Union ist eine Chance für Marcus Ingvartsen und umgekehrt auch

Heute geht es vor allem um den aus Union-Perspektive unbekannteren der vier Stürmer: Marcus Ingvartsen steht noch etwas im Schatten von Sebastian Polter und Sebastian Andersson und auch von Anthony Ujah. Das liegt aber weniger am Dänen selbst, sondern daran, dass er außerhalb Deutschlands bei Genk oder zuvor in Dänemark gespielt hat. Durchweg alle Berliner Medien und der Kicker skizzieren den bisherigen Karriereverlauf von Ingvartsen, der eine sehr enttäuschende Saison fast ohne Einsätze hinter sich hat. Ich bin gespannt, wie sich der Angreifer durchsetzt und ob er wirklich der Schlüssel sein kann für einen echten Zwei-Stürmer-Angriff. Das ist durchaus möglich, wenn wir dazu betrachten, dass Union schnelle Flügelspieler geholt hat, die tatsächlich nicht zeitig Richtung Zentrum ziehen.

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Trainingslager 🔴⚪️ @1.fcunion

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Hier sind die Berichte der Berliner Medien über Ingvartsen:

Marcus Ingvartsen, Foto: Matze Koch

Im Trainingslager ging es gestern etwas herber zu. Doch die Verletzungen von Jakob Busk und Robert Andrich scheinen nicht so schlimm zu sein (Kurier). Eine Schilderung der Einheiten mit Athletik-Trainer Martin Krüger gibt es beim ND.

Die Berliner Zeitung hat einen feinen Text, in dem sie sich mit Rafal Gikiewicz über dessen Ziele für die Bundesliga unterhält.

Was ist eigentlich mit Suleiman Abdullahi? Gute Frage und so genau verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wo sich der nigerianische Angreifer befindet. Eigentlich war gedacht, er würde mit Manager Oliver Ruhnert kommen, doch der reiste ohne ihn in Österreich an (Kurier). Beim Kicker ist zu lesen, er würde nun vielleicht am Wochenende kommen. Für den Stürmer, den wir aufgrund des Überangebots im Zentrum mittlerweile ganz natürlich für die Außenbahn vorsehen, ist das richtig schlecht, dass sich seine Pass-Probleme so auf die Saison-Vorbereitung auswirken.

Die DFL hat sich bequemt, einige Ansetzungen für den Bundesliga-Start zeitgenau festzulegen. Für Auswärtsfahrten sieht das ganz okay aus.

Und sonst so?

Erinnert ihr euch an das Bohei, das um die DFB-Pokal-Auslosung der Männer gemacht wurde inklusive einer schier endlosen Zeremonie im TV? Der Pokal der Frauen wird heute um 13 Uhr während der Managertagung der Bundesligisten in Frankfurt ausgelost. Im Lostopf ist aber kein Bundesliga-Klub, weil die alle Freilose für die erste Runde erhalten haben. Und weil die Kosten für Reisen so hoch sind, wird in Nord und Süden getrennt ausgelost. Aber der 1. FC Union ist in der Verlosung und auf der DFB-Website könnt ihr schauen, gegen welche Klubs das erste Frauen-Team antreten kann.

Im Bundestag gibt es aktuell eine kleine Anfrage zum Thema Pyrotechnik und Datenspeicherung von Fußballfans. Mal sehen, wann die Antworten kommen und was sie für Daten hervorbringen. Derweil machte Werder Bremen einen Test mit kalter Pyrotechnik, der nicht ganz erfolgreich verlief, wenn die Erwartung 100% Sicherheit ist (Kicker).

Und bei der Neven-Subotic-Stiftung könnt ihr nun eine Saisonspende für Unions erste Bundesliga-Spielzeit starten:

Und dieser Vorfall bei einem Testspiel von Bochum (Sportbuzzer) macht mich schlicht sprachlos:

Fragen an Textilvergehen

TimoEis hat gefragt: Mich würde interessieren, wie lange ihr für das tägliche State-of-the Union braucht. 

Das ist durchaus unterschiedlich. Daniel sagt, dass er zwischen 1,5 und 2 Stunden je Ausgabe benötigt. Ich kann ziemlich genau sagen, dass ich zwischen 5 Uhr und 6.30 Uhr Zeit dafür habe (in den Schulferien verschiebt sich das durchaus etwas mehr nach hinten). In der Zeit muss ich fertig sein. Dazu gehört aber nicht nur das Lesen von Texten, was schon im Laufe des vorherigen Tages passieren kann. Ich checke nach dem Aufstehen immer, was diejenigen Medien in ihren e-paper schreiben, die regelmäßig über Union berichten (Kurier, Bild, Kicker habe ich aus diesem Grund im Abo). Hinweise auf Texte oder Bilder bekommen wir mittlerweile auf verschiedenen Wegen: auf Twitter, per E-Mail über den Facebook-Messenger oder Instagram-Direktnachrichten. Außerdem sammeln wir Themen bei uns im Chat in einem separaten Channel. Das eigentliche Schreiben selbst dauert nicht so lange. Irgendetwas zwischen 45-60 Minuten. Dann kommt noch ein bisschen redaktionelle Arbeit hinzu: Vorschaubild für Facebook/Twitter/Onefootball heraussuchen und bearbeiten. Suchmaschinenoptimierung gehört auch dazu. Dann veröffentlichen und auf den sozialen Netzwerken posten.

