Andy Gogia spielt langsam so, wie wir es uns schon letzte Saison erhofft haben

Ich habe mir gestern in Vorbereitung des Auswärtsspiels am Sonntag Sonnabend das 0:0 von Bielefeld in Magdeburg angeschaut. Dabei war ich nicht allein, denn zumindest auch Rafal Gikiewicz schaute sich das Spiel an und bezeichnete das Schauen in seiner Insta-Story als “Hausaufgabe”. Bielefeld empfand ich als das spielerisch bessere Team mit direkterem Zug zum Tor. Aber statt die Arminia noch intensiver zu beobachten, schaute ich gerade in der ersten Hälfte mehr auf die Gastgeber. Denn die machten den Eindruck, als ob sie mit Messern zwischen den Zähnen den ersten Sieg der Saison holen wollten, so aggressiv kamen sie herüber. Speziell Dennis Erdmann war etwas drüber, als er nach einer heftigen Grätsche seinem Mitspieler auch noch Weinerlichkeit unterstellte.

Für die U19 und einige U21-Spieler (sowie meines Wissens maximal drei ältere Spieler) geht es heute im Baltic-Sea-Cup gegen Aalborg BK. Die Zeit, dass ich für ein Unionspiel unter der Woche am Mittag blau mache ist allerdings schon eine Weile vorbei. Genauer gesagt: Am 5. Dezember 2000 habe ich die Uni geschwänzt, um mir ein 1:2 gegen Lüneburg an einem Dienstagmittag anzuschauen. Ich bin mir allerdings sicher, dass die  Partie heute zumindest mehr fußballerische Qualität verspricht als der Tiefpunkt der damaligen Saison, von dem aus es erst nach einer weiteren Niederlage (gegen Lübeck) nur noch nach oben ging. Viel Spaß allen, die heute um 12 Uhr freimachen können. Der Eintritt ist auch frei.

Der Kurier freut sich über die Flügelzange aus Andy Gogia und Marcel Hartel. Ich wäre mir allerdings nicht so sicher, dass sie auch so in Bielefeld eine Zukunft hat. Denn Urs Fischer wechselt gerade in der Offensive immer munter durch.

Andy Gogia beim 2:2 gegen Duisburg, Foto: Stefanie Fiebrig

Auch die Entwicklung von Andy Gogia, vor allem mit Blick auf die höchstens durchwachsene Vorsaison, beobachten Bild/BZ.

And Now for Something Completely Different

In den USA gibt es seit einiger Zeit das EisernNYC-Blog, das auch über das 2:2 gegen Duisburg berichtet. Witzig, weil aus unserer Sicht kaum vorstellbar, ist die Vorliebe der Autorin Lee für Red Bull New York bei gleichzeitiger Leidenschaft für Union.

Außerdem hat ein Schotte seinen Besuch im Stadion an der Alten Försterei niedergeschrieben, der wiederum nichts weiter als pure Werbung für Union ist. Es fehlt nicht mehr viel und eine Wallfahrt ans Stadion an der Alten Försterei wird zur Pflicht jedes erwachsenen britischen Fußballfans.

I throughly enjoyed my lower league experience in Germany and would recommend it to anyone who gets the opportunity to do so. In comparison to the U.K. its cheap and you seem to get great value for your money whilst also enjoying a great atmosphere.

EISERN UNION!!

Und sonst so?

Die Uefa will die Abschaffung der Auswärtstorregel überdenken (Spiegel). Ich bin da absolut dafür und unterstütze alle Argumente, die der Spiegel im Artikel aufzeigt. Sollte sich die Uefa nicht dazu durchringen, wäre zumindest eine Abschaffung der Auswärtstorregel in der Verlängerung eine Option, mit der ich leben könnte. Denn das ist ein Vorteil für das Auswärtsteam, das im Hinspiel als Heimteam niemals in eine solche Situation kommen würde.

5 Gedanken zu „Andy Gogia spielt langsam so, wie wir es uns schon letzte Saison erhofft haben

  1. bei der abschaffung der auswärtstorregelung geht es – trotz aller statistischen nebelkerzen – am ende nur darum, dass mehr spiele in die verlängerung oder ins elfmeterschießen gehen, und folglich die sende- und werbezeit somit erhöht werden kann.

  2. Jo, der Autor gibt das ja im letzten Absatz offen zu:
    “Sollte die Uefa diesen folgen, würden künftig mehr Spiele in der Verlängerung entschieden. Klar, mehr Belastung für die Profis – aber mehr Spektakel für Fans und mehr TV-Geld für den Veranstalter. Das müsste eigentlich auch der Uefa gefallen.”
    Bin mal gespannt, ob sich dann derselbe Autor in ein paar Jahren über die raffgierige UEFA sowie die Überbelastung der Spieler echauffieren würde.

  3. @Der Sepp: die Unterstellung, dass der Autor seinen Unterton im Text womöglich bei der nächsten Gelegenheit wie ein Blatt im Wind ändert, kann ich in hier nicht nachvollziehen. Er bewertet die mögliche Position der UEFA nicht (gut oder schlecht), sonder erläutert lediglich die möglichen Gedankengänge der Entscheider, welche ihm logisch erscheinen.

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