Heute vor 10 Jahren stieg Union in die Zweite Liga auf

“Sebastian, ich wollte dir noch etwas sagen”, meinte mein Kollege gestern, als wir uns kurz im Großraumbüro sahen. Er schaute etwas zerstreut und suchte den Faden, den er irgendwie verloren hatte. Da ich weiß, was für ein großer HSV-Fan er ist, antwortete ich: “Bestimmt, dass wir uns am Wochenende gegen Magdeburg nicht so viel Mühe geben sollen.”

“Ach, Fußball”, sagte er. Und sein Gesicht wurde plötzlich so leer, dass ich merkte, dass er tatsächlich gar nicht über Fußball reden wollte. “Ihr packt das schon gegen Paderborn”, wollte ich ihn aufrichten. Doch ich glaube, dass man es mir anmerkt, wenn ich etwas nicht so ernst meine. Er schaute mich gar nicht an, sondern durch mich durch in die Ferne: “Mangala kann nicht spielen.”

Wenn das Saisonende etwas Gutes hat, dann dass die Leidenszeit im Aufstiegskampf endlich ein Ende hat und wir uns wieder ganz harmlos über das Wetter unterhalten können. Ich freue mich darauf.

Vor dem Spiel gegen den 1. FC Magdeburg rufen die Gästefans zum Treffen auf dem Alexanderplatz auf:

Mich erinnert der Aufruf vor allem daran, dass ja erst 15.30 Uhr Anpfiff ist. Mal überlegen, was wir mit der vielen Freizeit am Vormittag anfangen …

Die Bild (noch nicht online) nimmt sich die Sicherheitslage vor dem Spiel vor und erinnert an 2014, als im Rahmen eines Spiels von Magdeburg gegen Union II sich einige Fans aus Sachsen-Anhalt mit der Polizei vor der Abseitsfalle prügelten. Außerdem wird auf die innige Beziehung einiger BFC-Fans mit einigen Magdeburg-Fans hingewiesen. Ich glaube aber, dass es ebenso wie im Hinspiel wichtiger für Union ist, was auf dem Rasen passiert, als ob ein Fetzen Stoff eines Wendeverlierers geschwenkt wird.

Der Kurier (noch nicht online) fragt sich hingegen, wann Sebastian Polter wieder von Anfang an spielen darf.

Und sonst so?

Wir waren in anderen Podcasts unterwegs. Steffi erzählt in der aktuellen Episode von Früf (Frauen reden über Fußball) über das Thema Aufstiegskampf und das gemeinsam mit der HSV-Anhängerin Tanja.

Und nachdem ich in unserer letzten Podcast-Episode etwas gegen Fans der Bundesliga-Absteiger gewettert habe, die die Zweite Liga einfach schlecht finden, war ich bei Drei90 zu Gast. Denn Axel von Drei90 war der Grund für meinen kleinen Wutausbruch. Ich hoffe, dass euch die Episode gefällt, vor allem, weil ich am Ende die Ehre hatte, aus “Hattrick, Elfmeter für die Liebe” vorlesen zu dürfen. Es war ein riesiger Spaß und ich musste schon während der Aufnahme unglaublich viel lachen.

Und niemals vergessen

Heute vor 10 Jahren ist der 1. FC Union im Stadion hier bei uns um die Ecke aufgestiegen und seitdem konstant Teil der Zweiten Liga. Das ist ein Grund zum Stolzsein für diejenigen, die dafür verantwortlich sind. Und nachdem ich mir das Video vom RBB damals jetzt mehrfach angeschaut und davon Erpelpelle bekommen habe, muss ich sagen, dass ich wahnsinnig Lust habe, wieder einen Aufstieg zu feiern.

Ganz hervorragend in dem Film ist immer noch, wie Torsten Mattuschka sich vor dem Muttertag übers Radio bei seiner Mutti dafür entschuldigt, falls er nicht ans Telefon geht:

Screenshot: RBB

3 thoughts on “Heute vor 10 Jahren stieg Union in die Zweite Liga auf

  1. Man da bekommt man wieder “feuchte Äuglein”!
    Man war ja bei “allem” dabei!!
    u.n.v.e.u.

  2. Vllt passiert ja bald was ganz großes, wo man dann wieder groß feiert und vllt., ganz vllt. ist das Bierglas, womit man den Trainer übergießt dann auch ganz groß :oD

  3. Wäre schon schön für alle Berliner.
    Ich wünsche es den Eisernen von Herzen, denke immer an meine Zeit in den siebzigern mit den Kumpels bei Union.
    Hatten damals vil Spaß.
    Hauptsache sie fallen nicht auf die Schn….
    und machen pleite!!!!

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