Bis zum Testspiel am Mittwoch gegen Ingolstadt ist die Torwartfrage entschieden

Bis Mittwoch will sich Trainer André Hofschneider in der Torwartfrage zwischen Jakob Busk und Daniel Mesenhöler entschieden haben. Wer im Testspiel gegen Ingolstadt (die Partie findet in Luckenwalde statt) zwischen den Pfosten steht, wird höchstwahrscheinlich die Nummer 1 sein. BZ und Berliner Zeitung sehen mittlerweile Daniel Mesenhöler leicht in Front. Dabei könnte die leichte Verletzung zu Beginn des Trainingslagers für Jakob Busk ein kleiner Nachteil gewesen sein.

Jakob busk und Daniel Mesenhöler im Trainingslager in Spanien, Foto: Matze Koch

Aber vielleicht ist es auch ein anderer Aspekt, der für Mesi spricht und an dem Jakob Busk nichts ändern kann. Der Trainer heizte zwar den Konkurrenzkampf an, aber an der Hierarchie für die Startelf hat sich wenig verändert. In der Innenverteidigung stellen sich Marc Torrejon und Toni Leistner von alleine auf (Fabian Schönheim scheint körperlich noch weit von der Einsatzfähigkeit entfernt, Kurier). Auch die Außenverteidiger sind gesetzt, ebenso wie Kapitän Felix Kroos. Die einzigen Positionen, auf den ein echter Konkurrenzkampf herrscht sind die Sechserposition (Grischa Prömel vs. Stephan Fürstner) und die offensiven Positionen, wo je nach strategischer Ausrichtung oder Spielsituation rotiert werden kann.

Will der Trainer also einen Neustart propagieren und zeigen, dass es keine Stammplätze gibt, kann er das am ehesten auf der Torhüterposition machen, ohne ein großes Risiko einzugehen. Denn beide Keeper sind ähnlich stark. Die Fehler von Jakob Busk in den Spielen haben alle gesehen. Daniel Mesenhöler hatte aufgrund der geringeren Einsatzzeit auch weniger Möglichkeiten, Fehler zu machen. Auch hier ist eigentlich der Weg frei für eine Entscheidung pro Mesenhöler, die wenig öffentliches Hinterfragen auslösen wird.

Ich persönlich sehe das allerdings als schwierig an. Denn im Zweifel würde hier der Keeper für eine enttäuschende Hinrunde verantwortlich gemacht, an der die gesamte Mannschaft und deren Ausrichtung ihren Anteil haben. Das ständige Überspielen der Außenverteidiger und die daraus resultierende Verwirrung in der Innenverteidigung lassen aus meiner Sicht wenig Potential für einen Keeper, dauerhaft gut auszusehen. Und was die klaren Fehler betrifft: Es gibt keine fehlerfreien Spieler. Die Wette wäre also, dass Mesenhöler im 1 gegen 1 ähnlich stark wie Busk hält und gleichzeitig weniger Fehler macht. Zum Ende des vergangenen Jahres war Busk auch nicht der einzige verunsicherte Union-Spieler.

Wie man es aber dreht und wendet: Es bleibt eine wenig riskante Entscheidung für den Trainer. Bei beiden Keepern kann man aus meiner Sicht wenig falsch machen, sie zur Nummer 1 zu küren. Und vielleicht steigt mit der Entscheidung für Mesenhöler auch die Wahrscheinlichkeit, dass er seinen Vertrag über den Sommer hinaus verlängert.

Darts-Fan Hofschneider

Die Bild/BZ beschreibt ebenso wie andere Berliner Medien den neuen Cheftrainer André Hofschneider nach dessen erstem Trainingslager als verantwortlicher Coach. Es geht ums Duzen oder Siezen, die strategische Grundausrichtung im 4-4-2 mit Raute und seine Lieblingssport Darts. Bei letzterem würde ich gerne mal ein Duell sehen zwischen Trainer und den bekennenden Darts-Fans Felix Kroos und Steven Skrzybski.

Der Kurier schreibt, dass die Nachwuchsspieler Lennard Maloney und Benjamin Pratsler zunächst wieder mit der U19 trainieren und hier wie sehr André Hofschneider den Spieler Michael Parensen wertschätzt. Als Trainer hätte ich jemanden wie Parensen auch gerne im Kader. Er mag nicht mehr an Nummer 1 gesetzt sein, aber er löst Probleme, wenn die Nummer 1 auf einer Position ausfällt. Und mit Blick auf die Situation in der Innenverteidigung dürfte das noch Gold wert sein.

Und sonst so?

Es geht ja das Meme um, ich würde Simon Terodde nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen. Das stimmt allerdings nicht. Ich hatte vor Jahren lediglich meine Zweifel daran geäußert, ob er erstligatauglich sei, denn den Sprung in die Bundesliga hatte er trotz guter Leistungen in der Zweiten Liga nie geschafft. Und ich fand ihn zu nett für die Bundesliga. Die Situation in Stuttgart schien das zu bestätigen. Aber ich glaube nicht daran, dass diese Halbserie der Beweis dafür ist. Was allerdings klar ist: Er ist nicht der schnellste Stürmer und hat damit in der Konterfußball-Liga, in der nur sehr wenige Mannschaften Ballbesitzfußball praktizieren, eher schlechte Karten. Auch beim 1. FC Köln. Aber ich habe mich sehr für ihn gefreut, als er gestern in der 95. Minute das Siegtor erzielte. Und vielleicht schafft er ja mit dem Effzeh das Wunder.

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