Ab nächste Woche beginnt ein frühzeitiges Beteiligungsverfahren der Öffentlichkeit für den Stadionausbau

Für Union gibt es in der Länderspielpause beides: Spiele und Pausen. Denn am Freitag testet Union gegen Babelsberg, und danach bekommt die Mannschaft von Urs Fischer drei Tage frei. Für Babelsberg bedeutet das ein ziemlich volles Programm, denn am Donnerstag trifft 03 schon auf Hertha, ein Termin, der offenbar schon etwas länger feststand als Union ebenfalls anfragte. Es wird interessant sein zu sehen, ob Babelsberg beide Spiele mit derselben Mannschaft bestreiten wird.

taz03

Unions letztes Testspiel gegen Babelsberg war eine Chance für Berkan Taz, in der ersten Mannschaft zu spielen – wie vielleicht das am Freitag auch, Photo: Matthias Koch

In der Zwischenzeit war das Fantreffen gestern eine Gelegenheit, Manuel Schmiedebach und Grischa Prömel etwas besser kennen zu lernen:

Für das Auswärtsspiel in Hamburg (am 26.11.) hat das Wuhlesyndikat angekündigt, nicht den Stehplatz-Sektor im Gästeblock, sondern den Oberrang zu nutzen, und die Szene aufgerufen, sich mit entsprechenden Karten zu versorgen.

Modell des Stadions an der Alten Försterei nach Ausbau, Foto: 1. FC Union Berlin

Wir sehnen uns alle nach News zum Baubeginn des Clubhauses und zum Stand der Planungen des Stadionausbaus. Jetzt gibt es einen Mini-Meilenstein: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung angekündigt. Das Verfahren soll vom 15. Oktober bis 26. Oktober laufen.

Und sonst so

Die Polizei hat – über die ‘Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS)’, die Stelle, die zum Beispiel die Datenschutz- und Freiheits-rechtlich umstrittene ‘Datei Gewalttäter Sport’ verwaltet – gestern Statistiken über Polizeieinsätze, Verhaftungen und mögliche Vergehen im Rahmen von Fußballspielen in der letzten Saison vorgestellt. Interessant an diesen Statistiken ist unter anderem, dass die Zahl der “freiheitsentziehenden Maßnahmen” der Polizei stieg, während die der Verletzten im Vergleich zwischen 2015/16 und 16/17 sank. Bemerkenswert ist auch, dass es fast zehnmal mehr solche Maßnahmen gibt als Fälle, in denen Menschen verletzt werden. 1213 verletzte Personen zählt die Polizei in den 1153 Spielen der ersten drei Ligen und 1604 Regionalliga-Spielen.

Loben kann man an dem Bericht, dass er zwischen von der Polizei und vom Publikum verursachten Verletzungen unterscheidet. Erstere machen mindestens 141 der Verletzten-Fälle aus.

Insgesamt unterstützten diese Zahlen meiner ersten Lesart nach nicht wirklich die relativ alarmistischen Schlussfolgerungen, die die Polizei daraus zieht, wenn sie von einem “insgesamt weiter hohen Niveau” der Gefahrenlage im Fußball spricht. Und außerdem muss man sich der Bewertung nicht anschließen, die es als Problem ansieht , wenn sie einen “zunehmenden Organisationsgrad innerhalb der Ultraszenen”, der sich neben gemeinsamen Aktionen auch in “Solidarisierungseffekten bei Eingriffsmaßnahmen” äußere (so zitiert der Kicker die Polizei in einer Zusammenfassung des Berichts).

6 Gedanken zu „Ab nächste Woche beginnt ein frühzeitiges Beteiligungsverfahren der Öffentlichkeit für den Stadionausbau

  1. Hallo Daniel, ich hab bis jetzt nur in eurem Podcast davon erfahren. Könntest du nochmal konkrete Informationen oder einen Aufruf an alle interessierten bezüglich der „unteilbar“-Demo am Samstag Posten? Es ist ja wohl ein Treffen allen Unionern am Neptunbrunnen geplant um dann geschlossen Flagge zu zeigen und mitzulaufen. Habe darüber noch nichts schriftliches gefunden. Ich denke es ist wichtig das wir zumindest ein paar Leute zusammen bekommen. Viele Vereine haben konkrete Aufrufe an ihre fanszenen gestellt. Diese werden wohl zusammen in einem Fußballblock laufen. Ich fände es ein bisschen schade, wenn wir bei einem gesellschaftlich so wichtigen Thema weniger leute mobilisieren als z.b. Werder Bremen, obwohl die ganze Sache ja in unserer eigenen Stadt statt findet. Gruß Patrick

  2. @Patrick Der Aufruf lautet 12.30 am Neptunbrunnen, gerne mit Union Klamotten Fahnen whatever. Wir werden das diese Woche auch hier im Blog nochmal im Haupttext haben denke ich.

  3. Der Alarmismus wird noch unglaubwürdiger, wenn man es in Relation zu den Besuchern setzt – wie es Axel von @drei90 vor kurzem tat. Die lang gehegte Vermutung, dass jedes Straßenfest gefährlicher ist, wird da ein wenig gestützt.

    Eine Frage abseits des aktuellen Blogs – ihr wolltet ja mal ein Update geben, bezüglich eines Textilvergehen- Fanclub. meine Drachenbootfuncup-euphorie ist noch nicht verflogen (Die angebotene Mitarbeit bei diesem Unterfangen im Übrigen auch), dass es mich schon interessieren würde, wie es so steht.

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