Noch zwei Tage: Die Spannung steigt und wir haben ein paar Tipps zum Zeitvertreib

Noch zwei Tage. Ich zähle die Stunden bis zum Sonntag. Dabei bin ich zwar immer noch nicht so aufgeregt wie vielleicht vor zwei Wochen, sondern ich freue mich einfach und will endlich losfahren. Deshalb kann ich es total nachvollziehen, dass die Mannschaft schon heute nach der Pressekonferenz (12.30 Uhr, live auf AFTV) losfährt. Auch weil sie dann dem Gewusel bei Union entgeht. Dort wird derzeit für das gemeinsame Schauen am Sonntagnachmittag aufgebaut (Kurier).

Die roten Fischerhüte sind gestern bei mir angekommen. Der Aufdruck macht nicht den dauerhaftesten Eindruck, aber ich gehe mal davon aus, dass die Produktion schnell gehen musste und preiswert sein sollte. Für den Auftritt in Bochum dürfte es locker reichen. Und falls der Aufdruck abgeht, kommt vielleicht das Union-Logo als Aufnäher drauf. Mal schauen. Das allerwichtigste Kriterium stimmt allerdings: Das ist das richtige Rot!

Bereit für für Bochum: Die roten Fischerhüte, Foto: Sebastian Fiebrig

Bild und Kurier überlegen auch, wie sie uns über die Zeit hinweghelfen. So schreibt der Kurier, wie weltweit frühere Unioner dem Team am Sonntag die Daumen drücken. Toni Leistner, der derzeit Urlaub in Indonesien macht, dürfte vielleicht Schwierigkeiten haben, eine passende Übertragung zu finden. Aber ich vermute, dass der Abwehrspieler das hinbekommt. Schließlich hat er auch keine Probleme dort jeden Abend “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” zu schauen. Dass er seit 8 Jahren dieser Seifenoper verfallen ist, kann ich mir nur damit erklären, dass Fußballer manchmal auch echt viel Zeit zum Totschlagen haben 😂

Die Bild/BZ dagegen nimmt ihren Reporter-Job ernst und lässt uns dabei sein, wie Urs Fischer früh um 7 Uhr die Tür zum Büro aufschließt und begleitet auch Paderborns Training mit Steffen Baumgart. Etwas Besonderes? Das lassen sich beide Trainer nicht anmerken.

Auch sonst zieht Unions Aufstiegs-Chance Aufmerksamkeit nach sich:

Was können wir also tun, um uns die Zeit bis Sonntag zu vertreiben? Hier ein paar Vorschläge:

  • Die aktuelle Rasenfunk-Sendung zur Zweiten Liga mit Schwerpunkt Paderborn hören. Ich vermute, dass es bei Nichtaufstieg wieder hart für den Verein werden kann, sollte Manager Markus Krösche dann den Klub verlassen. Das gleiche gilt für Spieler.
  • Die Tipps für den letzten Spieltag abgeben in der Tippspielrunde Twitterförsterei.
  • Ein bisschen abchecken, was ihr wo in Bochum machen könnt bis es zum Stadion geht. Hier gibt es ein paar Hinweise.
  • Verstehen, wie das Modell für die neue Rechtephase aussieht, dass die DFL verkaufen möchte (Kicker). Da wird beispielsweise der 33.Spieltag nicht mehr zeitgleich ausgetragen, alles kann wieder bei einem TV-Sender landen (vermutlich Sky), dafür aber nicht mehr komplett exklusiv, weil Streaming für einige Pakete dann parallel dazu kommen würde. Je nach Ligazugehörigkeit gibt es da noch ein paar kleine Details. Für die Zweite Liga beispielsweise keine Montagsspiele mehr (dafür Sonntagabend) und Samstags Anstoß 13.30 Uhr wie am Sonntag auch. Viele Details zum Rechtepaket gibt es bei Sponsors.
  • Samstag um 13.30 Uhr gibt es das möglicherweise entscheidende Aufstiegsspiel in der NOFV Oberliga Nord zwischen Lichtenberg 47 und Tennis Borussia. Gespielt wird im Zoschke-Stadion in Lichtenberg. (Danke an @Delong, der den Hinweis in den Kommentaren gab)
  • Ihr könnt natürlich auch alle 12 bisher erschienenen Episoden unseres Union-Geschichts-Podcasts “Und niemals vergessen” anhören. Damit hättet ihr immerhin schon 7,6 Stunden hinter euch gebracht. (Danke an Christian für den Tipp)

Wenn ihr mehr Tipps habt, wie wir uns alle bis Sonntag die Zeit vertreiben können, immer her damit!

Und sonst so?

Der Tagesspiegel hat einen Artikel über den Podcast Früf (Frauen reden über Fußball), bei dem auch Steffi vom Textilvergehen beteiligt ist.

