Hat Philipp Hosiner noch einen Platz bei Union?

Während anderswo in der Liga der Anfang der neuen Saison definiert wird, noch bevor die sportlichen Entscheidungen fallen, wer in der kommenden Saison noch darin spielt, gibt es bei Union in dieser Woche kein öffentliches Training und keine Spielerinterviews und keine dominanten Themen.

Im Kurier schreibt Max Bosse über Unions Personalplanungen für die kommende Saison, speziell im Angriff. Dort sei man aktuell eigentlich gut aufgestellt, stehe aber trotzdem eine Generalüberholung an. Denn angenommen, dass Skrzybski Union verlassen würde, Sebastian Polter erst zur Rückrunde wieder richtig fit sei und Philipp Hosiner nach zwei enttäuschenden Jahren keine Option mehr sei, müsste gleich für drei Kaderplätze Ersatz gesucht werden.

Diese drei Annahmen sind unterschiedlich sicher. Am interessantesten im Moment ist vielleicht die Frage, wie und ob es für Hosiner bei Union weitergehen könnte. Denn die zwei Saisons des Österreichers in Köpenick waren zwar tatsächlich nicht so gut wie erhofft, aber auch nicht durchgängig schlecht – jedenfalls nicht auf die selbe Weise. Nach einem ordentlichen Start in die letzte Saison verhinderten eine Verletzung und Collin Quaners gute Form, dass Hosiner sich sofort etablieren konnte. Als er dann Mitte der letzten Hinrunde einige Spiele von Beginn an machen konnte, traf er auch, allerdings nicht genug, um sich in den Augen von Jens Keller vor Quaner zu schieben. Das war jedoch zumindest ebenso sehr eine Frage des Spielertyps wie der Qualität. Quaner ist ein besserer Ziel- und Pressingspieler als Hosiner.

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Quo vadis, Philipp Hosiner? Photo: Matze Koch

Im Winter kam dann Sebastian Polter, und damit deutlich weniger Einsatzzeiten für Hosiner – bis zu Polters Verletzung in Kaiserslautern. Die Spiele seitdem sind für Hosiner mit einigen erinnerungsträchtigen vergebenen Chancen nicht gut gelaufen. Aber trotzdem hat Hosiner in dieser Zeit nicht schlecht gespielt, und auch seine vorbereitenden Qualitäten eingebracht, wenn auch nicht am oberen Ende dessen, wozu er in der Lage ist. Seine Bilanz insgesamt bei Union ist sicher nicht die, die man sich beiderseits erhofft hat. Sie ist aber auch nicht so schlecht, dass er in der kommenden Saison auf keinen Fall mehr einen Platz in Unions Kader haben sollte – gerade weil es auf den anderen Planstellen im Sturm schon Unsicherheit gibt.

Und sonst so:

Die U17 hat im Berliner Pokalhalbfinale gegen Empor 5-0 gewonnen. Die Unterlegenen nehmen es sportlich:

Und in Rostock läuft es für Christopher Quiring nicht gut.

Ein Gedanke zu „Hat Philipp Hosiner noch einen Platz bei Union?

  1. Die Hosiner-Frage hängt ja auch an der Trainerfrage: Wer ist das nächste Saison und wie will er spielen lassen? Hosiner braucht Platz und Tempo, um seine Qualitäten einbringen zu können. Und vor allem kein System mit einer zentralen Spitze, die hohe Bälle geliefert bekommt. Das passte bisher selten zusammen.
    Die Frage ist natürlich auch, wer denn überhaupt als Ersatz auf dem Markt wäre. Halbwegs bekannte Namen wird man sich vermutlich eher nicht leisten wollen/können, zumal die Konkurrenz Polter abschreckt. Also entweder ein Routinier ohne große Ansprüche an Spielzeit oder ein No-Name mit Potenzial, die beide eine ähnliche Spielweise und Physis wie Polter mitbringen.

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