Außerdem hat Timo noch gefragt: Falls es irgendwie möglich wäre, wäre es klasse, wenn ihr ab und zu (gerne auch aus der zweiten Reihe) Leute von Union im Podcast hättet. Ich finde das beim Millernton immer sehr aufschlussreich. Auch die Folge mit Stefan Krämer beim FCM Podcast war sehr informativ.

Das ist tatsächlich eine Frage unseres Zeitbudgets. Unter der Woche bleibt für mich eigentlich keine Stunde übrig, da ich neben der Arbeit auch noch einmal im Monat eine Episode für den Union-Geschichts-Podcast “Und niemals vergessen” vorbereite, was je Episode 15 bis 20 Stunden in Anspruch nehmen kann. Und am Wochenende sind wir aktuell viel in der internetfreien Zone Uckermark. Hier liegt es also nicht daran, dass Union vielleicht keine Lust darauf hätte, sondern wir das neben dem täglichen “State of the Union”, Spieltagspodcast und Union-Geschichtspodcast nicht hinbekommen. Aber das heißt nicht, dass wir es nie machen werden. Vielleicht öffnet sich mal eine Tür.

Mehr von den Fragen beantworte ich in den nächsten Ausgaben von “State of the Union”.

8 Gedanken zu „Union ist eine Chance für Marcus Ingvartsen und umgekehrt auch

  1. Schade, aber nachvollziehbar. Ich fand die Folge mit Tusche und Matze Koch z.B. Grandios.

  2. @majus Lust hätte ich auf jeden Fall. Und das Signal für einen regelmäßigen Interview-Podcast war vor einigen Jahren auch von Union-Seite positiv.

  3. Kurze Einschätzung zur kleinen Anfrage: Die Erwartungshaltungen bzgl. der Antworten sollte man möglichst gering halten. Das Instrument “kleine Anfrage” ist leider für eine so große Spanne an Fragen, den gewählten Zeitraum (über zehn Jahre) und die Tiefe der Fragen einfach ungeeignet. Das liegt insbesondere an die daran gebundenen Fristen in denen die Verwaltung die Antworten aufbereiten muss und der gleichzeitig steigenden Anzahl an kleinen Anfragen. Das passt zeitlich einfach nicht und sorgt im Zweifel dafür, dass die Qualität der Antworten unter den Fristen zermürbt wird.

  4. ufffff..um f ü m w e…um diese zeit wäre ick definitiv unfähig, konzentriert pressebeiträge zu sichten / auszuwerten, jeschweige denn, ooch nur halbwegs jescheite eijene jedanken “druckreif” auszuformulieren und uff “papier” zu kriegen.

    (da schleppickma bestenfalls schwerstens schlaftrunken und mit völli verquollen oogen noch grad so rechtzewitig zum klo!)

    und dann ooch nich nur locker-flockig-hobbymäßig wat ausde hüfte schüttelnd vor sich hintippen, sondern in jeregelten bahnen sich bewejend und obendrein mit dem jewissen anspruch an den output.

    und sicher is weeßjott ooch für euch nich jeder morjen dazu anjetan – selbst manchmal nach unionsiegen nich – , vor lebensfreude eitel jauchzend in den tach zu stürmen und just den tierisch bock uff blogging zu haben.

    ick kann nur erahnen, wat dit für arbeit macht, disziplin erfordert und ooch an technischem “firlefanz” da nochallit so zu bändjen is.

    kleen bissel wat jeschrieben fürne fanseite hatte ick anno dunnemals ja ooch mal, aber ick war schon oft jenuch damit überfordert, zu eenem bestimmten zeitpunkt wat halbwegs brauchbarit abliefern zu müssen.

    ick krieje traditionell nüscht würkli jebacken, wenn ick uff bestellung muss…:-)

    eisernen respekt und dank an euch, liebit TV-team – denn janüscht is selbstverständlich!

    zum thema kader(verkleenerung):

    dit janze unjemach um mannis paß- und / oder arbeitserlaubnisprobleme wird den jungen leider janz schön zurückwerfen.
    urs fischer aber kommt das im moment vielleicht nicht mal so ungelegen.
    es wird seine zeit brauchen, den jungen wieder heranzuführen.
    bis dahin hat er in wenigstens einem bereich ein klein weniger wahlqual.

    is nur spekulatius, aber:
    ob man da in den nicht-jubel joshs nach seinem schönen tor gegen b.i.f. wat hineininterpretieren kann?
    ick möchte hier weder spieler wegschreiben, noch uffstiegshelden herabwürdigen…
    aber zu den kandidaten, die derzeit nicht zwingend unter den ersten 23 sind, könnte er jehören?

    mir wird’s um jeden leid tun, der jehn muss.
    aber vier oder fünf jungs wird es wohl treffen?

    ach…ick könnte sowat allit nich.
    und darum bin ick ja ooch nich bundeslija-trainer jeworden!? ;-)

    eisern, wa.

  5. @Sebastian: Was machst du denn in puncto Suchmaschinenoptimierung? Auf mich wirkten die Texte bislang immer relativ unoptimiert und ich nahm an, das gehört zum Konzept. Mir stechen 3-4 Stellen ins Auge, wo man ohne Riesenaufwand deutlich mehr machen könnte. Bei Bedarf können wir uns gern dazu austauschen.

  6. @Basti Ich finde es gut, wenn man es nicht bemerkt. Denn am Ende schreibe ich vor allem für Menschen und nicht Maschinen. Deswegen ignoriere ich bestimmte Punkte auch. Vor allem gibt es eine extra SEO-Überschrift, die für Leser im Prinzip nicht sichtbar ist. Aber ich schreibe dir mal ein paar Details per Mail.

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