Urs Fischers Auftrag: Aus dem Kader eine Mannschaft formen

Ich bin wahnsinnig froh, dass die Mannschaft nun noch einmal richtig ins Trainingslager fährt. Denn durch die 10 Tage in Österreich haben wir die Chance, wirklich jeden Spieler kennenzulernen. Also Gesicht dem Namen zuordnen. Denn ich saß am Wochenende in der Uckermark vor dem Mannschaftsfoto und hätte nicht von jedem Spieler den Namen sagen können. Ich bin sehr gespannt auf die Geschichten, die von den Union-Reportern der Berliner Zeitungen aufgeschrieben werden. Im Gegensatz zu Suleiman Abdullahi sind Matze Koch und Mathias Bunkus zwei Reporter schon in Österreich, die Union auch durch tiefere Ligen begleitet haben. Abdullahi kommt wohl am Dienstag oder Mittwoch nach Österreich, schreibt die Bild.

Ansonsten bin ich sehr gespannt, ob Urs Fischer mit den vielen neuen Spielern auch ein neues Spielsystem einübt. Es bietet sich auf den ersten Blick beispielsweise auch eine Dreier- bzw. Fünferkette an. Das thematisieren heute unter anderem auch der Kicker und der Kurier (beide Texte noch nicht online). Ich finde das durchaus interessant, aber andererseits gäbe es dann ein Überangebot an Spielern im Mittelfeld, für die vielleicht kein Platz ist. Der Trainer sagt dazu ganz pragmatisch, dass sich die Mannschaft mit dem Spielsystem wohl fühlen müsse.

Der große Kader ist natürlich weiter das beherrschende Thema in den Medien. Sei es, weil Spieler hervorgehoben werden, die sich voll reinhauen (der Kurier sieht hier Sebastian Polter). Sei es, weil die Stimmung im Team entsprechend zur Disposition steht (die Bild und auch der Kurier schreiben über diese Herausforderung). Oder sei es aus ganz anderer Perspektive, weil angeblich interessante Spieler auf dem Markt sind (die Hamburger Morgenpost spielt  ein bisschen Wünsch-dir-was in Unions Kader).

Ich kann dazu nur sagen, dass der aktuelle Kader nur eine Momentaufnahme ist. Es wird Spieler geben, die sich schon jetzt umschauen werden nach einem neuen Verein. Und es wird Spieler geben, die das nach der Vorbereitung und den ersten ein, zwei Partien tun werden. So weit, so normal. Ohne weitere Eindrücke aus dem Trainingslager und den weiteren Testspielen, finde ich das Thema ein bisschen müßig. Da kommen wir zu sehr ins Spekulieren.

Nicht, dass ich das nicht auch gerne täte. Aber so lange ich nicht weiß, was genau die Spiel-Idee für die Bundesliga ist, halte ich mich mal lieber zurück. Für die Zugänge können wir festhalten, dass es um Tempo und Erfahrung ging. Oder wie es Oliver Ruhnert im Kicker sinngemäß formulierte: hinten stabil und vorne weh tun. Der Manager kann jetzt getrost an den Trainer übergeben und ihn aus dem Kader eine Mannschaft formen lassen. Für Ruhnert geht es nun noch darum, für diejenigen, die Union verlassen wollen oder keine Spielperspektive haben, eine Lösung zu finden. Aber das ist sicherlich etwas entspannter, als dem Trainer pünktlich bis zum Trainingslager alle Zugänge zu liefern.

6 Gedanken zu „Urs Fischers Auftrag: Aus dem Kader eine Mannschaft formen

  1. Hallo hier der Exil preuße kann nicht verstehen wie man so einkaufen gehen kann und die es uns ermöglicht haben da zuspielen auf das abstell Gleis zu schieben

  2. Hier wird niemand abgeschoben. Das der Kader verstärkt wird ist doch völlig klar, dass soll doch nicht nur ein Jahr dauern die Buli. Ansonsten ist es doch so das nicht jeder das Zeug hat für die erste Liga.

  3. Kader verstärkten ist doch ok aber das kann 2 Manschaften hatt ist wohl etwas zu gut gemeint

  4. Aber wenn wir uns in der Liga halten wollen?
    Dann sehe ich das, alles nicht so schlimm.
    Klar ist, dass es leider welche treffen wird, aus userem alten Kader.
    Ist halt leider so. ✌️

  5. Immer ruhig!Wir können mit dieser Kaderbreite jedes Spielsystem dieser Welt bedienen.War es nicht zum Ende der Saison so,das der Mannschaft die Art und Weise Fußball zu spielen auch(in)direkt von den Medien vorgeworfen wurde?
    Und,wer beim Test vergangenen Samstag war,der hat sicherlich auch in einem Fußballspiel zwei gesehen.Es war schon ein Unterschied von erster und zweiter HZ,von der Art und Weise der Spielertypen.Urs macht das schon und weitere Abgänge,klar wird es geben,aber wahrscheinlich weniger,als wir gerade vermuten.Somit,laßt Uns UNBERECHENBAR sein,von Woche zu Woche.

  6. Ich sehe den Aufstieg aber auch nicht als kurzfristigen Erfolg. Viele von denen, die schon vor Jahren den Grundstein für den Aufstieg gelegt haben, sind nicht mehr an Bord und trotzdem für immer Unioner.

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