Union gewinnt gegen Barcelona (quasi)

Das Turnier in der Max-Schmeling-Halle, bei dem das Wort ‘Altherrenfußball’ wirklich nicht beleidigend gemeint ist, hat gestern angefangen. Die Namen der Mannschaften, die dabei antreten, sind in diesem Jahr ziemlich klangvoll.

So haben Dortmund und Tottenham quasi ihr Champions-League-Achtelfinale nachgestellt, und hat Union gegen den FC Barcelona gespielt. Jetzt könnte man anmerken, dass auch jemand wie ich, der sich durchaus hin und wieder mit vergangenen Mannschaften von Barça beschäftigt hat, auf Anhieb nicht viele der Spieler in Barcelonas Aufgebot als Legenden des Klubs erkannt hätte. Aber immerhin haben Roberto und Andoni Goikoetxea je mehr als hundert Spiele in Blaugrana gemacht. Und dafür, dass es stimmt zu sagen, das Halil Savran, Torsten Mattuschka und Marco Gebhardt Tore gegen Barcelona geschossen haben, soll es mir recht sein.

Noch mehr Hallenfußball gibt es heute nicht mit, sondern bei Ronny Nikol in dessen Fußballhalle beim Eisern-Fun-Cup des V.I.R.U.S., bei dem 20 Mannschaften aus der Union-Fanszene antreten. Um das Traditionsturnier geht es auch in den Berliner Medien:

Unterdessen schreibt Matze Koch in der BZ darüber, dass Björn Kopplin nach einer Halbserie, in der er mit Trainer Alexander Zorniger nicht zurecht kam, von Brøndby zu Randers wechselt. Über Kopplins Weg nach Dänemark haben wir vor einer Weile mit ihm im Podcast (Teve303: Union-Bettwäsche im Bayern-Internat) gesprochen.

Die Hinrunde statistisch

Dieser Tweet von Jerome Polenz hat mich neulich noch einmal daran erinnert, auf Unions Hinrunde in den Expected Goals Statistiken zu schauen.

Und vor allem sie mit dem Bild zu vergleichen, dass Union vor Urs Fischers Antritt als Trainer abgegeben hat. Nun sind direkte Vergleiche über Saisons hinweg nicht unbedingt verlässlich, weil sich viele Dinge ändern (äußere Umstände, Gegner, vielleicht auch die statistischen Modelle selbst). Aber trotzdem kann man mal einen vorsichtigen Blick auf einen Vergleich der Hinrunde mit den letzten beiden Halbserien werfen.

Im Vergleich zur Hinrunde 2017/18 fällt auf, dass die expected Goals die sich Union erspielt hat, also die eigenen Chancen, fast gleich geblieben sind (24,5 in der letzten Saison, 24,3 in dieser). Aber defensiv hat sich Union eben stark verbessert (in xG von 22 auf 17,2). Während Union in der letzten Saison statistisch insgesamt eher durchschnittlich war, ist man jetzt zumindest defensiv an der Spitze der Liga. Allerdings kann man auch sagen, dass schon die letzte Rückrunde in der Zahl zugelassener Chancen ähnlich aussah. Nur dass da die in Wirklichkeit gefallenen Tore deutlich über den statistischen Erwartungen lagen. Diese Rückrunde lief eben in jeder Hinsicht lange ziemlich unglücklich.

Und sonst so

Offensichtlich ist mit Mario Kvesić ein Spieler, den ich sehr mag, auf dem Markt.


Aber bei Union kommen ja jetzt schon nicht alle meine Lieblingsmittelfeldspieler zum Einsatz. Also ist das vielleicht eher kein Thema.

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