Warum denn nicht?!

Aue am Anfang, Bochum auswärts am Ende. Diese Daten, und die 32 Ansetzungen dazwischen, erfuhren wir gestern aus der Veröffentlichung des Spielplans der kommenden Saison.

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Das Motto zum Saisonstart; Photo: Stefanie Fiebrig

Man kann sich fragen, ob es eine Rolle spielt, wann man gegen wen spielt, denn schließlich muss man am Ende gegen alle einmal antreten. Aber ein paar interessante Konstellationen gibt es schon: zum Beispiel, dass man für das Auswärtsspiel in Aue kurz vor Weihnachten schonmal nachschauen kann, ob man genug warme Wäsche im Schrank hat. Und dass es nach der Winterpause mit der englischen Woche zuhause gegen Köln und bei St. Pauli knackig wieder los geht.

Und ob sich der DFB über diese Woche Sorgen macht oder sich darauf freut, ist nicht überliefert:

Neues aus Bad Saarow

Die Berliner Zeitung findet etwas Gutes am Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft: Urs Fischer wird nicht nochmal das Problem haben, seine Trainingszeiten deren Spielen anpassen zu müssen. Außerdem berichtet Matthias Bunkus aus dem Auftakttrainingslager, dass es innerhalb von Mannschaft und Trainerteam durchaus weiterhin und auch schon für diese Saison Ambitionen gibt, im Rennen um die Aufstiegsplätze dabei zu sein.

Im Kurier lesen wir vom selben Reporter, dass die Queens Park Rangers einer der Vereine sind, zu denen Toni Leistner wechseln könnte. Das Freundschaftsspiel in London würde so zum Abschiedsspiel auch für ihn, und nicht nur für Sebastian Polter.

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Sebastian Andersson im Training. Mit diesem Photo beginnen wir übrigens eine neue Rubrik: Wer versteckt sich hinter dem Ball?
Photo: Michael Hundt / Matthias Koch

Die B.Z. schließlich lässt einen weiteren Neuzugang zu Wort kommen, Sebastian Andersson. Der hat – trotz des mannschaftlichen Kontext in Kaiserslautern – gerade eine sehr gute Zweitligasaison gespielt und war einer der effektivsten und effizientesten Stürmer der Liga. Nur drei Spieler,* die viel gespielt haben, hatten eine bessere Torquote als der Schwede (1 Tor alle 180 Minuten). Es wäre aber unfair, ihn nur auf seinen Abschluss zu reduzieren, denn Andersson setzte seine Körperlichkeit auch ein, um Chancen für seine Mitspieler vorzubereiten, und kam auch in dieser Hinsicht zu ordentlichen Werten (im Schnitt etwas mehr als ein ‘Schlüsselpass’ pro 90 Minuten). Allerdings ist Andersson nunmal doch ein klassischer Zielspieler, dessen größte Stärke ist, hohe Zuspiele zu verarbeiten. Urs Fischer wird sich entscheiden müssen, wann, wie oft, und wie sehr er diese Stärke fokussieren möchte, und wie sie zum Rest von Unions Offensive passt. Deren Kern würde man eben eigentlich eher in Unions anderem Schweden, Simon Hedlund vermuten (zumindest in der Polter-losen Phase), zu dem diese Spielweise nur unter Umständen passt: wenn man nämlich insgesamt eher tief steht und mit Andersson Räume in der Tiefe erschließt und diese mit Hedlunds Schnelligkeit und (sporadischer) Abschlussstärke nutzt.

*Duksch, Raman und – Steven Skrzybski.

Und sonst so

Der Belgien-gegen-England-Preis für das größte Engagement bei der WM geht an den Senegalesen, der hier den kurzen Pfosten ‘verteidigt’.

6 Gedanken zu „Warum denn nicht?!

  1. Andersson hat im Kicker recht schlechte Noten bekommen. Lässt sich das auch anhand von Statistiken herauslesen?

  2. Der Senegalese fetzt. 😎 Die deutsche Vorrunde pantomimisch perfekt umgesetzt. 😁

  3. Mich überrascht, dass er selbst im Kicker-Lautern-Ranking nicht so gut wegkommt, denn im Normalfall vergibt der Kicker bei Toren immer “Bonuspunkte” bzw. eine bessere Bewertung. Und Tore hat er ja einige geschossen.

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