Union hat die Chance, sich zu einem echten Bundesliga-Verein zu entwickeln

Die Trockenheit bei gleichzeitiger Hitze macht unserem Aufstiegsrasen hier in der Uckermark echt zu schaffen. Aber ich habe mich sehr gefreut, diese Bilder zu sehen, zwischen denen 18 Jahre liegen. 18 Jahre, in denen viel passiert ist. Sowohl bei Union als auch bei mir. Und bei niemanden lief es wohl gerade, sondern hatte viele Hochs und Tiefs.

Foto: Paul Duck

Ich hoffe insgeheim, dass sich Union so festkrallt in der Bundesliga wie der Aufstiegsrasen in unserer noch recht trockenen uckermärkischen Erde. Ich erwarte im kommenden Jahr keine Wunder. Aber ich habe Bock darauf, zu sehen wie das Team mit Kratzen, Beißen und Kämpfen um den Klassenerhalt kämpft.

Heute war in der Bild am Sonntag ein langes Interview mit Steffen Baumgart drin, in dem er viel erzählt hat, was wir von ihm kennen, die schon länger seinen Weg verfolgen. Sein wohl technisch bester Spieler, Philipp Klement, wechselt zum VfB Stuttgart. Auf diesen Fakt angesprochen antwortete er:

Ich verstehe ihn. Wir sind ja nur ein Zweitligist, der in der ersten Liga spielt, während Vereine wie Stuttgart, der HSV, Nürnberg oder Hannover Erstligisten sind, die in der Zweiten Liga spielen.

Darin steckt natürlich Understatement. Aber es steckt auch eine Wahrheit in der Aussage, die auch für Union gilt. Der ganze Verein ist in seinem Wirken komplett auf die Zweite Liga eingestellt. Wie anders die Anforderungen in der Bundesliga sein werden und wie sehr beispielsweise Union darauf vorbereitet ist, werden wir erst sehen. Und das betrifft im Prinzip jeden Bereich, vom Sport, über das Marketing, Sponsoring, Öffentlichkeitsarbeit, etc. Wir werden vielleicht erleben, dass manche Bereiche weit genug sind und andere noch nicht. Vom Wissens-Aufbau kann das ein großer Sprung werden, in dem Union wie zuvor im sportlichen Bereich vielleicht Knowhow von außen dazuholt. Ich bin sehr gespannt, wie der Verein das als Ganzes meistern wird.

Es ist auf jeden Fall eine riesige Chance, sowohl strukturell als auch vom Knowhow in kurzer Zeit einen riesigen Sprung zu machen.

Im Kurier findet aufgrund der Unionserie im Prinzip nichts Aktuelles zum Verein statt. Heute geht es um verrückte Typen wie beispielsweise Jimmy Hoge oder Torsten Mattuschka. Und in der BZ ging es gestern um Sebastian Anderssons Tore.

Und Sebastian Polter zeigt sich aus dem Urlaub lieber von hinten. Vielleicht liegt es ja noch an den Augenringen von der Aufstiegsfeier …

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8 Gedanken zu „Union hat die Chance, sich zu einem echten Bundesliga-Verein zu entwickeln

  1. Hallo , also mein Baumi hatte schon damals 2001, als er für ein Saison bei mir in Woltersdorf gespielt hat,, so eine super Analysen gegen zum Spiel da habe ich schon bei einem Bier mit Ihm gesagt dein Tag kommt als Trainer….und so ist es gekommen…. ich freue mich für Ihn denn er hatte auch sehr schwere Zeiten…….L:G Peter

  2. Hey Sebastian, beim Textilvergehen müsste der Aufstieg wohl auch zu einer größeren Reichweite bzw. mehr Aufmerksamkeit führen, oder? Ich denke beispielsweise an Gegner-Vorschau Podcasts (zB Millernton, Brustring in der Relegation), BuLi-Podcasts (zB Rasenfunk)… in letzter Zeit hat man euch ja bereits öfter in anderen Formaten gehört. Diese Anfragen heißen doch dann auch: mehr Zeit und Aufwand. Im Prinzip ist nicht nur der Verein, sondern eigentlich das gesamte Umfeld aufgestiegen :)

    Nun denn: lasst euch nicht ärgern (Brandbeschleunigerthemen, potentiell erhöhte Trollfrequenz usw) und habt Spaß an der Kickerei auf dem Platz.

  3. Na dat war ja kurz diesmal. Aber danke.. 🤣 Danke an textilvergehen und den oder die Macher. Geile Sache. Gruß aus Vorpommern.

  4. Was ist eigentlich aus dem Jahr Urlaub geworden?
    Jetzt werden schon vor dem ersten Spieltag die Ambitionen hochgeschraubt.
    War zu erwarten und so wie es zu erwarten war, dass dies passiert, weil genug ja dann doch nie genug ist, so höre ich schon heute den Chor der Entäuschten und Frustrierten, wenn es doch nicht reicht.

  5. Dieser vor Jahren angesprochene Urlaub, den hat Union schon längst genommen, in der zweiten Liga.
    Nun ist die Zeit gekommen, für harte Arbeit, in der ersten Bundesliga.

  6. Was Jan sagt! Jetzt fangen wir uns tatsächlich an auf Bundesliga Niveau zu quatschen. Wir sollten alles in nur insofern ändern, dass das Mindestmaß erreicht ist. Urlaub erste Liga eben, wo man sich die Tauchausrüstung auch ausleiht und nicht gleich nen eigenes Tauchzentrum baut.

  7. Der Vergleich mit der Tauchausrüstung gefällt mir sehr.

    Die bisherigen Transfers belegen m.E., dass Union auf dem Boden bleibt.

    Eisern!

  8. @here Ich glaube, dass ihr mich missverstanden habt. Mir geht es um zweierlei. Erstens natürlich darum, dass man trotz der hohen Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs, alles versucht, um in der Spielklasse zu bleiben. Das hat für mich nichts damit zu tun, dass man gehobene Ansprüche hat, sondern es ist eine rein sportliche Zielsetzung: Klassenerhalt. Wenn der nicht gelingt, dann ist das halt so.

    Zweitens, und darauf wollte ich im Text ursprünglich hinaus, bietet sich in der Bundesliga wirklich die Chance, sich in allen Bereichen des Vereins auf ein neues Niveau zu bringen. Also Knowhow aufzubauen. Und das finde ich ehrlich gesagt großartig.

    Wenn es am Ende ein Jahr Bundesliga war, dann ist das der Urlaub gewesen, von dem alle immer sprechen. Aber ich bin mir sicher, dass man danach, wie im echten Leben, gerne wieder Urlaub macht.

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