unser Schweden-Korrespondent Erik hat uns neterweise wissen lassen, dass Union nun auch im schwedischen Radio einmal vorkam. Mit Interviews mit Christian Arbeit und anderen Unioner*innen und Atmo-Aufnahmen vom Spiel im Baltic Sea Cup.

Auch ein bisschen international: Richards Bericht von der Auswärtsfahrt nach Augsburg in seinem englischsprachigen Blog.

Hertha-Fanhilfe kritisiert Polizeigewalt

Einem Statement der Fanhilfe von Hertha zufolge kam es nach Herthas Spiel gegen Wolfsburg am Sonntag zu Gewalttaten von Polizisten gegen Hertha-Fans. Demnach seien aus einem nichtigen Anlass viele, auch unbeteiligte Personen angegriffen worden. Auch Mitarbeiter des Fanprojektes seien davon betroffen gewesen.

Und sonst so

Und Neues aus Chemnitz: Mehr Menschen bestätigen, dass es in München zu rassistischen und antisemitischen Ausfällen Chemnitzer Fans gekommen sei, und (der wegen Kontakten zur Chemnitzer Nazi- und Hoolszene entlassene) Daniel Frahn verwahrt sich gegen seine Vereinnahmung dabei und spricht sich gegen Rassismus aus.

In der MLS, der amerikanischen Fußballliga, gibt es übrigens aktuell eine Auseinandersetzung über “Politik im Stadion”. Während eine neonazistische Fangruppe bei “New York City FC” präsent ist, versucht die Liga, anti-faschistische und anti-rassistische Banner und Fahnen zu verbieten. Deshalb gab es beim Spiel zwischen Portland und Seattle – der größten Fan-Rivalität in der Liga – einen Stimmungsboykott.

In der Portlander Fan-Szene ist übrigens auch der Unioner Richard aktiv – der auch schöne Sachen gestaltet, mit denen man seine Solidarität ausdrücken kann…

5 Gedanken zu „Urs Fischer kann keinen (Aufstiegs-)Helden-Fußball spielen lassen

  1. “Wie die Polizei berichtet, hinterließen Fans, die vornehmlich aus Berlin waren, auf den Parkplätzen Lipperts und Streitau Graffitis und sonstige Schmierereien. Zudem brachten sie unter anderem auf dem WC, an Laternen und Schildern Aufkleber an. Die RANDALIERER sollen auch auf weiteren Parkplätzen an der A 9 zugeschlagen haben, heißt es.” – Uiuiui! Bambule, Randale… Stickerkleber.

  2. Graffitis auf Parkplätzen, Aufkleber auf WCs?
    Hier ist eine Grenze überschritten.

    Das sind keine Fans, sondern sicher diese Ultras und Hooligans, von denen man so viel hört. Alles Verbrecher, die unseren Sport kaputt machen.

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