Bei Union passiert wenig, woanders auf dem Transfermarkt etwas mehr

Jetzt gerade ist sowas wie die Definition einer Zeit mit wenig Nachrichten bei Union. Es sind Wochen vor dem Start des Rests der Rückrunde, die Mannschaft ist noch nicht im Trainingslager und es gibt aktuell auch keine ersichtlichen Bewegungen bei Transfers (obwohl sich das ändern könnte).

Das wenig bei Union passiert, kann auch einfach heißen, dass Urs Fischer in Ruhe arbeiten kann, Foto: Matze Koch


Wenn es bei Union in dieser Winterpause Transfers gibt, dann wohl eher einige Abgänge. Bild/BZ deuten an, dass neben Simon Hedlund auch Kenny Prince Redondo ein Kandidat dafür sein könnte. Aktuell gehe Union aber davon aus, dass beide im Trainingslager dabei sind, genauso wie die Nachwuchsspieler Opfermann und Oppermann. Marc Torrejón dagegen könnte ausfallen.

Der Kurier (noch nicht online) nimmt neben Hedlund auch Robert Zulj, Eroll Zejnullahu und Felix Kroos in ein Quarett von Sorgenkindern auf. Das hat bei allen vieren unterschiedliche Gründe. Dass es ein “Armutszeugnis für Unions Jugendarbeit” wäre, wenn Eroll keinen Weg in die Mannschaft findet, ist dabei etwas fehlkonstruiert. Schließlich ist es die (sportliche) Aufgabe der Jugendarbeit, Spieler auszubilden, die im Profifußball spielen können. Und das hat Zejnullahu 80 Mal gemacht. Dass er jetzt einen Platz für sich finden muss, hat damit eher wenig zu tun.

Wie Urs Fischer sich in Berlin eingelebt hat, wird mit diesem Interview in der Basler Zeitung klar (danke an Jacek für den Tipp. Update von 13.22 Uhr: Der Link funktioniert nicht mehr und der Artikel ist jetzt nur noch hier hinter einer Bezahlschranke verfügbar):

Die Union-Fans stehen im Ruf, besonders treu und leidenschaftlich zu sein. Wie macht sich das für Sie bemerkbar?
Wer Union-Fan ist, richtet seine private Agenda nach unserem Spielplan. Wir bestreiten die erste Vorbereitungspartie im Sommer gegen Carl Zeiss Jena – es sind 12’000 Zuschauer da. 12000! Wir reisen nach London zu einem Testspiel gegen Queens Park Rangers – und 1500 Fans kommen mit. Zum Cupspiel in Dortmund begleiten uns 9000. Oder am 23. Dezember findet das Weihnachtssingen im Stadion statt – mit fast 30’000 Menschen. Das ist keine PR-Aktion, sondern zeigt die tiefe Verbundenheit der Menschen mit Union Berlin.

Und Sie sind an diesem Anlass mittendrin und singen mit…
…natürlich. Weil es mich auch sehr stolz macht, ein Teil dieses Vereins zu sein.

Was man in diesem Winter vielleicht verpasst hat

Aber dass es bei Union nicht viel Neues gibt, heißt nicht, dass sich nicht während der Winterpause und im dazugehörigen Transferfenster anderswo interessante Dinge abspielen.

Vielleicht etwas überraschenderweise ist dabei Magdeburg einer der aktivsten Orte. Jens Härtel, der dort in der Hinrunde entlassen wurde, wird künftig bei Hansa in Martin Pieckenhagen mit einem anderen früheren Union-Spieler zusammen arbeiten (darüber schreibt auch die Berliner Zeitung). Gleichzeitig bewegt sich auch im Kader des FCM einiges. Die Verpflichtung von Steven Lewerenz von Kiel ist dabei vielleicht die vielversprechendste – ich bin mir nicht ganz sicher, auf welchem Fitness-Stand Jan Kirchhoff ist, der ebenfalls geholt wurde.

Und Jasmin Fejzic verlässt Magdeburg schon wieder und geht zurück nach Braunschweig, wo er demnächst mit Benni Kessel zusammenspielen wird – und mit Bernd Nehrig. Obwohl der bei St. Pauli in dieser Saison wenig gespielt hat, überrascht mich dieser Wechsel zum etwas abgeschlagen Letzten der 3. Liga schon etwas.

Apropos ‘überraschende Transfers mit Beteiligung von St. Pauli’: Alex Meier, bisher als Fußballgott in Frankfurt tätig, spielt dort jetzt.

Und sonst so

Den Podcast Kollegen von Drei90 ist gestern diese mathematische und journalistische Perle in der Bild aufgefallen:

Und alle, die sich die (sehenswerte) Netflix Doku ‘Sunderland til I die’ angeschaut haben, könnten das hier amüsant finden:

10 thoughts on “Bei Union passiert wenig, woanders auf dem Transfermarkt etwas mehr

  1. @jacek Danke für den Tipp. Barrage ist Schweizerisch für Relegation. Ich hatte mal einige Jahre die Neue Zürcher Zeitung im Abo und es war wunderschön, sich den Sportteil durchzulesen und dabei über Begriffe zu stolpern, die von unserem gewohnten Fußballdeutsch massiv abweichen. Schweizer zum Beispiel finden es wahnsinnig irritierend, dass wir “köpfen” sagen, wenn ein Spieler mit dem Kopf den Ball spielt. Das hat dort nur die Bedeutung von “enthaupten”. Sie schreiben immer “köpfeln”.

  2. Schade, der Artikel scheint jetzt aber hinter der Paywall verschwunden zu sein…

  3. Stimmt (teilweise).
    Link im Firefox oder Chrome-Browser auf dem Laptop -> Paywall, auf dem Smartphone -> keine Paywall…

  4. „Urs Ficher, immer gleich bleibenl Zu Hause gewinnen, Auswärts nicht verliern.
    Dann spielt Union Berlin neben Hertha im gleichen Stadion!!!“

    🤔

  5. „Es ist mir schleierhaft, wie man auch nur ansatzweise darauf kommt, dass Fischers Wechsel ein Rückschritt gewesen sei. das beste team der schweiz, yb, würde in der 2. bundesliga irgendwo im mittelfeld kicken. und vielleicht wäre der fc basel in seinen besten zeiten unter den ersten sechs gewesen. mehr aber auch nicht.“

    🤔 🤔 🤔

  6. “Jetzt gerade ist sowas wie die Definition einer Zeit mit wenig Nachrichten bei Union.” Starmer Einleitungssatz, Daniel! 😉

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