Und beim 1. FC Kaiserslautern gibt es weiter Kredite von Quattrex und ein Investor steigt ein. Das dürfte die kurzfristigen Probleme des Klubs lösen. Aber ob damit prinzipiell alles besser wird? Nun ja. Details gibt es beim SWR nachzulesen.

Und wer möchte, kann übernächste Woche Dienstag zum Fußballsalon ins Deutsche Theater gehen, bei dem Michael Oenning (demnächst Ex-Magdeburg-Trainer) und mein früherer Kollege Jörn Meyn zu Gast sind. Ich mache mein Kommen sehr stark von Unions Ergebnissen abhängig. Es könnte sein, dass ich da einfach wahnsinnig in Feierlaune bin …

12 Gedanken zu „Noch zwei Tage: Die Spannung steigt und wir haben ein paar Tipps zum Zeitvertreib

  1. L47 gegen TeBe morgen frisst auf jeden Fall etwas Zeit und Aufmerksamkeit. Und vielleicht zwei Aufstiege an einem Wochenende sehen? Ganz geil.

  2. Ich werde morgen Laminat verlegen, das lenkt auch ganz gut ab. Kann ich zur subjektiven Verringerung des objektiv noch sehr langen zeitlichen Abstands bis Bochum nur empfehlen! Nebenbei dann Bundesliga-Konferenz im Radio hören. Und schwupps, ist Sonntag.

  3. Ich empfehle morgen ganztags Enkelkinderbetreuung
    – natürlich wenn möglich-!
    Da rennt der Tag dahin und abends ist man “fix und foxi”!😉
    u.n.v.e.u.

  4. Morgen ne schöne Bootstour um die Müggelberge, nachmittags auf die Autobahn gen Bochum. Sonntag irgendwie die Zeit rum kriegen. Noch keine Ahnung wie. Gut, meine Frau kommt mit, aber eigentlich war die Familienplanung abgeschlossen.
    Freu mich irrsinnig auf das Spiel. Eisern!

  5. hach schade, Bunki… Südafrika hätteste auch noch reinpacken können.

    und Danke an @Delong für den L47 Tipp!

  6. Beim Lesen des Artikels der Süddeutschen Zeitung ist mir vorallem hängen geblieben, dass bei einem Aufstieg die Sitzplatzkapazität erhöht werden müsste. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann von 4.500 Sitzplätze (Anforderung in der 2. Liga) auf 8.000 (Anforderung in der 1. Liga). Weiß einer von euch, ob das so richtig ist? Nach der Vereinsmitteilung zur Lizenz gibt es ja keine vereinsspezifischen Auflagen für die Lizenz der ersten Liga, womöglich aber eine verbandsspezifische oder ligaspezifische Auflage wie z.B. jeder Erstligist muss 8.500 Sitzplätze bieten. Weiß da einer etwas?

  7. @Martin Meines Wissens muss Union das zwar machen, da der Verein aber bereits in der Planungsphase für den Bau ist, würde das der DFL reichen und eine Genehmigung erteilt werden. Das war, was bei mir hängengeblieben ist, als das mal in einem Pressegespräch mit Dirk Zingler thematisiert wurde. Es müssten also nicht plötzlich im Sommer 4000 Sitzplätze in Sektor 4 geschraubt werden.

  8. Für den Zeitvertreib bis Sonntag :D Wieder ein langer, sehr guter Artikel, quasi “Da wo Rafał spielt” auf WESZŁO publiziert:

    http://weszlo.com/2019/05/17/przy-starej-lesniczowce-dala-komercji-o-krok-bundesligi/

    Leider ist es mühselig den langen Text mit dem google Übersetzer zu bedienen .. hier mal der Anfang aus dem Übersetzer ^^:

    “Sie halten sich vom Kommerzialismus fern, aber sie sind nur einen Schritt vom historischen Aufstieg in die Bundesliga entfernt. Wer? Union Berlin. Ein Verein, dessen Identität als Außenseiter eingeschrieben ist, und einer der vorherigen Trainer, Jens Keller, lachten, dass er der erste Trainer sein würde, der befördert wird …”

    Auch tolle Fotos sind zu sehen!

  9. @Jörg – vielen Dank für den Link! Wow, ohne Fotos sind das 7 engbedruckte DIN A4-Seiten Text, viel zur für uns (aber sicher nicht der polnischen Zielgruppe des Artikels) bekannten Geschichte und “überregionalen Folklore” rund um Union aber auch mit tagesaktuellem Bezug … Das wird schwierig mit einer Übersetzung, angesichts Familienfeier und eines nicht ganz unwichtigen Fußballspiels am Sonntag 😉

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