Viel Zeit zum Nachdenken

Die großen Themen haben wir hier gestern und vorgestern sehr intensiv diskutiert. Ich möchte an dieser Stelle den vielen Kommentatoren danken, die sachlich argumentiert haben und dazu beigetragen haben, dass ich viele Anregungen zum Nachdenken mitgenommen habe.

Zeit zum Nachdenken haben auch einige Akteure bei Union: Philipp Hosiner wurde wie erwartet mit einer Sperre für 2 Spiele für seine leichte Tätlichkeit aus der Partie gegen Nürnberg belegt.

Der Stürmer zeigt sich auf Instagram zerknirscht und verspricht, an sich zu arbeiten, um der Mannschaft schnellstmöglich helfen zu können.

Zeit zum Nachdenken hat auch Toni Leistner, der nun ein Spiel Sperre wegen seiner Gelb-Roten Karte absitzen muss. Hier hat vor allem Trainer André Hofschneider bis Montag Abend Zeit, sich Gedanken um einen Ersatz in seiner Stamm-Innenverteidigung zu kümmern. Schon gut möglich, dass neben Marc Torrejon der frisch verpflichtete Marvin Friedrich zum Einsatz kommt. Auf jeden Fall bekommt wird Union ein Gefühl dafür bekommen, was es heißt, ohne Leistner zu spielen. In Bild/BZ werden die Alternativen zu Leistner benannt: Marvin Friedrich, Michael Parensen oder Lars Dietz. Für mich auch genau in dieser Reihenfolge. Dass Christoph Schösswendter zum Einsatz kommt, halte ich für ausgeschlossen. Und das nicht wegen seiner leichten Verletzung aus dem gestrigen Training (Kurier).

Die Morgenpost bringt auch eine Analyse zu möglichen Umbrüchen bei Union, sägt dabei ebenso wie gestern andere Medien vorsichtig am Stuhl von Sportgeschäftsführer Lutz Munack und kommt zu ähnlichen Schlüssen, was Kaderpositionen betrifft. Durch den Sieg von Bielefeld im Montagsspiel, liegt Union nun nur noch auf Platz 9.

Wer ein bisschen Ablenkung braucht, und wer von uns sucht die gerade nicht, der wird heute vom Kurier perfekt bedient, denn dort geht es um die vielen Ex-Unioner, die gerade im Aufstiegskampf in der 3. Liga mitmischen. Von Steffen Baumgart über Jan Glinker, bis hin zu Christoph Menz sind da viele Unioner dabei.

Und sonst so?

Beim Zweitligatippspiel Twitterförsterei zeige ich eine ähnliche Formkurve wie Union. Aber es gibt doch genug Leute, die ein viel besseres Näschen haben. Gratulation an die Tagessieger Fisch, Hanni und EisernUnion1966 und natürlich Goala in der Gesamtwertung. Ich kann übrigens jetzt schon sagen, was wir als Preise für Platz 1-3 eingesammelt haben:

  1. Geschenkbox inklusive T-Shirt mit “Und freitags in die »Grüne Hölle«”
  2. Ein von Torsten Mattuschka signiertes Exemplar seiner Biographie “Kultkicker mit Herz und Plauze
  3. Ein Exemplar des Buchs “Alles auf Rot” mit Union-Geschichten verschiedener Autoren

Die Preise verteilen wir am Ende der Saison an die entsprechenden Plätze in der Gesamtwertung. Wenn mir noch mehr entgegenlaufen, werde ich das hier schreiben. Ein langer Atem im Tippspiel lohnt sich also.

Es wird gerade sehr viel Schadenfreude über Union wegen des missglückten Trainerwechsels ausgeschüttet. Doch da die Zweite Liga nicht das gleiche Ausmaß an Aufmerksamkeit wie die Bundesliga erhält, fällt das meines Erachtens noch sehr moderat aus. Heftiger erwischt es den Hamburger SV, der gestern nach seiner Verpflichtung von Bernd Hollerbach als neuen Trainer von den Würzburger Kickers bloßgestellt wurde. Ach lest selbst:

8 Gedanken zu „Viel Zeit zum Nachdenken

  1. völlig OK, dass eroll z. und christopher lenz nicht zu den ex-unionern gezählt werden, die im aufstiegskampf mitmischen
    … denn die beiden sind ja von uns nur verliehen :-)

  2. PS: man kann übrigens diskutieren, wer sich in der causa hollerbach mehr bloßstellt: der hsv oder würzburg. ich wäre jedenfalls froh gewesen, wenn der keller z.b. in stuttgart einen neuen job bekommen hätte, denn dann würde er von unserer gehaltsliste verschwinden.

  3. Hey Sebastian,

    Wirst du noch auf die Gerüchte über einen Wechsel von Pedersen nach Leipzig eingehen?
    All die anderen Linksverteidiger, die RB auf dem Schirm hatte , wurden ja schon von Ihren vereinen als nicht verkäuflich erachtet.

  4. Schon erstaunlich mit Schösswendter. Wer hat den eigentlich verpflichtet?

  5. Ein Pedersen-Transfer wäre auf jeden Fall eine Art Eingeständnis, dass mittelfristig kleinere Brötchen gebacken werden oder man sich finanziell konsolidieren muss. Oder beides.

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