Grischa Prömel ist für den Kicker nur im “Blickfeld”, dabei hat er herausragend gespielt

“Wir greifen wieder an”, sagte Christopher Trimmel im kleinen Clip zum Trainingsauftakt (AFTV). Der Österreicher zeigte sich bei diesen Worten nicht verbissen, sondern lachte. Soweit das jedenfalls nach der Trainingseinheit möglich war. Eigentlich fehlte nur Marc Torrejon verletzt. Grischa Prömel absolvierte nach seiner Verletzung noch individuelle Übungen auf dem Platz.

Christopher Trimmel nach dem Trainingsauftakt, Screenshot: AFTV

Auch Simon Hedlund trainierte mit

Ansonsten waren alle da. Auch Simon Hedlund. Zu dieser Personalie ließ gestern der Donaukurier Ingolstadts Trainer Jens Keller sagen: “Es ist so, dass ich ihn als sehr interessant empfinde. Ja. Man muss sehen, ob man es realisieren kann und der Spieler auch möchte.” Laut Bild/BZ ist allerdings mit der Anwesenheit im Training gestern noch nicht gesagt, dass der Schwede auch mit ins Trainingslager fährt. Am Mittwoch würde Manager Oliver Ruhnert aus dem Urlaub kommen und dann vielleicht noch einmal mehr Bewegung in die Sache kommen.

Wenn Ingolstadt ganz dringend auf Hedlund angewiesen wäre, dann wäre aber Ruhnerts Urlaub sicher kein Hinderungsgrund. Schließlich besitzt der Manager ein Telefon. Für Union hat die Personalie Simon Hedlund mindestens zwei Aspekte. So wäre es von der individuellen Qualität, die man (auch von der Bank) ins Spiel bringen kann sicher ein Verlust, Hedlund ziehen zu lassen. Wobei hier auch klar sein muss, ob der Offensivmann wirklich sein Potenzial ausschöpft.

Und es gibt den finanziellen Aspekt. Union hat laut Bild ca. 850.000 Euro Ablöse für den Schweden bezahlt. Gemessen an der Inflation der Ablösen in den vergangenen Jahren wäre es enttäuschend, nicht mindestens die gleiche Summe zu erlösen. Ob Ingolstadt bereit ist, das zu zahlen? Und ob Simon Hedlund, der in Berlin durchaus fremdelte, sich in der bayerischen Provinz wohler fühlt, lasse ich auch mal dahingestellt. Zudem wird er demnächst Vater. Da verschieben sich Prioritäten und Alltag noch einmal. Wie auch immer Simon Hedlund sich entscheidet. 2019 dürfte ein sehr spannendes Jahr für den Schweden werden.

Simon Hedlund beim Trainingsauftakt, Foto: Matze Koch

Die Berliner Zeitung hebt in ihrem Bericht vom Trainingsauftakt mit dem Verweis auf Unions Konstanz einen Aspekt hervor, der mir insgesamt zu wenig geschätzt wird, wenn es um die bisherige Saison der Mannschaft geht. Das darf das Team gerne weiter so machen. Denn defensive Stabilität und Konstanz sind wohl exakt das, was eine Mannschaft erfolgreich durch die Zweite Liga bringt, die durch ihre Ausgeglichenheit auszeichnet, dass kaum eine Mannschaft diese Konstanz über eine Saison zeigen kann.

Weitere Berichte vom Trainingsauftakt gibt es hier:

Grischa Prömel in der Kicker-Rangliste nur im “Blickfeld”

Grischa Prömel, Foto: SF/Matze Koch

Der Kicker hat in seinen Ranglisten für die Außenverteidiger auch Christopher Trimmel im Blickfeld, wo sich der Österreicher auch im Sommer stand (Stichwort Konstanz). Es ist schön, dass im defensiven und offensiven Mittelfeld auch Manuel Schmiedebach und Grischa Prömel im Blickfeld des Kickers stehen.

Allerdings bin ich bei Prömel nicht sicher, ob er nicht noch besser platziert werden müsste und vielleicht die Aufgabe von Prömel im Unionspiel nicht auf die Charakterisierung “offensiver Mittelfeldspieler” des Kickers passt. Für mich ist er ein nahezu perfekter Achter. Ein Spieler, der von Trainern gerne Schalterspieler genannt wird, weil er in beide Richtungen (defensiv und offensiv) enorm wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Sei es wie es sei. Zumindest für mich war diese Hinrunde von Grischa Prömel herausragend. Und insgesamt ist es positiv, dass Union bis jetzt mit jedem Mannschaftsteil in der Kicker-Rangliste auftaucht.

Und sonst so?

Einmal in einer Liste mit Gareth Bale und Cristiano Ronaldo auftauchen? Unions Torhüter Rafal Gikiewicz kann diesen Punkt von seiner To-do-Liste abhaken.

2 thoughts on “Grischa Prömel ist für den Kicker nur im “Blickfeld”, dabei hat er herausragend gespielt

  1. Noch mehr gefreut hat mich, dass die 11Freunde-Redaktion Torsten Mattuschka in der Kategorie “Abschied des Jahres” auf Platz 2 gewählt hat – gemeinsam mit Arsene Wenger.

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